Wien

Die wichtigsten Informationen zum Staatsbesuch Wladimir Putin:

Wer: Russischer Staatspräsident Wladimir Putin mit Gattin Ludmilla, Konzernchefs Oleg Deripaska, Wiktor Wekselberg und Alexej Miller, 50 russische Sicherheitskräfte
Was: offizieller Staatsbesuch, Konzert für Europa
Wann: 24.5. 12:50 Uhr bis 25.5.2007 Nachmittag
Wo: Wien, Österreich: Hotel Imperial, Hofburg, Spanische Hofreitschule, Parlament, Wirtschaftskammer, Heldendenkmal am Schwarzenbergplatz
Warum: neue Geschäfte im Ausmaß von 3 Milliarden Euro abschließen, bilaterale Gespräche z. B. über die Menschenrechtsverstöße im jeweils anderem Land
Demonstrationen: mit ca. 300 Demonstranten bei der Hofburg. Mit dabei: Die Grünen, die Österreichische Hochschulerschaft ÖH, Europäische Tschetschenischen Gesellschaft,
 





Foto links: Außenministerin Ursula Plassnik holt Vladimir Putin vom Flughafen ab; © hopi media
Fot Mitte: Bundeskanzler Alfred Gusenbauer mit Vladimir Putin; © Franz Hartl HBF
Foto rechts: Gusenbauer - Vladimir Putin - Leitl; © Peter Lechner HBF

Bundespräsident Heinz Fischer (Ö) unterstrich das Interesse Österreichs an einer strategischen Partnerschaft zwischen der EU und Russland sowie die Investionenen im jeweils anderem Land. Er sprach aber auch die Konflikte Tschetschenien und Kosovo an.

Staatspräsident Wladimir Putin (RUS):
* versichterte die Zuverlässigkeit Russlands bei Gaslieferungen nach Europa. Im übrigen seien die Gaspreise in Österreich nur zu einem Drittel von Russland abhängig. Zwei Drittel des Gaspreises würden innerhalb Österreichs entstehen.
* Putin warb um die Unterstützung Österreichs für einen Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO). Dies würde auch Vorteile für Österreich bringen
* Man müsse auf Kritik hören, die einem entgegengebracht wird. Gönnerhafte Belehrungen weist er zurück. Jedenfalls habe auch Österreich bei der Einhaltung der Menschenrechte Probleme wie zB bei der Immigrationsfrage Probleme
* Will Kosovo-Problem im Einvernehmen mit den Konfliktparteien lösen
* Warnt vor einer neuen Aufrüstungsspirale in Osteuropa

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (Ö):
* die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland haben eine neue Qualität erreicht. Früher waren es "Handelsbeziehungen", heute sind es "Investitionsbeziehungen".
 

Bundeskanzler Gusenbauer: „Wirtschaftliche Beziehungen Österreichs mit Russland von großer Bedeutung“

Als „sehr wichtig und strategisch bedeutsam“ bezeichnete Bundeskanzler Alfred Gusenbauer heute nach dem Ministerrat den Österreich-Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Österreich sei an einem guten bilateralen Verhältnis mit Russland interessiert und unterstütze als Mitglied der Europäischen Union die deutsche EU-Ratspräsidentschaft beim Abschluss eines Abkommens mit Russland. Das Treffen wurde unter Einbeziehung nationaler und internationaler wirtschaftlicher und politischer Partner vorbereitet. Österreich stehe damit im Brennpunkt des europäischen Interesses.

Gusenbauer räumte auch dem Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Russland große Bedeutung ein. Es läge im Interesse beider Länder, diese gemeinsame Perspektive gut zu nützen. „Rund 440 österreichische Unternehmen sind in Russland tätig, ebenso wie auch russische Unternehmen in Österreich aktiv sind. Im Rahmen des Besuches des russischen Präsidenten wird die Unterzeichnung von rund 30 Wirtschaftprojekten erfolgen, um den russischen Zukunftsmarkt für die österreichische Wirtschaft weiter zu erschließen“, so Gusenbauer. Der Bundeskanzler erinnerte an das Engagement österreichischer Wirtschaftsbetriebe in Mittel- und Osteuropa, die damit einen bedeutenden Beitrag zum großen Wirtschaftswachstum und zur Sicherung der Arbeitsplätze in Österreich geleistet haben. Österreich erachte die wirtschaftliche Kooperation als sehr wichtig, verfolge jedoch, wie etwa im Bereich der Energieversorgung, auch eine europäische Perspektive. ...

Qu: Presseaussendung des Bundeskanzleramtes vom 23.5.2007