Wien

Rede von Kary Nowak am 26.4.2008: EU-Vertrag & Volksabstimmung

Wer: Kary Nowak ist Sprecher der Bürgerinitiative "Rettet Österreich" und Moderator der heutigen Demonstration
Was: Rede zum Thema, warum eine Volksabstimmung zum EU-Vertrag verpflichtend durchzuführen ist
Wann: 26. April 2008,
Wo: 1010 Wien Ballhausplatz, vor dem Bundeskanzleramt



Rede Kary Nowak am 26.4.2008: EU-Vertrag & Volksabstimmung

Foto: Kary Nowak bei seiner Rede am Ballhausplatz Wien 1. Bezirk am 26.4.2008; © Wien-konkret

Foto: Kary Nowak bei seiner Rede am 26.4.2008;
© Wien-konkret

Kary Nowak: "Zuerst möchte ich mich herzlich bedanken, bei allen denen, die jetzt schon zum sechsten Mal oder zum siebenten Mal zu den Kundgebungen für eine Volksabstimmung für den EU-Vertrag kommen. Ich brauche immer eine gewisse Zeit, um anzulaufen, aber sie werden es dann schon bemerken, dass es dann geht.

Ich bedanke mich auch sehr, sehr, sehr herzlich bei allen Unterstützern, die bisher alle die Bürgerinitiative „Rettet Österreich“ unterstützt haben. Das sind jetzt schon so an die 220.000 – 230.000 und es wächst noch immer relativ schnell, obwohl die Politiker sagen: es ist alles vorbei. Vorbei ist gar nichts. Vorbei ist so lange nichts, solange wir das Volk nicht entschieden haben, was zu geschehen hat. Und das geht nur mit einer VOLKSABSTIMMUNG."

Publikum: Bravo-Rufe und Applaus & Volksabstimmungs-Chöre

Kary Nowak: "Genau. Genau und das ist ja auch das Ziel, dass auch die Kinder mitschreien. Vor mir so ein noch ganz junger Mann mit einer kleinen Österreich-Fahne und ich habe ganz deutlich seine Stimme „Volksabstimmung“ gehört. Genauso kann man dazu bewegen, dass jeder …nicht nur die älter Generation, die weiß was wir alles verlieren könnten, wenn dieser Vertrag in Kraft tritt, sondern auch die Jungen. Denen müssen wir es halt erklären, richtig erklären.

Großes Danke auch an die vielen Leute, die obwohl sie ohnehin schon mit ihrem Geld knapp sind aufgrund dieser Politik trotzdem noch für „Rettet Österreich“ und unsere Aktivitäten gespendet haben und damit für Österreich gespendet haben. Alleine beim letzten Mal – damit Sie ein Gefühl kriegen, was so eine Demonstration kostet, ungefähr zwischen 3000 und 4000 Euro – und beim letzten Mal haben wieder die Leute, die hier am Platz waren, die gesamte Demonstration finanziert. Wir haben sie miteinander finanziert. Ein großes Dankeschön an alle, die mitgemacht haben."

Publikum: Bravo-Rufe und Applaus

Kary Nowak: "Ja, ich habe noch ein großes Dankeschön an alle Aktivisten, das sind die Leut die Tag und Nacht irgendetwas tun für Österreich, für uns alle, die entweder am Computer sitzen und unsere Webseite weiterschicken oder Emails verschicken, die Flugblätter zu tausenden verschicken, na ja also x x – Sachen gibt es, die man tun kann, auch die Demo vorbereiten. Das hat auch wieder einiges gekostet. Es großes Dankeschön an alle Aktivisten in ganz Österreich."

Publikum: Bravo-Rufe und Applaus

Kary Nowak: "Und nicht zuletzt auch ein großes Dankeschön an die Kronenzeitung und an den Herrn Hans Dichand der wirklich sich als - kann man sagen - als einziges wirklich großes Medium manifestiert, dass voll demokratisch agiert und voll unabhängig agiert und noch nicht von der EU und ihren Handlangern – ich würde nicht sagen gekauft. Das wäre übertrieben – aber doch lanziert wurde. D.h. hinten steht einer mit der Lanze und sagt: Berichte, das ist alles vorbei. Das ist alles vorbei. Das wurde mir gesagt zum Beispiel auch von einem Herren im ORF von Herrn Dr. Sperling vom „Im Zentrum“ "


Publikum: Pfui-Rufe und Pfiffe für den ORF

Kary Nowak: "von „In Zentrum“ der hat mir gesagt: „Wos woll´n sie denn. Wir haben eh alle Parteien reden lassen und die Parteien vertreten das Volk.“ Na dann hob i gsogt: „Na und das Volk selber?“ (Erg.: Er) „Na das ist nicht vorgesehen. Das Volk ist nicht vorgesehen, sondern die Parteien sind vorgesehen.“ Aber zur Ehrenrettung des ORF, heute ist er da oder gewesen. Ist er da. Immerhin. Immerhin. Die Frage ist nur, ob er was senden wird, weil es kann ja sein das er sagt, wir sind zu wenige. Ja, es kann ja sein, das er sagt: „Was san denn do – I was ja net wie viele do san – I was jo net 2000 Leut´ - wos san denn 2000 Leut´? Des is jo uninteressant.“

Das heute so ein wunderschöner Tag ist und das so viele Leute gesagt haben: Mein Gott na, jetzt tät´ i do gern ins Wochenende fahren und jetzt müssen wir wieder Österreich retten gehen. Und daher ein besonderes großes Dankeschön an alle, die jetzt hier sind. Wir sind das Volk und wir werden es ihnen zeigen, dass wir die Entscheidungen treffen."

Publikum: Bravo-Rufe und Applaus

Kary Nowak: "Danke. Auf alle Fälle ist eines. Wir haben es leichter, weil jetzt richtet sich unsere ganze Aufmerksamkeit auf einen einzigen Mann, den das österreichische Volk gewählt hat, dem Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer, vor dessen Residenz wir hier stehen."

Publikum: Pfui-Rufe und Pfiffe für den Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer

Kary Nowak: "Er hat bei seinem Wahlkampf mit der Parole gearbeitet: „Politik braucht ein gewissen“. Und an diese Gewissen appellieren wir jetzt - wir das österreichische Volk – das soll jetzt einsetzen und er ist uns – der österreichischen Bevölkerung -  verpflichtet und nicht der EU."

Publikum: Bravo-Rufe und Applaus

Kary Nowak: "Und sollte er das nicht rechtzeitig kapieren, ja, dann haben wir noch eine ganze Menge in unserem Köcher, zum Beispiel eine Verfassungsklage – die ja nicht nur in Österreich passieren wird, sondern auch wo anders, wie wir schon wissen – und dann werden wir im zeigen, wer der Herr in diesem Lande ist."

Publikum: Bravo-Rufe und Applaus

Kary Nowak: "Und dazu brauchen wir natürlich unsere Experten und allen voran unseren großen Verfassungskenner, dem Grundrechtsexperten Herrn Universitätsprofessor Adrian Holländer."
 

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