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Lebenslauf des Spitzenkandidaten Wolfgang Schüssel:



Foto: Wahlplakat der ÖVP;
© R. Marschall

Vorab der Lebenslauf des Spitzenkandidaten der ÖVP Wolfgang Schüssel:

* Geboren: 7. Juni 1945 in Wien (61 Jahre)
* Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
* Berufsbildung: Studium der Rechtswissenschaften mit Doktorats-Abschluß im Jahr 1968.
* Politische Karriere:
von 1968 bis 1975: Sekretär des Parlamentsklubs der Österreichischen Volkspartei (ÖVP); von 1975 bis April 1991  Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes; am  24. April 1989 Bundesminister für wirtschaftliche Angelegenheiten in der von der SPÖ und ÖVP gebildeten Bundesregierung unter Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky; am 22. April 1995 zum Bundesparteiobmann der ÖVP gewählt; seit 4. Mai 1995 als Vizekanzler und Außenminister im Kabinett Vranitzky IV; von 28. Januar 1997 bis 4. Februar 2000 (im Kabinett Klima I) nahm Dr. Wolfgang Schüssel die Funktion des Vizekanzlers und des Außenministers wahr; am 4. Februar 2000 als Bundeskanzler angelobt; am 28. Februar 2003 (Kabinett Schüssel II) zum zweiten Mal als Bundeskanzler angelobt.
 
 

Die Wahlversprechen der ÖVP zur Nationalratswahl 2006:

Hier wollen wir Ihnen die Wahlversprechen und politischen Kernaussagen der ÖVP an seine Majestät dem Wähler anlässlich der Nationalratswahl 2006 präsentieren:
 

* 1. Okt. 2006: ÖVP- Wahlergebnis


2006: ÖVP-Stimmen:  1.523.143  Prozent:  34,22 %   Mandate: 66
2002: ÖVP-Stimmen:  2.076.833  Prozent:  42,30 %   Mandate: 79 
                      Reaktionen von ÖVP-Spitzenpolitikern
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* 30. Sept. 2006: Abschlußkundgebung der ÖVP im Museumsquartier


Am 30. September 2006 hielten ÖVP-Wien Chef Johannes Hahn und ÖVP-Spitzenkandidat Wolfgang Schüssel jeweils eine Abschlußrede im Hof des Museumsquartiers Wien, bei der sie nochmals auf die Leistungen der letzten vier Jahre und Versprechen der ÖVP eingingen.

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* 27.9.2006: Kein Angebot an Gastinger, Verbleib aber vorstellbar

"Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hat am Mittwoch im "Journal zu Gast" bestätigt, dass er Justizministerin Karin Gastinger kein Angebot für die Zeit nach der Wahl gemacht hat. Eine unabhängige Justizministerin sei zwar eine "interessante Variante", dafür müsse aber auch der künftige Koalitionspartner zustimmen. "Vor der Wahl kann man mit Sicherheit nichts versprechen und nichts zusagen", so Schüssel. ..."
Qu: Website der Bundes-ÖVP vom 29.9.2006; http:// www.oevp.at/index.aspx?pageid=8182
 

* 27.9.2006: Schüssel: "Burgenland hat immer zuerst Chancen der Geschichte erkannt"

"Wien, 27. September 2006 (ÖVP-PD) "Das Burgenland ist die österreichische Erfolgsgeschichte im Kleinen", sagte ÖVP-Bundesparteiobmann Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel bei der Abschlussveranstaltung seines Bundeskanzler-Tages im Burgenland. Von einem Land an der Grenze des Eisernen Vorhangs sei das Burgenland seit dem Beitritt zur EU und einer beispiellosen Aufholjagd zu einer Top-Adresse in ganz Europa geworden. "Ich bin unglaublich stolz auf euch: Was ihr zusammengebracht habt, ist ein Vorbild für Österreich, aber auch für viele Länder im Osten und im Donauraum, was man alles aus eigener Kraft zustande bringen kann", sagte der Bundeskanzler vor über 1.000 begeisterten Zuhörer/innen im Eisenstädter Kulturzentrum. Das Burgenland sei immer im Mittelpunkt der Geschichte gestanden und habe immer zuerst die Chancen erkannt, erinnerte Schüssel. ..."
Qu: OTS0063    2006-09-27/09:50
 

* 27.9.2006: Pröll: 38,8 Millionen Euro Mineralölsteuer an Landwirte zurückgezahlt

"Wien (OTS) - Heute wird die Mineralölsteuer für Agrardiesel
bereits zum zweiten Mal an die österreichischen Land- und Forstwirte
zurückerstattet. "Mit der Überweisung von 38,8 Millionen Euro auf die
Konten von 133.876 Betrieben wird ein zentrales Versprechen aus dem
Regierungsübereinkommen eingelöst. Es stärkt die Ertragskraft
heimischer Betriebe und ist in Zeiten hoher Treibstoffpreise von
besonderer Bedeutung", so Landwirtschaftsminister Josef Pröll. ..."
Qu: OTS0215    2006-09-27/13:36
 

* 18. September 2006: Pressekonferenz von ÖVP-Seniorenbundobmann NR-Abg. Dr. Andreas Khol, ÖVP NR-Abg. Ingrid Turkovic-Wendl, ÖVP Kandidatin Mag. Gertrude Aubauer



Foto: Mag. Gertrude Aubauer - Dr. Andreas Khol - Ingrid Turkovic-Wendl bei der Pressekonferenz am 18. Sept. 2006; © R. Marschall

Die Pressekonfrenz fand am 18. Sept. 2006 in der ÖVP-Parteizentrale in der Lichtenfelsgasse 1080 Wien statt. Punkt 10 Uhr eröffnete Seniorenbundobmann ÖVP Abg. Dr. Andreas Khol die Pressekonferenz und präsentierte kurz die Erfolge des Seniorenbundes. Und weiter:
* Die Senioren wollen in Zukunft als fünfter Sozialpartner anerkannt werden.
* Khol über Aubauer: "Habe um Ihre Hand angehalten. Sie hat Sie dankenswerter Weise gewährt."
* Khol über Handymasten: Die Handymasten auf Pensionistenheimen entsprechen der Norm. Es sind keine Änderungen geplant. Senioren haben auch eine Recht auf Handy-Telefonieren. (Anm. der Red. Das hat eine hat mit dem anderen nichts zu tun.)
* Es wurden ca. 400 Gesetze in der letzten Legislaturperiode im Parlament beschlossen.
* Den Ausspruch über "die roten Gfrieser im ORF" (Anm. der Red.: siehe "Die Presse" vom 26.9.2001) habe er in einer nicht öffentlichen Parlamentssitzung getätigt und er habe sich bereits dafür entschuldigt. Er ist mit dem jetzigen ORF sehr zufrieden, er hört Ö1 und schaut ORF 2.

Mag. Gertrude Aubauer: Will "Anwältin" für die älteren Menschen sein und sich speziell für Konsumentenschutz einsetzen. Setzt nicht auf "Anti-Ageing", sondern auf "Pro-Ageing". Hat große Erinnerungslücken beim Thema Ihrer eigenen Parteimitgliedschaften. Konnte oder wollte nicht beantworten, von wann bis wann Sie SPÖ Mitglied war und erklärte erst auf zweite Nachfrage von Wien-konkret, dass Sie erst 2 Tage vor Bekanntgabe Ihrer ÖVP Kandidatur ÖVP-Mitglied geworden sei. (Anm. der Red.: das war somit der 9.9.2006, erst 21 Tage vor der NR-Wahl 2006)

Abg. Ingrid Turkovic-Wendl: * Sie ist jetzt 66 Jahre alt und hat erst mit 53 Jahren geheiratet.
* Pensionisten können auch in Zukunft auf Sie bauen.
* Gesetzesvorschläge hat Sie vor der Beschlußfassung nur in Ihrem Themenbereich gelesen. In anderen Bereichen las Sie nur das Vorblatt und die Begleitinformationen. Weiters informierte Sie sich bei Kollegen.
* Sie kandidiert nicht mehr zum Nationalrat
 

* 15. September 2006: Kandidaten der ÖVP

Spitzenkandidaten der ÖVP-Landeslisten:
Burgenland: Franz Glaser, Kärnten: Gabriel Obernosterer, Niederösterreich: Liese Prokop (verstorben am 31.12.2006 - 3 Monate nach der Wahl), Oberösterreich: Mag. Wilhelm Molterer, Salzburg: Peter Haubner, Steiermark: Dr. Martin Bartenstein, Tirol: Univ. Prof. Dr. Andreas Khol, Vorarlberg: Elisabeth Gehrer, Wien: Dr. Wolfgang Schüssel.

Bundesliste ÖVP (die ersten 30)
1. Dr. Schüssel Wolfgang, 2. Dr. Plassnik Ursula, 3. Mag. Molterer Wilhelm, 4. Gehrer Elisabeth, 5. Mag. Aubauer Gertrude, 6. Neugebauer Fritz, 7. Mag. Dr. Karl Beatrix, 8. Fuhrmann Silvia, 9. Dr. Huainigg Franz-Joseph, 10. Mikesch Adolfine Herta, 11. Mair Josef, 12. Dr. Pallauf Brigitta, 13. MMag. Musil-Allesch Simone Eva, 14. Marek Christine, 15. Höllerer Anna, 16. DI Kaltenegger Friedrich, 17. Mag MAS Philippi Theresa, 18. Becker Heinz, 19. Mag. Ekici Sirvan, 20. Wolfgang-Krenn Barbara-Ingeborg, 21. Dr. Brix Emil, 22. Dr. MBA Schwab Gerhard, 23. Mag. Domany-Funtan Ulrike Fiona, 24. Mag. Sturm Gabriele, 25. Schweizer Maria, 26. Potzinger Sissi, 27. Mag. Baier Bernhard, 28. Dr. Schelling Johann Georg, 29. Glaser Franz, 30. Mag. Wintoniak Alexis ...

PS: Bei der Nationalratswahl 2002 kamen 7 Abgeordnete der ÖVP über die Bundesliste ins Parlament.
 

* 14. Sept. 2006: Die "Überraschungskandidatin" war SPÖ Mitglied

Laut der Ausgabe der Presse vom 14. Sept. 2006 war die erst kürzlich von Bundesparteiobmann Dr. Wolfgang Schüssel als Überraschungskandidatin der ÖVP vorgestellte ORF-Moderatorin Gertrude Aubauer fast 20 Jahre lang SPÖ-Mitglied (1981-2000).
Qu: Die Presse 14. Sept. 2006
 



* 8. Sept. 2006: "Geheimpakt" soll Jobs schaffen

"Großes Versprechen: Bundeskanzler Schüssel (ÖVP) verspricht, die Jugendarbeitslosigkeit nach der Wahl zum "Verschwinden" zu bringen. Wie er das machen will, verrät er allerdings nicht - weil die Kur für die Jobkrise angeblich in einem "Geheimpakt" steht. ..." Den Pakt hat Schüssel mit Wirtschaftskammerpräsident Leitl geschlossen haben.
Qu: ORF online  8. Sept. 2006
 

* 20. August 2006: Unterrichtsministerin Gehrer über "PISA"

In einem APA Interview äußerte sich Bildungsministerin Gehrer (ÖVP) über die PISA Studie (Anmerkung: Bei der "PISA" Studie werden österr. Schüler einem internationalen Vergleich unterzogen. Dabei hat Österreich zuletzt schlecht abgeschnitten):

Gehrer hält die PISA-Studie "in Österreich stark überbewertet" und weiter "Wir müssen nicht an der Spitze liegen". Sie will aber in Zukunft die Qualität an den Schulen steigern, z.B: durch weitere Senkung der Klassenschülerzahlen. Die Reifeprüfung will sie beibehalten.
Quelle: APA, Standard 20.8.2006
 

* 8. Aug. 2006: Dr. Schüssel zum Pflegenotstand, der keiner sei

Heute sagte Bundeskanzler und ÖVP-Parteichef Dr. Schüssel nach dem Ministerrat, es gebe in Österreich "sicher keinen Pflegenotstand". Es gebe lediglich einen erfreulichen Trend, dass wir länger leben.

Anmerkung: Damit kommentierte er das Problem der 40.000 ausländischen Pfleger, die derzeit illegal in Österreich beschäftigt sind. Die Ärztekammer appellierte an die Bundesregierung, die Arbeit von ausländischen Pflegekräften umgehend zu legalisieren, um einen Notstand zu vermeiden. Das Problem ist durch ein Rechtsverfahren in Niederösterreich ins Rollen gekommen. Die Carits-Wien fordert einen Aktionsplan.
 

* 24. Juli 2006: Kinderlose sollen Pflegeversicherung zahlen

Der steirische ÖVP Klubobmann Christopher Drexler fordert im einem ORF Interview die Einführung einer Pflegeversicherung für Kinderlose. Begründung: angesichts der demographischen Entwicklung werde man um zusätzliche Einnahmen zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht herumkommen.
 

* 11. Juli 2006: Beginn der ÖVP Wahlwerbung



Foto: ÖVP Bundesparteiobmann Dr. Wolfgang Schüssel beim Wasser-trinken. Das Wasser dürfte sich noch im heimischen Besitz befinden; © R. Marschall

* Die ÖVP startet mit der Wahlwerbung mittels großer Plakataktion. Auf rund 1500 Plakaten wird der Spitzenkandidat, Dr. Wolfgang Schüssel, zu sehen sein. Die Slogans auf den Werbeplakaten: "Österreich. Hier geht's uns gut" und "Österreich. Gute Aussichten". Generalssekretär der ÖVP Reinhard Lopatka betont aber auch, das der richtige Wahlkampf erst mit Schulbeginn im September startet.
* Die Kosten der Plakatwerbung wurden nicht bekannt gegeben.
* Mehr Infos zur Werbekampange "Österreich. Hier geht´s uns gut"

Anmerkung der Redaktion: 2 Tage später, am 13. Juli 2006, löste sich der Nationalrat vorzeitig auf und der Wahltag wurde mit 1. Oktober 2006 festgelegt.
 

* 25. Juni 2006: Fuhrmann als Spitzenkandidatin der JVP nominiert

Die Bundesleitung der Jungen ÖVP hat in ihrer Sitzung am 25. Juni 2006 Bundesobfrau Abg. z. NR Silvia Fuhrmann (geb. 3. Juli 1981 in Eisenstadt) einstimmig zur Spitzenkandidatin der Jungen ÖVP für die bevorstehende Nationalratswahl nominiert. Sie will die Jugendlichen weiterhin im Parlament vertreten.

Bekannt geworden ist sie bei der Pensionskürzungsreform 2004 mit ihrer Forderung, das Lebenseinkommen neu zu verteilen. Die Versäumnisse der letzten Jahre können nicht ausschließlich auf die unter 35 jährigen abgewälzt werden. Ihre (älteren) Parteifreunde ließen sie aber "im Regen" stehen.
 

* 11. Mai 2006: ÖVP verleiht Grasser nicht an das BZÖ:

ÖVP "verleiht" den von der FPÖ ausgetretenen und bei der ÖVP kooptierten Finanzminister Karl- Heinz Grasser nicht an das BZÖ (Spekulationen gingen dahin, dass damit der Koalitionspartner BZÖ vor dem politischen Untergang gerettet werden könne.) 
 




Textauswahl: Mag. Robert Marschall

Linktipps: Wahlversprechen, Kernaussagen und Positionen der einzelnen wahlwerbenden Parteien: 
Bürgerliste Martin, BZÖ, FPÖ, Grünen, KPÖÖVP, SPÖ

* ÖVP Wahl 2008