Wien

FPÖ-Bundesparteiobleute (2002-2005)

In den Jahren nach Knittelfeld ging es in der FPÖ derart drunter und drüber, dass es auch in der Parteiführung zu zahlreichen Personalrochaden und Übergangslösungen kam.

Riess-Passers erster Nachfolger als FP-Bundesparteiobmann war der damalige Infrastrukturminister Mattias Reichold...

Mattias Reichold (2002)

Reichold ging als Spitzenkandidat der FPÖ in die vorgezogenen Nationalratswahlen. Aufgrund einer Herzkrankheit war der Bio-Bauer aber den Belastungen seines Postens schon sehr bald nicht mehr gewachsen. Seine Amtszeit währte nur 40 Tage.

Herbert Haupt (2002-2003)

Auch Sozialminister Haupt`s Amtszeit war keine sehr glückliche. Denn auch ihm machten es gesundheitliche Probleme unmöglich, die Partei auf lange Sicht unter seiner Führung zu konsolidieren. 

Ursula Haubner (2003-April 2005)

Jörg Haiders Schwester (auch im Sozialministerium Herbert Haupts Nachfolgerin) sollte nach ihrer im Herbst 2003 erfolgten Wahl zur Obfrau noch einmal das Ruder herumreißen, doch als die Situation Anfang 2005 eskalierte, zogen ihr mächtiger Bruder, sie und ein Großteil der FP-Spitze die Notbremse und gründeten eine neue Partei. Das BZÖ (Bündniss Zukunft Österreichs)...

Hilmar Kabas (April/Mai 2005)

Der Wiener FP-Chef leitete die Partei interimistisch, und war dabei wahrlich nicht zu beneiden. In den ersten Tagen nach Gründung der Absplitterung BZÖ regierte in der FP-Zentrale das blanke Chaos. Immerhin gelang es der Rumpfpartei sich relativ rasch auf den aufstrebenden Wiener HC Strache, einem Nationalen, zu einigen. In seine Hände reichte Kabas das blaue Zepter weiter.

Heinz-Christian Strache (2005-?)

Der neue FP-Chef will die Bundespartei wieder auf den alten Fundamental-Oppositionskurs (europakritisch, patriotisch, Privilegien aufdeckend) einschwörren und somit die weitere Existenz der zur Kleinstpartei geschrumpften FPÖ garantieren. Seine Hauptkonkurrenten beim Stimmenfang werden pikanterweise seine Ex-Partreifreunde vom BZÖ sein.