Wien

* 6.4.2010 Wahlkampfauftakt von Dr. Rudolf Gehring:





Wahlkampfauftakt am Dienstag, 6. April 2010 um 19:00 Uhr
in der Residenz Zögernitz, 1190 Wien, Döblinger Hauptstraße 76-78,
veranstaltet vom Unterstützungskomitee für Dr. Rudolf Gehring
 

Ansprache Dr. Rudolf Gehring:


Ein herzliches Grüß Gott, liebe Mitbürger, liebe Freunde und Mitchristen!

Es ist für mich heute ein sehr erhebender Augenblick hier in dieser Altwiener Institution der Residenz Zögernitz vor Euch zu stehen, einfach bei Euch zu sein und mit Euch zusammen zu sein.

Ich darf zu Beginn sehr herzlich danken, meinem seit Jahren mich begleitenden Seelsorger Pater Clemens, dass er uns vor Beginn dieser Auftaktveranstaltung die Heilige Messe gelesen hat. Und ich glaube, es war auch gut, dass wir am Anfang miteinander gebetet haben. Wir kommen von einem christlichen Welt- und Menschenbild, wir haben ein christliches Wertefundament und ich glaube, wir sollten auch in der Zukunft in der Politik das Beten öffentlich ausüben.   (Applaus im Publikum)

Am 25. April wählt Österreich den neuen Bundespräsidenten.
Ein ganz wichtiger Tag, der für viele Frauen und Männer  in diesem Land die ersehnte Chance bringt, ein deutliches Zeichen für all das zu setzen, das nach Veränderung nicht nur ruft, sondern schon danach schreit.

Täglich spüren wir es und zwar immer stärker: Meine Kandidatur – wie es der Gernot Steier schon gesagt hat, die ja doch für die Öffentlichkeit überraschend gekommen ist - löst bei immer mehr Mitbürgern Hoffnung aus. Hoffnung auf ein Umdenken. Diese wachsende Bewegung hat man schon bei der großen Zahl der Unterstützungserklärungen gesehen wodurch überhaupt möglich wurde, dass ich zur Kandidatur antreten durfte.

Es waren insgesamt weit über 8000 Unterschriften.
(Applaus im Publikum)

Diese 8000 Unterschriften sind oft unter schwierigsten und auch schikanösen Bedingungen zustande gekommen, weil Unterstützer zu Gemeindeämtern und Magistraten gehen mußten, wo es nicht immer einfach war, denn es gibt eine parteipolitisch durchsetzte Bürokratie, die es uns Christen sehr oft sehr schwer macht. Aber dafür, dass es trotzdem gelingen konnte alle Unterstützungserklärungen zu sammeln und weit darüber hinaus dafür möchte ich allen ein herzliches Danke und ein ganz großes „Vergelt´s Gott“ sagen.  (Applaus im Publikum)

6. April 2010 Ansprache von Dr. Rudolf Gehring im Video-Rückblick:

Video:
Ansprache von Dr. Rudolf Gehring zum Wahlkampf- auftakt in Wien 19. Bezirk,

Video 191 MB;
© Wien-konkret


Video- Start/Stop durch
Klick ins Bild



Wir haben gemeinsam, liebe Freunde, mit einem kleinen Stein eine Lawine ausgelöst und diese Lawine – so wie ich es spüre - wird in den nächsten Tagen noch viel, viel stärker werden. Und wenn wir gemeinsam mit all unserer Energie an diesem Ziel weiter arbeiten, wird die Lawine bis zum 25. April auch nicht mehr aufzuhalten sein. (Applaus im Publikum)

Eine sehr erfreuliche Erfahrung für mich ist auch, die überaus angenehme, freundliche, ich spüre sogar öfters die begeisterte Aufnahme, die meine Kandidatur inzwischen bei vielen Medien gefunden hat. Aus dem anfänglichen Nicht-Zur-Kenntnis-nehmen ist mittlerweile schon eine spürbare Hochachtung für unseren Erfolg geworden. Fast alle sind überrascht von den vielen Menschen, die mit Mut und Begeisterung für ihre, für unsere Ideale und Werte eintreten und uns unterstützen. Wir müssen nicht das Wort „Werte“ plakatieren. Wir leben sie ganz einfach, Sie alle hier im Saal und viele tausende Mitbürger draußen im ganzen Land. (Applaus im Publikum)

An dieser Stelle darf ich aber auch eine ganz persönliche Bemerkung einfügen: Hätte mir nicht meine Frau und der geschlossene Zusammenhalt meiner Familie den Rücken gestärkt, so weiß ich nicht, ob ich am Anfang dieses langen und anfangs nur von wenigen Mitstreitern begleiteten Weges die Kraft zum Durchhalten gehabt hätte. Daher erlauben Sie mir, hier und heute meiner Frau und meiner Familie nur ein Wort zuzurufen: DANKE! (Applaus im Publikum)

Manche stellen die Frage, ob ich überhaupt Chancen in der Auseinandersetzung mit einem scheinbar so übermächtigen Gegner wie einem amtierenden Bundespräsidenten habe.
Ich darf diese Zweifler daher nochmals an den Kampf Davids gegen Goliath erinnern, der letztlich für David erfolgreich ausgegangen ist, weil er auf die Hilfe Gottes vertraut hat und den Mut hatte, sich der Verantwortung zu stellen.
Ich darf die Zweifler aber auch daran erinnern, dass uns niemand die 6000 Unterschriften zugetraut hat und wie schon erwähnt: Es wurden mehr als 8000 Unterschriften!

Eine Hauptrolle bei dieser Aufholjagd hat mein Unterstützungskomitee gespielt.
 - Ihr brauchts keine Sorge haben, meine Stimme wird auch das Mikrofon durchhalten, denn ich werde so wie in diesem Saal auch in dem Land künftige ine starke, eine mächtige Stimme für die Bürger sein. - (Applaus im Publikum)

Eine Hauptrolle bei dieser Aufholjagd hat mein Unterstützungskomitee gespielt. Es war der erste Stein, der viele andere in Bewegung gesetzt hat. Daher gilt mein Dank auch ganz besonders allen Mitarbeitern in diesem Komitee – und an der Spitze meinem Freund Gernot Steier. Er ist nicht nur der Chef dieses Komitees, sondern auch der Motor des Wahlkampfs: Danke, liebe Freunde! Danke ganz besonders Dir, lieber  Gernot Steier! Der Dank ist umso größer, als der Wahlkampf bisher mit einem minimalen Budget auskommen musste. Wir finanzieren die Wahlwerbung ausschließlich mit hunderten von Kleinspenden. Dennoch wollen wir ein gutes Beispiel geben für das, was wir von der Regierung verlangen und keinesfalls mehr ausgeben, als wir an Spenden zur Verfügung haben. Umso größer und aus tiefstem Herzen kommend ist der Dank für jeden einzelnen Euro, der da in den letzten Wochen gespendet worden ist. Danke auch hier für die vielen Spender. (Applaus im Publikum)

Aber wie schon erwähnt wurde, es darf nicht davon abhängen, wer mehr Geld hat der wird Bundespräsident. NEIN! Ich bin zutiefst überzeugt, die Österreicher werden danach entscheiden, wen sie für den Besten und für den Geeignetsten halten, nicht wer die meisten Euromillionen beibringen kann oder wer die meisten Plakate an Straßenkreuzungen aufstellt.
Wir werden daher kein einziges Plakat affichieren und somit auch einen wesentlichen Beitrag zum Landschaft- und Umweltschutz leisten. (Applaus im Publikum)

Denn ich sehe das immer wieder bei Begegnungen mit Bürgern im ganzen Land: Die Österreicher sind mutig genug und auch mündig genug und vor allem sie sind nicht käuflich.
 
Wir müssen ihnen in den nächsten Tagen aber auch eines klarmachen: Weiß und damit ungültig zu wählen, ist eine Empfehlung, die demokratiepolitisch sehr bedenklich ist! Man macht damit seine eigene Stimme wirkungslos und hilft damit jenen Kandidaten, die man am allerwenigsten haben will. Und wir hören ja ringsum, was so viele Österreicher am allerwenigsten wollen: einen Bundespräsidenten, der eine  altsozialistische Ideologie vertritt oder auch nicht jemanden, der deutschnationalem Gedankengut anhängt.
Wenn man beides nicht will, dann gibt es nur eines, wie ich mir in aller Bescheidenheit erlaube anzumerken: Rudolf Gehring zu wählen! (ganz großer Applaus im Publikum)

Reihenweise haben in den vergangenen Monaten Parteien darauf verzichtet, einen Kandidaten für dieses Amt aufzustellen. Offensichtlich war und ist ihnen die Bedeutung dieses Amtes und die damit verbundene Verantwortung nicht mehr ganz bewusst.  Gleich drei im Parlament vertretene Parteien haben damit in gewisser Hinsicht auch ihre Wähler verraten, die sich alleingelassen fühlen müssen. Sind diese Parteien mutlos geworden? Fehlt ihren Parteiführern das innere Engagement für dieses schöne Land? Sind diese Parteien schon selber politikverdrossen, glauben sie schon selber nicht mehr an sich?
Jeder möge sich selbst die Antworten auf diese Fragen geben.

Für mich gibt es jedenfalls nur eine einzige Antwort:
Österreich und die Menschen in diesem Land, die jeden Tag Phantastisches vollbringen, brauchen eine Kraft an der Spitze des Staates:
- die auch in scheinbar aussichtslosen Situationen Mut bewiesen hat;
- die überzeugt ist, dass sich die Bürger nicht von der dicken Brieftasche einzelner Wahlkampagnen beeindrucken lassen;
- die ein Gegengewicht zur Macht der Parteien bildet, welche sich offenbar den Staat und alle Funktionen untereinander aufteilen wollen;
- die imstande ist, auch bei großen Herausforderungen eine moralische Autorität zu sein.
Helfen Sie mir dabei, die Bedeutung des höchsten Amtes unseres Vaterlandes endlich wieder so zu definieren, wie es die Väter unserer Verfassung vorgesehen haben. (Applaus im Publikum)

Wenn der Bundespräsident der Verfassung entsprechend sein Amt aktiv und mitgestaltend ausübt, wenn er sich - so wie es vorgesehen ist - als wohlverstandene Ergänzung zur Bundesregierung sieht - dann stehen in diesem, unserem Land die Menschen wieder im Mittelpunkt und nicht die unterschiedlichen Partei- und Machtinteressen!

Meine Damen und Herren, liebe Freunde und Mitstreiter!
Wir stehen heute – und das scheint die Parteipolitik mit ihren taktischen Spielchen zu vergessen - vor den drei größten Herausforderungen der Nachkriegszeit:
Die erste ist die größte Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren. Die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung und ausfüllenden Aufgaben steigt unaufhörlich. Es gibt immer mehr  Firmen, die in den Bankrott gehen, es gibt immer mehr schwer überschuldete Frauen und Männer. Rund um Österreich drohen schon ganze Länder in die Zahlungsunfähigkeit zu stürzen, Pensionen und Gehälter werden in einigen Staaten um 20 Prozent gekürzt, der Schulunterricht fällt an bestimmten Wochentagen aus, usw. Ein mutiger Bundespräsident muss daher die österreichische Regierung jeden Tag drängen und auffordern, rechtzeitig zu sparen, damit nicht auch unser Land von solchen Katastrophen heimgesucht wird. Da muss schnell gehandelt werden. Wir sehen ja, wohin das Nichtstun der Parteien beispielsweise in Griechenland, in  Spanien oder Portugal führt. Insbesondere muss eine Politik mit Charakter und Verstand auch alles tun, damit die Last nicht ständig größer wird, die wir auf unsere Kinder und Enkelkinder überwälzen. (Applaus im Publikum) Diese Generationengerechtgkeit ist ein ganz wichtiger Faktor auch für den Frieden in unserer österreichischen Gesellschaft.

In dieser Stunde sind Mut und Durchschlagskraft gefordert,
In dieser Stunde sind Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit gefragt.
In dieser Stunde braucht es eine neutrale und unabhängige Stimme, die darauf achtet, dass die auf uns zukommenden Lasten – wie schon gesagt - gerecht verteilt werden. Dass aber nicht jene am besten davonkommen, die am lautesten schreien oder die den Mächtigen in diesem Land besonders nahe stehen. Dass nicht die kinderreichen Familien oder Pensionisten die Hauptopfer der Krise werden. Diese Stimme eines Präsidenten muss zugleich besonders darauf achten, dass die für unsere Zukunft so wichtigen Leistungsträger nicht mut- und hoffnungslos werden. Leider sehe ich bei der derzeitigen Bundesregierung noch nicht die nötige Kraft und Entschlossenheit, sich für eine echte Bewältigung dieser Krise einzusetzen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde!
Zu diesen schon länger anstehenden Problemen hat man in den letzten Jahren aus der Hofburg, die ja der Amtssitz des Präsidenten ist,  nur sehr wenig oder gar nichts zu hören bekommen. Wo ist der Bundespräsident, der den Weg weist, der Mut und Zuversicht spendet?

Die zweite große Herausforderung ist die stark gestiegene Zahl ausländischer Mitbewohner und der Österreicher mit Wurzeln in anderen Ländern. Viele Österreicher fühlen sich dadurch zutiefst verunsichert und in ihrer kulturellen Identität bedroht, die seit einem Jahrtausend abendländisch-christlich ist. Wer, wenn nicht ein tief in dieser Tradition verankerter Bundespräsident sollte da den Österreichern  wieder Mut vermitteln können! Ihnen Halt, Schutz und Zuversicht geben und sich deutlich zu den Fehlern der Einwanderungspolitik äußern! Er muss sich auch deutlich gegen eine wirklichkeitsfremde Gesetzeslage aussprechen, die hunderttausende Menschen ins Land gelassen hat, die hier keinen Arbeitsplatz haben, sondern nur die Segnungen unseres Sozialsystems suchen.
   Er muss aber auch die Stimme für jene sein, die integrations- und arbeitswillig sind und die aus diesem Grund nach Österreich gekommen sind. Diese Menschen müssen gute und faire Chancen vorfinden, die sie mit Fleiß und Integrationsbereitschaft auch nutzen können. Und damit diese Menschen nicht in einen Topf mit jenen geworfen werden, die nur wegen der Segnungen des Wohlfahrtsstaates hierher gekommen sind.
   Ein Präsident muss aber auch die Politiker in die Schranken weisen, die unsere Kinder jahrelang in Klassen mit einem Anteil an nicht-deutschsprechenden Mitschülern zwingen, die manches mal mehr als 80% beträgt.
   Er muss Warnungen vor klaren islamistischen Tendenzen aussprechen, durch die nicht nur der christlich- abendländische Charakter unserer Heimat, sondern auch die fundamentalsten Menschenrechte gefährdet werden. (Applaus im Publikum)
   Er muss seine Stimme auch  der  Wirtschaft gegenüber erheben, die schnell billige Arbeitskräfte importieren will, ohne sich um die Folgen  zu kümmern.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde -
Hat irgendjemand in den letzten Jahren zu all diesen Fragen und Themen klare Worte aus der Hofburg gehört?

Eine ebenso große Herausforderung ist der katastrophale Geburtenrückgang in Österreich. Eine moralische Autorität, die wirklich weiß, wie es um das Land bestellt ist, muss sich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass junge Frauen und Männer wieder Mut und Freude zum Kinderkriegen bekommen, und dafür, dass auch die Rahmenbedingungen stimmen. Kinderlachen ist die Musik der Zukunft!
(Applaus im Publikum)
   Eine solche Autorität muss sich auch als das Sprachrohr der ungeborenen Kinder sehen, die oft nur deshalb nicht geboren werden dürfen, weil es der Karriere oder der Urlaubspläne wegen gerade nicht passt!
   Eine solche Autorität muss auch für alle jene Menschen da sein, die  jahrzehntelang brav gearbeitet haben und denen nun eine Altersarmut  droht.
   Ein Bundespräsident mit Werten muss sich heute ganz besonders für Ehe und Familie engagieren, die durch manche Entwicklungen in unserer Gesellschaft, etwa auch durch die weitgehende Gleichsetzung mit homosexuellen Partnerschaften bedroht und entwertet sind.  Familie ist immer dort, wo mindestens zwei Generationen zusammenleben. Ehe darf und soll es nur zwischen Mann und Frau geben. (Applaus im Publikum)

Leben Freunde,
von hier aus fordere ich ganz energisch, dass der Beruf - und ich sage ganz bewusst Beruf der Hausfrau und Mutter einem außerhäuslichen Beruf völlig gleichgestellt wird. (Applaus im Publikum) Hausfrauen und Mütter dürfen nicht Berufstätige zweiter Klasse in unserem Land sein. Wenn – wie es kürzlich von Frau Minister Heinisch-Hosek sagt wurde -Hausfrauen zu teuer kommen, dann zeigt das ganz deutlich eine überaus frauenverachtende Auffassung. (Applaus im Publikum) Umsonst habe ich nicht bei der Puls4-Diskussion vor kurzem eine Mehrheit bekommen, dass ich wählbar bin für die Frauen! (Gelächter und großer Applaus im Publikum)
   Ich finde es daher sehr beschämend, dass der Finanzminister zum Zweck der Budgetsanierung den Familien nun rund  300 Millionen Euro wegnehmen möchte. Eine solche Maßnahme wäre für mich und für viele Familien eine Katastrophe, die ohnedies schon sehr oft an der Armutsgrenze zu finden sind.
   Und wieder muss ich konstatieren: Niemand konnte die notwendigen Worte zu diesen Problemen aus der Hofburg hören.

Im Gegenteil:
Der amtierende Präsident unterstützt das eindeutig verfassungswidrige Vorgehen dieser Regierung, die das Budget für 2011 erst zu einem um viele Monate späteren Zeitpunkt, als die Verfassung vorschreibt, dem Parlament vorlegen will, weil den Regierungsparteien offenbar wahltaktische Überlegungen vor die Interessen unseres Landes und vor die Interessen der Steuer zahlenden Bürger gehen! Das ist ein klarer Verfassungsbruch und den dürfen wir keinesfalls hinnehmen! (Applaus im Publikum)

Die Liste der Herausforderungen für Österreich, die einen Bundespräsidenten mit moralischer Autorität, der nötigen fachlichen Kompetenz und einer vollen Unabhängigkeit gegenüber allen Machtgruppen in diesem Land notwendig machen, lässt sich noch lange fortsetzen.

Aber ich erlaube mir noch einige Beispiele:
* Dazu gehört zum Beispiel der jammervolle Zustand des Bundesheeres, dessen Oberbefehlshaber der Bundespräsident  ist. Wo ist der Fürsprecher für unsere Soldaten?
* Dazu gehört der schlimme Zustand in unserer Schulen. Wo ist das Staatsoberhaupt, das sich für die Zukunft unserer Kinder engagiert?
* Dazu gehören die Exzesse der Parteibuchwirtschaft: Wo ist der unabhängige Bundespräsident, der keine Freunde in der Regierung hat, auf die er Rücksicht nehmen müsste?
* Dazu gehört, dass nach der Verstaatlichung der Hypo-Alpe-Adria Bank deren Aufsichtsrat sofort und ausschließlich im parteipolitischen Proporz besetzt wurde. Die erste große Tat dieses Aufsichtsrates war, dass dem scheidenden Bankdirektor, der viele Probleme mitzuverantworten hat, eine Millionenabfertigung genehmigt wurde. Das ist ein eklatanter Missbrauch von Steuergeldern, weil diese Bank nur durch einen milliardenhohen Zuschuss des Staates, also aus Steuergeldern, überleben konnte.

Wo war der Bundespräsident, der da als moralische Instanz gewarnt hat? 
Dazu gehört schließlich die dringend notwendige Verwaltungsreform, damit das Budget nicht noch mehr explodiert: Wo war da der Bundespräsident als Antreiber und Motivator?

Nach meiner Vorstellung ist der Österreichkonvent sofort zu aktivieren. Die bereits vorliegenden Vorschläge für eine große Staats- und Verwaltungsreform sind unverzüglich umzusetzen. Denn auch in der Politik muss gelten, dass Versprechen einzuhalten sind! (Applaus im Publikum)

Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit müssen auch für die Politiker selbstverständlich sein!

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde,
mit vielem Gesagten habe ich im Grund auch schon die wichtigsten Antworten  gegeben, warum ich kandidiere.

Mein Hauptgrund ist die Sorge um die Zukunft unseres Landes und um die Zukunft seiner Bürger, ist die Bereitschaft, mit allen verfassungsmäßig zulässigen Mitteln gegen die aufgezählten Missstände zu kämpfen.

Wie sieht dieses neue Österreich aus, woran ich aus fester Überzeugung glaube?
* Dieses neue Österreich ist ein Garant für die Sicherung aller Menschenrechte und Grundrechte.
* Dieses neue Österreich ist ein Land des Friedens: Friede ist das Ergebnis von Gerechtigkeit und Nächstenliebe.
* Dieses neue Österreich gibt den Bürgern mehr Rechte und baut die Mitbestimmungsmöglichkeiten aus.
* In diesem neuen Österreich sorgt sich die Gemeinschaft stärker um die Schwachen und die Armen. Zu den Schwachen zählen die Ungeborenen, die Familien, die Kinder, die Jugendlichen, die Arbeitslosen, die Landwirte und sofort - alle, die viele Nachteile und Ungerechtigkeiten ertragen müssen. Und in letzter Zeit auch immer öfter die Opfer der Wirtschaftskrise. (Applaus im Publikum)

Und dieses neue Österreich  ist kinder- und familienfreundlich, denn Kinder sind unsere Zukunft. (Applaus im Publikum)

Dieses neue Österreich vergisst nicht auf  die Alten und Kranken. Der Mensch hat ja unabhängig von seinem Alter einen eigenen Wert und eine eigene Würde, auch wenn er in unserer leistungsorientierten Zeit für die Wirtschaft und für die Gesellschaft vielleicht nicht mehr so viel beitragen kann.

Dieses neue Österreich ist umweltfreundlich, ihm ist die Bewahrung der Schöpfung ein wichtiges Anliegen.

Und dieses neue Österreich bietet den Menschen eine Heimat, in der sie wieder den Sinn des Lebens finden und in der sie voller Hoffnung in die Zukunft blicken können. So wie es auch in unserer Bundeshymne formuliert ist.

Ich habe von den großen Sorgen gesprochen, von den Herausforderungen, vor denen unser Land steht, von den Aufgaben, die zu bewältigen sind. Mein Optimismus, den ich trotz allem für dieses Land, aber auch für diese Wahl habe, hat einen tiefen Urgrund, den ich mit einem Leopold Figl teile. Dieser hat es in den finsteren Stunden nach dem Krieg aus tiefster Überzeugung mit dem schlichten, aber entscheidenden Satz so formuliert:
    „Ich glaube an dieses Österreich“.
(Applaus im Publikum)

Ein Bundespräsident, der fest auf dem Fundament des christlichen Welt- und Menschenbildes steht, wird  für unsere Republik ein starkes Fundament in den schweren Stürmen unserer Zeit sein. Ein Fundament, an dem sich die Bürger unseres Landes anhalten können. Ein Fundament, das den Staat trägt und den Menschen sicheren Halt geben kann.

Dies alles – meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde - ist aber nur möglich, weil ich ein unabhängiger Präsident sein werde, der niemals von irgendwelchen Parteiapparaten abhängig sein wird! (Applaus im Publikum)

Das gibt mir auch innerlich die Zuversicht und die Kraft, dass ich auf Grund meiner Erfahrungen, die ich im Beruf und in der Familie gesammelt habe, dass ich auf Grund meiner umfangreichen beruflichen Ausbildung und Kompetenz, vor allem in wirtschaftlichen, juristischen und gesellschaftspolitischen Fragen, unserem Land als Bundespräsident gut dienen kann.

Ich werde ein Bundespräsident mit Herz und Hirn sein!
(Applaus im Publikum)

Abschließend meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde und Weggefährten,

Gehen Sie mit mir diesen Weg für ein neues Österreich,
geht mit mir diesen Weg für eine lebenswerte Zukunft unserer Republik!
Gott schütze Österreich!

(Applaus & Standing ovations)


es folgte eine Bürgerdiskussion und das Absingen der Bundeshymne

 



=> Kommentare & Postings eintragen