Wien

Rede von Richard Leopold Tomasch über eine verpflichtende Volksabstimmung zum EU-Reformvertrag am 29.3.2008 in Wien:

Wer:  Richard Leopold Tomasch (Pro Leben)
Was: Rede zum Thema, EU-Reformvertrag & Gentechnik Lebensmittel
Wann: 29. März 2008,
Wo: 1010 Wien Stock-im-Eisen Platz

Kontakt: www.proleben.at

 



Rede Richard Leopold Tomasch (Pro Leben) am 29.3.2008

Foto: Richard Leopold Tomasch bei seiner Rede am Stock-im-Eisen Platz Wien 1. Bezirk am 29.3.2008;

Foto: Richard Leopold Tomasch bei seiner Rede am Stock-im-Eisen Platz Wien 1. Bezirk am 29.3.2008; © Wien-konkret

Richard Leopold Tomasch: " Meine sehr geehrten Damen und Herren, geschätzte Medien, ich darf Euch zunächst die herzlichsten Grüße unseres Vorstandes übermitteln. Die österreichische Plattform "Pro Leben Anti-Gentechnik" beteiligt sich heute an dieser Protestkundgebung, weil wir der Meinung sind, dass mit der neuen EU-Verfassung die Tür für die Gentechnik auch in Österreich total aufgemacht wird."

Pfiffe und Pfui Rufe im Publikum

Richard Leopold Tomasch: "Wir hatten vor der Globalisierung in Österreich die best kontrollierten Lebensmitteln von der ganzen Welt. Da hat es noch geheißen "Vertrauen ist gut, aber die Kontrolle ist besser."
Heute macht anstatt dem nur mehr die ESFA, die Europäische Lebensmittelkontrollstelle, die Sachen. Die ESFA kontrolliert selbst aber gar nichts, sie übernimmt lediglich die Gutachten dieser multinationalen Konzerne 1:1."

Pfiffe und Pfui Rufe im Publikum

Richard Leopold Tomasch: "Diese Organisation war bisher schon sehr, sehr oft in Lebensmittelskandale verwickelt. 2006 hat diese Organisation, die ESFA, sogar zugelassen, dass 9 ‰ Gentechnik in alle Lebensmittel hineingelangen kann."

Pfiffe im Publikum für die ESFA; Zwischenrufer "Bücha"

Richard Leopold Tomasch: "Ohne dass dafür Langzeitstudien und Langzeittest dafür überhaupt erprobt worden sind und durchgeführt worden sind. Wir wissen, dass die ESFA ein reiner Befehlsempfänger dieser multinationalen Konzerne ist.
Deshalb werden wir die ESFA einklagen und zwar ist diese Klage in Vorbereitung. Wir haben bereits die EU 2x als Plattform geklagt. Wir haben auch die Menschenrechte in Genf beim Hochkommissar für die Menschenrechte eingeklagt. Voriges Jahr haben wir in Deutschland mit zwei Imkern den Genmais, den 810 (Anmerkung: Genmais Sorte Nr. 810 den bekannten Konzerns Monsanto) einklagt und wir haben Recht bekommen, der ist dort verboten worden."

Applaus im Publikum für den Erfolg vor Gericht für Pro-Leben

Richard Leopold Tomasch: "Dankeschön!

Genau dieser Mais hätte in Österreich eingeführt werden sollen.
Ich habe hier ein Schreiben von der amerikanischen Regierung, die die österreichischen Behörden, die Regierung dazu drängt, die Gentechnik sofort zuzulassen. Sie droht Österreich darin vehement und das ist äußerst kriminell, meine sehr geehrten Damen und Herren!"

Pfiffe und Buh-Rufe im Publikum für die Gentechnik-Lobby

Richard Leopold Tomasch: "Gerade die USA, die immer wieder Weltpolizist spielen will, aber selbst nicht gewillt ist, ihre elementaren Hausaufgaben zu machen, ist nicht geeignet, uns zu drohen."

Applaus, Bravo- und Jawohl-Rufe

Richard Leopold Tomasch: "Wir wissen auch ganz genau, wer einmal einen erpresst, der ist immer erpressbar. Und deshalb müssen wir unsere (...?...)  gegen solche Machenschaften verstärken."

Applaus und Bravo-Rufe

Richard Leopold Tomasch: "Klagen sind eine Möglichkeit dazu, Widerstand zu leisten und einige habe ich schon angeführt, die wir geführt haben. Leider verschlingen diese Klagen enorm sehr viel Geld. Und das ist im Moment auch unser kleines Problem, warum wir die ESFA noch nicht geklagt haben, es sind noch zwei Rechtsgutachten ausständig.

Es gibt in Österreich vier Plattformen, die für die Gentechnik sind, die für die Gentechnik Werbung machen und vom österreichischen Staat, vom Lebensmittelministerium, vom Gesundheitsministerium, sehr, sehr viel Geld bekommen."

Pfiffe und Buh-Rufe im Publikum für die offizielle Unterstützung der Gentechnik

Richard Leopold Tomasch: "Wir als einzige Plattform GEGEN die Gentechnik, gegen diesen größten Wahnsinn der Menschheit - bekommen nicht einen einzigen Cent für unsere Aktivitäten."

Pfiffe und einige "Schweinerei"-Rufe aus dem Publikum

Richard Leopold Tomasch: "Sollte die EU-Verfassung Wirklichkeit werden, was wir noch bezweifeln, dann ist es bei uns für die Gentechnik vorbei, dann ist der Gentechnik die Tür völlig aufgemacht.
Und wir wissen, was in jenen Ländern, wie Indien, Argentinien und Kanada, mit der Gentechnik schon passiert ist. Nicht nur, dass diese Länder total verseucht sind, gibt es immer weniger Ernten und muss immer mehr Gift gespritzt werden.
Und diese Sache ist nie mehr umkehrbar, die Sache ist irreversibel!

Die Konzerne versprechen zwar, dass dadurch für die Menschheit ein großer Segen sein wird -  das war damals auch beim DDT so oder das war vor kurzem auch beim Agent-Orange so.
Es geht denen, diesen multinationalen Konzernen nicht um unsere Gesundheit, sondern um ihr Geld und die Weltbeherrschung  - genau darauf läuft es hinaus."

Pfiffe und Buh-Rufe aus dem Publikum

Richard Leopold Tomasch: "Ihr Terminator-Samen bringt keine Ernten mehr hervor. Der gentechnisch präparierte Samen ist steril und er vermehrt sich leider nicht mehr. Dadurch gehen wir leider der größten Hungersnot der Welt entgegen. Das sagen uns die unabhängigen Experten und Wissenschaftler dieser Welt.
Auch alle Tierversuche weltweit zeigen eindeutig, wenn man Tieren Gentechnik füttert, dass diese sehr schnell ein desolates Blutbild bekommen, Leber-, Nieren- und Hirn-Schäden sind die Folge."

Pfiffe und Pfui-Rufe aus dem Publikum

Richard Leopold Tomasch: "Wir haben voriges Jahr in Deutschland einen Versuch gemacht, indem wir in einem eingezäunten Feld Gentechnik-Mais und konventionellen Mais gepflanzt haben, und dann haben wir die Rindviecher hineingelassen und die Rinder haben zuerst den normalen Mais abgefressen und dann haben sie den genmanipulierten stehen gelassen.
Deshalb stellt sich wirklich die Frage, die logische Frage: Sind die Rindviecher gescheiter, als unsere EU-Politiker?"

Applaus und Gelächter im Publikum

Richard Leopold Tomasch: "Es muss hier auch klar gesagt werden, dass schon jetzt nach Österreich rund 800 000 (Erg.: Tonnen) genmanipuliertes Soja hereinkommt und an die Tiere verfüttert wird. Die Produkte daraus, wie Milch, Fleisch und Eier, werden ungekennzeichnet verkauft.
Es kommt nicht von ungefähr, dass die Allergien explodieren.
Vor 10 Jahren hat ein jeder Vierte Krebs bekommen, heute ist es schon ein jeder Zweite.
Kein Wunder auch, dass die Krankenkassen pleite gehen.

In Amerika, wo die Gentech-Food Nahrung seit 10 Jahren im Handel ist, dort ist der Krebs sogar um 15 % gestiegen. Und wir sehen auch die Amerikaner gehen förmlich aus dem Leim.
Seit Neuestem sind drüben Sitze um drei Sitznummern erweitert worden
Ich möchte hier noch dazu Hr. Prim. Oblak für 1 Minute herauf bitten, Hr. Prof. können Sie 1 Minute heraufkommen bitteschön."

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Rede Prof. Oblak




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Richard Leopold Tomasch fortsetzend: "… Ich möchte hier jetzt nur anschließen, dass viele Stoffe, Vitaminzusätze, heute mit der grauen Gentechnik hergestellt werden. Wenn wir diese Stoffe aber dann analysieren, dann können wir sagen, dass hier bereits der Tod im Regal lauert.
Allein Aspartam (Erg.: Verknüpfung der Aminosäuren Asparaginsäure und Phenylalanin), ein gentechnisch hergestellter Süßstoff, der 200 Mal süßer ist als herkömmlicher Zucker, bewirkt, dass man Leber-Hirn-Schäden bekommt.
Aspartam hat aber noch eine andere Eigenschaft - es ist in fast jeden Kaugummi zu finden, in über 9000 Lebensmitteln - Lebensmittel kann man dazu nicht mehr sagen, - Nahrungsmittel  drinnen. Und Aspatan hat noch eine andere Eigenschaft, Aspartam macht unsere natürlich Essschranke kaputt, wir wissen nicht mehr, wann wir genug gegessen haben.
Und die Auswirkungen dessen sehen wir an den heutigen Amerikanern. Lustig sind sie diese Amerikaner mit ihren 300 Kilo. Aber mit der Fortpflanzung hapert's ein bisserl - was mir persönlich auch sehr Recht ist."

Gelächter, Applaus und einige Bravo-Rufe im Publikum

Richard Leopold Tomasch: "Mittlerweile haben wir schon viele, viele so kleine Amerikaner in Europa. Jedes zweite Kind ist von dieser Lebensweise (betroffen ?). Und wir müssen unbedingt handeln.

Ihr alle seid sehr, sehr zu loben. Ihr seid wach.
Vielleicht gelingt es uns gemeinsam auch die anderen, die sich immer noch im Winterschlaf befinden, wie die Ärzte, die Regierung und auch viele Politiker guten Willens, die möchten wir gemeinsam wach rütteln!

Ich möchte in diesem Zusammenhang zwei politische Körperschaften erwähnen, die mit unserer Plattform sehr, sehr gut schon zusammengearbeitet haben. Es sind leider nur zwei, weil andere es leider immer noch nicht erkannt haben, dass das die größte Gefahr der Menschheit ist.

Zum einen ist es das Neutrale Forum Österreichs (Anmerkung: Neutrales Freies Österreich), die NFÖ genannt, die auch bei den Nationalratswahlen angetreten ist und mit ihrem Spitzenkandidaten heute hier neben mir steht. DI Rudi Pomaroli hat auch die heutige Veranstaltung mit sehr, sehr großer Last mitgetragen, und ich denke ihm gebührt wirklich ein großer Applaus."

Applaus für den genannten NFÖ-Chef  und Veranstaltungs-Moderator Rudolf Pomaroli

Richard Leopold Tomasch: "Ja und zum anderen ist es die FPÖ, ich möchte jetzt betonen die FPÖ, die mit uns schon viele, viele Informations-Veranstaltungen in Österreich mitgemacht hat. Wir haben auch mit der FPÖ eine Petition gemacht, 100 000 sind gesammelt worden, sind im Parlament abgegeben worden und leider war diese Petition schon 3 Mal auf der Tagesordnung und laut Parlaments-Geschäftsordnung muss das beim 3. Mal durchgeführt werden.

Ich habe schon irgendwo gesehen der Herr HC Strache, es wäre toll wenn er hier herauf kommen würde und sagen würde, warum das Parlament, warum das Parlament das vereitelt."

Applaus für den genannten FPÖ Chef HC Strache

Richard Leopold Tomasch: "Zuletzt meine sehr verehrten Damen und Herren, möchte ich noch unsere Plattform-Adresse, unsere Homepage Adresse durchgeben, www.proleben.at. Ich lade Sie alle ein, dort hin zu gehen.
Herzlichen Dank, meine sehr verehrten Damen und Herren"

Applaus für den Redner

Volksabstimmung, Volksabstimmung,, Volksabstimmung Sprechchöre
 

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