Wien

Josef Riegler

ÖVP-Parteiobmann (1989-1991)

Riegler wurde am 1. 11. 1938 im steirischen Judenburg geboren.

Seine ersten politischen Meriten verdiente er sich Anfang der Siebziger Jahre im Bauernbund, dessen Direktor er dann auch von 1980 bis 1983 war.

Von 1975 bis 1983 und von 1991bis 1993 ist er Abgeordneter zum Nationalrat.

Von  1983 bis 1987 ist Riegler als Landesrat der Steiermark tätig.

1987 wird er Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft. Einen Posten, den er bis 1989 innehat.

Von 1989 bis 1991 muß er das schwere Erbe Alois Mocks als Bundesparteiobmann der ÖVP antreten; gleichzeitig ist er als Bundesminister für Föderalismus und Verwaltungsreform und Vizekanzler (unter Kanzler Vranitzky) tätig.

Rieglers kurze Zeit als ÖVP-Parteiobmann war stark von seinen christdemokratischen Werten und seinem Engagment für eine öko-soziale Marktwirtschaft geprägt; also von einer Marktwirtschaft, welche Rücksicht auf die Umwelt nimmt.

Allerdings war seine Zeit als Parteichef auch eine unglückliche Ära, da es an der SPÖ kein Vorbeikommen gab, und gleichzeitig die immer stärker werdende Haider-FPÖ immer bedrohlicher im Nacken der Volkspartei saß.

Seit 1994 ist Riegler nun schon als Generalanwaltstellvertreter des Österreichischen Raiffeisenverbands tätig.