Wien

Die Gehälter der Nationalratsabgeordneten:

Fotos: Die Gehälter der Politiker: Erste Nationalratspräsidentin Prammer (SPÖ) - Zweiter Nationalratspräsident Spindelegger (ÖVP), dritte Nationalratspräsidentin Glawischnig-Piesczek - "normale" Nationalräte




Fotos: Die Gehälter der Politiker: Erste Nationalratspräsidentin Prammer (SPÖ) - Zweiter Nationalratspräsident Spindelegger (ÖVP), dritte Nationalratspräsidentin Glawischnig-Piesczek - "normale" Nationalräte; © Wien-konkret

Am 28. Sept. 2008 gibt es vorzeitige Neuwahlen. Damit gibt es ein Gerangel um die Sitzverteilung im Parlament. Es geht hier schließlich um sehr hohe Gehälter, - aus der Sicht des normalen Bürgers - weit weg von sozial und gerecht.


Frage: Was verdient ein Politiker im Parlament?

* Gehalt 1. Nationalratspräsidentin:
Die erste Nationalratspräsident (Mag. Barbara Prammer, SPÖ) kassiert ein Politkergehalt von 17.136 Euro (235.797 Schilling) brutto monatlich mal 14 Gehälter vom Steuerzahler.
Das ergibt ein Jahresgehalt von 239.904 Euro (= 3,3 Millionen Schilling).
PS: Prammer will die Einkommensschere zwischen Mann und Frau verringern !)


* Gehalt 2. + 3 Nationalratspräsident:
Der zweite Nationalratspräsident (Dr. Michael Spindelegger, ÖVP) und die dritte Nationalratspräsidentin (Dr. Eva Glawischnig-Piesczek, Grüne) kassieren jeweils ein Politikergehalt von  13.872 Euro (190.883 Schilling) brutto monatlich mal 14 Gehälter vom Steuerzahler.
Das ergibt ein Jahresgehalt von 194.208 Euro (= 2,7 Millionen Schilling).
PS: Glawischnig will die Einkommensschere zwischen Mann und Frau verringern !)


* Gehalt der "einfachen" Abgeordneten:
Ein Nationalratsabgeordneter kassiert ein Politkergehalt von 8.160 Euro ( = 112.284 Schilling) brutto im Monat und zwar 14 Monatsgehälter im Jahr vom Steuerzahler.
Das ergibt ein Jahrespolitikergehalt von 114.240 Euro (= 1,6 Millionen Schilling).


Anmerkung:
* Männer und Frauen verdienen im Parlament das gleiche Gehalt
* Das Abgeordnetengehalt ist unabhängig von Alter und Dauer der Abgeordnetentätigkeit
* Nicht mitgerechnet sind die Spesengelder, die jede(r) Abgeordnete noch dazu bekommt.
* Nicht mitgerechnet sind Nebeneinkünfte der Abgeordneten
* Die letzte Gehaltserhöhung genehmigten sich unsere lieben Politiker per 1. Juli 2008

* Quelle der aktuellen Politikerbezüge: Parlamentsdirektion 22. Sept. 2008
 



Weiterführende Infos:

* Die Gehälter der EU-Abgeordneten (Österreichische EU Abgeordnete verdienen 30% mehr als die Deutschen !)

 


* 5.6.2008: WESTENTHALER: BZÖ beantragt Einfrieren der Politikergehälter!


BZÖ spendet seit 2006 Erhöhungen der Gehälter

BZÖ-Chef Klubobmann Peter Westenthaler bringt heute im Parlament einen Antrag auf ein Einfrieren der Politikergehälter auf unbestimmte Zeit ein. "Es ist hoch an der Zeit angesichts der Rekordteuerung endlich ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Auch die Politiker haben ihren Beitrag zu leisten", betont Westenthaler, der erklärte, dass mit dieser Maßnahme in ganz Österreich Millionen von Euro eingespart werden und für soziale Zwecke wie einen Teuerungsausgleich verwendet werden könnten. Es kann nicht sein, dass unsere Regierungsparteien einen derartigen Pfusch treiben aber es gleichzeitig eine Politikergehaltserhöhungsautomatik gibt", so Westenthaler.

Wo das BZÖ regiere, nämlich in Kärnten gebe es bereits einen Gehaltsstopp für Politiker, während die Große Koalition nur groß im Streiten und Abkassieren ist. Ebenfalls hat das BZÖ seit Peter Westenthalers Wahl als Bündnisobmann 2006 seine Gehaltserhöhungen für soziale Zwecke gespendet. ...
Rückfragehinweis:    Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS0178    2008-06-05/12:02



* 14. Mai 2008: HC Strache (FPÖ) verlangt eine Null-Lohnrunde für Politiker:


Eine Null-Lohnrunde für Politiker verlangte FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache in seiner heutigen Pressekonferenz, die er gemeinsam mit dem freiheitlichen EU-Abgeordneten Andreas Mölzer abhielt. Die FPÖ wird in der nächsten Plenarsitzung auch einen entsprechenden Antrag einbringen, in dem sie die Bundesregierung auffordert, dem Nationalrat eine Regierungsvorlage vorzulegen, in welcher die Änderung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen dahingehend vorgesehen ist, dass eine automatische Anpassung der Politikergehälter nicht mehr statt findet.

Strache:... "Während immer mehr Österreicher mit ihrem Einkommen kein Auskommen mehr finden, genieren sich die so genannten Volksvertreter nicht, sich wieder einmal aus den Kassen zu bedienen, die der Steuerzahler gefüllt hat." Eine überalterte, abgehalfterte und gescheiterte Politikerkaste zeige damit den Leuten, wie gleichgültig sie ihr seien und agiere nach dem Motto: "Rutscht mir doch den Buckel runter!" Mit dem unsinnigen, völlig anachronistischen Erhöhungsautomatismus müsse ein für allemal Schluss sein. ...

Rückfragehinweis: Freiheitlicher Parlamentsklub, Aussendung 14. Mai 2008



Weiterführende Informationen:

=> Wahl 08