Wien

Wahlkarte im Inland / Wählen im Ausland / Wahlkarten



Bild: Wahlkartenmuster; © Innenministerium

Die Wahlkarte ist für die Stimmabgabe im Inland und im Ausland gleich. Der Wahlmodus ist aber verschieden. (Bei der Nationalratswahl kamen 4,5 % der gültigen Stimmen von Wahlkartenwählern und sie bewegten ein Mandat von der FPÖ zu den Grünen)

Inland:
Österreicher, die am Wahltag nicht in Ihrer Gemeinde oder Ihrem Wahllokal wählen gehen können, haben die Möglichkeit mittels Wahlkarte in fast jedem Wahllokal in Österreich wählen zu gehen. In Wien gibt es an jedem Wahlstandort ein Wahllokal für Wahlkartenwähler. In den Bundesländern können Sie in jedem Wahllokal erfahren, wo das nächstgelegene Wahlkarten-Wahllokal ist, so Sie nicht ohnedies im richtigen Wahllokal sind.

Ausland:
Österreicher, die am Wahltag der Nationalratswahl 2006 (1. Oktober 2006) im Ausland sind, können trotzdem von ihrem demokratischen Wahlrecht Gebrauch machen. Sie benötigen zur Stimmabgabe eine Wahlkarte. Die Stimmabgabe muß im Ausland vor dem 1. Oktober 17:00 Uhr (MEZ) erfolgen. Die Wahlkarte kann entweder im Ausland oder im Inland aufgegeben und mit der Post an die Wahlbehörde geschickt werden (Briefwahl).

Nicht erlaubt: Im Inland mit der Wahlkarte außerhalb eines Wahllokals wählen und per Post aufgeben (ungültig).
Strafbar: Im Inland mit der Wahlkarte außerhalb eines Wahllokals Wählen und vortäuschen, es wäre im Ausland gewählt worden.

 

Wo bekomme ich die Wahlkarte?

Die Wahlkarte können Sie bei der Gemeinde, in deren Wählerevidenz Sie eingetragen sind, beantragen. Der Antrag kann mündlich oder schriftlich (im Postweg, per Telefax gegebenenfalls auch per E-Mail oder über die Internetmaske der Gemeinde) gestellt werden. Email Antrag auf Ausstellung einer Wahlkarte ist für Wiener beim jeweiligen Magistratischen Bezirksamt möglich.

Als Auslandsösterreicher(in) können Sie die Wahlkarte zur Nationalratswahl auch im Weg einer österreichischen Vertretungsbehörde (zB Botschaft) im Ausland anfordern.

Ab wann kann man Wahlkarten beantragen?

Wahlkarten kann man ab dem Tag der Wahlausschreibung - dies war der 28. Juli 2006 - bis spätestens 28. September 2006 bei seinem Gemeindeamt oder beim Magistrat beantragen.
 

Zustellung bzw Abholung der Wahlkarte:

Sie können die Wahlkarte auch persönlich beim Magistrat oder beim Gemeindeamt abholen. Dies ist dann möglich, wenn Sie es so beantragen.

Die Zustellung der Wahlkarte erfolgt an Ihren Wohnsitz. Sie können aber auch eine andere Zustelladresse - auch ein Hotel im Ausland - angeben.

Der Versand der Wahlkarten beginnt knapp 3 Wochen vor dem Wahltag zur Nationalratswahl am 1. Oktober 2006.

 

Anzahl der ausgegebenen Wahlkarten:



Qu: BMI

Für die Nationalratswahl 2006 wurden 417.486 Wahlkarten ausgegeben, davon 19.063 an Auslandsösterreicher. 1/4 aller Wahlkarten wurden in Wien ausgestellt.

Da das vorläufige Endergebnis sehr knapp ist - sowohl beim Kampf um Platz 1, als auch um Platz 3 und schließlich ob das BZÖ die 4% Hürde schafft - ist diesmal das Stimmverhalten der Wahlkartenwähler absolut wahlentscheiden:
 

 



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Wahlkarte - Wahlkuvert - Stimmabgabe im Ausland

Wenn Sie im Ausland sind, dann können Sie Ihre Stimme sofort nach Erhalt der Wahlkarte abgeben und müssen nicht bis zum Wahltag zuwarten. Sollten Sie sich schon vor dem Wahltag (1. Oktober 2006) ins Ausland fahren, so können Sie sofort nach Verlassen des österreichischen Staatsgebietes wählen.

Die Wahlkarte ist ein verschließbares Kuvert. In der Wahlkarte befinden sich der amtliche Stimmzettel sowie ein gummiertes Wahlkuvert. Der Wahlkarte ist weiters ein Informationsblatt betreffend die Stimmabgabe im Ausland angeschlossen.
 

Ausland: gültig Wählen und gültige Stimmabgabe

Wählen können Sie, indem Sie 
* den amtlichen Stimmzettel sowie das gummierte Wahlkuvert aus der Wahlkarte (Kuvert) entnehmen,
* dann den amtlichen Stimmzettel unbeobachtet und unbeeinflusst ausfüllen (=Stimmabgabe),
* den ausgefüllten amtlichen Stimmzettel in das Wahlkuvert hineinstecken und anschließend
* das Wahlkuvert zukleben
* und das verschlossene Wahlkuvert in die Wahlkarte zurücklegen. Dieser letzte Schritt muss von jemandem bestätigt werden.

Bestätigungen können erteilt werden:
* durch eine österreichische Vertretungsbehörde (Botschaft, Generalkonsulat, Konsulat) im Ausland,
* durch eine einem österreichischen Notar vergleichbare Person oder durch eine nach dem Recht des Aufenthaltsstaates zur Beglaubigung berechtigte Einrichtung
* durch einen wahlberechtigten österreichischen Staatsbürger, der über einen gültigen Reisepass verfügen muss; die bestätigende Person können auch Ehepartner, Verwandte und Bekannte sein.
 

Wie kommt die Wahlkarte nach Österreich?

Im Regelfall müssen Sie die Wahlkarte selbst nach Österreich zurücksenden. Die Anschrift der zuständigen Landeswahlbehörde ist auf der Wahlkarte bereits aufgedruckt.

Wenn Sie in der Nähe einer österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft, Konsulat) im Ausland sind und dort Ihre Stimme abgeben, dann leitet diese Ihre Wahlkarte rechtzeitig an die zuständige Landeswahlbehörde weiter.
 

Weitere Informationen beim Innenministerium:

Bundesministerium für Inneres, Abteilung III/6

Postfach 100, A-1014 Wien

Telefon: (+43/1) 53126/2464

 

Was soll ich wählen?

Bei der heurigen Nationalratswahl wird es für so manchen Wähler besonders schwierig werden, sich für eine Partei zu entscheiden. Was soll ich wählen?, das fragen sich immer mehr Menschen in unserem Land. Damit Sie sich leichter bei Ihrer Wahlentscheidung tun, haben wir die wichtigsten Kernaussagen und Wahlversprechen der politischen Parteien für Sie zusammengestellt:

In alphabetischer Reihenfolge:

* Bürgerliste Martin
* BZÖ (Partei Bündnis Zukunft Österreich)
FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich)
* GRÜNE (Grüne Partei Österreich)
* KPÖ (Kommunistische Partei Österreich)
* ÖVP (Österreichische Volkspartei)
* SPÖ (Sozialdemokratische Partei Österreich)
 

Autor des Beitrages: Mag. Robert Marschall     
Letztstand: Wien, 2. Nov. 2006