Wien

SPÖ-Parteivositzender (seit 2000)

Foto: Dr. Alfred Gusenbauer bei der 1. Maifeier 2007 am Rathausplatz; © Wien-konkret

Foto: Dr. Alfred Gusenbauer bei der
1. Maifeier 2007 am Rathausplatz;
© Wien-konkret

Alfred Gusenbauer

Gusenbauer wurde am 8. 2. 1960 in St. Pölten geboren. Der gläubige Katholik und Politikwissenschaftler engagiert sich schon früh bei der SPÖ und zwar bei der Sozialistischen Jugend, deren Bundesvorsitzender er von 1984 bis 1990 ist.

Von 1991 bis 1993 ist Gusenbauer Mitglied des Bundesrats, und seit 1993 Abgeordneter zum Nationalrat. In den politisch turbulenten ersten Monaten des Jahres 2000 geht es mit Gusenbauer steil bergauf. Erst wird er  Klubobmann, dann Bundesgeschäftsführer und schliesslich Bundesparteiobmann der SPÖ, da der in den Koalitionsverhandlungen gescheiterte Viktor Klima in die Privatwirtschaft Richtung Argentinien wechselt.

Seither ist Gusenbauer als Bundesparteiobmann gleichzeitig Oppositionsführer. In den letzten Jahren hatte er aber nicht nur mit dem politischen Gegner sondern auch mit dem Abbau des SPÖ-Schuldenbergs zu kämpfen.

In der eigenen Partei hat er für eine Verjüngung und Modernisierung gesorgt, ohne dabei sozialdemokratische Grundsätze zu misachten. In puncto Beliebtheit bei der Bevölkerung hat er noch Aufholbedarf, aber auch hier geht die Tendenz nach oben. 


Gusenbauer wird im Jänner 2007 Bundeskanzler:
Da die SPö bei der Nationalratswahl 2006 weniger verlor als die ÖVP, wurde die SPÖ überraschend mit 35,34% (-1,2% gegenüber 2002) der Stimmen stärkste Fraktion vor der ÖVP (-8,0% gegenüber 2002).

Die neue Bundesregierung unter Alfred Gusenbauer (SPÖ) wurde als große Koalition am 11. Jänner 2007 von Bundespräsident Heinz Fischer (SPÖ) unter hefitigen Protesten angelobt. Grund der Kritik: Gebrochene Wahlversprechen beim Eurofighterkauf und bei den Studiengebühren.

Für Alfred Gusenbauer ist jedenfalls ein Jugendtraum in Erfüllung gegangen.