Wien

Reinhold Mitterlehner, ÖVP-Parteiobmann von 26.8.2014 - 14.5.2017

Reinhold Mitterlehner (geboren am 10. Dezember 1955 in Helfenberg) ist ein österreichischer Politiker der ÖVP.
Nach dem Abschluss seines Studiums absolvierte Mitterlehner 1980 sein Gerichtspraktikum in Linz und war danach zwischen 1980 und 1992 in der Wirtschaftskammer Oberösterreich als Abteilungsleiter im Marketing beschäftigt.
Von 1992 bis 2000 war er Geschäftsführer des Österreichischen Wirtschaftsbundes.
Von 2000 bis 2008 war er Generalsekretär-Stellvertreter der Wirtschaftskammer Österreich.

Er ist seit 2008 Wirtschaftsminister.
2013 übernahm er auch die Agenden des Wissenschafts- und Forschungsministers.
Seit 26. August 2014 ist er designierter Bundesparteiobmann und seit 8. Nov. 2011 wirklicher Obmann der ÖVP.
Am 1. September 2014 folgte er Michael Spindelegger in der Position des Vizekanzlers nach.

Am 10. Mai 2017 gab Mitterlehner bekannt, in nächster Zeit von all seinen politischen Ämtern zurückzutreten. Den ÖVP-Bundesparteivorsitz hat er am 14. Mai 2017 an Sebastin Kurz übergeben. Seine Ämter in der Bundesregierung als Vizekanzler und Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft wird er mit 15. Mai 2017 zurücklegen.
Qu. wikipedia

Reinhold Mitterlehner kennt aus beruflicher Sicht nur Wirtschaftskammer, Wirtschaftsbund der ÖVP und Bundesregierung. D.h. der scheidende Wirtschaftsminister war nie in der Wirtschaft tätig. Der Grund für seinen vorzeitigen Abgang war aber ein anderer. Schon mindestens ein halbes Jahr vor seinem Abgang war klar, daß Außenminister Sebastian Kurz wesentlich höhere Beliebtheitswerte hatte als er. Am 8. Mai 2017 pfuschte ihm der ÖVP-Innenminister Sobotka drein, der Bundeskanzler Kern scharf kritisierte. Mitterlehner wollte den Rücktritt des rücksichtslosen Wolfgang Sobotka erreichen, scheiterte aber an den großen Länderorganisationen u.a. Niederösterreich. Er wollte schon am Montag alles hinschmeißen, aber der mögliche Nachfolger Sebastian Kurz teilte mit, im derzeitigen Zustand die ÖVP nicht übernehmen zu wollen. Somit war Mitterlehners Rücktritt nur aufgeschoben.
   Die ORF-ZIB2 am Dienstag 9.5.2017 brachte dann offenbar das Faß zum Überlaufen. Die ZIB2 startete mit Anmoderation des Filmtitel „Django - die Totengräber warten schon“ und bezog sich dabei auf Mitterlehner, der im Coleurnamen seiner Studentenverbindung "Django" heißt. (Der ORF entschuldigte sich später für diese Kränkung.) Mitterlehner besprach am Abend noch mit seiner Familie den Rücktritt.
   Mittwoch 10.5.2017 trat Dr. Reinhold Mitterlehner überraschend zurück. Er wolle nicht als Platzhalter agieren.

Dazu Sebastian Kurz: „Wenn er sagt, dass es so nicht weitergehen kann, weder in der ÖVP noch in der Regierung, dann hat er damit vollkommen recht.“

Der ÖVP-Bundesvorstand will am kommenden Wochenende die Nachfolge von Mitterlehner entscheiden. Wobei 3 Ämter neu zu besetzen sind: Vizekanzler, Wirtschafts- und Wissenschaftsminister, sowei als ÖVP-Obmann.
 





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18.9.2014 Verlagsgruppe News Mitterlehner: "Auf höherem Level regieren!"

Kaum zwei Wochen erst in seinen neuen Ämtern als Vizekanzler der Koalitionsregierung und als neuer ÖVP-Chef gibt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner sowohl für die Regierung als auch seine Partei sehr deftig neue Linien vor. Mitterlehner in der morgen Donnerstag erscheinenden jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS: "Es muss Schluss sein, mit ideologischen Schlagwörtern nur Pattstellungen in der Regierung zu bieten. Ich glaube, dass beide Koalitionsparteien höchstes Interesse haben, dass wir insgesamt auf einem höheren Level agieren, damit die Regierungswerte wieder nach oben gehen." SPÖ und ÖVP bräuchten einen gemeinsamen Nenner, erkennbar für die Bürger, ansonsten "braucht es keine Koalition", so der Vizekanzler im NEWS-Gespräch. Und auch seiner ÖVP liest Mitterlehner indirekt einigermaßen die Leviten: Die Wähler hätten bislang den Eindruck gehabt, der Partei gehe es nur um eigene Interessen, ihrer Bünde oder jener der Landesparteien. Mitterlehner: "Wir dürfen uns nicht auf eine Interessensvertretung reduzieren, sondern müssen eine Sinngemeinschaft sein. Wir müssen uns dem Wandel der Zeit in unserer Parteiarbeit stellen", und was politische Themen und Herausforderung angehe, formuliert Mitterlehner sehr klar: "Es gibt nicht immer von vorneherein nur ein Nein!"
Rückfragehinweis: Sekretariat NEWS Chefredaktion