Wien

Politchronik Wien (2000-2005)

2000

Im Februar gelobt Bundespräsident Klestil die aus ÖVP und FPÖ bestehende Regierung mit eiserner Miene an; es kommt im In- und Ausland zu heftigen Protesten gegen die Regierungsbeteiligung der FPÖ. Zigtausende demonstrieren am Heldenplatz; aus dieser Großdemo entwickeln sich die in den folgenden Monaten zur Tradition werdenden Donnerstagsdemonstrationen am Wiener Ring. 

 



2001

25. März 2001: Bei den Wiener Gemeinderatswahlen am gelingt Michael Häupls SPÖ ein klarer Sieg.

Hier die Ergebnisverteilung im Detail:

SPÖ 46, 91% (+7,76), FPÖ 20, 16% (-7,78), ÖVP 16, 39% (+1,13), Grüne 12, 45% (+4,51), Das LIF scheiterte am Wiedereinzug in den Gemeinderat.



2002

Die ÖVP ist auf Bundesebene der große Gewinner der vorgezogenen Nationalratswahlen. In Wien sieht das Ganze ein wenig anders aus...
Hier die Wien-Ergebnisse im Detail:
SPÖ 43,8%, ÖVP 30,6%, Grüne 15,1%, FPÖ 8,0%

Im September 2002 wird die Wahlaltersenkung beschlossen. Nun können auch schon Bürger und Bürgerinnen ab dem 16. Lebensjahr bei Gemeinderatswahlen ihre Stimme abgeben.

Am 17. Dezember 2002 wird die Fußball-EM 2008 an Österreich und die Schweiz vergeben. Wien ist mit dem Ernst Happel-Stadion der vorgesehene Austragungsort des Finales. Daraufhin wird der Ausbau der U2 beschlossen, um eine bessere öffentliche Verbindung zum Stadion zu garantieren.



2004

24. April 2004: Bundespräsidentenwahl in Österreich
Dr. Heinz Fischer gewinnt mit 52% der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 72%.

6. Juli 2004: Der amtierende Bundespräsident Dr. Thomas Klestil verstirbt nur 36 Stunden vor seiner Amtsübergabe an Dr. Heinz Fischer an einem Herzstillstand. Er war von 8. Juli 1992 - 6. Juli 2004 österreichischer Bundespräsident).

8. Juli 2004: Dr. Heinz Fischer wird von der Bundesversammlung als neuer Bundespräsident angelobt.

10. Juli 2004: Bundespräsident Dr Thomas Klestil wird am Wiener Zentralfieddhof in der Präsidentengruft beigesetzt. 10.000 Menschen nahmen an dem Begräbnis teil.



2005:

23. Oktober: Wiener Gemeinderatswahlen
SPÖ 49,1%, ÖVP 18,8%, FPÖ 14,8%, Grüne 14,6%, KPÖ 1,5%, BZÖ 1,1%
Mandate: SPÖ: 55, ÖVP: 18, FPÖ: 13, Grüne 14; Rest keine
Wahlbeteiligung: 60,8% (somit war die Nichtwählerpartei die stimmenstärkste Partei; sie wird jedoch nicht berücksichtigt) 

 

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