Wien

Freda Meissner-Blau:

Parteigründerin der Grünen (1986-1988)

Meissner-Blau wurde am 11.03.1927 in Dresden geboren als Meissner von Hohenmeiss.
Sie war als 12-jährige beim Bund deutscher Mädchen. Als 14-Jährige trat Sie aus der katholischen Kirche aus. (Qu. profil vom 1.10.1014)

Sie absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester, studierte Publizistik und Medizin.

Die Journalistin arbeitet 1961 als freie Mitarbeiterin bei der UNESCO und ist von 1962  bis 1968 als Generalsekretärin am Institut für Höhere Studien und Wissenschaftliche Forschung in Wien tätig, 1968, zur Zeit der Studentenrevolte, ist sie als Dolmetscherin in Paris. Sie steht auf der Seite der Studenten und wird so politisch sozialisiert. 

Von 1969–1972 arbeitet sie wieder für die UNESCO,  sowie in den Folgejahren als Journalistin für verschiedene Publikationen.

Von 1975 bis 1980 ist sie als Bildungsreferentin in der Ausbildungsabteilung der Österreichischen Mineralölverwaltungs AG (ÖMV) tätig. Ihr Interesse an Umweltpolitik erwacht.

Sie war Sprecherin von Bürgerinitiativen gegen die Inbetriebnahme vom Atomkraftwerk Zwentendorf (1978) und gegen den Bau des Donaukraftwerks Hainburg (1984).

Meissner-Blau kandidierte im Mai 1986 bei der Bundespräsidentenwahl, bei der sie nur 5,5% der Stimmen erhielt.  Sie unterliegt aber bereits im ersten Wahlgang deutlich gegenüber Waldheim und Steyrer.

Ein halben Jahr später - im November 1986 - schaffte FMB mit ihrer wahlwerbenden Partei "Grüne Alternative -Liste Meissner-Blau" bei ihrem ersten Antreten prompt den Einzug ins Parlament schafft.
Meissner-Blau wird zur ersten Klubofrau der Grünen. Bundeskanzler Franz Vranitzky (SPÖ) fragte sie nach ihrer ersten Rede, ob sie Österreichs Wirtschaft ruinieren wolle.

1988 tritt sie, nachdem sich die Partei in ihren Augen konsolidiert hat, zurück.
Seither schreibt sie Bücher und hält Vorträge.

1994 engagierte sich Freda Meissner-Blau gegen den EU-Beitritt Österreichs, die Volksabstimmung ging aber dafür aus.

1999: Herztransplantation, die sie gut überstand.

Im Jahr 2013 unterstütze sie die Partei "Der Wandel" und nicht die Grünen.
Qu: Kurier vom 9.7.2013
Die Grünen wollte Meissner-Blau nicht mehr wählen, weil sie Astrid Rössler in Salzburg mit der ÖVP und dem Team Stronach ins Bett gelegt hat. (Anm. Red.: Die Grünen haben eine Koalition mit ÖVP und Team, Stronach in der Salzburger Landesregierung und Landtag gebildet.)
FMB: "Ich habe es Eva Glawischnig während der Salzburger Verhandlungen auch gesagt: Wenn ihr euch dermaßen verkauft, dann ist das nicht mehr grün."
Qu. Der Standard vom 25.9.2013 

Am 22.12.2015 stirbt Freda Meissner-Blau 88-jährig in Wien im privaten Kreis.



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