Wien

Karl Schleinzer

ÖVP-Parteiobmann (1971-1975)

Karl Schleinzer wurde am 8.1. 1924 in St. Gertraud im Lavanttal (Kärnten) geboren.

Der Landwirt zieht 1956 erstmals für die ÖVP in den Kärntner Landtag ein. 1959 ist er Landesparteiobmann der Kärntner ÖVP.

Von 1961 bis 1964 ist Schleinzer Verteidigungsminister und von 1962 bis 1975 ist er als Abgeordneter im Nationalrat tätig.

1971 wird er zum Obmann der ÖVP gewählt, zu einer nicht ganz einfachen Zeit für die Volkspartei. SPÖ und FPÖ erwirkten vorgezogene Neuwahlen, mit der berechtigten Hoffnung (zumindest für die SPÖ) nach der Wahl gestärkt da zu stehen.

Der Rest ist bekannt: Kreisky gewann die Wahl und wurde zum Kanzler einer SP-Alleinregierung. Karl Schleinzer nutzte diese Zeit  zu einer umfassenden inhaltlichen Erneuerung seiner Partei.

Das Salzburger Programm zielte auf eine partnerschaftliche Gesellschaft ab und wählte dabei die Prinzipien der Katholischen Soziallehre als Fundament.

Schleinzer formierte um sich herum eine junge (und mehrheitlich dem sozial-liberalen Flügel zuzuordnende) Gruppe mit Leuten wie Mock, Busek, Lanner, Taus, Krainer oder auch Ratzenböck.

1975 kam Schleinzer bei einem Verkehrsunfall um`s Leben, noch bevor er die Chance hatte, sein volles Potential für die von ihm erneuerte ÖVP zu beweisen!