Wien

Bienensterben: Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) für Pestizide

Der Skandal ist schnell erklärt:
* Laut internationaler Studien verursachen drei Arten von Pestiziden das Bienensterben.
* Landwirtschafts- und Umweltminister Berlakovich (ÖVP) - der immer für die Bauern da sein möchte - stimmte im EU-Ministerrat gegen ein Pestizidverbot. (15.3.2013 und 29.4.2013)
* In Österreich werden ca. mit zehn Tonnen Neonicotinoide pro Jahr versprüht
* Vizekanzler Spindelegger (ÖVP) sah sich gezwungen - aufgrund des massiven öffentlichen Protest - im Zweifelsfall für die Bienen einzusetzen.
* Umweltminister Berlakovich (ÖVP) trat nicht zurück. Einem Mißtrauensantrag von allen Oppositionsparteien im Parlament wurden durch SPÖ-ÖVP abgelhnt.
* Neue Spitznamen für Umweltminister Berlakovich:  "chemical-niki", "Giftminister"

* Da eine qualifizierte Mehrheit im EU-Rat scheiterte entscheidet nun die EU-Kommission. Das Ergebnis ist noch offen.
   



Medienberichte:

* Kurier vom 14.5.2013: Berlakovich übersteht "Sumsi-Gate"-Antrag
* Der Standard 14.5.2013: Berlakovich lobt Imker und verteidigt Pestizide
* Die Presse 14.5.2013: Bienen: Opposition attackiert "Giftminister" Berlakovich
* Wiener Zeitung 14.5.2013: Bienen-Sondersitzung: Opposition brachte Misstrauensantrag gegen Berlakovich ein.
* Krone 8.5.2013: Berlakovich: "Bienenmörder, das tut schon weh"
* Die Presse 7.5.2013: Berlakovich: Der im Stich gelassene Minister
* Der Standard 7.5.2013: Bienensterben: Who killed Sumsi? Ein Täterprofil
* Die Kleine Zeitung 7.5.2013: Spindelegger ruft "Kehrtwende" aus
* Kurier vom 7.5.2013: "Bienengipfel": Neonicotinoid-Verbot beschlossen
* Der Standard 6.5.2013: Nun auch Berlakovich-Kritik aus der ÖVP
* Der Standard 4.5.2013: Jurist warnt Berlakovich vor Amtsmissbrauch
* Global 2000 vom 29.4.2013: GLOBAL 2000: Mehrheit der EU-Staaten für Bienenschutz - Berlakovich stimmte dagegen
 





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11.5.2013 "profil": Agrochemiekonzerne finanzierten Bienenstudie des Umweltministeriums mit

Bayer, BASF und Syngenta steuerten 115.000 Euro bei.
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, beteiligten sich die drei weltweit führenden Pestizidhersteller Bayer, BASF und Syngenta mit 115.000 Euro an einer Studie der dem Ministerium unterstehenden Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Thema: das Bienensterben in Österreich.
   Das im Vorjahr präsentierte Ergebnis der Untersuchung fiel für die Agrounternehmen gut aus: "2011 Steigerung von Bienenschäden, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht durch insektizide Beizmittel verursacht waren." Im Kapitel "Maßnahmen für die Zukunft" empfahl die AGES weiterhin die "Zulassung neonicotinoider Wirkstoffe". Umweltminister Nikolaus Berlakovich sieht darin auf Nachfrage von "profil" kein Problem: "Das war eine Bund-Länder-Kooperation. Die Wirtschaft war genauso Partner wie die Imker", sagt sein Sprecher Wolfgang Wisek. Geld steuerten die Imker freilich keines bei.
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion