Wien

Österr. Stimmzettel zur EU-Wahl:

Stimmzettel EU-Wahl 2009

Stimmzettel EU-Wahl 2009 (Muster)


Auf dem österreichischen Stimmzettel zur Europawahl 2009 werden die Wähler und Wählerinnen acht wahlwerbende Gruppen bzw. Parteien finden. Der Stimmzettel ist ein bisserl verwirrend. Es wäre wahrscheinlich einfacher, die wahlwerbenden Parteien alphabetisch zu ordnen. Es sind dies

* BZÖ
* FPÖ
* Grüne
* Julis
* KPÖ
* Martin
* ÖVP
* SPÖ

 

Stimmabgabe & Wahlvorgang: Ein Werbefilm des Europa-Parlaments:

Im EU-Parlament befürchtet man, dass bei der kommenden Europawahl die Wahlbeteiligung unter 50% der Wahlberechtigten sinken könnte. Also kam die Verwaltung des EU-Parlaments man auf die glorreiche Idee, einen Werbefilm zu drehen. Dieser ist nun in Form eines Videos zu bestaunen.

Es ist ein Horrorfilm (!) geworden, bei dem die Stimmabgabe von EU-Bürgern im Wahllokal darstellen. Zunächst einmal kommt eine völlig hysterische, schreiende Frau im Minirock zum Einsatz, die bei der Stimmabgabe völlig durchdreht. Dann kommt ein ruhiger, als Tod verkleideter Mann mit Axt ins Wahllokal, um "sein Geschäft" zu erledigen. Das Lied vom Tod wird allerdings nicht gespielt.

Jedenfalls wird dargestellt, dass außer den zwei Verrückten keiner zur EU-Wahl geht. Im Wahllokal sitzen nur zwei Wahlbeisitzer, eine davon ist mit Stricken beschäftigt. Ansonsten gähnende Leere. Eine selbsterfüllende Prophezeihung?

Die TV-Spots zur EU-Wahl werden in allen 27 Mitgliedsländern im Fernsehen ausgestrahlt und über ca 1000 Kinos verbreitet.

Kosten für die Steuerzahler: ca. 18 Millionen Euro (= 248 Millionen Schilling) für die ganze Werbekampagne. Quelle: Die Presse vom 17.3.2009

zum Abspielen des Videos 1x auf das Bild klicken



Dieses Video richtet sich hauptsächlich an Jungwähler und Jungwählerinnen. Ob die jetzt wissen, was sie wählen sollen und ob sie überhaupt zur Wahl gehen sollen ?

PS: Übrigens sieht man, welches Bild das Europaparlament von den Wählern in Europa hat. Sie werden als vollkommen verrückt hingestellt. Weibliche Wähler werden als hysterisch und männliche Wähler als gewalttätig darstellt. Das dürfte auf der Grund sein, warum es bis dato keine europaweite Volksabstimmung zum EU-Vertrag von Lissabon gegeben hat.


Politische Reaktionen:
Das BZÖ fordert den Präsidenten des EU-Parlaments, Hans-Gert Pöttering, auf, diesen Werbespot sofort zurückzuziehen und sich offiziell zu entschuldigen", so Petzner, der einen offiziellen Protestbrief an den Präsidenten ankündigt.    
Quelle:OTS0222    2009-05-14/13:12