Wien

Die "Jungen Liberalen" Österreich

Junge Liberale zur Wien-Wahl 2010


NAME: "Junge Liberale"
WEBSITE: www.julis.at

Bundesvorsitzender: Mag. Nikolaus Scherak
Vorstandsmitglieder: Claudia Gamon, Dipl. Ing. Linus Waltenberger, Stefan F. Windberger , Douglas Hoyos, Elias Von Der Locht
TELEFONNUMMER:  0650 4433862



GRUNDSATZPROGRAMM der JuLis:

Bestätigt durch den II. Bundeskongress am 9. Jänner 2010 in Wien

Wir Junge Liberale sind Menschen, die sich kritisch mit Politik und Zeitgeschehen beschäftigen. Wir wollen Jugendliche anregen, sich für politische Themen zu begeistern, eine eigene Meinung zu entwickeln, zu vertreten und miteinander zu diskutieren. Wir wollen im Sinne der Aufklärung Dogmen und Vorurteile kritisch hinterfragen, Zivilcourage beweisen, die Urteilsfähigkeit stärken, sowie persönliches und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein vorleben und fördern.
   Wir vertreten eine politische Kultur des Respekts, in der Diskussionsbereitschaft und Meinungsfreiheit hochgehalten werden. Wir sind tolerant gegenüber dem Fremden, dem Anderen - mehr noch, wir begreifen Vielfalt und Individualität als Bereicherungen des Lebens und sind stolz darauf anders zu sein.
   Wir stehen für die Trias Freiheit – Gleichwertigkeit – Geschwisterlichkeit. Wir glauben, dass Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die freie Marktwirtschaft, sofern man sie mit einer ökologischen und sozialen Dimension versieht, diese Grundwerte am Besten fördern.

Freiheit und Verantwortung
   Wir halten folgende Wahrheiten für selbstverständlich:
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind die zu selbstbestimmtem und verantwortungsvollem Handeln befähigten Gestalter ihrer eigenen Lebensverhältnisse. Sie sind verschiedenartig, gleichwertig und unvollkommen. Zu ihren Rechten gehören das Recht auf Leben, auf Freiheit und auf das Streben nach Glück.
   Freiheit bedeutet, aus einer Vielzahl von Möglichkeiten des Handelns und Unterlassens wählen zu können. Es heißt außerdem, sich ohne Unterdrückung, Abhängigkeit und Zwang selbst verwirklichen zu können. Die Freiheit des einzelnen findet ihre Grenze am ebenso großen Anspruch anderer Menschen, sowie zukünftiger Generationen.
   Mit dem Recht auf Freiheit trägt der Mensch auch die Pflicht, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

Die offene Gesellschaft
  
Freiheit kann sich nur im Rahmen einer Ordnung entfalten. Erst eine Gesellschaft, die Autonomie und Selbstentfaltung für den einzelnen Menschen und gesellschaftliche Gruppen sicherstellt und fördert, kann als frei bezeichnet werden. Offen zu sein für Veränderungen bedeutet, den Wettbewerb zwischen Ideen und Werten zuzulassen. Denn nur wenn es Vielfalt in den Auswahlmöglichkeiten gibt, ist wirkliche Wahlfreiheit gegeben. Eine offene Gesellschaft ist von Toleranz geprägt. Andere Weltanschauungen, Sitten und Gewohnheiten werden akzeptiert und respektiert. Diese Toleranz endet jedoch dort, wo Anschauungen mit universellem Wahrheitsanspruch zu Tage treten, insbesondere wo jene Grund- und Freiheitsrechte in Frage gestellt werden, die die Basis der offenen Gesellschaft ausmachen.

Politischer Liberalismus
   Wir wollen einen größtmöglichen Wettbewerb zwischen politischen Ideen, sowie die Mitbestimmung der Menschen an den Entscheidungsprozessen und die Möglichkeit der Kontrolle und Beschränkung der politischen Macht durch das Volk. Der demokratische Rechts- und Verfassungsstaat genügt diesen Forderungen. Seine politischen Mechanismen sind transparent und flexibel zu gestalten. Die politischen Entscheidungsträger sollen unabhängige Vertreter für das gesamte Volk sein und nicht die Sonderinteressen nur eines Teils der Bevölkerung vertreten. Die Aufgabe des Staates ist es, die Grundrechte seiner Bürgerinnen und Bürger zu sichern, insbesondere ihr Leben, ihre Freiheit und ihr Eigentum.

Wirtschaftlicher Liberalismus
  
Die Marktwirtschaft ist ein überaus erfolgreiches Wirtschaftssystem, das ein Höchstmaß an Leistungs- und Entwicklungsfähigkeit sichert. Mit ihr verbunden sind Vertrags- und Gewerbefreiheit, sowie die freie Berufswahl. Wirtschaftliche Tätigkeit, das heißt Arbeit für die Gesellschaft und Vermehrung von Wohlstand durch eigene Leistung, sind wichtige Elemente der Persönlichkeitsbildung. Gefährdungen der wirtschaftlichen Chancengleichheit und der freien Marktwirtschaft durch Monopole und Kartelle muss durch entsprechende Rahmengesetzgebung vorgebeugt werden. Der Ordnungsrahmen muss so fair und so einfach wie möglich gestaltet werden, und so streng wie nötig. Überregulierungen sind ebenso unfair und wachstumsfeindlich wie ein Mangel an Kontrollen.

Nachhaltigkeit
   Ökologische Nachhaltigkeit bedeutet, Natur und Umwelt für zukünftige Generationen zu erhalten. Das bedeutet für eine Lebensweise einzutreten, die die natürlichen Ressourcen nur in dem Maße beansprucht, in dem sie sich auch regenerieren können. Ökonomische Nachhaltigkeit heißt, den wirtschaftlichen Ordnungsrahmen so zu gestalten, dass die Basis für Wohlstand und Wachstum auf Dauer gesichert ist. Dadurch lässt sich die Forderung nach einem vernünftigen Umgang mit wirtschaftlichen Ressourcen ebenso ableiten, wie die Ablehnung einer Schuldenpolitik, die uns Wohlstand auf Kosten unserer Kinder erkauft. Soziale Nachhaltigkeit bedeutet die aktive Teilnahme aller Menschen an politischen Entscheidungsfindungen auf Dauer zu ermöglichen, folglich eine offene Gesellschaft für die Zukunft zu erhalten. Diese drei Säulen der Nachhaltigkeit sind untrennbar miteinander verbunden.

Globale Sichtweise
   Da die Freiheit des Menschen und die Freiheit der Wirtschaft sich in hohen Maßen gegenseitig bedingen, muss die Globalisierung der Märkte mit einer stärkeren weltweiten politischen Integration einhergehen. Um ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit eines globalen Systems zu ermöglichen ist globales Denken erforderlich. Eine Stärkung der Europäische Union und der Vereinten Nationen sind damit notwendige, erste Schritte, um auch in Zukunft die Freiheit zu sichern.

Liberale Politik: die Fähigkeit, ständig neu zu hinterfragen
   Liberale Politik erklärt die individuelle Freiheit zur Grundlage der Gesellschaft. Aus dieser Forderung leiten die Liberalen mit Hilfe der hier dargelegten Leitgedanken ihre politischen Ziele ab. Wohlwissend, dass man keine Lösungen für gesellschaftliche Probleme finden wird, die von ewiger Dauer sind, und kein liberales Utopia, das es zu verwirklich gilt. Sie beharren lediglich darauf, dass jede politische Entscheidung den Bürgerinnen und Bürgern mehr, und nicht weniger, Freiheit bringen muss. Die Gesellschaft ist in einem ständigen Veränderungsprozess begriffen, der es erfordert, die vorhandenen staatlichen Strukturen und gesetzlichen Bestimmungen ständig zu hinterfragen und neu zu definieren.
 

9.3. u. 10.3.2013:VIII. Bundeskongress der JuLis Österreich

09.03.2013 - 09:30 - 10.03.2013 - 16:00
Ort: Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Uni Innsbruck (Universitätsstraße 15, 6020 Innsbruck) im Unterrichtsraum 3 (UG)
Beschluß mit der neuen NEOS-Partei ein Wahlbündnis zu schließen.

 



Presseaussendungen:

6.2.2013 Freiwillige Interessensvertretung statt Zwang

Auf Grund der aktuellen und immer wiederkehrenden Debatte um das allgemeinpolitische Mandat der ÖH fordern die Jungen Liberalen die Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft in der Österreichischen HochschülerInnenschaft. Nur eine auf Freiwilligkeit basierende Studentenvertretung kann nachhaltig an politischem Einfluss gewinnen, und mit der überzeugten Rückendeckung der österreichischen Studierenden die Hochschulpolitik in Zukunft auch wieder aktiv mitgestalten.
   „Der aktuelle Fall, eine Fahrtkostenrückerstattung der ÖH Salzburg für Teilnehmer an den Gegendemonstrationen rund um den Wiener Akademikerball, zeigt, dass die ÖH, anstatt sich auf die politische Vertretungsarbeit zu konzentrieren, ihr allgemeinpolitisches Mandat zu großzügig auslegt“, so Claudia Gamon, Stv. Bundesvorsitzende der JuLis.  „Vielen Studenten wird nun wieder vor Augen geführt, dass sie weder mitbestimmen können, wofür ihr Zwangsbeitrag verwendet wird, noch sehen viele überhaupt einen Bezug zu ihrer gesetzlichen Vertretung.“
   „Sowohl die Mitgliedschaft in allen österreichischen Kammern, als auch jene in der ÖH, muss auf freiwilliger Basis beruhen! Dadurch müsste die ÖH nicht nur ihre Arbeit verbessern, um ihre Mitglieder zu halten, sondern könnte auch an Stärke gewinnen um die Hochschulpolitik wieder mitzubestimmen. Die gute Vertretungsarbeit freiwilliger Interessensvertretungen, wie der IV oder dem ÖGB, zeigt, dass dies nicht nur möglich, sondern auch richtig ist“, so Gamon abschließend.



19.4.2011: Pressekonferenz der Plattform gegen Kirchenprivilegien



Video: Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien
Pressekonferenz vom 19. April 2011 in Wien
Videogröße 96 MB; Dauer: 26 min

Claudia Gamon, Studentin, Junge Liberale (JuLis)
* Die Freiheit der Wissenschaft und Lehre ist auf der theologischen Fakultät nicht gewährleistet.
* keine staatlich anerkannten Titel für Lehren vom Vatikan. Auch sollte die Beschäftigung mit der eigenen Religion nicht vom Staat finanziert werden.
* In Graz wird der Ethiklehrgang von der katholisch, theologischen Fakultät gehalten. Damit wird die letzte Flucht vor der Religion unter die Kontrolle des Vatikans gestellt.
* Die katholischen Privatschulen kosten dem Staat schätzungsweise 600 Millionen Euro im Jahr.
* Gamon spricht sich als Liberale zwar sehr für Privatschulen aus, aber gegen die Privilegien der kirchlichen Privatschulen. Es gibt keinen fairen Wettbewerb bei den Privatschulen.
* Die Bevormundung durch die Kirche geht bis ins Privatleben von Religionslehrern, gegen die sogar Berufsverbote verhängt werden.
* Die Jungen Liberalen unterstützen das Volksbegehren, weil es ein Bewusstsein dafür schafft, wie unfrei unser ganzes Bildungswesen aufgrund der Kirche ist.
 
Mehr Infos => Gegen Kirchenprivilegien-Volksbegehren





=> Kommentare & Postings eintragen