Wien

Dr. Johannes Hahn wird als neuer EU-Kommissar von SPÖ & ÖVP nominiert

Wer neuer EU-Kommissar Österreichs werden soll war nach dieser Europawahl besonders umstritten. Eihentlich gehört so ein hoher Beamtenjob ausgeschrieben und mit dem besten Bewerber besetzt. In Österreich erfolgt - wie in den meisten Ländern - eine rein parteipolitische Besetzung. Das Gehalt eines EU-Kommissar beträgt zumindest 19.253,73 Euro im Monat (Stand 2008). Damit ist das Gehalt eines EU-Kommissars knapp geringer, als das Gehalt des US-Präsidenten Obama. Obama verdient 400.000 US-Dollar im Jahr (308.071 Euro im Jahr bzw ca 22.000 Euro im Monat) brutto.

* Benita Ferrero-Waldner (ÖVP) konnte als Außenkommissarin in der letzten Periode nicht überzeugen. Noch immer ist rätselhaft, wie Benita Ferrero-Waldner überhaupt EU-Außenkommissarin werden konnte. Immerhin hatte sie als ehemalige Außenministerin den VISA-Skandal in Osteuropa zu verantworten. Da sie selbst Ihre Chancen für eine Wiederwahl gering eingestuft hatte, hat sie sich um den Generaldirektorsposten bei der UNESCO beworben. Am 20. September 2009 kam dann AUS. Zuletzt machte sich die SPÖ insbesondere Bundeskanzler Faymann für Sie stark, was für die ÖVP-Kandidatin wohl das endgültige ausscheiden auch bei der Wahl zum neuen österreichischen EU-Kommissar bedeutete.

* Wilhelm Molterer (ÖVP): Der ehemalige Vizekanzler und Finanzminister brauchte nach der letztenverpatzten Nationalratswahl dringend einen guten (Versorgungs-) posten. Die ÖVP spitzte auf den EU-Landwirtschaftskommissar und wäre mit dem Ex-Landwirtschaftsminister Molterer dabei gut in Position gewesen. Allerdings scheiterte dieses Ansinnen an der SPÖ. Faymann legte sein VETO ein, da er schließlich nicht den Verantwortlichen für die vorgezogenen Nationalratswahl 2008 unterstützen könne. Wilhelm Molterer damals zum Koalitionsbruch der ÖVP mit der SPÖ "Es reicht". 

Johannes Hahn EU-Kommissar,


Bild oben: echter Hahn
Bild unten: "Dr." Johannes Hahn (ÖVP) © Wien-konkret

* Johannes Hahn (ÖVP): Gilt als Verlierertyp. Bei der letzten Gemeinderatswahl 2008 brachte der Wiener Spitzenkandidat der ÖVP - Johannes Hahn - magere 18,8% der Stimmen zusammen, also ein echtes Wahldebakel für die ÖVP.
   Am 11. Jan 2007 wurde er als Wissenschaftsminister angelobt. Leider entdeckte ein Plagiatsjäger - der Salzburger Medienwissenschaftler Stefan Weber - kurze Zeit später, dass Hahn seine Dissertations seitenweise abgeschrieben hat, ohne korrekt zu zitieren. SKANDAL!
   ÖH-Wahl-Debakel: Hahn versuchte mit aller Gewalt die elektronische Stimmabgabe bei der ÖH-Wahl im Mai 2009 durchzudrücken. Ergebnis: weniger als 1% der Studenten wählten elektronisch, die Kosten expoldierten, eine Wahlanfechtung beim Verfassungsgerichtshof ist anhängig da die elektronische Wahl wahrscheinlich nicht geheim ist.
   Weiters setzte sich Hahn für die Wiedereinführung der Studiengebühren ein. Im Oktober 2009 gab es reihenweise Besetzungen von Universitäten in Österreich, insbesondere in Wien.

   Die SPÖ sieht in Johannes Hahn jedenfalls keine Bedrohung und stimmte am 27.10.2009 der Nominierung von Johannes Hahn als EU-Kommissar zu. Von der best-qualifizierten Person aus Österreich für diesen Job kann natürlich überhaupt keine Rede sein. Was Johannes Hahn in der EU-Kommission überhaupt machen soll steht auch noch nicht fest. Naja, irgendetwas wird sich schon finden ...

Stellungnahmen zum designierten Eu-Kommissar Johannes Hahn,

* 5.11.2009 FPÖ: Hahn ist Blamage für Österreich in Brüssel

FPÖ EU Kommissar,

Inhaltsleerer Geschichtsunterricht und heiße Luft von Johannes Hahn beim EU-Kommissions-Hearing

"Eine nette Plauderstunde  aus Sicht des designierten EU-Kommissar Johannes Hahn - eine ordentliche Blamage für Österreich in Brüssel." So müsse man die heutige Aussprache mit dem designierten EU-Kommissar Johannes Hahn zusammenfassen, sind sich die freiheitlichen Vertreter im EU-Hauptausschuss einig.

"Nachdem wir ein halbes Jahr lang ein Kasperltheater bei der Nominierung des österreichischen EU-Kommissars erlebt haben, und Österreich von SPÖ-Faymann und ÖVP-Pröll zur Lachnummer in Europa gemacht  wurde, haben wir jetzt mit dem müden Kompromiss-Kandidaten Johannes Hahn einen gescheiterten Wissenschaftsminister in Brüssel, der - mit einem unbedeutenden Ressort abgespeist -  wohl nichts bewirken wird," stellt FPÖ-Klubobmann HC Strache nach dem heutigen Ausschuss fest. "Hahn hat in seiner Eigenpräsentation nichts als inhaltsleere Floskeln und schlechten Geschichtsunterricht geboten - keine große Ansage, keine Vision, und vor allem ganz und gar nicht den Eindruck, dass es sich bei Hahn um einen kompetenten EU-Politiker handelt", so Strache weiter. "Eine Blamage für Österreich, die uns keinerlei Verbesserung der großen europäischen Probleme bringen wird."

"Nicht nur in seiner fachlichen Kompetenz erscheint Hahn mehr als fragwürdig", so der freiheitliche EU-Delegationsleiter Andreas Mölzer, der Hahn nach seiner inhaltlichen Ausrichtung in Sachen Europapolitik befragte. "Hahn ist - wie die meisten seiner ÖVP-Parteigenossen - ein typischer Vertreter des zentralistisch orientierten EU-Establishments: Ein bedingungsloses "Ja" zum Ende der
österreichischen Souveränität in Form des Vertrages von Lissabon, die großen Probleme wie Migration, Islamisierung oder Sterben europäischer Werte leugnend, ist mit Hahn für Österreich, für Europa nichts zu holen", so Mölzer.

Und auch beim freiheitlichen Europasprecher NAbg. Dr. Johannes Hübner kann die Nominierung Hahns nur Kopfschütteln auslösen: "In Anlehnung an ein ähnlich lautendes Zitat über ein Werk Hahns, kann man seine Ausführungen im heutigen EU-Hauptausschuss als Aussage "minderer Qualität, die stellenweise an das Banale und sogar Peinliche grenzt", nennen." Aber Hübner hegt nicht zu Unrecht auch Bedenken, was Hahns Vergangenheit in der Firma Novomatic betrifft. "Es ergibt sich damit eine schiefe Optik, die Hahn weiteren Schaden in seinem Ansehen und damit auch dem Ansehen Österreichs bereiten könnte", so der freiheitliche Europasprecher, "von einem wirkungsvollen Ressort und positiver Wirkung für Österreich kann leider keine Rede sein."

Abschließend ist für die FPÖ auch klar, dass solch hochrangige EU-Posten in Zukunft nur mehr in einer öffentlichen Ausschreibung mit einem entsprechenden Hearing vor dem Hauptausschuss des Nationalrates besetzt werden dürfen, und das erst dann, wenn klar ist, welches Ressort Österreich in der Kommission besetzen darf.

Rückfragehinweis:  Freiheitlicher Parlamentsklub:    Tel.: 01/ 40 110 - 7012
OTS0279    2009-11-05/17:16



* ÖVP Kopf: Hahn bestens qualifiziert - bringt viel Erfahrung und Kompetenz in seine europäische Aufgabe

ÖVP EU Kommissar,

ÖVP-Klubobmann im EU-Hauptausschuss zur Nominierung von BM Johannes Hahn

Gerade ist in der Europäischen Union die endgültige Entscheidung gefallen, dass der Lissabon-Vertrag in Kraft tritt. Damit wird die EU, jenes Friedens- und Integrationsprojekt, das sich in der Krise so bewährt hat, künftig noch flexibler,  rascher in der Entscheidung und demokratischer. Das erklärte
ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf heute, Donnerstag, im EU-Hauptausschuss, wo die Nominierung und Anhörung von Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn als künftiger Kommissar auf der Tagesordnung steht.

"Jetzt stehen für die EU große Herausforderungen an, und der Kommission kommt eine besondere Schlüsselrolle zu. Dabei gilt es klarzustellen, dass die Kommission kein Bundesrat von Länder-Vertretern ist, sondern die Länder Vertreterinnen und Vertreter entsenden, die das Beste für die gesamte Gemeinschaft zu erzielen haben", so Kopf. "Selbstverständlich soll und wird keiner dieser Politikerinnen und Politiker das Herkunftsland verleugnen, aber immer das gemeinsame Ganze im Auge haben."

Der von der Bundesregierung nominierte Minister Hahn sei für diese Aufgabe hervorragend qualifiziert. "Die Bundesregierung hat sich nach einer längeren Diskussionsphase für Johannes Hahn entschieden, und dies ist eine Entscheidung für eine Person und nicht gegen eine andere", versicherte Kopf. "Johannes Hahn bringt in dieses Amt nicht nur viele Jahre der Erfahrung in der Politik, sondern auch der beruflichen Erfahrung in der Industrie mit. Das ist ideal für die diffizile und wichtige Aufgabe, die nun in Europa vor ihm liegt." Daher gelte es, Hahn nun bestmöglich zu unterstützen.

Rückfragehinweis:    Pressestelle des ÖVP-Parlamentklubs   Telefon: 01/40110/4436
OTS0270    2009-11-05/16:19



* 27.10.2009 Grüne Ellensohn zu Hahn: Nachfolge hoffentlich mit mehr Blick für die Belange der Unis und Studierenden

Grüne EU-Kommissar Hahn,

Der Stadtrat der Grünen Wien, David Ellensohn, wünscht dem scheidenden Wissenschaftsminister Johannes Hahn für seine neue Aufgabe als EU-Kommissar "mehr Erfolg als in seinen bisherigen Tätigkeiten." "Für die Wiener ÖVP wird vermutlich sich nicht viel ändern, sie musste ja bereits in der Vergangenheit mit einem nur virtuell vorhandenen Parteichef leben", so Ellensohn. "Hahn lässt die schwächste Landesorganisation der ÖVP im Stich. Die Wunschkandidatin Fekter hat schon abgesagt. Man darf gespannt sein, ob und wie sich die dominierenden rechtskonservativen Kräfte um die VP-Gemeinderäte Ulm und Aigner durchsetzen."

"Hahns Wissenschaftspolitik der vergangenen Jahre war ein massiver Rückschritt für Unis und Studierende. Die Nachfolge für das Wissenschaftsministerium muss jetzt eine Person sein, die mehr Blick und Gespür für die Belange der StudentInnen und der Universitäten hat", so Ellensohn.

Rückfragehinweis:    Pressereferat, 0664 831 74 49
OTS0174    2009-10-27/13:44



* 27.10.2009 SPÖ Faymann: Regierung steht geschlossen hinter Hahn als EU-Kommissar

Faymann EU-Kommissar Hahn,

 Im Pressefoyer nach dem Ministerrat gab Bundeskanzler Werner Faymann heute, Dienstag, bekannt, dass sich die Regierung auf Wissenschaftsminister Johannes Hahn als österreichischen EU-Kommissionskandidaten geeinigt hat. "Ich habe das in der Regierung diskutiert und die Regierung steht geschlossen hinter diesem Vorschlag", betonte Faymann. Im Europäischen Rat stünden aber immer die Inhalte, nicht Personalfragen, im Vordergrund.
     Der Bundeskanzler bekräftigte, dass Hahn aufgrund seines breitgefächerten Wissens, seiner Erfahrungen sowohl in der Privatwirtschaft als auch in der Forschung ein geeigneter Kandidat für die EU-Kommission sei. Noch sei das Prozedere der Nominierung aber nicht abgeschlossen: Faymann und Hahn stellen sich noch einer Diskussion im Hauptausschuss, danach werde erst eine formelle Information an Kommissionspräsident Barroso gesendet.

      Dem Bundeskanzler ist es außerdem ein Anliegen, dass im Europäischen Rat Inhalte Priorität haben, nicht Personaldebatten: "Es darf nicht der Eindruck erweckt werden, Spekulationen könnten bald wieder funktionieren und Unschuldige zahlen die Rechnung. Die Stärkung der europäischen Wirtschaft und des Arbeitsmarkts hat Priorität. Neben Konjunkturpaketen geht es auch um den sozialen Ausgleich, dafür setze ich mich ein." Hahn werde nicht nur Österreichs Positionen in seinem Politikbereich vertreten, sondern auch in der Frage des sozialen Ausgleichs, wenn es z.B. um die
gemeinsame Finanztransaktionssteuer geht.

      Wilhelm Molterer sei für Faymann nicht als Kandidat in Frage gekommen. Dieser habe einen Wahlkampf vom Zaun gebrochen, weswegen Faymann ihm nicht mehr voll vertrauen könne. In welchem Politikbereich Hahn eingesetzt wird, sei noch nicht bekannt, da Kommissionspräsident Barroso erst Entscheidungen darüber treffen könne, wenn die KandidatInnen aller Länder feststünden.

Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
   Tel.: 01/53427-275
OTS0148    2009-10-27/12:43



* 27.10.2009: SPÖ Kräuter: Mit Hahn wurde gute Lösung in der EU-Kommissarsfrage gefunden

SPÖ Eu-Kommissar Hahn,

Ein EU-Kommissar-Molterer war für SPÖ nicht akzeptabel

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter begrüßt die auf Basis eines Vorschlags der ÖVP erfolgte Einigung auf Wissenschaftsminister Johannes Hahn als künftigen EU-Kommissar. "Damit hat der beharrliche Einsatz von Bundeskanzler Werner Faymann zum Erfolg geführt und eine vernünftige Lösung ermöglicht", so Kräuter heute, Dienstag, gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Bundeskanzler Werner Faymann habe die Diskussion nun beendet. "Für die SPÖ wäre ein EU-Kommmissar Molterer nicht akzeptabel gewesen", betonte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. Zum einen habe Molterer beim Buwog-Skandal als damaliger ÖVP-Klubobmann eine undurchsichtige Rolle gespielt, zum anderen seien die Spekulationen der Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) nicht nur von Karl-Heinz Grasser, sondern auch von Molterer zu verantworten. 
      Kräuter: "Diese inakzeptablen Ereignisse der Vergangenheit die von Molterer mitverursacht wurden und die letztendlich der steuerzahlenden Bevölkerung geschadet haben, haben Molterer zu einem No-Go für die SPÖ gemacht." Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer erinnert auch daran, dass Molterer bei der letzten Nationalratswahl als Verursacher des vorgezogenen Urnenganges von den WählerInnen de facto abgelehnt wurde. Kräuter: "Das kann niemals eine Empfehlung für eine Spitzenfunktion in der Republik Österreich sein." Abschließend streut Kräuter dem zukünftigen Kommissar Hahn Blumen: "Er wird gemeinsam mit unserer Repräsentantin im Europäischen Gerichtshof Maria Berger gute Arbeit für Österreich und Europa leisten."

Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
   Tel.: 01/53427-275

OTS0136    2009-10-27/12:19

Anmerkung Wien-konkret: Maria Berger wurde erst vor ca 2 Wochen als EuGh Richterin angelobt. Das Peinliche daran ist, dass Maria Berger bis dato keine Richterin war, weder am Bezirksgericht, noch an einem Landesgericht noch an einem Höchstgericht. Da war offensichtlich wieder das Parteibuch und nicht die Qualifikation entscheidend. Bei der SPÖ ist die Personalpolitik leider ebenso katastrophal, wie bei der ÖVP.



* 27.10.2009 Grüne Glawischnig zu Hahn: Schwaches Signal nach peinlichen Streitereien

Grüne Hahn EU-Kommissar,

Als Wissenschaftsminister zu 100 Prozent versagt

"Hahn zu Österreichs EU-Kommissar zu nominieren ist ein schwaches Signal nach den peinlichen Streitereien über Wochen. Das beschämende Gezerre zwischen Faymann und Pröll, zwischen SPÖ und
ÖVP, wurde in Europa nur noch milde belächelt", kritisiert die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig. Um dem unwürdigen Schauspiel ein Ende zu machen, haben sich die Koalitionspartner auf einen Kompromisskandidaten aus der zweiten Reihe geeinigt. "Als Wissenschaftsminister hat Hahn zu 100 Prozent versagt. Das zeigt sich aktuell eindrucksvoll durch die anhaltenden Studierenden-Proteste. Hahn hinterlässt einen Flächenbrand an den Unis", konstatiert die Grünen-Chefin. Dabei hatte er die volle Rückendeckung des Parlaments. Er hätte mit den entsprechenden Ressourcen Ordnung ins Hochschulchaos bringen können. "Für einen Kommissarsposten im Wissenschafts- und Forschungsbereich hat er sich keine Lorbeeren verdient. Sollte er ein anderes Ressort bekommen, stellt sich die Frage nach seiner Kompetenz. In jedem Fall geht Österreich mit geschwächter Position in die EU-Kommission."
Glawischnig bedauert, dass der Entscheidungsprozess derart "vermurkst" wurde. "Besser wäre gewesen, wie von den Grünen vorgeschlagen, einen Dreiervorschlag aus geeigneten starken
Persönlichkeiten zu machen, die sich dem Parlament in einem Hearing stellen.
Der oder die Bestgeeignete wäre gewählt worden. Für die Zukunft appelliere ich, den Bestellmodus in diese Richtung zu ändern. Denn es hat sich gezeigt, dass das derzeitige System absolut nicht funktioniert."

Rückfragehinweis:   Die Grünen
   Tel.: +43-1 40110-6697     mailto:presse@gruene.at
OTS0135    2009-10-27/12:17



* 27.10.2009 ÖVP Strasser: Nominierung Hahns ist erfreuliche Lösung einer unleidlichen Debatte

ÖVP Johannes Hahn EU-Kommissar,

Jetzt muss Vorbereitung des nächsten EU-Gipfels im Mittelpunkt stehen

„Die Nominierung von Bundesminister Dr. Johannes Hahn als österreichischer EU-Kommissar ist eine erfreuliche Lösung dieser unleidlichen Debatte. Ich freue mich, dass dieses Thema vom Tisch ist“, begrüßt ÖVP-Europaklubobmann Dr. Ernst Strasser die Entscheidung der österreichischen Bundesregierung. „Mit Gio Hahn entsendet Österreich einen innovativen und professionellen Vertreter in die Kommission“, unterstreicht Strasser.

    „Jetzt muss die professionelle Vorbereitung des nächsten EU-Gipfels im Vordergrund stehen“, so der ÖVP-Europaklubobmann. Einerseits geht es bei diesem Gipfel darum, einen gewichtigen Aufgabenbereich für den designierten neuen österreichischen EU-Kommissar zu definieren, andererseits aber auch um weitere wichtige europäische Personalentscheidungen wie die Besetzung des Hohen Vertreters der Europäischen Union und des Ratspräsidenten. Auf der Tagesordnung steht auch die Agenda der europäischen Kommission mit den Schwerpunkten soziale Marktwirtschaft, Klimaschutz und mehr Sicherheit für die europäischen Bürgerinnen und Bürger. „Österreich muss sich bei diesem Gipfel, wo so weitreichende Entscheidungen getroffen werden aktiv einbringen. Jetzt müssen wieder die Inhalte im Zentrum der österreichischen Europapolitik stehen“, schließt
Strasser.

Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420;

OTS0132    2009-10-27/12:09



* 27.10.2009: BZÖ-Bucher: EU-Kommission wird zur Sondermülldeponie für glücklose Politiker

BZO Hahn EU-Kommissar,

BZÖ für unabhängigen Kandidaten

"Die EU-Kommission wird immer mehr zu einer Sondermülldeponie für glücklose Politiker. Johannes Hahn wird von seiner Verantwortung für das Uni-Desaster abgezogen. Wie soll aber jemand als EU-Kommissar gute Figur machen, wenn er nicht einmal in der Lage ist, für ordentliche Verhältnisse an den österreichischen Universitäten zu sorgen", kritisiert BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher die Nominierung von ÖVP-Wissenschaftsminister Johannes Hahn als Österreichs EU-Kommissar.

Österreich habe durch diese rot-schwarze Politposse erster Güte in den vergangenen Tagen massiv an Ruf in der EU eingebüßt. "Die Vorgangsweise von SPÖ und ÖVP schadet Österreich in Europa. Das BZÖ hätte sich einen unabhängigen EU-Kommissar gewünscht, der nach einem Kandidaten-Hearing durch das Parlament demokratisch bestätigt wird. Das wäre eine professionelle Vorgangsweise gewesen", so Bucher.      

Rückfragehinweis:    Pressereferat Parlamentsklub des BZ
OTS0121    2009-10-27/11:48



* 27.10.2009 SPÖ Claudia Schmied gratuliert Johannes Hahn

SPÖ EU-Kommissar Hahn,

"Ich gratuliere Johannes Hahn zu seiner politischen Nominierung durch die Bundesregierung zum österreichischen EU-Kommissar. Mit Johannes Hahn wird mir nicht nur mein Nachbar im Palais am Minoritenplatz abhanden kommen, ich werde auch einen wichtigen Bildungspartner an die Kommission in Brüssel verlieren. Selbst wenn wir nicht immer einer Meinung sind, ist unsere Zusammenarbeit  von hoher Wertschätzung und Konstruktivität geprägt. Wir haben dadurch, trotz mancher ideologischer Differenzen, beispielsweise bei der Neuen Mittelschule, der neuen Reifeprüfung und dem neuen Universitätsgesetz gute Lösungen für die Bildung in Österreich gefunden. Ich danke Minister Hahn für fast drei Jahre guter Zusammenarbeit und freundschaftliche Verbundenheit", so Bildungsministerin Claudia Schmied.

Rückfragehinweis:    Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
   Nikolaus Pelinka,    Tel.: (++43-1) 53 120-5030, 5031

OTS0120    2009-10-27/11:47



* 27.10.2009: FPÖ Strache: Bestellung Hahns zum EU-Kommissar ist Bankrotterklärung der Bundesregierung

FPÖ EU-Kommissar Hahn,

ÖVP will Hahn vor Wiener Wahlniederlage nach Brüssel entsorgen

Die Entsendung von Johannes Hahn in die EU-Kommission komme einer Bankrotterklärung der Bundesregierung gleich, meinte FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache. Hahn sei sowohl als Wissenschaftsminister wie auch als Wiener ÖVP-Obmann gescheitert. Und dafür werde er jetzt mit dem Kommissarsposten belohnt.

Der wochenlange rot-schwarze Zank habe Österreich außenpolitisch schweren Schaden zugefügt und unser Land international lächerlich gemacht. "SPÖ und ÖVP haben ihre eigenen Befindlichkeiten einmal mehr über das Wohl Österreichs gestellt", erklärte Strache. Die EU-Kommission würden diese beiden Parteien offenbar als Ausgedinge für gescheiterte Politiker betrachten. Zu befürchten sei auch, dass Österreich jetzt mit einem unbedeutenden Ressort abgespeist werde.

Es stelle sich auch die Frage, wie jemand, der als Wissenschaftsminister völlig versagt habe, jetzt in der Kommission reüssieren solle. Lösungskompetenz habe er bisher keine gezeigt. Ganz offensichtlich halte die ÖVP Hahn als Zugpferd für die Wiener Wahlen im kommenden Jahr für ungeeignet. Deshalb werde er rasch nach Brüssel entsorgt, egal, ob das für Österreich von Vorteil sei oder nicht, kritisierte Strache.

Rückfragehinweis:   Freiheitlicher Parlamentsklub
OTS0116    2009-10-27/11:37





=> Kommentare & Postings eintragen