Wien

Programm der 1. Mai-Feier 2006 in Wien



Foto: Riesenplakat auf der Fassade der SPÖ Zentrale in der Löwelstraße, 1010 Wien; © R.M.

Ab 09 Uhr Einzug am Rathausplatz
10.15 Uhr: Ansprachen 
* Renate Csörgits, ÖGB Vizepräsidentin => Klick
* Rudolf Hundstorfer, ÖGB Präsident => Klick
* Renate Brauner, SPÖ Frauenvorsitzende => Klick
* Dr. Michael Häupl, SPÖ Vorsitzender Wien => Klick
* Dr. Alfred Gusenbauer, SPÖ Vorsitzender => Klick              


Ab 13 Uhr Maifest im Wiener Prater
22.00 Uhr: Riesenfeuerwerk
 





Fotos: Blick auf die Bühne während des Einzuges - die Redner: Csörgits, Gusenbauer, Häupl, Hundstorfer - die Zuhörer: die Genossinnen und Genossen aus ganz Wien am Wr. Rathausplatz;
© Robert Marschall


Maiaufmarsch am Wiener Rathausplatz

Beim traditionellen Maiaufmarsch der Wiener Sozialdemokratie am heutigen "Tag der Arbeit" haben heuer zehntausende Wienerinnen und Wiener für Beschäftigung, soziale Gerechtigkeit und Arbeitnehmerrechte demonstriert. Das waren mehr als in den vergangenen Jahren.

Kurz nach 9:00 Uhr begann der Einmarsch der Teilorganisationen des ÖGB, der SPÖ bzw. der SPÖ Personalvertreter von verschiedenen Großfirmen (ÖBB, Wiener Linien, Gaswerke, Post, Telekom, usw.)









Fotos: Einzug der Genossinnen und Genossen zum Maiaufmarsch (1. Mai 2006) am Wiener Rathausplatz; © R. M.


Ansprache Renate Csörgits



Bild: Renate Csörgits bei ihrer Ansprache zum 1. Mai 2006 am Wiener Rathausplatz; © R. M.

Um 10:15 begannen die Ansprachen. Den Anfang machte Renate Csörgits, Vize-Präsidentin des ÖGB. Ihre wesentlichsten Aussagen kurz zitiert:

"...Wir brauchen Arbeitsmarktpolitik in diesem Lande, die den Menschen wieder die Chance gibt, einen Arbeitsplatz zu bekommen. ...Denn die Österreicher und Österreicherinnen, die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen haben sich eine bessere, eine seriösere, eine sozialere Arbeitsmarktpolitik verdient. ...Die Zahl der atypisch Beschäftigten steigt extrem an. Viele Menschen – die einen Vollzeitarbeitsplatz suchen – haben keine Chance. Sie müssen oft viele Minijobs annehmen, um einigermaßen überleben zu können. ...Dieser Bundesregierung, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, geschätzte Genossinnen und Genossen, ist die Gleichstellungs- politik der Frauen kein Anliegen. Seit dem Jahr 2000 ist die Frauenpolitik am Abstellgleis. Das muss sich ändern. Chancengleichheit der Frauen darf nicht länger eine Nebensache sein.

Freundschaft Genossinnen und Genossen.
Hoch der 1. Mai."

Die ganze Ansprache von Renate Csörgits unter
=> Klick



Ansprache Rudolf Hundstorfer



Foto: Rudolf Hundstorfer bei der 1. Maiansprache am Wiener Rathausplatz; © R. M.

Die wesentlichsten Teile der Ansprache von Gewerkschaftspräsident Hundstorfer hier kurz zitiert:

"...
die Vergangenheit ist für uns der BAWAG Skandal. Erwarten sie von mir hier nicht, dass ich irgendetwas schönrede. ... Dieser Skandal gehört schnell, ehrlich und auch ohne falsche Rücksichtnahme aufgearbeitet. Und wir werden nicht wehleidig sein. Weitere harte Konsequenzen werden nötig sein. ...Dass wir heute so zahlreich hier stehen, dass so viele daran teilgenommen haben und teilnehmen, dass ist bereits die erste große Enttäuschung unserer gesellschaftspolitischen Feinde, der Feinde der Gewerkschaftsbewegung, diejenigen neoliberalen Kräfte in diesem Land, ...Wir haben für dieses Land irrsinnig viel erreicht in der Vergangenheit. Und jetzt geht es darum, mit erhobenen Haupt: JA wir haben Fehler im ÖGB gemacht. Wir sind dabei sie auszuräumen und haben sie schon ausgeräumt. JA, die BAWAG Geschichte ist ein Skandal. Aber wir haben aufgräumt. ...

Und zum Schluss:
Ein herzliches Glückauf in aller Freundschaft"



Die ganze Ansprache von Rudolf Hundstorfer unter => Klick



Ansprache Renate Brauner



Foto: Renate Brauner bei der 1. Maiansprache am Wiener Rathausplatz; © R. M.

Die wesentlichsten Teile der Ansprache von der SPÖ Frauenvorsitzenden Renate Brauner hier kurz zitiert:

"...Das Schicksal der Arbeitslosen, lieben Genossinnen und Genossen, ist der Regierung Schüssel egal. Uns Wiener Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist es nicht egal. Wir in Wien setzen Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit. .... Wien beweist, dass man etwas gegen die Arbeitslosigkeit tun kann. Nur diese Bundesregierung tut nichts. Und das alleine ist ein Grund sie abzuwählen, liebe Genossinnen und Genossen. ...Deshalb, liebe Genossinnen und Genossen, diese traurige Bilanz beweist: Dieses Land braucht eine neue, eine bessere, eine sozialdemokratische Bundesregierung, ...

Freundschaft, liebe Genossinnen und Genossen

Die ganze Ansprache von Renate Brauner unter => Klick 



Ansprache Dr. Michael Häupl



Foto: Dr. Michael Häupl bei ihrer Ansprache zum 1. Mai 2006 am Wiener Rathausplatz; © R. M.

Die wesentlichsten Teile der Ansprache des Vorsitzenden der SPÖ-Wien, Dr. Michael Häupl, hier kurz zitiert:

"Liebe Wienerinnen und Wiener, liebe Genossinnen und Genossen!
Zunächst einmal muss ich es einfach sagen – es muss einfach raus – ich bin so stolz auf euch, dass zu einem Zeitpunkt, wo viele nur darauf gewartet haben, dass die Wiener Sozialdemokratie eine Schwäche zeigt, heuer noch mehr gekommen sind, als im Vorjahr. Ich danke Euch. ...
Die Ereignisse rund um die BAWAG, die vor sechs Jahren passiert sind, kann ich nicht ungeschehen machen und niemand von uns will sie schönreden, ... die neue Führung in der BAWAG mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die neue Führung im ÖGB als Eigentümer sind daran gegangen, mit einer fast herkulischen Anstrengung, diesen Sauhaufen, der hier passiert ist, zu beseitigen. Und dazu sage ich Euch, dass diese neue Führung, so wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der BAWAG, unser Vertrauen verdient haben. Und lieber Rudi. Was immer wir dazu tun können, dass wollen wir auch beitragen, wenn Du meinst, dass es auch richtig ist in dieser Frage. ...Daher liebe Genossinnen und Genossen, haben wir die Pflicht, uns vor einem allfälligen da oder dort auftauchenden Selbstmitleid blitzartig zu befreien, die Auseinandersetzung aufzunehmen um die Zukunft, dieser unserer Heimatstadt Wien, aber natürlich auch unseres Heimatlandes Österreich. ...

Es lebe der 1. Mai

Auf eine soziale, gerechte und fröhliche Zukunft unseres Landes."

Die ganze Ansprache von Dr. Michael Häupl unter
=> Klick



Ansprache Dr. Alfred Gusenbauer



Foto: Alfred Gsuenbauer bei der 1. Maiansprache am Wiener Rathausplatz; © R. M.

Ansprache von
Dr. Alfred Gusenbauer
(SPÖ Parteivorsitzender) am Tag der Arbeit, 1. Mai 2006 am Wiener Rathausplatz:

Die wesentlichsten Teile der Ansprache von SPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer hier kurz zitiert:

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Wienerinnen und Wiener!

Der Wiener Rathausplatz hat sich auch heute wieder als der schönste Platz der Welt erwiesen, weil so viele Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten bezeugt haben, dass sie eine bessere, eine fairere und eine gerechtere Zukunft für Österreich wollen.

Applaus des Publikums

Und dieser Platz, sowie die ganze Stadt, die ist von unten schön, dort wo wir uns alle bewegen. Man muss nicht in einem Penthaus wohnen, das einem nicht zusteht, vor allem dann, wenn man Milliarden Euro verspekuliert hat. Die Stadt ist auch ohne Penthäuser schön, liebe Genossinnen und Genossen! ...

...Aber es ist ein warnendes Zeichen, dass offensichtlich das Gift des Neoliberalismus – der zu ungerechten und unfairen Verhältnissen geführt hat – ganz offensichtlich auch die Gehirne und Herzen von Leuten in unserer Umgebung verseucht hat. Und daher liebe Freundinnen und Freunde, ist die Hauptaufgabe die Wurzeln – die Wurzeln des Problems – zu erkennen. Und die Wurzeln sind die gleichen.

...
Die geistig-moralische und politische Erneuerung unseres Landes muss aber auch beinhalten, dass die Zeit zum Teilen gekommen ist. Dass diejenigen, die zuviel haben, mit der breiten Masse der Bevölkerung teilen, die täglich arbeiten gehen muss und wo immer weniger übrig bleibt. Die Zeit zum Teilen ist der Kern der geistig-moralische und politische Erneuerung."

Gemeinsam werden wir es schaffen.

Es lebe HOCH der 1. Mai.

 

   (Anm. Applaus des Publikums)

Die ganze Ansprache von Dr. Alfred Gusenbauer unter => Klick 


Moderator: „… In guter Tradition werde ich die Maikundgebung - einer Maikundgebung der Geschlossenheit, der Kraftbekundung und des Siegenswillens - mit dem Lied der Arbeit beenden.“

Es folgte das Absingen des Liedes der Arbeit

 



Weitere Spitzenfunktionäre der SPÖ





Bild 1: Hannes Swoboda (EU Abgeordneter und Delegationsleiter der SPÖ)
Bild 2: Mitte: Wiener Wohnbaustadtrat Werner Faymann (SPÖ)
Bild 3: Vizebürgermeisterin von Wien Grete Laska (SPÖ)

.

Vor dem Parteihaus in der Löwelstraße





Fotos: Im Anschluß an den Maiaufmarsch am Wiener Rathausplatz wurde vor der SPÖ-Parteizentrale weiter gefeiert; © R. M.

Danach gab es vor dem Parteihaus in der Löwelstraße Musik, Essen & Trinken und ein eigenes Programm für Kinder.

Ebenfalls schon Tradition hatte das Maifest im Wiener Prater ab 13 Uhr mit vielen Ermäßigungen bei Prater-Attraktionen sowie Gratis-Live-Konzerten und Kinder-Mit-Mach-Aktivitäten. Den Abschluss bildete um 22 Uhr ein Riesenfeuerwerk."



Geschichtliches

Am 14. Juli 1889 wurde die "Zweite Internationale" - eine Vereinigung sozialistischer Parteien - gegründet. Die österreichische Delegation wurde von Viktor Adler angeführt. Man beschloss den 1. Mai - in Gedenken an den Gereralstreik in den USA am 1. Mai 1886 - als internationalen Kampftag für den Achtstundentag zu erklären. Seither ist der 1. Mai der Festtag des Ploritaritas.

Heute ist der 1. Mai der Tag der Arbeit - manche meinen, auch ein Gedenktag für die Arbeitslosen. Tatsächlich gedachte die Grüne Partei bereits am 30. April 2006 zum 9. Mal den Arbeitslosen. 

+++




Amon´s
catering & partyservice


schmidgunstgasse 52, 1110 wien
phon +43 1 / 767 2 333
mobil +43 664 / 454 464 0
fax +43 1 / 768 4004
email: info@amons.com

INFO: >> Amons catering & partyservice <<

+   Werbung   +