Wien

Allg. zur Bürgerinitiative "Tivoli-Alarm – Rettet den Springer-Park"

Die geplante Verbauung des Springerparks: vorher und nachher

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Kontakt:
Bürgerinitiative "Tivoli-Alarm – Rettet den Springer-Park"
Sprecher: DI Alexander Mayr-Harting
Website: www.tivoli-alarm.at 
E-mail: info@tivoli-alarm.at 
Mobil: 0676 32 82 583

Spendenkonto: 'Verein Rettet den Springer-Park'
Kontonummer: 20010892580; BLZ: 14200 (easybank)

* Die Politische Akademie der ÖVP plante ein riesiges Hotel mit einem ebensolchen Parkplatz und mehreren Nebengebäuden im Park- und Naturschutzgebiet "Springer-Park"
* Die Bürgerinitiative will eine weitere Verbauung des Springerparks verhindern.
* Die ÖVP bietet nun die Verlegung des Ausbauprojektes auf die "Marillenalm" sowie ein neuer Standort für den Kinderspielplatz, im dann für die Öffentlichkeit zugänglich gemachten Park der Bildungseinrichtung an. Dies sein ein optimaler Kompromiss, mit dem alle leben können.



29.1.2011: Mehr Gehör bei den Medien

Sehr geehrter Herr Magister Marschall!

Herr Anzenberger vom Kurier war gestern samt Fotograf am Meidlinger Tivoli und hat mit beiden BIs (,Tivoli-Alarm' und ,Rettet die Marillenalm') ein gut einstündiges Gespräch geführt. Wir sind froh, dass Wiens BürgerInnen nun mehr Gehör geschenkt wird - zumindest von den Medien ...
Möchte die Gelegenheit nutzen, mich auch bei Ihnen zu bedanken für die regelmäßige Berichterstattung auf 'wien-konkret'. Ohne Ihre MIthilfe hätten wir die vorläufige Rettung des Park- und Landschaftsschutz-Gebiets wohl nicht geschafft!

Schönes Wochenende & liebe Grüße
Alexander Mayr-Harting         E-mail 29.1.2011

Anmerkung Wien-konkret: Danke für das Lob. Freut mich auch, dass die Verbauung des Parks gestoppt werden konnte. Wohin das Regieren gegen die Bevölkerung führt, sieht man an den Wahlergebnissen von SPÖ & ÖVP der letzten Jahre. Da unser Rechtsstaat meines Erachtens nur sehr mangelhaft funktioniert werden die Medien immer wichtiger, insbesondere die Online-Medien.



20.1.2011 Ist die Politische Akademie der ÖVP (PolAk) pleite? Kein Geld für Parkpflege!

Sperre des Springerparks & Neuasphaltierungen des illegalen Parkplatzes im Springerpark


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Die Politische Akademie der ÖVP (PolAk) ist offenbar pleite. Dieses Eingeständnis machte Direktor Dr. Dietmar Halper gegenüber einigen AnrainerInnen, die sich besorgt nach dem Grund der plötzlichen Sperre des Park- und Landschaftsschutzgebietes ‚Springer-Park‘ erkundigt hatten (sh. Foto1_Sperre des Springer-Parks).
Konkret heißt es in einem Antwortmail - gerichtet an ein siebenjähriges (!) Kind: ‚Bei verschiedenen Begehungen haben uns außerdem Behörden gesagt, dass einige Bäume durch herunterfallende Äste gefährlich werden könnten. Die Bäume durch Gutachten und Pflegemaßnahmen abzusichern können wir uns aber nicht leisten. Daher mussten wir den Park für Besucher sperren, denn wenn jemand im Park etwas passiert müssen wir haften‘.

Schuldig geblieben ist die PolAk die Erklärung, warum das Betretungsverbot für Familien mit Kindern gilt, nicht aber für zahlende Hotelgäste, Seminarbesucher und das Haus-Personal, die sich nach wie vor im ‚gefährlichen‘ Springer-Park aufhalten dürfen … PolAk/ÖVP hat nichts aus Debakeln 2010 gelernt und verweigert den Dialog Die Trotzreaktion der schwarzen Kaderschmiede hat eine peinliche Vorgeschichte. Wir erinnern uns: Im Juni 2010 haben sich 87 Prozent der befragten AnrainerInnen gegen die geplante Verbauung des Park- und Landschaftsschutzgebiets ‚Springer-Park/Marillenalm‘ ausgesprochen. Im Oktober 2010 hat die ÖVP bei den Wiener Gemeinderatswahlen mit knapp 14 Prozent eine historische Niederlage einstecken müssen. ‚Doch anstatt der enttäuschten Bevölkerung nach klaren demokratischen Abfuhren die Hand zu reichen, wird im Springer-Park auf billige Retourkutsche geschaltet. Sitzgelegenheiten wurden seit 2009 laufend entfernt, die Sandkiste im Sommer 2010 ersatzlos weggerissen. Nun ist der Park gesperrt. Da wird wohl vergessen, dass auch Kinder in ein paar Jahren wahlberechtigt sind‘, wundert sich Alexander Mayr-Harting, Sprecher der Bürgerinitiative ‚Tivoli-Alarm – Rettet den Springer-Park‘, über das selbstzerstörerische Verhalten der ÖVP. Glaubt man den Worten von Direktor Halper, liegt die Hauptverantwortung für den ersatzlosen Abriss der Sandkiste bei der Stadt Wien: ‚Die Sandkiste mussten wir wegräumen, weil uns Leute von der Naturschutz-Abteilung gesagt haben, dass die Sandkiste dort verboten ist‘. Die AnrainerInnen sind gespannt, wie die MA22 auf diese Schuldzuweisung reagieren wird.

Geld für Neuasphaltierung illegaler Parkplätze – Kinder haben das Nachsehen Schlimm genug, dass der PolAk trotz jährlicher ‚Akademieförderung‘ in Millionenhöhe – regelmäßig das Geld ausgeht. Noch schlimmer ist, dass im vergangenen Herbst noch ausreichend Geld für die Neuasphaltierung der Parkplätze im Südteil des Springer-Parks vorhanden war (sh. Foto2). Pikantes Detail: Diese Abstellplätze werden von zahlreichen Rechtsexperten als illegal angesehen … Die wahren Verlierer sind die Kinder. Sie können weder im Springer-Park, noch in der angrenzenden privaten Julius Raab-Anlage herumtollen. Als einzige Grünoase bleibt der Naturspielplatz Marillenalm, der ebenfalls im Visier der PolAk und diverser Politiker war und bis heute teilweise in Bauland umgewidmet ist. ‚Gleichzeitig blockiert die Meidlinger SPÖ seit Jahren die Errichtung der dringend notwendigen Lärmschutzwand. Ein Polittheater auf Kosten unserer Kinder, die in unserer Gesellschaft leider keine Lobby haben‘, ergänzt Mayr-Harting.

BI ‚Tivoli-Alarm – Rettet den Springer-Park
DI Alexander Mayr-Harting
Sprecher der Initiative



11. Nov. 2010: Volksanwaltschaft bestätigt Einleitung eines Verwaltungsstrafverfahren gegen PolAk

Verwaltungsstrafverfahren gegen von der Voklsanwlatschaft die PolAk eingeleitet

Verzögerungstaktik mit Folgen: Volksanwaltschaft bestätigt Einleitung eines Verwaltungsstrafverfahrens gegen die PolAk

Dank des permanenten Drucks der Öffentlichkeit (Bürgerinitiativen, Anrainer, Medien) war es möglich, die PolAk zur Erfüllung der gesetzlich vorgeschrieben Nachpflanzungen zu ‚bewegen‘. Die zuständigen Kontrollbehörden (MA22 – Umweltschutzabteilung und MA 42 - Stadtgartenamt) haben jedenfalls jahrelang versagt.
Die Volksanwaltschaft hat diese gelebte Rechtsbeugungskultur zum Anlass genommen zu intervenieren. Mittlerweile wurde ein Verwaltungsstrafverfahren gegen die PolAk eingeleitet – Schriftstück sehen Sie => hier.

BI "Tivoli-Alarm" - Rettet den Springer-Park



24. Juli 2010 Almretterfest auf der Marillenalm Meidling

Almretterfest auf der AMrillenalm in Wien-Meidlinig

87,4% der Meidlinger haben gegen die Verbauung ihres Parkschutzgebietes Springerpark / Marillenalm gestimmt! Deshalb feiert mit den Bürgerinitiativen "Tivoli-Alarm" und "Rettet die Marillenalm" ein fröhliches "Almretter-Fest".

Wann? Sa. 24. Juli 2010 15-18 Uhr; Bei Schlechtwetter 1 Woche später
Wo? Marillenalm Ecke Tivoligasse und Grünbergstraße

Packt Eure Picknick-Körbe voll und bringt Eure Kinder und ganz besonders viel Feierlaune mit.



Bilder vom Wiener Springerpark - nicht genehmigter Parkplatz im Springerpark - Bäume unter Naturschutz



Bilder: Springerpark - nicht genehmigter Parkplatz im Springerpark - Bäume unter Naturschutz; © Wien-konkret

Wie bereits angekündigt, hat die Bürgerinitiative 'Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park' der Politischen Akademie der ÖVP (PolAk) am 1. September 2009 eine Alternative zum geplanten Bauprojekt im Park- und Naturschutzgebiet 'Springer-Park' präsentiert.



30.6.2010: Gemeinderat beschließt Rückwidmung / Hotelprojekt am Meidlinger Tivoli ist tot.

Sehr geehrte Damen und Herren!

Jetzt ist es fix: Das Hotelprojekt am Meidlinger Tivoli ist tot. Der Wiener Gemeinderat hat am Abend des 29. Juni 2010 die Rückwidmung der Marillenalm in Parkschutzgebiet mehrheitlich (gegen die Stimmen der ÖVP) beschlossen.

Eine Zusammenfassung der vergangenen, entscheidenden Tage finden Sie unter: www.tivoli-alarm.at

Das unmissverständliche Votum der Meidlinger Bevölkerung hat das Ende einer jahrzehntelang zelebrierten Rechtsbeugungs-Kultur am Meidlinger Tivoli eingeläutet. Illegale Baumaßnahmen, vertuschte Baumfällungen, verweigerte Nachpflanzungen und permanente Pflegemissstände - ermöglicht dank Duldung der zuständigen Kontrollbehörden  - wurden von der erbosten Bevölkerung eindrucksvoll abgestraft.
   Der Poltischen Akademie der ÖVP (PolAk) - und somit auch der Wiener ÖVP - muss spätestens nach dem mehrheitlichen Rückwidmungs-Beschluss im Wiener Gemeinderat klar sein, dass weder im Springer-Park noch auf der angrenzenden Marillenalm wie immer geartete Baumaßnahmen (Hotel, Tiefgarage, Wohnblocks) mit demokratischen Mitteln realisierbar sind.
   Wenn eine staatstragende Wirtschaftspartei wie die ÖVP zur berechtigten Erhaltung von Meidlinger Arbeitsplätzen lediglich die Zerstörung eines urbanen Park- und Landschaftsschutz-Gebietes als Lösung anzubieten hat, so ist das schlicht visionslos!
   Die Bürgerinitiative 'Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park' sieht das Wahlergebnis und die politischen Entscheidungen der vergangenen Tage jedenfalls als klaren Auftrag an, künftig noch vehementer für die Sanierung und Pflege des gesamten Park- und Landschaftsschutzgebietes am Meidlinger Tivoli zu kämpfen. Es sind noch viele Fragen offen (Lärmschutzwand entlang der Marillenalm, Nachpflanzungen, Rückbauten illegaler Parkplätze, künftige wirtschaftliche Nutzung des bestehenden Hotels, ...). Wir rechnen schon jetzt mit Ihrer Unterstützung ...

Aber nun haben wir uns einmal eine Sommerpause verdient.

Danke an alle, die uns und die Bürgerinitiative 'Rettet die Marillenalm' in den vergangenen Wochen trotz aller Unkenrufe so tatkräftig (jede Stimme hat gezählt!!!) unterstützt haben.

Mit freundlichen Grüßen
BI 'Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park'
Alexander Mayr-Harting (Sprecher)



25.6.2010 Rückwidmung der Marillenalm beschlossen:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Nach dem gestrigen sensationellen Endergebnis der BürgerInnenbefragung haben sich heute Freitag, den 25. Juni 2010, die Ereignisse rund um das geplante Hotelprojekt im Park- und Landschaftsschutzgebiet 'Springer-Park / Marillenalm' förmlich überschlagen.

1) Rückwidmung der Marillenalm einstimmig im Meidlinger Bezirksparlament beschlossen

Am Nachmittag hat das Meidlinger Bezirksparlament den von der SPÖ im letzten Moment eingebrachten Antrag auf Rückwirkung der Marillenalm einstimmig angenommen. Bereits vor einigen Tagen haben die Grünen (ihr erster Antrag wurde bereits im Dezember 2009 abgelehnt) und die Liste Pro Hetzendorf ihre Anträge auf Rückwidmung vorbereitet.
Offenbar haben die Verantwortlichen der Projektpläne unter dem Eindruck der BürgerInnenbefragung (87,4 Prozent NEIN) eingesehen, dass sie verloren haben und die Flucht nach vorne angetreten.
Anders ist es nicht zu erklären, dass nun plötzlich von Verbindlichkeit der Abstimmung die Rede ist und sogar die ÖVP dem SP-Antrag zugestimmt hat.

So lautet der Antrag der Meidlinger SPÖ:

"Das Ergebnis der im Zusammenhang mit dem geplanten Hotelneubau auf dem Areal der Marillenalm durchgeführten BürgerInnenbefragung hat ein mehr alseindeutiges Ergebnis gebracht.
Nicht nur, dass die Beteiligung an der Befragungsaktion im Vergleich zu ähnlichen Befragung mit 33 % sehr hoch war, haben 87,41 % der Befragten die Bebauung der Marillenalm abgelehnt.
Aus Sicht der sozialdemokratischen Fraktion der Bezirksvertretung des 12. Wiener Gemeindebezirkes ist dieses Ergebnis verbindlich und sie stellt dem Rechnung tragend folgenden

A N T R A G

Der Herr amtsführende Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr, Dipl.-Ing. Rudi Schicker, wird ersucht, die erforderlichen Schritte für eine Herausnahme der besonderen Bestimmungen (BB9, BB13, BB14, und BB16) aus dem geltenden Flächenwidmungs- und Bebauungsplan zu setzen."


2) ÖVP will wirtschaftliche Führung des bestehenden Hotels prüfen

In der heutigen Abendsendung von Wien Heute (ORF2; 19:00 Uhr) wurde berichtet, dass die ÖVP von den ursprünglichen Plänen eines Hotelneubaus abrückt und überlegt, wie das bestehende Hotel im angrenzenden Springer-Park wirtschaftlich geführt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
BI 'Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park'
Alexander Mayr-Harting (Sprecher)



25. Juni 2010 Reaktion der Bürgerinitiative Springer-Park:

Die AnrainerInnen des Park- und Naturschutz-Gebietes 'Springer-Park / Marillenalm' haben sich mit 87,4 Prozent klar gegen das geplante Hotelprojekt der Politischen Akademie der ÖVP (PolAk) ausgesprochen.
Das unmissverständliche Votum der Bevölkerung hat das Ende einer jahrzehntelang zelebrierten Rechtsbeugungs-Kultur am Meidlinger Tivoli eingeläutet.
Illegale Baumaßnahmen, vertuschte Baumfällungen, verweigerte Nachpflanzungen und permanente Pflegemissstände mit Duldung der zuständigen Kontrollbehörden wurden von der erbosten Bevölkerung eindrucksvoll abgestraft.
Spätestens jetzt muss allen Verantwortlichen klar sein, dass weder im Springer-Park noch auf der angrenzenden Marillenalm wie immer geartete Baumaßnahmen (Hotel, Tiefgarage, Wohnblocks) aus demokratischer Sicht realisierbar sind.

Die Bürgerinitiative 'Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park' sieht dieses Wahlergebnis als klaren Auftrag, künftig noch vehementer für die Sanierung und Pflege des gesamten Schutzgebietes zu kämpfen.

BI 'Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park'
Alexander Mayr-Harting (Sprecher)                  25. Juni 2010



* 24.6.2010 Ergebnis: 87% sage NEIN / abgelehnt

Auszählung und Ergebnis der Bürgerbefragung:
87% der Abstimmungsberechtigten sagen NEIN.
Das Projekt ist somit abgelehnt.

Stimmenverteilung:
2.659 NEIN (87,41 %) / 366 JA (12,03 %) / 17 UNGÜLTIG (0,56 %)
Wahlbeteiligung 33%

Am Donnerstag, den 24. Juni 2010, wurden im Meidlinger Bezirksamt unter notarieller Aussicht sämtliche eingelangten Kuverts (Datum des Poststempels bis zum 18. Juni 2010) ausgezählt. Auch je ein Vertreter der beiden Bürgerinitiativen 'Tivoli-Alarm' und 'Rettet die Marillenalm' durfte dabei sein.

Danke an alle, die mit uns dieses demokratische Grundrecht von Anfang an eingefordert und trotz diverser Unkenrufe ('eh alles sinnlos; 'die fahren einfach drüber'; 'die Abstimmung ist unverbindlich' etc.) an der entscheidenden Abstimmung teilgenommen haben!

Schönes Wochenende und freundliche Grüße
BI 'Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park
Alexander Mayr-Harting (Sprecher), 24.6.2010



* Fr 18. Juni 2010: Ende der Befragungsfrist

Die Stimmzettel sind bis spätestens 18. Juni 2010 (Datum des Poststempels)
zu retournieren an:

Presse und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
Stichwort "Springerpark / Marillenalm"
Rathaus Stiege 3
1082 Wien

Laut Auskunft der Meidlinger Bezirksvorstehung sind bereits bis zum 15. Juni 2010 exakt 2.799 Antwortkuverts beim Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien eingelangt. Dies entspricht einer Rücklaufquote von fast 30 Prozent.



* 21.5.2010 Bürgerinitiatie: Stimmen Sie mit NEIN

Flugblätter zur Bürgerbefragung Springerpark / Marillenalm




* 21.5.2010 Ausgetrickste Bürger: Fehlstart durch SPö & ÖVP und Manipulationsvorwurf

Fragestellung Springerpark & Marillenalm

Abstimmungszettel:
JA / NEIN

Zwei Wochen früher als vereinbart wurde die Befragung zum Hotelprojekt 'Springer-Park / Marillenalm' ohne Wissen der Bürgerinitiativen an die AnrainerInnen verschickt!!
 
Bis zum Schluss versuchen die ÖVP und SPÖ, den Ausgang der BürgerInnenbefragung am Meidlinger Tivoli (Springer-Park / Marillenalm) zu ihren Gunsten zu manipulieren. Wieder einmal wurden per Handschlag vereinbarte Verhandlungsergebnisse und Versprechungen ohne Wissen der Bürgerinitiativen 'Tivoli-Alarm' und 'Rettet die Marillenalm' gebrochen.
 
Bereits am 21. Mai 2010, also rund zwei Wochen früher als vereinbart, wurden an zahlreiche AnrainerInnen die Unterlagen zur BürgerInnenbefragung 'Hotelprojekt Springer-Park / Marillenalm' verschickt. Pünktlich vor den Feiertagen, um möglichst wenig Aufmerksamkeit in vollen Briefkästen zu wecken ...
 

Plan Marillenalm & Springerpark

Plan Marillenalm & Springerpark

ACHTUNG: Sollten Sie innerhalb des Befragungsgebietes Grünbergstraße - Altmannsdorfer Straße - Edelsinnstraße - Schwenkgasse - Hohenbergstraße - Ruckergasse - Schönbrunner Straße wohnen, achten Sie bitte ab sofort auf mögliche Befragungsunterlagen in Ihrem Postfach. Erkennbar ist die Befragung an einem unscheinbaren, weißen A5-Kuvert samt schwarzweißen Stadt-Wien-Logo (links oben). Skandalös finden wir auch die Tatsache, dass in der beigelegten Übersichts-Grafik weder die Ausmaße des geplanten Hotels, ja nicht einmal die Umrisse des zu verbauenden Gebietes eingezeichnet sind.

Dieses beschämende und verzweifelte Verhalten der 'Verhandlungspartner' ÖVP und SPÖ beweist einmal mehr, mit welchen Mitteln versucht wird, einen fairen Ablauf der BürgerInnen-Befragung von Anfang an zu untergraben. 
 
Nun liegt es an jedem einzelnen Stimmmberechtigten - AUCH AN IHNEN - vom demokratischen Stimmrecht Gebrauch zu machen!

BI 'Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park'
Alexander Mayr-Harting (Sprecher)



* 31.3.2010 Brief an Bürgermeister Dr. Michael Häupl

Brief an Bürgermeister Häupl betreffend Springerpark und Marillenalm;

Sehr geehrte Damen und Herren!

Am 30. März 2010 wurde der Wiener Bürgermeister Dr. Michael Häupl von beiden Bürgerinitiativen (,Rettet die Marillenalm' und ,Tivoli-Alarm') aufgefordert, die Verbindlichkeit der für Juni 2010 geplanten BürgerInnenbefragung schriftlich zu garantieren. 

Das Schreiben finden Sie im Anhang.

Wir wünschen allen ein frohes und erholsames Osterfest!

BI 'Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park'
Alexander Mayr-Harting (Sprecher)



Lokalaugenschein mit Video:





* 19.3.2010 Sitzung des Bau- und des Umweltausschusses

Information zur gemeinsame Sitzung des Bauausschusses und des Umweltausschusses am 19. März 2010

Tagesordnungspunkt:  Vorbereitung der BürgerInnenbefragung zum Thema „Springer-Park/Marillenalm“
In diesem Zusammenhang wurde von den beiden Ausschüssen Folgendes einstimmig beschlossen:
• Das Befragungsgebiet wird von folgenden Straßen- und Gassenzügen begrenzt: „Grünbergstraße, Schönbrunner Straße, Ruckergasse, Edelsinnstraße, Altmannsdorfer Straße, Grünbergstraße“
• Stimmberechtigt sind alle Bürgerinnen und Bürger, die in diesem Bereich leben, ihren Hauptwohnsitz haben und auch bei den Bezirksvertretungswahlen wahl- bzw. stimmberechtigt sind.
• Mehr Infos zum => Ablauf der Bürgerbefragung



* 11.3.2010 BürgerInnen-Befragung noch vor dem Sommer 2010!?

Sehr geehrte Damen und Herren!

Wir haben einen kleinen, aber wichtigen Zwischensieg errungen! Es wird voraussichtlich noch vor dem Sommer 2010 eine BürgerInnen-Befragung zur Bebauung des Parkschutzgebietes 'Springerpark / Marillenalm' im Bezirk geben. Dazu lesen Sie bitte nachstehende Information, die wir von der Meidlinger Bezirksvertretung erhalten haben.

Wir werden aber nach wie vor darauf bestehen, dass beide Bürgerinitiativen ('Tivoli-Alarm' und 'Rettet die Marillenalm') bei der Fragestellung und den  Fragemodalitäten eingebunden werden, damit die Befragung auch wirklich fair für alle verläuft und das Ergebnis nicht durch manipulative Fragestellungen beeinflußt werden kann.

Es wird wohl noch eine Zeit lang dauern, bis die Befragung wirklich konkret wird - wenn es aber dann soweit ist, wird es von größter Wichtigkeit sein, dass alle bei der Abstimmung mitmachen!

Dieses Abstimmungsergebnis wird mit Sicherheit ausschlaggebend dafür sein, ob wir auch in Zukunft unser beliebtes Parkschutzgebiet erhalten und wie wir es auf Dauer genießen werden können!

Besten Dank und freundliche Grüße


Alexander Mayr-Harting
BI 'Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park'

____________________________

BV 12 - A/491/2010
 
Sehr geehrte Damen!
Sehr geehrte Herren!
 
Zu Ihrem Schreiben vom 3. März dieses Jahres darf ich Sie informieren, dass die erste Arbeitssitzung der beiden Ausschüsse zu diesem Thema in den nächsten Tagen stattfinden wird.
Bei der Befragung wird es sich mit Sicherheit nicht um eine "Alibihandlung" handeln, es besteht im Gegenteil die Absicht, die Befragung auf professionelle Beine (fälschungssichere Stimmzettel etc.) zu stellen.
Durchgeführt wird die Befragung seitens des Pressedienstes der Stadt Wien unter Einbeziehung einer noch zu beauftragenden unabhängigen Agentur.
Über den weiteren Verlauf werden wir Sie gerne informieren.
Seitens der sozialdemokratischen Fraktion besteht jedenfalls das Interesse, noch vor dem Sommer ein Befragungsergebnis vorliegen zu haben.
 
Mit freundlichen Grüßen 
Gabriele Votava
Bezirksvorsteherin des 12. Wiener Gemeindebezirkes
1120 Wien, Schönbrunner Straße 259, 2. Stock, Zimmer 201F
Tel.-Nr.: 4000/12111   Fax: 4000/99-12120



* 26.2.2010 SPÖ und ÖVP beschließen Teilumwidmung

Krone-Artikel zum Hotel im Springerpark Februar 2010

Krone-Artikel zum Hotel im Springerpark vom
27. Februar 2010

Sehr geehrte Damen und Herren!

Am Freitag, den 26. Februar 2010, hat der Wiener Gemeinderat mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP die Teilumwidmung des Park- und Naturschutzgebietes 'Springer-Park / Marillenalm' beschlossen.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse finden Sie => hier

Im Anhang finden Sie auch einen Artikel der heutigen Kronenzeitung.

   Das Abstimmungsergebnis kommt nicht wirklich überraschend. Seit Jahren haben die Politische Akademie der ÖVP (PolAk) und die Naturschutzabteilung (MA22) gemeinsame Sache bei der systematischen Zerstörung des grünen Lunge Meidlings ,Springer-Park / Marillenalm' gemacht.
Anders ist es nicht zu erklären, dass über viele Jahre hinweg wiederholte illegale Handlungen (Rodungen, Parkplatzerweiterungen, Zubauten, Salzstreuung, Flurschäden) nicht geahndet bzw. vertuscht wurden.
   Wie bereits gemeldet, beweist ein brisantes Schriftstück vom August 2009, dass die MA22 bei der Entwicklung der Marillenalm-Alternative sogar wertvolle politische Vorarbeit für die PolAk und die ÖVP geleistet hat.
   Während der gestrigen Gemeinderats-Sitzung ließen SPÖ und ÖVP - allen voran die beiden Landtagsabgeordneten Omar Al-Rawi (SPÖ) und Alfred Hoch (ÖVP) - keine Gelegenheit aus, die diskutierte Variante ,Marillenalm' der Bürger-Initiative ,Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park' in die Schuhe zu schieben. Ein Beweis dafür, dass die verantwortliche Politik mit ihrer Sach-Argumentation pro Verbauung Springer-Park / Marillenalm am Ende ist.
   Politiker, die sich in ihrer Rechtsbeugungs-Kultur auf Bürgerbewegungen stützen, zählen nicht nur zum letzten politischen Aufgebot, sondern haben auch keine moralische Legitimation, die Weichen für die Zukunft unserer Kinder zu stellen. Was wir dringend brauchen, sind Visionäre mit Handschlag-Qualität, die Verantwortung übernehmen. Was wir nicht brauchen, sind rücksichtslose Grundstücks-Spekulanten, die Allgemeingut verscherbeln, um finanziell kurzfristig über die Runden zu kommen.

Die BI ,Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park' ist jedenfalls froh darüber, nicht länger mit derartigen ,Volksvertretern' an einem Tisch sitzen und Scheinverhandlungen ohne jede Rechtssicherheit führen zu müssen.

BI 'Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park'
Alexander Mayr-Harting (Sprecher)



* 24.2.2010 Parteien versuchen den diskutierten ,Marillanalm-Deal' in der Öffentlichkeit als Vorschlag der Bürgerinitiative ,Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park' zu verkaufen.

Vorschlag der Wiener Umweltschutzabteilung (MA22) vom 10. August 2009

Vorschlag der Wiener Umweltschutzabteilung (MA22)

Kommenden Freitag, den 26. Februar 2010, soll im Wiener Gemeinderat mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP die geplante Teilumwidmung des Park- und Naturschutzgebietes ,Springer-Park / Marillenalm' von Parkschutzgebiet in Bauland beschlossen werden. Seit Monaten versuchen VertreterInnen beider Parteien den diskutierten ,Marillanalm-Deal' in der Öffentlichkeit als Vorschlag der Bürgerinitiative ,Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park' zu verkaufen. Diese Taktik wurde auch bei der Bürger-Diskussion am 17. Februar 2010 im Veranstaltungssaal der Meidlinger Pfarre Gatterhölzl vom Meidlinger BV-Stellvertreter Peter Kovar (SPÖ) und Gemeinderat Alfred Hoch (ÖVP) praktiziert.

Ein Schreiben vom 10. August 2009 (verfasst von der MA22 an das Büro von Stadtrat DI Rudolf Schicker - sh. Anhang!) beweist, dass der Vorschlag des Marillenalm-Bebauungsprojekts samt Flächentausch von der Umweltschutzabteilung (MA22) initiiert wurde:

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In Abs. 3 des dreiseitigen Schreibens an Stadtrat Schicker heißt es u.a.:

... "Ein naturschutzbehördliches Genehmigungsverfahren für ein Hotel mit Chance auf ein positives Ergebnis können wir nur dann abwickeln, wenn die Prüfung der Auswirkungen auf ,Landschaftshaushalt' und ,Erholungswirkung' zu keiner wesentlichen Beeinträchtigung des Landschaftsschutzgebietes führt. 

Dies wird nur dann möglich sein, wenn
* das Hotel am Standort des heute vorhandenen Kinderspielplatzes auf der sogenannten Marillenalm (Eigentum der Stadt Wien) neben der Grünbergstraße errichtet wird
* das bestehende Hotel ersatzlos entfernt wird
(Anm. Hotel Springer-Schlössel)
* der Kinderspielplatz auf das Areal des flächigen Naturdenkmals des Springerparks verlagert wird (ein entsprechender Flächentausch Marillenalm - Springerpark etwa 1 zu 2 wäre erforderlich).

Nur unter diesen Voraussetzungen lässt sich argumentieren, dass der Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet vertretbar ist" ...

Die Argumentation der MA22 stützt sich sogar auf den skandalösen ,Parkverbauungs-Deal' von SPÖ und ÖVP aus den 90er Jahren. Damals durfte bekanntlich die SPÖ unter Duldung der ÖVP im Parkschutzgebiet des Altmannsdorfer Parks ihr Seminarhotel mit 95 Zimmern errichten).

In Abs. 4 heißt es u.a.:

... "Unter Berücksichtigung der Gebäudehöhen im angrenzenden Baumbestand (Seniorenresidenz 5-geschossig!!!) müsste die Begrenzung der Zimmeranzahl nicht unbedingt mit 95 getroffen werden" ...

... "Der ganze Fragenkomplex erinnert an die Diskussion in den 70iger Jahren um eine Bebauung des Altmannsdorfer Schlossparks. Auch damals ist es gelungen, die Baukörper von Rennerinstitut und Gartenhotel an den Rand des Parks - an die Hoffingerstraße - zu verschieben" ...

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Wie geht es weiter?

Nach Beschluss des Gemeinderats hat die MA22 die letzt Möglichkeit, durch eine entsprechende (nicht verbindliche!) Stellungnahme im Rahmen des vorgesehenen naturschutzrechtlichen Genehmigungs-Verfahrens diesem Projekt endgültig die sachliche und rechtliche Grundlage zu entziehen.


Es sei denn, die MA22 hat längst eine anders lautende politische Weisung erhalten ...



* 19.1.2010: Alternative Marillenalm: BI 'Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park' droht bei Nichterfüllung der Forderungen mit Klage beim Verfassungsgerichtshof

Rechtsanwaltsschreiben Springerpark

Rechtsanwaltsschreiben zur Flächenwidmung beim Springerpark vom 15.1.2010

PRESSEMITTEILUNG vom 19.1.2010 

Am Mittwoch, den 13. Jänner 2010, hat der Planungs-Ausschuss der Stadt Wien mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP den Flächenwidmungsplan für das Alternativprojekt ,Marillenalm' am Tivoli beschlossen. Eine BürgerInnenbefragung wurde definitiv abgelehnt. Diese Sitzung fand ohne Wissen des Vereins 'BI Tivoli-Alarm' und vor Abschluss der laufenden Arbeitsgespräche statt.
Eine unserer unabdingbaren Forderungen war von Anfang an, Vertragspartner in jenem Vertrag zwischen der Gemeinde Wien und der PolAk zu sein, der die Bedingungen für die Zustimmung zur Alternative 'Marillenalm' beinhalten muss. Diese Forderung wurde von den genannten Verhandlungspartnern bisher nicht erfüllt.
Wir haben daher unseren Anwalt, Dr. Lorenz Riegler, ersucht, unter Androhung einer Verfassungsklage den Verantwortlichen unsere Standpunkte nochmals unmissverständlich mitzuteilen.

Das Anwaltsschreiben finden Sie im Anhang.
Mit freundlichen Grüßen
BI 'Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park'



* 28.11.2009 Verbindlicher Nachpflanzungsplan bis 4. Dezember 2009 gefordert

PRESSEAUSSENDUNG: Samstag, den 28. November 2009

Entgegen sämtlicher Zusagen wurde bis heute von der Politischen Akademie der ÖVP (PolAk) keine einzige der für heuer vorgesehenen 63 Nachpflanzung durchgeführt. Die Bürgerinitiative ‚Tivoli-Alarm – Rettet den Springer-Park’ (BI) fordert bis zum 4. Dezember 2009 die Vorlage eines schriftlichen und verbindlich Nachpflanzungsplans.

In OTS-Aussendungen vom 25. November 2009 behaupten ÖVP und SPÖ, dass im Umwidmungsverfahren ‚Springer-Park’ mit der BI eine Lösung erarbeitet wurde, deren Zustandekommen absolut transparent abgelaufen ist (sh. Anhänge 1 und 2).
Die BI stellt dazu fest, dass bis dato nicht einmal die minimalste Voraussetzung für die genannte Einigung erfüllt worden ist: Die Nachpflanzung von 63 Bäumen auf dem Gelände des Springer-Parks noch in diesem Jahr!

Kein einziger Baum wurde gepflanzt – Umfänge von 20/25 cm gefordert
Seit dem Frühsommer (!) 2009 ist trotz mehrfacher Zusagen seitens der PolAk als Verursacherin nichts nachgepflanzt worden, obwohl die herbstliche Pflanzungsperiode demnächst zu Ende geht. Wie sich bei der BürgerInnenversammlung vom 17. November 2009 leider bestätigte, sind nicht einmal die dazu notwendigen Vorarbeiten abgeschlossen worden. Stattdessen waren wieder nur ausweichende Antworten zu hören.

Langsam stellt sich die BI die Frage, wie ernst unsere Bedingungen für eine alternative Lösung genommen werden, wenn es sich bereits an vergleichsweise harmlosen Entscheidungen (40.000,- € für 63 Nachpflanzungen) spießt.  Von der MA 42 (Wiener Stadtgartenamt) sind in öffentlichen Parks Nachpflanzungen mit genormten Umfangsklassen von 20/25 cm vorgesehen. Im Sinne einer möglichst raschen Revitalisierung des Springer-Parks fordert die BI ebensolche Dimensionen, die nicht Gegenstand kleinlicher Verhandlungen sein dürfen.

Verbindlicher Nachpflanzungsplan bis 4. Dezember 2009 gefordert
Am Freitag, den 4. Dezember 2009, tagt zum sechsten Mal der ‚Arbeitskreis Tivoli’. Die BI erwartet sich als Voraussetzung für weitere Arbeitsgespräche von der PolAk die Vorlage eines schriftlichen und verbindlichen Nachpflanzungsplans mit detaillierten Angaben zu:

• Anzahl,
• Art,
• Umfang (20/25 cm) und
• Standort der ausständigen Baumpflanzungen,
• einen exakten Zeitplan der Herbst-Pflanzungen 2009 sowie
• Übernahme der gesamten Pflanzungskosten durch die PolAk.



* 12.6.2009 Fehlende Bäume im Springerpark

Umgesägter Flieder im Springerpark Wien

Umgesägter Flieder mit Baumkatasternummer

Eine Zählung des gesamten Baumbestandes am Areal der Politischen Akademie der ÖVP (PolAk) bestätigt die Befürchtungen der Anrainer. Im Park- und Naturschutzgebiet Springer-Park fehlen mehr als 360 Bäume, aber für nur 222 Baumfällungen liegen Bewilligungen vor. 
 
Seit Jahren wirbt die Politische Akademie der ÖVP (PolAk) mit dem historischen Baumbestand des Springer-Parks am Meidlinger Tivoli. Rund 900 Bäume sollen es laut Homepage http://modernpolitics.at/index.php?id=15925 sein, davon 170 Naturdenkmäler. In diversen Presse-Statements ist sogar von 950 Bäumen die Rede. Ein fachkundiges Studententeam wollte es genau wissen, zählte für wissenschaftliche Zwecke sämtliche Bäume des vier Hektar großen Park- und Naturschutzgebietes und stellte die Daten den Anrainern zur Verfügung.
Das Ergebnis ist alarmierend: Die Nummerierung des Baumbestandes von 1 bis 983 weist große Lücken auf. Es fehlen rund 360 Bäume (sh. Anhang ‚Fehlende Katasternummern’) und nur drei Naturdenkmäler sind vorhanden. Erklärungsbedürftig ist der Umstand, dass im Baumkataster einige wertvolle Altbäume mit Umfängen von knapp drei Metern nicht erfasst sind (Fotos 1 und 2), fragwürdige Ziergewächse wie z.B. ein gestutzter Flieder (Foto 3) hingegen schon. 

Bezirksbehörde muss sofort handeln
Fest steht jedenfalls, dass im Springer-Park seit dem Jahr 2000 exakt 222 Baumfällungen bewilligt und 161 Ersatzpflanzungen vorgeschrieben und bis dato 55 Nachpflanzungen durchgeführt wurden. Diese Zahlen stammen vom Magistratischen Bezirksamts für den 12. Bezirk, das im Baumfällungsverfahren als Bescheid ausstellende Behörde tätig ist.
Offen bleibt die Frage, was mit den übrigen fehlenden 138 Bäumen geschehen ist und wann die restlichen 106 Nachpflanzungen endlich erfolgen. Offensichtlich gibt es massive politische Interventionen, denn anders lasse sich die neunjährige(!) Verzögerung einer gesetzlich vorgeschriebenen Nachpflanzung nicht erklären, vermuten erboste Anrainer.

Aufklärung und Sanierung jetzt
Die Daten-Auswertung des erhobenen Baumbestandes bestätigt viele Ungereimtheiten am Gelände des streng geschützten Springer-Parks. Die Bürgerinitiative ‚Tivoli-Alarm – Rettet den Springer-Park’ erwartet von den Verantwortlichen der PolAk und des Bezirks Meidling eine rasche Klärung des Sachverhalts und fordert folgende vertrauensbildende Maßnahmen:
• Einsicht in sämtliche 222 Rodungsbescheide
• Nachweis der Rodungsbescheide für den fehlenden Baumbestand (138 Bäume)
• Kontrolle und komplette Erfassung des verbliebenen Baumbestandes im Tivoli-Park
• Nachweis und Qualitätskontrolle der 55 Nachpflanzungen vor Ort
• Sofortiges Setzen der ausständigen 106 Nachpflanzungen
• Vorlage eines Sanierungs- und Pflegekonzeptes für die gesamte historische Parkanlage bis Ende 2009
• Spezielle Pflegemaßnahmen für die verbliebenen drei Naturdenkmäler
• Neuaufnahme schützenswerter Altbäume in die stark dezimierte Naturdenkmal-Liste

Baumbestand am Gelände der Politischen Akademie der ÖVP – PolAk
Stand: 12. Juni 2009

Es fehlen folgende Nummern des Katasters:
5,6,7,12,13,18,37,39,40,43,46,48,51,52,54,57,62,66,67,68,69,70,74,76,77,
82,85,87,88,89,90,91,92,93,94,98,99,
100,101,102,103,105,123,129,131,134,135,136,138,139,141,143,146,149,
150,151,152,153,154,156,158,
160,165,167,168,170,175,176,177,178,179,180,181,182,183,185,188,
193,194,195,196,197,198,199,
200,201,207, 212,213,216,219,227,231,233,234,249,
250,253,255,264,266,268,269,270,275,276, 279,280,285,286,
290,291,293,294,295,296,298,299,
305,306,314,327,331,332,336,355,356,364,372,381,384,396,397,398,
401,403,404,407,418,419,422,427,444,446,459,462,467,
470,475,477,478,479,490,494,495,496,499,
500,505,510,511,514,519,523,532,534,535,536,537,538,539,
540,545,551,554,555,571,572,574,576,579,581, 584,589,591,592,594,
600,605,606,610,611,616,618,620,621,622,631,632,633,634,635,637,
641,644,659,666,667,668,669,676,678,692,694,696,698,
702,705,706,707, 708,709,713,718,720,721,726,727,731,732,733,734,737,742,743,746,
764,765,766, 768,769,772,773,777,778,779,781,782,783,785,788,790,793,794,
800,802,809,812, 819,821,822,823,824,825,826,827,828,829,830,836,839,844,
852,865,869,871,875, 882,883,887,889,890,892,984,895,
904,905,907,908,909,910,911,912,913,914,915,916,917,918,919,
920,921,922,923,924,925,926,927,928,929,930,931,932,933,934,
935,936,937,938,939,940,941,942,943,944,945,946,947,948,949,
950,951,952,953, 954,955,956,957,958,959,960,961,962,963,964,
965,966,967,968,969,970,971,972, 973,974,975,976,977,978,979,980,981,982.

Auffallend: Durchgehendes Fehlen der Bäume mit den Nummern 907 bis 982.

BI ‚Tivoli-Alarm – Rettet den Springer-Park’
Mitglied der Bürgerplattform Aktion 21
DI Alexander Mayr-Harting, 12.6.2009




BI "Tivoli-Alarm - Rettet den Springer-Park'" (Marillenalm) im 12. Bezirk Wien,

* 26.2.2010 Stellungnahmen der Parteien im Wiener Gemeinderat

GRin DI Sabine Gretner (Grüne) hinterfragte, warum ein Hotelprojekt auf Grünland bewilligt werden sollte. Auch wenn kosmetische Verbesserungen vorgenommen würden (Abänderungsanträge), sei das Grundproblem Grünland zu bebauen nicht gelöst. Die Wiener Grünen brachten einen Antrag zur Sicherung der innerstädtischen Freilauffläche (Eislaufverein) ein.

GR Dr. Matthias Tschirf (ÖVP) kritisierte die mangelnde Kenntnis der Wiener Grünen über das Areal der "Politischen Akademie der ÖVP". Mit dem Antrag würden nicht nur zwei zusätzliche Spielplätze, sondern auch die täglich vorbei fahrenden 60.000 Autos, abgetrennt. Die Wiener ÖVP brachte einen Antrag zur Vorlage des Gründrucks des Flächenwidmungsplanes bis September 2010 zur uneingeschränkten Bestandsgewährleistung des Wiener Eislaufvereins ein.

GR DI Omar Al-Rawi (SPÖ) begründete die Zustimmung der SPÖ zum vorliegenden Projekt vor allem damit, dass der Originalbestand sich aus einem Hotel und einer Ausbildungsstätte zusammen setzte, der Springer-Park der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werde und das Hotelprojekt Richtung Marillen-Alm gewandert sei. Wenn das Projekt nicht innerhalb von fünf Jahren realisiert werde, könne man jederzeit wieder den ursprünglichen Flächenwidmungsbestand herstellen. Die Wiener SPÖ brachte einen Abänderungsantrag gemeinsam mit der ÖVP ein, der die wesentlichen Wünsche der Anrainer beinhalte.

GR Dr. Herbert Madejski (FPÖ) bewunderte die "Hoch"-Rechnung des ÖVP-Gemeinderats, der von der Schaffung einer Grünoase spreche, wenn tatsächlich Grünland verbaut werde. Man könne nicht von einer Park-Schenkung sprechen, wenn der Steuerzahler die Erhaltung des selbigen bezahlen müsse und zudem Baumnachpflanzungen erforderlich seien. Er hinterfragte die Notwendigkeit des Hotelprojekts an sich, da auf den angrenzenden Fiat-Gründen ohnehin ein Hotel - noch dazu im selben Hochhaus-Charakter - entstehe.

GR Mag. Rüdiger Maresch (Grüne) meinte, er hätte Mitte Dezember einen Antrag auf Anrainerbefragung eingebracht und warte seither auf eine Beantwortung des zuständigen Stadtrates. Zudem habe der Bezirk sich eindeutig für eine Befragung ausgesprochen, auch diese wäre ignoriert worden. Zudem wies er darauf hin, dass die Parkplätze vor der Politischen Akademie "illegal" seien, da sie keine Rechtsgrundlage hätten.

Abstimmung: Das Plandokument wurde mehrheitlich beschlossen, alle eingebrachten Abänderungsanträge bis auf den der Wiener SPÖ und ÖVP abgelehnt. Die öffentliche Sitzung des 57. Wiener Gemeinderates endete um 20.34 Uhr.

Rückfragehinweis:  PID-Rathauskorrespondenz:
Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
Diensthabender Redakteur, Telefon: 01 4000-81081
OTS0313    2010-02-26/21:07



* 25.11.2009 Gemeinderat - SPÖ-Al Rawi: Verfahren zum Springerpark läuft absolut transparent ab

SPÖ zur Verbauung des Springerparks in Wien

"Ich sage ganz offen, dass wir in Meidling über die Pläne der ÖVP im Springerpark nicht glücklich sind", stellt SP-Gemeinderat DI Omar Al-Rawi in der aktuellen Stunde des Wiener Gemeinderates fest. "Von Packelei zwischen SPÖ und ÖVP kann daher absolut keine Rede sein. Die aktuellen Planungen zum Hotel-Neubau im Springerpark sind auf sehr transparente Weise unter Einbeziehung der Bürgerinitiative und aller zuständigen Fachdienststellen der Stadt zustande gekommen."
   Der ursprüngliche Wunsch der ÖVP habe ein riesiges Hotel mit einem ebensolchen Parkplatz und mehreren Nebengebäuden umfasst. Dieser Vorschlag sei für den Bezirk nicht in Frage gekommen, sagt Al-Rawi: "Die Bürgerinitiative hat dann gemeinsam mit der ÖVP einen Alternativvorschlag erarbeitet. Diese Lösung ist in zwei Bürgerversammlungen besprochen worden und es hat einen Arbeitskreis mit allen Fachdienststellen, dem Bezirk und der Bürgerinitiative unter Federführung der MA 22 gegeben. Dieser Arbeitskreis hat bereits fünf Mal getagt"
Noch seien allerdings einige Fragen offen: "Die Kostenfrage und das Verkehrskonzept sind aus unserer Sicht noch nicht geklärt. Aus heutiger Sicht kommt eine Ampellösung für uns nicht in Frage. Auch die Stellungnahme der Umweltbehörde wird ausschlaggebend für das weitere Vorgehen sein", betont Al-Rawi.
   "Der Bezirk wird zum gegebenen Zeitpunkt seine Stellungnahme abgeben", kündigt Al-Rawi an, "Eines aber ist klar: Wir werden dafür sorgen, dass ein zusätzlicher Passus eine eindeutige Widmung für Bildungszwecke festlegt, damit sichergestellt ist, dass die Anlage nicht als Spekulationsobjekt an andere Hotelbetreiber verkauft werden kann!"

Rückfragehinweis: SPÖ Rathausklub, Presse
Mag. (FH) Evelyn Bäck  Telefon: (01) 4000-81 922 Mobil: 0676 8118 81 922
 evelyn.baeck@spw.at
OTS0168    2009-11-25/12:01



* 25.11.2009: ÖVP-Hoch: Springerpark wird öffentlich zugänglich

ÖVP Springerpark & Marillenalm in Wien

Gemeinsam mit Bürgerinitiative zur Lösung gelangt

"Unter Beteiligung der Bürgerinitiative Tivoli-Alarm ist es gelungen, einen für alle Beteiligten annehmbaren Kompromiss für die Flächendwidmung eines neuen Bildungszentrums in der Tivoligasse zu erarbeiten. Gleichzeitig wird mit diesem Hotelprojekt für Meidling ein wesentlicher Impuls gesetzt", so der Planungssprecher der ÖVP Wien, LAbg. Alfred Hoch, in der Aktuellen Stunde des heutigen Wiener Gemeinderates. Die Verlegung des Ausbauprojektes auf die "Marillenalm" sowie ein neuer Standort für den Kinderspielplatz, im dann für die Öffentlichkeit zugänglich gemachten Park der Bildungseinrichtung sind ein optimaler Kompromiss, mit dem alle leben können.
Die nunmehrige Standortwahl für den Hotelbau entlang der Grünbergstraße ermöglicht eine Verkehrsführung, die keinerlei Belastung für das Gebiet darstellt. Im Zuge des Abbruchs der alten Hotelanlage wird die Stellplatzanzahl an der Oberfläche reduziert. Besonders der neue Spielplatz bringe eine Reihe von Vorteilen, so Hoch. Er sei nun besser erreichbar und  verfügt über ein größeres Flächenangebot. Weiters schirmt der neue Hotelbau die dort spielenden Kinder vor den Abgas- und Lärmemissionen ab. Eine weitere Verbesserung für alle Anrainer entsteht durch die Schaffung eines breiten Vorlandes in der Grünbergstraße vor der Wohnbebauung im Abschnitt zwischen Tivoligasse und der verlängerten Rosasgasse." Insgesamt wird damit ein Konzept ermöglicht, das einerseits die historisch gewachsene Struktur mit viel Lebensqualität erhält, und andererseits baulich innovative Initiativen setzt", so Hoch abschließend.

Rückfragehinweis:    ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (+43-1) 4000 /81 913,   presse.klub@oevp-wien.at
OTS0114    2009-11-25/10:54





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