Wien

Bundesregierung von Österreich:

Die Bundesregierung ist nach dem Bundespräsidenten die oberste exekutive (=ausführende) Gewalt. In Österreich ist es gängige Praxis, dass die exekutive Gewalt und die legislative Gewalt - meist auch die judikative Gewalt - von den gleichen Parteien ausgehen. Die Gewaltentrennung exisitiert in Österreich also nur in den Lehrbüchern und Gesetzen, aber nicht in der Realität.
 

18.5.2016: SPÖ tauscht 4 Minister aus

   Christian Kern wird auch das SPÖ-Regierungsteam umbilden. Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Kanzleramtsminister Josef Ostermayer, Infrastrukturminister Gerald Klug und Staatssekretärin Sonja Steßl müssen nach dem Abgang von Werner Faymann ebenfalls gehen.

Die neuen Minister:
Neue Bildungsministerin wird Sonja Hammerschmid (SPÖ), ins Kanzleramtsministerium wechselt Thomas Drozda (SPÖ). Neuer Infrastrukturminister wird Jörg Leichtfried (SPÖ), Staatsekretärin wird Muna Duzdar (SPÖ).



17.5.2016: Mag. Christian Kern als Bundeskanzler angelobt

Heute um 17.00 Uhr wurde Mag. Christian Kern (SPÖ) vom Noch-Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer angelobt. Das Interessante dabei ist, daß Christian Kern bei der letzten Nationalratswahl nicht einmal irgendwo kandidiert hat und somit nicht einmal indirekt vom Volk gewählt wurde.



14.5.2016: Was kann Mag. Christian Kern?

Fakten zum möglichen neuen Bundeskanzler:
* Geboren am 4. Jänner 1966 - im Sternzeichen Steinbock - in Wien. Wuchs in Wien-Simmering auf.
* War Schulsprecher (übrigens am selben Gymnasium, das auch Viktor Klima und Thomas Klestil besuchten);
* Hat ein Publizistik-Studium absolviert;
* Schrieb für die VSStÖ-Zeitung und ein kleines Wirtschaftsmagazin;
* Hatte bisher keine politische Funktion für die SPÖ, weder in der Bundesregierung, Landesregierung noch als Abgeordneter in irgendeinem Parlament oder Landtag. Kern hatte bisher auch keine Funktion in der SPÖ. Er gründete allerdings die grüne "Alternative Liste" in Wien-Simmering.
* War Pressesprecher von Staatssekretär Peter Kostelka;
* War von 1997 - 2010 beim Stromkonzern "Verbund";
* Verkehrsministerin Doris Bures machte ihn zum ÖBB-Chef, verhinderte aber vor eineinhalb Jahren, daß Christian Kern bereits damals Werner Faymann ablöste. Doris Bures im Herbst 2014: Kern wäre ein "nicht so ein guter Politiker" und "intelligent genug, das auch zu wissen";
* War von 2010 bis zuletzt ÖBB-Chef und hat dort 50.000 Euro im Monat abkassiert. Er kassierte bei der ÖBB als das Doppelte vom Bundespräsidenten von Österreich. Kern ist also ein "Geldmensch" und kein "Gutmensch".  Wie die ÖBB im Jahr 2015 unter ÖBB-Chef Christian Kern Geschäfte und Millionen-Umsätze mit Flüchtlingen gemacht hat => KURIER vom 7.11.2015
ad "Nächstenliebe" / "soziales Engagement": Die ÖBB wurde unter Christian Kern quasi zur staatlichen Schlepperorganisation, bezahlt vom österreichischen Steuerzahler.
* Ideologie? Inhaltlich weiß man bis jetzt nicht, wofür Christian Kern überhaupt steht. Wie positioniert er sich gegenüber der FPÖ? in der Asylfrage / "Refugees welcome"? Beim Thema Grenzkontrollen? Christian Kern gilt eher als Pragmatiker und nicht als Ideologe. Man darf gespannt sein, ob Kern die orientierungslose SPÖ nun auch noch entideologisiert.
* Privates: War in erster Ehe mit einer SPÖ-Kommunalpolitikerin und Scheidungsanwältin Dr. Karin Wessely verheiratet und ist in zweiter Ehe mit der früheren Verbund-Managerin und späteren Siemens-Managerin Eveline Steinberger.



12.5.2016: Wahrscheinlicher Faymann-Nachfolger: Mag. Christian Kern.

Gerhard Zeiler hat inwischen in der ZIB2 vom 12.5.2016 das abgekartete Spiel bekannt gegeben, bei dem er und Christian Kern die Ablöse Faymanns seit einem Jahr betrieben haben und sie sich gegenseitig auf den Kanzlerjob hieven wollten. Notfalls wäre Zeiler am Parteitag als Gegenkandidat zu Faymann aufgetreten. Das ist jetzt nicht mehr notwendig.
Warum die Ablöse Faymanns? Weil Zeiler - wie viele andere in der SPÖ - meinen, daß die SPÖ eine inhaltliche und personelle Erneuerung und einen Neustart braucht. "Wir hatten beide eine Rolle zu spielen". so Zeiler. Faymann hat zu viele Wahlen verloren und das Vertrauen der eigenen Mannschaft nicht mehr. Da kann man die Mannschaft nicht mehr zum Erfolg führen.

Zeiler und Kern wollen sich keiner SPÖ-interner Hearings stellen, da sie ja "keine Schulbuben" sind.
Kern ist für Zeiler ok und deshalb zieht er nun seine Kandidatur zurück.
Damit bleibt nur mehr Christian Kern als Faymann-Nachfolger übrig.
Formal werden das die SPÖ-Gremien in den nächsten Tagen abnicken. Es bleibt den SPÖ-Gremien auch gar nichts anders übrig, da es ja jetzt außer Christian Kern keinen Gegenkandidaten gibt.



9.5.2016: Werner Faymann tritt zurück

Werner Faymann ist politische Geschichte.
Der gelernte Wiener Taxifahrer war fast 8 Jahre Bundeskanzler der Republik Österreich.
Er wurde im Jargon "Inseratenkanzler" genannt, weil er mit Zeitungsinseraten seinen Aufstieg bis zum SPÖ-Parteiobmann und Bundeskanzler erreichte. Diese Strategie ermöglichte ihm auch gegen alle Widerstände seine hohen Funktionen für viele Jahre zu behalten. Diese (gekauften?) Medien waren ihm bis zum Schluß loyal, doch auch diese Medien konnten ihre Schönwetterberichterstattung zuletzt nicht mehr aufrecht erhalten. Nur die Tageszeitung Österreich berichtete noch "Faymann bleibt".

Seine Kritiker in der SPÖ wurden immer mehr und immer prominenter: Brigitte Ederer, Josef Muchitsch, Walter Steidl, Sonja Wehsely, Renate Brauner, Sandra Frauenberger, Julia Herr, Robert Hergovich, usw.

Gründe: Faymann wurden intern nicht 18 (!) - teils schwere - Wahlniederlagen während seiner Obmannschaft zum Verhängnis, sondern seine 180 Grad-Wende in der Asylpolitik inkl der Errichtung von Grenzzäunen mit Seitentürln. Das katastrophale Abschneiden des SPÖ-Präsidentschaftskandidaten Rudolf Hundstorfer am 24.4.2016 mit nur 11,3% kombiniert mit den FPÖ-Wahlerfolgen brachte das SPÖ-Fass zum Bersten.

Werner Faymann tritt als Bundeskanzler und SPÖ-Parteiobmann per sofort - 4 Tage nach seinem 56 Geburtstag - zurück. Das gab er bei einem Treffen mit den meisten SPÖ-Landesparteiobmännern im Bundeskanzleramt bekannt. (Die Vorarlberger und Tiroler SPÖ-Landesparteiobmänner waren von Faymann nicht eingeladen bzw nicht dabei.)
 



Er hat der parteiinternen Revolte - deren Höhepunkt bei der 1. Mai-Feier 2016 am Wiener Rathausplatz vor 8 Tagen war - nicht mehr standgehalten. Er bewahrt Haltung und tritt erhobenen Hauptes zurück. Damit macht er den Weg frei für einen Neuanfang in der SPÖ und in der Koalition mit der ÖVP. Seine engen Vertrauten wie Kanzleramtsminister Josef Ostermayer und Nationalratspräsidentin Doris Bures hängen jetzt ebenfalls etwas an der Luft.

Nachfolger stehen noch keine fest. Interimistisch übernimmt parteiintern Wiens Bürgermeister Michael Häupl seine Funktion. Als Bundeskanzler übernimmt Reinhold Mitterlehner (ÖVP) die Funktion des Bundeskanzlers.
Es beginnt das große Rätselraten, wie es denn nun weitergeht.
Für 16 Uhr ist heute eine SPÖ-Bundesparteivorstandssitzung angesetzt.



16.12.2013 Angelobung der neuen österreichischen Bundesregierung





Anelobung der neuen SPÖ-ÖVP Bundesregierung

Für die Angelobung der neuen SPÖ-ÖVP Bundesregierung wurde der Ballhausplatz weiträumig abgesperrt. Damit wollte man verhindern, dass die Bundesregierung unterirdisch zur Angelobung in die Präsidentschaftskanzlei marschieren muß, wie das bei der FPÖ-ÖVP-Bundesregierung der Fall war.
Es demonstrierten ca 100 Leute von ÖH, Sozialisten und sonstigen Gruppen.

Ein Müllwagen kam bezeichnender Weise zwischen Hinweg und Rückweg der Bundesregierung beim Bundeskanzleramt vorbei, um den Mist abzuholen...



12.12.2013 SPÖ-ÖVP Koalitionspakt steht

Seit 12.12.2013 ist der neue SPÖ-ÖVP-Koalitionspakt so gut wie fertig.
Dabei gibt es folgende Grundstruktur
* Noch mehr Staat und Steuern auf Kosten der österreichischen Bevölkerung
* Das Budgetloch schwankt zwischen 40 Milliarden Euro und "Nulldefizit"
* Mehr EU, weniger Kompetenzen in Österreich

Neuer => SPÖ-ÖVP Koalitionspakt

Die neue Koalitionsregierung hat bereits vor ihrer Angelobung keine Mehrheit mehr.
Laut aktuellen Meinungsumfragen liegt die SPÖ bei 23 % (-4% gegenüber dem Wahltag) und die ÖVP bei 20% (ebenfalls -4% gegenüber dem Wahltag).

Meinungsumfrage Peter Hajek / ATV veröffentlicht am 12.12.2013
FPÖ 26 % (NRW 2013 20,5 %),
SPÖ 23 % (NRW 2013 26,8 %),
ÖVP 20 % (NRW 2013 24 %),
Grüne 14 % (NRW 2013 12,4 %),
Neos 11 % (NRW 2013 5 %),
Stronach 2 % (NRW 2013 5,7 %)



2.12.2008: SPÖ-ÖVP Bundesregierung angelobt

Das Kabinett Faymann I wurde am 2. Dezember 2008 angelobt, vorerst ohne Justizministerin. Dies deshalb, weil Frau Bandion-Ortner als Richterin noch den BAWAG-Prozeß zu Ende bringen mußte.

Werner Faymann (SPÖ-Bundeskanzler; war vorher Wohnbaustadtrat im Wien),
Michael Spindelegger (ÖVP-Vizekanzler statt Josef Pröll seit 20.4.2011; ist gegen Volksbastimmungen und für 100.000 zusätzliche Ausländer und für EU.)

Michael Spindelegger (ÖVP-Außenminister war und ist gegen eine Volksabstimmung über den EU-Vertrag von Lissabon; Das österreichische Volk ist ihm wahrscheinlich zu dumm und nicht in der Lage, eine gute Entscheidung zu treffen.)
Mag. Dr. Maria Fekter (ÖVP-Finanzministerin seit 20.4.2011 statt Josef Pröll; wollte das Bankgeheimnis für Österreich eigentlich Beibehalten, hat sich aber dem Druck der EU gebeugt)
Mag. Dr. Beatrix Karl  (ÖVP Justizminsterin seit 20.4.2011; konnte zuvor als Wissenschaftministerin nicht klären, ob die Dissertation von Ihrem Vorgänger im Wissenschaftsministerium Johannes Hahn nun ein Plagiat ist oder nicht)
DI Nikolaus Berlakovich (ÖVP-Landwirtschaftsminister; seit seinem Eintreten für Pestizide statt Bienenschutz ist Berlakovich ein Rücktrittskandidat. Aber auch die EU-Saatgutverordnung - die Saatgutweitergabe für Kleinbauern massiv erschwert - kratzte bereits massiv am Image von Berlakovich),
Doris Bures (abgeschlossene Handelsschule; anschließend gelernte Zahnarzthelferin; jetzt Bundesminnisterin für Verkehr, Innovation, Technologie: "Österreichs Tunnel sind sicher", so Bures, ehe eine Gerölllawine den Felbertauerntunnel zum Einsturz brachte 14.5.2013),
Norbert Darabos (ein Wehrdienstverweigerer als SPÖ-Verteidigungsminister; Bezeichnet die EURO-fighter Abfangjäger mit "Hier fliegt ihre Pensionsreform". Darabos trat dann nach der Wehrpflicht-Berufsheer Volksbefragung zurück.)
Mag. Johanna Mikl-Leitner  (ÖVP-Innenministerin seit 20.4.2011 und löste Maria Fekter ab. Die gerlernte Wirtschaftspädagogin war früher HAK-Leherin und wurde von Ernst Strasser in die NÖ-Landesregierung geholt. Den Fall Natascha Kampusch kontte / wollte Mikl-Leitner auch nicht auflösen, dafür nahmen sich dieser Arbeit Enthüllungsjournalisten an => alpenparlament vom 3. Mai 2013 ).
Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ-Frauenministerin und gleichzeitig Gleichbehandlungsministerin; Interessenskonflikt vorprogrammiert; Frauenförderung zu Lasten der Männer),
Rudolf Hundstorfer (SPÖ-Sozialminister; war vorher oberster Gewerkschaftsbonze und machte bei der BAWAG-Rettung keine gute Figur, da er die Streikgelder zur "BAWAG-Rettung" verspielte.)
Dr. Reinhold Mitterlehner (ÖVP-Wirtschaftsminister; kein Kommentar zur Bankenkrise bekannt),
Dr. Alois Stöger (SPÖ-Gesundheitsminister; gelernter Maschinenschlosser, keine medizinische Ausbildung),
Dr. Claudia Schmied (SPÖ-Bildungsministerin, ohne vorher Lehrerin gewesen zu sein), 

Staatssekretäre: Andreas Schieder, Christine Marek im Familienministerium, Reinhold Lopatka bis 20.4.2011, Josef Ostermayer, Verena Remler bis 20.4.2011, Staatssekretär für Integrationsfragen Sebastian Kurz ab 20.4.2011, Wolfgang Waldner im Außenministerium. 

Anmerkung:
* Am 15. Jänner 2009 wurde Mag. Claudia Bandion-Ortner zur Bundesministerin für Justiz angelobt.
In der Zeit vom 2. Dezember 2008 bis 15. Jänner 2009 war Bundesminister Dr. Johannes Hahn mit der provisorischen Leitung des Bundesministeriums für Justiz betraut.
* Am 26. Jänner 2010 wurde Dr. Beatrix Karl zur Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung angelobt. Sie folgte dem ausscheideneden Minister Hahn nach.

* ÖVP Ministerwechsel vom 20.4.2011
Abgänge: Vizekanzler & Finanzminister Josef Pröll, Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, Staatssekretärin Verena Remler, Staatssekretär Reinhold Lopatka
Aufgelöste Staatssekretariate: Familien, Finanzen
Neue Staatssekretariat: für Integration Sebastim Kurz, im Außenministerium Wolfgang Waldner
Neue Minister: Univ.Prof.Mag.Dr. Karlheinz Töchterle wird Wissenschaftsminister; Maria Fekter wechselt vom Innenministerium in das Finanzministerium, Beatrix Karl wechselt vom Wissenschaftsministerium ins Justizministerium.
 



23.11.2008: SPÖ und ÖVP einigen sich auf eine Fortsetzung der Koalition

Die SPÖ und ÖVP haben sich am Sonntag, 23. November 2008, auf eine Fortsetzung der bisherigen großen Koalition zwischen SPÖ und ÖVP festgelegt. Eigentlich wurde die vorzeitigen Neuwahlen damit begründet, dass SPÖ und ÖVP nicht mehr zusammenarbeiten können. Aufgrund der heftigen Verluste beider Parteien entschied man sich aber wieder gemeinsam doch weiterarbeiten zu wollen. Möglicher wurde das alles durch Wechsel bei den Ministern. Die Ressorts je Partei standen am 23.11.2008 fest. Die Besetzung der Ministerposten erfolgte einen Tag später. 

Mehr Infos => Regierung Faymann - Pröll





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Offenes E-mail an Mag. Johannes Pasquali vom Bundesministerium für Finanzen

Sehr geehrter Herr Mag. Pasquali, 

Sie argumentieren damit, dass " die österreichische Bundesregierung in den vergangenen Jahren konsequent daran gearbeitet hätte, gerechte und soziale Rahmenbedingungen in unserem Land zu schaffen.“ Lassen Sie uns doch einfach nach Beispielen für den ausgeprägten „Gerechtigkeitssinn“ der letzten drei Finanzminister Pröll, Molterer, Grasser, suchen:
1.      Ist es Gerechtigkeit, wenn für Unternehmer die einheitliche Gewinnsteuer von 34% auf 25% gesenkt¹ wird, während sie die Masse der Lohnsteuerpflichtigen progressiv bis zum Doppelten abkassieren!
2.      Ist es Gerechtigkeit, wenn Marktführer Bank Austria mit einer Bilanzsumme von mehr als 200 Milliarden und einem Nettogewinn von 1,15 Milliarden, dank der erst 2005 eingeführten Gruppenbesteuerung² keinen Cent Steuer bezahlt?³ Während jeder einzelne seiner 8.000 brav arbeitenden Mitarbeiter unendlich viel mehr an den Fiskus abliefert!
3.      Ist es Gerechtigkeit, wenn erst 2008 der ohnehin geringfügige, einmalige Eingangssteuersatz für Stiftungen auf 2,5%(!!) weiter reduziert wurde⁴ und damit hunderte Milliarden Vermögen für IMMER von Beiträgen für das Gemeinwesen, dem sie ihre Anhäufung verdanken, befreit sind?
4.      Ist es Gerechtigkeit, wenn ebendiese „Privat“stiftungen, die nichts anderes als völlig legale Steuerverstecke sind, als Operationsbasis für die größten Wirtschaftunternehmungen Österreichs dienen?
5.      Ist es Gerechtigkeit, wenn Österreich wesentlich geringere Vermögens- und Erbschafts- und Grunderwerbsteuern hat, als selbst das Mutterland des Kapitalismus, die U.S.A. zu Zeiten von George W. Bush?
6.      Es ist Zynismus, wenn Finanzminister Pröll den 2,7 Millionen Österreichern vorwirft keine Lohnsteuer zu bezahlen. Den Teilzeitbeschäftigten, Praktikanten oder sonst wie ausgebeuteten Menschen, die zu wenig verdienen um neben der saftigen Sozialversicherung auch noch die Lohnsteuer verkraften zu können!
7.      Es ist menschenverachtender Zynismus, wenn Finanzminister Pröll darüber hinaus eine Neiddebatte der sogenannten „tüchtigen“ Österreicher gegen eben diese 2,7 Millionen Schwächsten, die ihre Arbeitskraft für immer weniger verkaufen müssen, schürt!
8.       Pröll macht die Tüchtigen glauben, sie seien die gerechten Gewinner der Gesellschaft. In Wahrheit werden sie von der „Volks“partei gleich doppelt missbraucht: Als brave, unverzichtbare Arbeiter am Nationalprodukt und als traditionelle Stammwähler der ÖVP, welche die schamlose Selbstbereicherung von Prölls Partei und seiner eigentlichen Klientel - der reichen Eliten – erst ermöglicht!

Wie lange noch hält der Lügenwall den Sie Herr Mag. Pasquali, als williges Werkzeug des Herrn Finanzminister Pröll, gegen die Wahrheit errichten?
Wie lange noch lässt sich das Volk politische „Vertreter“ gefallen, die sein durch demokratische Wahl zum Ausdruck gebrachtes Vertrauen so scham- und gewissenlos missbrauchen?

Ein Staat ohne Gerechtigkeit ist nichts anderes als eine Räuberhöhle.
Augustinus Aurelius, (354 - 430), Bischof von Hippo, Philosoph, Kirchenvater und Heiliger

¹) 2005 durch Finanzminister Grasser  ²) 2005 durch Finanzminister Grasser ³) Lt. Abgeordnetem Neugebauer am 28. April 2010 im KURIER-Interview  ⁴) 1993 von Finanzminister Lacina eingeführt, am 1. August 2008 reduziert durch Finanzminister Molterer      

Joe Ofenböck, Wien
ÖSTERREICHER für STEUERGERECHTIGKEIT
M +43.664.7345 5212   E  j.ofenboeck@aon.at



* 23.4.2010: Finanzminister Pröll: „Österreich hat nicht genug Superreiche"

Von: Joe Ofenböck [mailto:j.ofenboeck@aon.at]
Gesendet: Freitag, 23. April 2010 00:22
An: 'josef.proell@bmf.gv.at'
Cc: 'werner.faymann@bka.gv.at'
Betreff: Erfolgreiche Milliardensuche für Finanzminister PRÖLL - OFFENES MAIL NR.4


Sehr geehrter Herr Vizekanzler und Finanzminister PRÖLL,

im heutigen Nationalrat haben Sie gesagt: „Österreich hat nicht genug Superreiche“ um den von Ihnen an den Rand des Abgrunds manövrierten Staatshaushalt zu retten. Gerne lade ich Sie ein, mit mir auf die Suche nach den nötigen Milliarden zu gehen. Und bitte schon jetzt höflich um einen angemessenen Finderlohn, sollten wir – wider erwarten - gemeinsam fündig werden.

Schlagen wir doch einfach die Synthesis-Studie aus dem Jahr 2002 mit dem einprägsamen Titel „Vermögensbildung und Reichtum in Österreich“ auf. Sie wurde damals auf Antrag aller vier im Sozialausschuss vertretenen Parteien - also auch mit dem Willen der ÖVP - durch den Sozialminister beauftragt.  Was ist nun das offizielle Ergebnis der Untersuchung?

Es ist auf Seite 16 des beiliegenden PDF’s kurz und bündig zusammengefasst:

 Österreicher 

 Österreicher  

 Vermögen

 Vermögen

 Anzahl

    in %

 in Mrd. Euro

   in %

     60.000

     1 %

      318

   34%

    540.000

     9 %

      326

   35%

 5,400.000

    90%

      299

   32%

Während die ersten 10% der Österreicher über etwa 70% der Vermögen verfügen, werden die restlichen 90% der Bevölkerung mit nicht einmal einem Drittel abgespeist! Wie um das Maß der Ungerechtigkeit voll zu machen, planen Sie Herr Finanzminister PRÖLL für die ausgeblutete, brav arbeitende Bevölkerung, welche schon derzeit die Hauptlast der Steuern schultert, weitere Belastungen! Umgekehrt profitieren die Reichen und Vermögenden schon seit Jahrzehnten von immer weitergehenden, mit den Stimmen Ihrer Partei beschlossenen, Steuererleichterungen. Sodass sie heute, anders als früher, kaum mehr zu den Kosten eines lebenswerten Gemeinwesens beitragen. Die zutiefst ungerechte Vermögensverteilung ist das Ergebnis der jahrzehntelangen, scham- und gewissenlosen Bevorzugung der Besitzenden durch Ihre Partei. Deren Name „Volkspartei“ klingt wie Hohn in den Ohren derer, die jetzt - wie wir beiden -  die Wahrheit kennen!  Ist es deshalb nicht naheliegend einen kleinen Solidarbeitrag zur Rettung des Staats von denjenigen zu erwarten, deren Vermögen erst unlängst durch die milliardenteuren Banken=Reichenrettungspakete vor dem Untergang bewahrt worden sind?  Ich schlage zur Konsolidierung des angeschlagenen Staatshaushalts eine einmalige 1%ige Solidarabgabe der reichsten 10% Österreichs vor.  Rechnen wir, Herr Finanzminister PRÖLL, einmal nach was diese kleine Solidarabgabe bringen könnte: 3,18 Mrd vom 1ten%, 3,26 Mrd von den nächsten 9%, macht zusammen 6,44 Mrd Euro!Sechs-komma-vier-und-vierzig-Milliarden-Euro. Das hätten Sie wohl nicht gedacht, dass bei den Superreichen, von denen Sie heute Nachmittag noch meinten, dass Österreich nicht genug davon hätte, soviel zu holen ist. Noch dazu nur 1% von denen dies wirklich leicht entbehren können, weil ja noch 99%, dass sind Sechs-hundert-sieben-und-dreißig-Milliarden-Euro übrigbleiben. Sie sehen also, genau nachschauen zahlt sich aus. Freu mich außerordentlich, Herr Finanzminister PRÖLL, dass die gemeinsame Suche so überraschend ergiebig und so einfach war.Zivilbewegter GrußJoe Ofenböck

P.S.: Herr Bundeskanzler, als Chef in der Regierung können Sie Ihrem Vize doch jetzt sagen, dass er das machen soll, nicht? Ich glaub damit wäre Österreich vorerst gerettet und Sie hätten für Ihre Wiederwahl  beinah ebenso gute Chancen wie der Herr Bundespräsident bei seiner.

"Würden die Menschen verstehen wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution –
und zwar schon morgen früh."

Henry Ford, (1863 – 1947), amerikanischer Autobauer

Joe Ofenböck, Wien
ÖSTERREICHER für STEUERGERECHTIGKEIT
M +43.664.7345 5212          E  j.ofenboeck@aon.at