Wien

Helmut Zilk war Spion für den tschechischen Geheimdienst

"Helmut Zilk, Spion" auf der Titelseite Profil 23.3.2009

"Helmut Zilk, Spion" auf der Titelseite Profil vom 23.3.2009

Vorabmeldung vom Nachrichtenmagazin profil in seiner aktuellen Ausgabe: "profil": Zilk spitzelte gegen Bezahlung für CSSR-Geheimdienst. Unter dem Tarnnamen Holec zweieinhalb Jahre lang Informationen geliefert

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner neuen Ausgabe berichtet, hat der spätere Bürgermeister von Wien, Helmut Zilk, zwischen Dezember 1965 und Juni 1968 unter dem Decknamen "Holec" für den Geheimdienst der Tschechoslowakei Spitzeldienste geleistet. Er bekam dafür ein Honorar von - nach heutiger Kaufkraft - rund 30.000 Euro. "profil" veröffentlicht entsprechende, von Zilk unterschriebene Quittungen. Zusätzlich erhielt Zilk auch Geschenke, wie etwa einen Luster aus böhmischem Bleikristall. Dem CSSR-Geheimdienst lieferte Zilk Informationen aus dem inneren Kreis der SPÖ, zur Außenpolitik der neuen ÖVP-Alleinregierung und zur österreichischen Haltung in der Frage der Restitution der Altösterreicher. Auch nachdem er im März 1967 Fernsehdirektor des neuen ORF geworden war setzte Zilk seine Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst fort.

Nach der Okkupation der Tschechoslowakei durch den Warschauer Pakt im August 1968 setzten sich alle drei Führungsoffiziere Zilks in den Westen ab. Die österreichische Staatspolizei wurde vom CIA über die Spitzeltätigkeit Zilks informiert und vernahm Zilk dazu ein. Der entsprechende Akt ist nach Auskunft des Innenministeriums gegenüber "profil" nicht auffindbar.

Rückfragehinweis:
   Herbert Lackner: 0699/1551 3515     Christian Rainer: 0664/301 0951
OTS0039    2009-03-21/17:00

Anmerkung Wien-konkret: Helmut Zilk unterschrieb machmal mit "Helmut Zilk" oder mit seinen Decknamen "Johann Maiz" oder "Holec". Helmut Zilk hat übrigens zu Lebzeiten Vorwürfe betreffend seiner Spionagetätigkeit damit entgegnet, dass es keine Beweise dafür gäbe. Nun ja. Jetzt sind die Beweise offenbar hier. Da Zilk leider schon verstorben ist, sollte Dagmar Koller zur kleinen Schadenswiedergutmachung die 30.000 Euro und den Kristalluster an wohltätige Vereine spenden.

Mehr zu diesem unglaublichen Politskandal auf => www.profil.at



Wien trauert um Helmut Zilk:

Gedenkbild von Helmut Zilk

Foto von Helmut Zilk
(Bild durch Klicken vergrößern)

Name: Dr. Helmut Zilk
Geboren: 9. Juni 1927 in Wien-Favoriten
Todeszeitpunkt: in der Früh des 24.10.2008
Todesort: Wilheminenspital in Wien
Todesursache: Herzversagen. Das Herz reagierte nicht mehr auf den Herzschrittmacher. Wiederbelebungsversuche um 7 Uhr Früh durch Ärzte scheiterten. Kurz zuvor zog sich Zilk eine Infektion am Unterschenkel zu, die durch eine Verletzung an einem Kaktus in seinem Ferienhaus in Portugal stammen soll.
Kondolenzbuch eintragen: bei der Aufbahrung.
Aufbahrungszeit: 6. und 7. November 2008 im Wiener Rathaus 10:30 - 18:00 Uhr
Begräbnis: 8. November 2008 am Wiener Zentralfriedhof
Grabstätte: Ehrengrab am Zentralfriedhof. Die Allee bis zur Präsidentengruft geradeaus gehen und dann davor auf der linken Seite.
Höchstes politisches Amt: 1983-1984 Unterrichtsminister, 1984-1994 Bürgermeister von Wien
Parteizugehörigkeit: 1945-1946 KPÖ, seit 1950 SPÖ
Familienstand: verheiratet in dritter Ehe mit Dagmar Koller
Kinder: Sohn Thomas aus zweiter Ehe
Hobbies: 

 

Aufbahrung von Helmut Zilk im Wiener Rathaus: 6.11.-7.11.2008

Fotos vlnr Seiten-Eingang des Wiener Rathauses / in den Arkadengängen wurden Zeitungsausschnitte von bedeutsamen Ereignissen aus dem Leben von Helmut Zilk ausgestellt zB BEsuch durch Kronprinz Charles und Lady Diana in Wien am 14.4.1986 / Geringer Andrang der Bevölkerung beim Eintragen in das Kondolenzbuch in der Volkshalle; © Wien-konkret



Fotos vlnr Seiten-Eingang des Wiener Rathauses / mittleres Bild: in den Arkadengängen wurden Zeitungsausschnitte von bedeutsamen Ereignissen aus dem Leben von Helmut Zilk ausgestellt zB Besuch durch Kronprinz Charles und Lady Diana am 14.4.1986 in Wien / rechtes Bild: Geringer Andrang der Bevölkerung beim Eintragen in das Kondolenzbuch in der Volkshalle; © Wien-konkret

Bilder von der Aufbahrung Helmut Zilks in der Volkshalle des Wiener Rathauses von 6.11. - 7.11.2008;



Bilder von der Aufbahrung Helmut Zilks in der Volkshalle des Wiener Rathauses von 6.11. - 7.11.2008; © Wien-konkret

Am 6. November 2008, kurz nach 9.30 Uhr fuhr der Bestattungswagen mit dem Sarg des Altbürgermeisters im Arkadenhof des Wiener Rathauses vor, wo er von den Angehörigen des Verstorbenen in Empfang genommen wurde. Von dort begleiteten die Trauernden den Sarg in die Volkshalle, in dem des Altbürgermeisters Zilk gedacht wurde. Der Sarg ist mit dem Bahrtuch der Stadt Wien bedeckt und wird von silbernen Leuchtern und sechs Ehrenwachen flankiert. Sehr persönlich nahm Witwe Dagmar Koller gemeinsam mit dem Sohn von Helmut Zilk, Thomas, Abschied von ihrem Mann, mit dem sie über 30 Jahre zusammen war. Anschließend kondolierte Bürgermeister Dr. Michael Häupl der Witwe und nahm ebenfalls in stiller Andacht von seinem Vorgänger Abschied.

Am Donnerstag 6.11. und Freitag 7.11.2008 kann die Bevölkerung jeweils von 10.30 Uhr bis 18.00 Uhr in der Volkshalle vom Ex-Bürgermeister von Wien, Helmut Zilk, Abschied nehmen. Der Andrang der Bevölkerung ist eher gering und es gibt daher auch keine Wartezeiten.
 
 

Ablauf des Begräbnisses von Helmut Zilk am 8. November 2008:

9.00 und 12.00 Uhr: Aufbahrung im Stephansdom. Die Bevölkerung konnte hier Abschied von Helmut Zilk nehmen. Zwei Kondolenzbücher lagen auch hier auf.

* 12.00 Uhr: im Festsaal des Wiener Rathauses findet eine Trauersitzung statt.
Österreichs politische Prominenz, angeführt von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, werden Samstag Mittag bei der nicht öffentlichen Trauersitzung im Wiener Rathaus gemeinsam mit Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl teilnehmen. Neben der Wiener Stadtregierung und Mandataren sämtlicher im Gemeinderat vertretenen Fraktionen, werden auch Mitglieder der österreichischen Bundesregierung und Vertreter der Landtage der Bundesländer bei der Trauersitzung teilnehmen.  Die trauernde Familie von Helmut Zilk wird ebenfalls anwesend sein.
Die Wiener Sängerknaben werden musikalisch dem traurigen Anlass entsprechend durch die Sitzung führen, an der über 1000 geladene Trauergäste teilnehmen werden. Zu hören sind "Ave Verum", "Tota pulchra es" und aus dem Musical "My Fair Lady" das Stück "Ich bin gewohnt an dein Gesicht".

 

14.00 Uhr: Kardinal Christoph Schönborn zelebriert das feierliche Requiem im Stephansdom - mit Musik von Haydn, Mozart und Schubert. Donauwalzer. Am Schluß läutet die Pummerin.
(Wie sich erst im Jahr 2009 herausstellte, war Helmut Zilk ein Spion bezahlt vom tschechischen Geheimdienst. Dmit läutete die Pummerin somit erstmals für einen Spion, der gegen Österreich spionierte.)

Bilder: Trauermesse für Helmut Zilk im Wiener Stephansdom, zelebriert vom Kardinal Christoph Schönborn






Bilder: Trauermesse für Helmut Zilk im Wiener Stephansdom, zelebriert vom Kardinal Christoph Schönborn; © Wien-konkret

Der Stephansdom war gut besucht und ca zu 3/4 voll. Im hinteren Teil gab es sogar noch Sitzplätze. Da Helmut Zilk besonders viel für den Stephansdom gemacht hat - er initiierte die Aktion "Rettet den Stephansdom" - , wurde ihm eine große und fast 2 Stunden dauernde Trauerfeier im Stephansdom zu Teil.

Kardinal Schönborn erwähnte in seiner Predigt dass Helmut Zilk und Dagmar Koller 1990 heimlich kirchlich heirateten. Kardinal Hermann Groër persönlich traute sie heimlich in der Kapelle des erzbischöflichen Palais. (Anmerkung: Helmut Zilk war bereits 2x geschieden; insoferne ist es auch verständlich, dass sie heimlich heirateten. )
Kardinal Schönborn weiterführend: "...Ja, sie haben sich bis zuletzt geliebt, bis zum Tod. Der Tod hat sie jetzt getrennt. Nie spürt man den Tod grausamer, als wenn er Liebende trennt. Daran sehen wir, dass die Liebe sich nicht mit dem Tod abfinden kann. "Die Liebe hört niemals auf", sagt der Apostel Paulus.... Ich habe nie ganz verstanden, warum es bei der Ehe heißt: "… bis dass der Tod euch scheidet". Es stimmt: der Tod trennt schmerzlich. Aber hört die Liebe mit dem Tod auf? Dauert sie nur so lange bis der Tod die Liebenden scheidet? Nein, die Liebe ist stärker als der Tod. Das sieht man an großen Liebenden. ..."
 
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) erklärte in seiner Trauerrede, was jenseits aller Errungenschaften, aller Leistungen die spirituelle und moralische Botschaft von Helmut Zilk sei. Zu verzeihen, versöhnen und zu vergeben sei stets sein Motto gewesen und wenn man Bilanz ziehen müsste über sein Leben - über Zilk, dem "wandelnden Ombudsmann als Bürgermeister, dem keine kleine Sorge der Menschen zu groß war" - so sei diese Bilanz die Liebe.

Ex-Stadtschulratspräsident von Wien und langjähriger Werggefährte Kurt Scholz hielt eine sehr, sehr lange Trauerrede, die wahrscheinlich die langjährige Beziehung zu Helmut Zilk symbolisierte. Dadurch verschob sich allerdings das Begräbnis am Zentralfriedhof in die finstere Nacht. Scholz hob in seiner Trauerrede zusammenfassend Zilks Persönlichkeit hervor. Der Altbürgermeister habe es als schrecklich empfunden, Menschen gleichgültig zu begegnen. Deshalb sei er Menschen stets "kalt und heiß, aber nie lau" gegenüber getreten. Der Einsatz für die Schwachen der Gesellschaft sei Zilk immer ein besonderes Anliegen gewesen, sagte Scholz. Und die Wiener hätten ihren Bürgermeister geliebt, weil sie bei ihm das Gefühl hatten, jemandem gegenüber zu stehen, "für den der Mensch ein Mensch ist und nicht bloß eine Mitgliedsnummer". Scholz verabschiedete sich mit den Worten "Deine Taten und Werke sind bei uns, deiner Seele möge Gott sich annehmen".

 

ab 17.05 Uhr: Beisetzung am Zentralfriedhof
eigentlich hätte die Beisetzung schon um ca 16 Uhr stattfinden sollen. Allerdings dauerte die Rede von Kurt Scholz im Stephansdom so lange. Ebenso nahm das Musikprogramm der Trauermesse länger als geplant. Die Beisetzung am Zentralfriedhof begann daher erst um eine Stunde später und verschob sich somit in die finstere Nacht des Novembers. Viele Fackeln verbrannten vorzeitig, wurden aber durch das Bundesheer laufend ersetzt. Manche Wiener nahmen die ausgeteilten Fackeln lieber mit nach Hause (für die nächste Gartenparty?), als dass sie diese dort angezündet hätten. Jedenfalls gaben die vielen angezündeten Fackeln eine theatralische Beleuchtung des Trauerzuges. Das hätte Helmut Zilk bestimmt sehr gut gefallen.

Fotos: Der Sarg wird eine Stunde verspätet bereits in der Finsternis in einer historischen Kutsche vom Eingang des Zentralfriedhofs bis zum Ehrengrab (links von der Präsidentengruft) gebracht - laut Polizei sollen 3000 Trauergäste anwesend gewesen sein;






Fotos: Der Sarg wird eine Stunde verspätet bereits in der Finsternis in einer historischen Kutsche vom Eingang des Zentralfriedhofs bis zum Ehrengrab (links von der Präsidentengruft) gebracht - laut Polizei sollen 3000 Trauergäste anwesend gewesen sein; © Wien-konkret

Beim Grab hielt der Sohn von Helmut Zilk aus zweiter Ehe, Thomas, eine Grabrede. Zwei Tage nach dem Tod seines Vaters habe er mit seinen beiden Kindern die erste Wohnung seines Vaters in der Lange Gasse aufgesucht, ehemals eine bescheidene Unterkunft. "Alles was er geworden ist, hat er sich erarbeitet", betonte Thomas Zilk. Mut, Geistesschärfe, Autorität und sehr viel Mitgefühl für die Menschen hätten den Lebensweg seines Vaters geprägt. Er dankte der Stadt Wien für die würdige Zeremonie, die am Donnerstag, mit der Aufbahrung Zilks in der Volkshalle im Rathaus ihren Anfang nahm und dankte seiner Stiefmutter Dagmar Koller, die "seinem Vater auch in den schwersten Zeiten treu zur Seite gestanden habe:
"... Dagmar, ich denke, Du hast es uns gezeigt, wie ernst Du es mit dem Versprechen „bis das der Tod uns scheidet“, gemeint hast. Du hast Dich aufopfernd um Papa gekümmert und das bis in seine schwersten Zeiten. Ich werde es Dir nicht vergessen. … Seine übergroße Persönlichkeit ist gegenwärtig und sie wird es sicher immer sein. Er war ein ganz großes Vorbild, für uns, vielleicht für manche von Ihnen, sicher für seine Familie. Meine beiden Kinder – Helmuts Enkelkinder, Verena und Thomas, meine Frau Geraline und ich werden sein Andenken stets mit Stolz und größtem Respekt unseren Nachfahren erhalten und meine letzte Bitte geht an Sie, an all jene Menschen, denen mein Vater irgendwann einmal im Leben geholfen hat, sei es direkt oder indirekt, dass sie das selbe tun.
Papa, ich habe Dich sehr lieb. Danke."
 

Video: Begräbnis Helmut Zilk

Trauerfeierlichkeiten für Alt-Bürgermeister Helmut Zilk: Trauergottesdienst im Stephansdom & Begräbnis am Zentralfriedhof
Video 73 MB; ©Wien-konkret


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Dann der letzte Akt: Grabessegnung durch Kardinal Christoph Schönborn
Während der 2. Strophe des Liedes "Ich hatte einen Kameraden", gespielt von der Gardemusik, wurde der Sarg langsam ins Grab gesenkt.
 
Aufgrund der Finsternis, des zeitweisen Regens, der kühlen Temperaturen (ca 10 Grad) und der weitläufigen Absperrungen bekam das normale Volk nicht viel von der Trauerzeremonie am Grab mit und verließ bereits vorzeitig das Begräbnis. Die Leute hatten bereits - aufgrund der Verspätung - mehr als eine Stunde in der Kälte gewartet, da wollten sie auch nicht noch warten, bis alle Ehrengäste mit der Kondolenz fertig sind.
 

Grab Helmut Zilk am Wiener Zentralfriedhof:

Ehrengrab Helmut Zilk



Fotos vom Ehrengrab Helmut Zilk ein halbes Jahr nach seinem Tod: Es dürfte ein Naturgrab bleiben; © Wien-konkret

Meilensteine und Wendepunkte im Leben Helmut Zilk:

Lebenslauf (Biografie) von Helmut Zilk zwischen Familie und Politik

* 1927: in Wien in der Gebärklinik Lucina geboren. Eigentlich wollte Vater Franz Zilk, dass sein Sohn in St. Pölten zur Welt kommt. Das schaffte seine Mutter nicht mehr rechtzeitig. (Der Vater arbeitete gerade in einer Zwirnfabrik in Lodz / Polen). Nach einer misslungenen Pockenimpfung hätte Helmut Zilk fast der Oberarm abgenommen werden müssen. Während die Ärzte des AKH überfordert waren, gelang der Großmutter die Rettung des Oberarms mit Hausmitteln.
* Schule: Piaristen in der Josefstadt
* 1945 - 1946: KPÖ-Mitglied
* 1947: Erster Job Volksschullehrer
* 1948: Erste Heirat (Name der Ehefrau unbekannt). Diese lernte er im Luftschutzbunker Arenberg-Park kennen während Wien von den Aliierten bombadiert wurde. 
* 1951: Promotion
* 1952: Scheidung von seiner ersten Ehefrau. Diese zog anschließend nach Australien
* 1955: Lehramtsprüfung für Pädagogik
* 1958: Sohn Thomas aus zweiter Ehe mit einer Lehrerin kommt auf die Welt 
* Dezember 1965 und Juni 1968: Helmut Zilk ist für den tschechischen Geheimdienst als Spion tätig und kassierte dafür umgerechnet auf heutige Kaufkraft 30.000 Euro und einen böhmischen Kristallluster. Das wurde aber erst im März 2009 durch das Nachrichtenmagazin profil aufgedeckt.
* 1967-74 Programmdirektor beim ORF
* 1970: SPÖ-Stadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner verkuppelt Helmut Zilk und Dagmar Koller in ihrer Wohnung bei einem von ihr gekochten Abendessen.
* 1978: Helmut Zilk heiratet in dritter Ehe die Schauspielerin Dagmar Koller zunächst nur standesamtlich. Trauzeuge Bürgermeister Leopold Gratz. Die Ehe mit Koller blieb kinderlos.
* 1979: Kulturstadtrat von Wien
* 1983 - 1984: Unterrichtsminister in einer SPÖ-FPÖ Koalition (Fred Sinowatz & Norbert Steger)
* 1984: Helmut Zilk löst Leopold Gratz als Wiener Bürgermeister ab
* 1986: eröffnet er die fertiggestellte Donauinsel.
* Zilk führt in seiner Amtszeit das Filmfestival am Rathausplatz, den Adventzauber und den Silvesterpfad ein. Diese Veranstaltungen werden auch heute noch abgehalten. 
* 1988 entschied Zilk, dass das mehr als umstrittene Hrdlicka Denkmal ausgerechnet am Albertinaplatz aufgestellt wird.
* 23. Juni 1990: Kardinal Hans Hermann Groer traute den zweimal geschiedenen Helmut Zilk und Dagmar Koller in der Kapelle des erzbischöflichen Palais. (Geheim natürlich, sonst hätte es einen riesigen Eklat in Kirche und Politik gegeben.)
* 1991: Größte politische Niederlage von Bürgermeister Helmut Zilk: Die Volksbefragung über die für 1995 geplante gemeinsame Weltausstellung Wien / Budapest, die von der Wiener Bevölkerung mit 65% abgelehnt wurde.
* 1993: wird Zilk Opfer des Briefbombenbauers Franz Fuchs. Helmut Zilk überlebt, verliert aber zwei Finger der linken Hand.
* 1994 - ein Jahr nach dem Anschlag - tritt Zilk als Bürgermeister zurück. Häupl folgte ihm nach.
* 2003: Seit dem Jahr 2003 leitete Zilk die Reformkommission des Bundesheeres. Über die Ergebnisse ist nichts bekannt.
* Zuletzt war Zilk als Moderator beim ORF und als Ombudsmann bei der Kronenzeitung tätig.
* Oktober 2007: Zilk fordert - gegen die damalige SPÖ Parteilinie - eine Volksabstimmung zum Thema EU-Reformvertrag
* Helmut Zilk verstarb am 24.10.2008 im Wiener Wilheminenspital an einem Herzstillstand, nach einer Infektionskrankheit
* 21. März 2009: Das Nachrichtenmagazin profil veröffentlicht Beweise, die Helmut Zilk als Ost-spion für den tschechischen Geheimdienst enttarnen. Es soll Informationen über die Bundesregierung, den ORF und über Sudentendeutsche in Österreich weitergeben haben und dafür umgerechnet auf heutige Kaufkraft 30.000 Euro und einen böhmischen Kristallluster bekommen haben.