Wien

Rede von Erni Schöni über eine verpflichtende Volksabstimmung zum EU-Reformvertrag am 8.4.2008 in Wien:

Wer: Erni Schöni, einfache Frau aus dem Volk, ehemalige EU-Befürworterin
Was: Rede zum Thema: Die EU und die Entmündigung der Bürger
Wann: 8. April 2008, 19:46 Uhr
Wo: 1010 Wien Ballhausplatz, vor dem Bundeskanzleramt



Rede Erni Schöni:

Foto: Erni Schöni bei Ihrer Rede am Ballhausplatz Wien 1. Bezirk am 8.4.2008; © Wien-konkret

Foto: Erni Schöni bei Ihrer Rede am Ballhausplatz Wien 1. Bezirk am 8.4.2008; © Wien-konkret

Karl Nowak: "Jetzt möchte ich Ihnen vorstellen, eine Frau aus dem Volk, die zugibt, dass sie bei der EU-Volksabstimmung dafür gestimmt hat, aber – wie viele von Ihnen – hereingelegt wurde. Aber sie gibt es zu und sie sagt  jetzt, was sie jetzt darüber denkt. Ich darf zum Mikrofon bitten Erni Schöni:"

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Erni Schöni: "Ich war als Kind 1955, am 15 Mai, war ich im Belvedere, am Tag, wo das ganze Volk glücklich war, wo ein kleiner Mann, ein Leopold Figl, am Balkon gestanden ist und geweint hat und das Volk mit ihm."

Publikum skandiert: Österreich ist frei

Erni Schöni: "Ich oute mich als Befürworterin des EU-Beitritts. I wor die 67%, die damals unterschrieben haben. Damals war die EU eine Wirtschaftsgemeinschaft und den gemeinsamen Markt hielt ich für eine gute Idee. Doch seit etlichen Jahren werden die Vorschriften durch die EU unerträglich und immer skurriler. Sie mischt sich in alles und jedes ein. Die Rechte der Bürger werden immer mehr beschnitten und ab morgen, wenn der Vertrag unterschrieben ist, sind wir total rechtlos und entmündigt. Unsere Neutralität können wir vergessen. I muss a was falsch verstanden haben, denn immerwährende Neutralität heißt bei unserer Regierung: "53 Jahre sind genug."

Gelächter im Publikum und Applaus

Erni Schöni: "Wir haben 1978 dafür gestimmt, keine Atomkraftwerke in Österreich zu haben. Und nach 30 Jahren müssen wir uns damit abfinden: Das gilt nimmer mehr. Drum sog´ i: Wir lassen uns nicht mehr für blöd verkaufen. Bürger ins EU- und österreichische Parlament und nicht Politiker, die uns ignorieren."

Publikum: Bravo-Rufe + großen Applaus

Erni Schöni: "Die richten ehrliche, anständige Österreicher zu Gunde, nur weil sie glauben, dass ihre Macht ihnen das Recht dazu gibt. Existenzen werden zerstört und diese Arroganz und Ignoranz ist nicht mehr zu überbieten. Und gehen Ihnen die Argumente aus, wird der Hörer aufgelegt. Wann fangen wir uns an zu wehren?"

Publikum: Jetzt !

Erni Schöni: "Wir werden von dieser Regierung und Justiz als unmündige Idioten verkauft  und missbraucht. Haben wir Mut aufzustehen und zu sagen: Mit uns nicht. Jetzt ist Schluss."

Publikum: Bravo-Rufe und Applaus

Erni Schöni: "Die schieben sich die Ämter zu, biegen sich das Gesetz um. Wir sehen zu, wie unsere Wirtschaft und der Mittelstand exekutiert wird. Und vom EU-Vertrag entmündigt, ein Land, wo moderne Sklavenarbeit legal ist, weil man keine faire Arbeitsstelle findet. Die so genannten Wohltäter werden dann stein-reich und hoch angesehen."

Publikum: Buhrufe für die für die Politiker und falschen „Wohltäter“

Erni Schöni: "Stehen wir endlich auf und zueinander. Wir sind weder Linke noch Rechte, sondern österreichische Patrioten, die wieder stolz auf ihr Land sein wollen.

Rettet Österreich
"

Publikum: Jawohl und Bravo-Rufe

Ende


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