Wien

9.2. - 4.4.2018 und 1.10.-8.10.2018: Frauenvolksbegehren II

Text des Volksbegehrens:
"Eine breite Bewegung tritt an, um echte soziale und ökonomische Gleichstellung der Geschlechter mit verfassungsgesetzlichen Regelungen einzufordern. Die Verbesserung der Lebensrealitäten von Frauen muss auf der politischen Tagesordnung ganz oben stehen. Ob Gewaltschutz, sexuelle Selbstbestimmung, soziale Sicherheit, Kinderbetreuung, wirtschaftliche und politische Teilhabe: Der Stillstand der letzten Jahre muss beendet werden. Wir fordern Wahlfreiheit und Chancengleichheit für Frauen und Männer."

Anmerkung Red.: 
Bedeutet dies eine Forderung nach Gleichstellung beim Pensionsantrittsalter und bei der Wehrpflicht?
Sollen Unternehmen in Zukunft nach Geschlecht oder nach Leistung entlohnen müssen?

Endstand am Ende des Einleitungsverfahren per 4.4.2018: 247.436 Unterstützer



Forderungen des Frauenvolksbegehrens II:

* Frauen sollen ein sozial sicheres und ökonomisch unabhängiges Leben führen können. Notwendig dafür ist die Neubewertung und Umverteilung von Arbeit und Zeit sowie Einkommenstransparenz und -gerechtigkeit.

* Daher braucht es eine verpflichtende Geschlechterquote von 50 Prozent auf allen Ebenen.
(Anm: Die gegenderte "Frauenquote" ist jetzt die "Geschlechterquote.)

* ... Zur Beseitigung der Einkommensschere muss Arbeit endlich fair bewertet, die Gehaltstransparenz ausgebaut und die Vergleichbarkeit von Gehältern ermöglicht werden.

* allgemeine 30-Stunden-Woche für Männer und Frauen:
Frauen* stemmen zwei Drittel aller unbezahlten Haus- und Sorgearbeit und werden daher oft in zeitlich befristete und niedrig entlohnte Teilzeitarbeit gedrängt. Eine allgemeine 30-Stunden-Woche soll schrittweise eine gleiche Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit schaffen und ein gutes Leben für alle ermöglichen.

* ... Durch stereotype Darstellungen von Frauen und Männern, beginnend bei der Sexualisierung von Kindern durch Waren, Marketing und pädagogische Konzepte werden Rollenerwartungen verstärkt und die Gleichwertigkeit der Geschlechter in Frage gestellt. Menschen sollen sich frei entwickeln und entfalten können und an der Gestaltung von Gesellschaft mitwirken können, wenn sie wollen. ...

* Absicherung vor Armut: existenzsichernder staatlichen Unterhaltsvorschuss
300.000 Alleinerziehende – darunter 90 Prozent Frauen* – leben mit ihren Kindern in Österreich. Mehr als die Hälfte von ihnen sind armutsgefährdet. Insbesondere auch dann, wenn vom zweiten Elternteil nicht regelmäßig Kindesunterhalt gezahlt wird. Daher braucht es einen existenzsichernden staatlichen Unterhaltsvorschuss.
 



UnterstützerInnen:

Die Unterstützer sind hauptsächlich von SPÖ und Grüne.
 
Aber auch Heidi Schmidt (LIF), Irmgard Griss (NEOS) und Daniela Holzinger-Vogtenhuber (Liste Pilz) haben für das Frauenvolksbegehren unterschrieben.

Dürfen auch Männer unterschreiben?
Ja. Es haben auch einige Promis gemacht, wie zB die Gebrüder Moped, Eugen Freund, Christian Kern, Josef Hader, Hubsi Kramer, Lothar Lockl, Michel Reimon, Reinhard Todt.
 



Leserbriefe zum Frauenvolksbegehren 2018.

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