Wien

28.2.2013 Lobau-Autobahn & Co?

Informations- und Diskussionsveranstaltung
Do, 28. Feb. 2013, 19 Uhr
Esslinger Hauptstraße 79, 1220 Wien,
Pfarrsaal Essling

Auf Einladung von Rettet die Lobau informieren am Podium Experten von Bürgerinitiativen und Umweltschutzorganisationen:
Axel Grunt (Plattform Zukunft statt Autobahn)
Herbert Hahn (Lärmexperte, BI Rettet die Lobau)
Christian Hiebaum (BürgerInitiative Marchfeld – Groß Enzersdorf BIM)
Wolfgang Rehm (Umweltorganisation Virus)

Diese und andere Fragen kommen zur Sprache:
- Mündliche UVP-Verhandlung zur Lobau-Autobahn: Rückblick
- Umfahrungen für Raasdorf und Groß Enzersdorf: Gestrichen?
- Marchfeldschnellstraße: Planungsstand
- S1-Spange Flugfeld Aspern/Stadtstraße Hirschstetten: Was droht?
- 22. Bezirk: Werden weite Teile verlärmt?
- Wie geht's weiter: Ausblick

Mehr Infos => http://www.lobau.org/index.php?mode=1



Verein “Rettet die Lobau – Natur statt Beton”

Bürgerinitiative Rettet die Lobau


Bürgerinitiative und Verein:
   “Rettet die Lobau – Natur statt Beton”

Obfrau: Jutta Matysek

Email: jutta.matysek@gmx.at
Telefon: 0676 9539779
Website: www.lobau.org



24.2.2012 Presseaussendung der Bürgerinitiative Rettet die Lobau – Natur statt Beton

Gegen Abgas(schlot)e hilft nur Autobahnbaustopp!
Als gefährliche Irreführung verurteilt die Bürgerinitiative Rettet die Lobau – Natur statt Beton die Presseaussendungen von ÖVP, FPÖ und SPÖ zum geplanten Abgasbauwerk in Eßling (Wien 22.)    Öffentlich zu verbreiten, Anrainer könnten aufatmen, weil einer der geplanten Abgastürme ein paar Meter von Eßling weggerückt werde, ist eine gefährliche Irreführung.
   Die Umweltverträglichkeitsprüfung hat gerade erst begonnen. Es kann daher, entgegen dem was in den div. Pressebüros behauptet wird, noch gar keine fixe Entscheidung über den genauen Standort eines solchen Monsterbauwerkes geben. Alles ist noch offen, auch die Autobahn gar nicht zu bauen, was sicher die beste Lösung für Menschen, Nationalpark und den mit den 12 Mrd. Asfinag Schulden ohnehin schon überlasteten Staatshaushalt wäre. (Alleine die Lobauautobahn würde 3 Milliarden Neuverschuldung bewirken).
   An der Gesamtmenge der ungefiltert (!) ausgeblasenen Abgase ändert sich nichts, da die Abgasgebläse so ausgelegt sind, dass sich die Schadstoffe auf eine möglichst große Fläche verteilen. Insofern ist es relativ egal, ob die Schlote näher bei einer Siedlung oder weiter weg sind. Die Schadstoffe werden nicht nur rund um das Bauwerk absinken, sondern sich  Tag und Nacht auf ein sehr großes Areal verteilen.
   Wenn das Abgasbauwerk weiter weg von Eßling gebaut würde, dann käme es näher zu
Raasdorf und/oder Groß Enzersdorf. Auch dort leben Menschen. Die dasselbe brauchen wie Esslinger, Tiere, Pflanzen und Erholungssuchende des Nationalparks: Gesunde Luft. 
Die Asfinag hat im Gegensatz dazu laut ihrer Presseaussendung vom 20.2. eine „klare Priorisierung“ mit Schwerpunkt „auf den so genannten TEN Strecken, wie der S 1, A 5 und der S8.“ Das Kürzel TEN steht für Trans European transport Networks: Internationale Transitschneisen für LKW Schwerverkehr zu bauen ist der Asfinag wichtiger.
   Ganz Wien sowie weite Teile Niederösterreichs, die betroffen wären durch die geplanten Transitschneisen (Lobauautobahn, A23 Verlängerung; Nordautobahn und Marchfeldschnellstrasse) sind Feinstaub (PM10) Sanierungsgebiet. Das Gebiet innerhalb der wiener Stadtgrenze ist darüber hinaus auch noch mit Stickstoffoxid über den zulässigen Grenzwert belastet. Jetzt schon. Die Luft hier ist auch ohne all diese drohenden Autobahnen gesundheitsgefährdend. Konsequenz für belastete Gebiete ist die Ableitung eines Verschlechterungsverbotes hinsichtlich der genannten Schadstoffe. Ein generelles Verschlechterungsverbot ist weiters im Nationalparkgesetz enthalten. Daraus lässt sich ersehen, dass jede Verschlechterung der Luftsituation nicht zulässig ist.
Das heißt Autobahnbaustopp und stattdessen in Öffis & Radwege investieren!
   Im „Einreichprojekt Gestaltungskonzept Lüftungsbauwerke“ beschreibt die Asfinag ihre vier geplanten Monsterabgasbauten:
„Die Interventionen verstehen sich als poetischer, integrativer Bestandteil der
Kulturlandschaft.“ Reine Poesie also wenn bei der PORTALLÜFTUNG NORD von einem  mindestens 10 m hohen Abluftkamin (Querschnitt 34 m²) vor einem „nordorientierten Fischmaul“ die Rede ist. An der breitesten Stelle beträgt der Platzbedarf für die „Welle“ wie die Asfinag ihr Abgasbauwerk nennt 106 Meter.
   „Auch bei den anderen Abgasbauwerken und ist von Abgaskaminen von MINDESTENS zehn Meter Höhe und 34 m² Querschnitt die Rede. Diese vage Formulierung die sich bei allen Beschreibungen wiederholt legt die Vermutung nahe, dass sich die Asfinag schon im Einreichprojekt jede Möglichkeit offen halten will noch viel größere Monster zu bauen,“ kritisiert Jutta Matysek von der BI Rettet die Lobau – Natur statt Beton. „ Weder der Bau zweier Tunnel, noch die Verschiebung eines Abgasschlotes ändern etwas daran, dass in jedem Fall ein enormes Volumen an zusätzlichen Schadstoffen Tag und Nacht ungefiltert auf den Nordosten Wiens und die Felder und Gemeinden im Umland ausgeblasen wird. Es hilft nur Nein zu Lobauautobahn und Marchfeldschnellstrasse!“ 
Rückfragehinweis:
Bürgerinitiative Rettet die Lobau – Natur statt Beton
Jutta Matysek
Email: jutta.matysek@gmx.at   Tel.: +436769539779



18. Juni 2011 Mittelalterfest & sanfter Tourismus - mit Autobahnbau unvereinbar

Die Bürgerinitiative „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“ freut sich über das Mittelalterfest in Groß–Enzersdorf  18. – 19. Juni. Sie sieht darin den sanften Tourismus, für den die Klimabündnisgemeinde an der Grenze zum Nationalpark Donauauen wie geschaffen ist. Sie warnt vor jedem Autobahnbau in dieser Region, da sonst dieses wirtschaftliche Erfolgsmodell für immer zerstört wäre.
   Die 16 000 Besucher des Mittelalterfestes im Vorjahr sind kein Zufall. Die Stadtgemeinde Groß-Enzersdorf, erstmals urkundlich erwähnt anno 1160, mit der mittelalterlichen Stadtmauer ist wie geschaffen für sanften Tourismus. Historische Plätze besuchen, im  Nationalpark wandern, Schwimmen in der Au, Reiten, Walken, Radfahren, Spazierengehen, in einer gemütlichen Weinstube einkehren, …die Gegend hat Besuchern soviel zu bieten und entwickelt sich zum Mekka geschichtsinteressierter Erholungssuchender. 

   Damit wäre es schlagartig vorbei wenn die S1 Lobauautobahn, die A23 Verlängerung und die S8 Marchfeldschnellstrasse hier gebaut würden. „Neben dröhnenden Entlüftungsschloten einer Lobauautobahn würden die liebevollen Bemühungen um den Erhalt des mittelalterlichen Charakters der Gemeinde keine Chance haben“, fürchtet Jutta Matysek Sprecherin der Bürgerinitiative.  „Niemand würde hierherkommen, um an der internationalen Schwerverkehrsachse TEN Nr. 25 spazieren zu gehen.“ Auch Erdbeeren, Spargel, Gemüse,  Delikatessen, für die das Marchfeld bekannt ist, wären nicht mehr zu vermarkten, wenn sie mit den Schadstoffen einer Marchfeldschnellstrasse belastet sind.   
   Die geplanten Autobahnen, für die der Bund Kredite in Milliarden Höhe aufnehmen will, gefährden die gesunde, nachhaltige  Wirtschaftsentwicklung in der ganzen Region nordöstlich von Wien.           

Rückfragehinweis:
Verein “Rettet die Lobau – Natur statt Beton”, Jutta Matysek (Obfrau)



1.10.2010 Bürgerinitiative "Rettet die Lobau": U2 Eröffnung: Jetzt die richtigen Schlüsse ziehen

Die Bürgerinitiative „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“ begrüßt die morgige Eröffnung der U2 Verlängerung. Sie sieht dies als weiteren Grund die geplante Lobauautobahn S1, eine A23 Verlängerung und eine Marchfeldautobahn S8 zu streichen.
Gefordert wird ein weiterer Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere der Schnellbahnlinien S80 und S7, des Radwegnetzes sowie neue Buslinien um Pendler noch vor der Stadtgrenze aufzunehmen.  
   „Die U2 Verlängerung bietet neben den bestehenden Schnellbahnlinien S80 und S7 eine weitere Möglichkeit  autofrei und schnell über die Donau zu kommen. Das ist ein Grund mehr keine Transitschneise S1 durch den Nationalpark Donauauen zu bauen.“ Freut sich Jutta Matysek, Sprecherin von „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“.
   „Die U2 hat viel Geld gekostet. Die Lenkungswirkung dieser Investition auf die Transportmittelwahl hin zu den „Öffis“ wäre wieder aufgehoben wenn das BMVIT zusätzlich eine S1 Lobauautobahn, eine A23 Verlängerung zur Seestadt und hin zu einer Marchfeldschnellstraße S8 baut. Damit würden Wiener und Pendler mit exorbitanten Summen erst wieder zum Autofahren eingeladen.“
   Investiert werden sollte jetzt in ein dichtes Netz von Bus- und Straßenbahnlinien. Linien die die Menschen möglichst nahe am Wohnort (Pendler schon vor der Stadtgrenze) abholen, und zu U- und Schnellbahn bringen. Die S7 oder S80 einzustellen oder Stationen (wie Lobau und Hausfeldstrasse) zu schließen wäre total kontraproduktiv. Stattdessen sollten sie ausgebaut, intervallverdichtet und verlängert werden. (Die U2 kann die S 80 nicht ersetzen. Die eine fährt zum Stadion die andere nach Simmering). Die Buslinie 84 A die mit der Eröffnung der U2 Verlängerung am 2.Oktober eingestellt wird sollte (mit modifizierter Linienführung) ebenfalls bleiben.
Weiters fordert die Bürgerinitiative Investitionen in die unzureichende Fahrradinfrastruktur: Ausbau des Radwegnetzes, mehr Radabstellplätze und Citybike Standorte.    

Rückfragehinweis: Jutta Matysek
Telefon: 0676 953 9779   Email: jutta.matysek@gmx.at
Bürgerinitiative „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“
Weitere Info unter:  www.lobau.org





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21.2.2013 Wien, Lobauautobahn: Rasches Umdenken ist notwendig. Autobahn löst die Verkehrsprobleme Wiens nicht.

Die Ernsthafigkeit eines Politikers ist an seiner Haltung zum Autobahnbau erkennbar.
   Im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlgänge des Jahres 2013 erklärte der Vorsitzende des Wiener Forums Georg Hartl: "Ob es ein Politiker erst meint mit seinem Bekenntnis zur Umweltpolitik sieht man an seiner Haltung zur Lobauautobahn." Man müsse heute den Bürgerinnen und Bürgern klar sagen, dass nur jene Politiker ernst zu nehmen sind, die mit ihrer Zusage, umweltfreundliche Politik zu machen, auch ein entschiedenes Engagement gegen Projekte wie die Lobauautobahn samt Lobautunnel verbinden.
   Nur konkrete Taten zählen in der Umweltpolitik, erklärt Hartl. Wer vorgibt, ihm sei die Lösung der städtischen Verkehrsprobleme, die gute Luft in Wien und die Lebensqualität insgesamt wichtig, müsse, wie man in Wien sagt, als "Schmähführer" gesehen werden, wenn gleichzeitig der Bau der Lobauautobahn zu seiner Verkehrspolitik zählt.
   Wir wissen heute, unter anderem aus einschlägigen Studien der Technischen Universität, dass der Bau der Lobauautobahn eine umweltpolitische Katastrophe und ein wirtschaftspolitischer Unsinn ist - sie rentiert sich nicht. Außerdem, so Hartl, brauchen wir das Geld dringend für Zukunftsprojekte. Investitionen in Bildung, öffentliche Verkehrsmittel oder etwa alternative Energiegewinnung bringen zwei bis drei mal so viele Arbeitsplätze wie der Autobahnbau.
Daher unterstützt das Wiener Forum Veranstaltungen, wie:
"Lobauautobahn und Co?," am 28. Februar 2013, 19.00 Uhr, im Pfarrsaal Eßling, Eßlinger Hauptstraße 79, 1220 Wien. S. Anlage
 
Rückfragehinweis:
Georg Hartl: 0676/3596 578
office@wienerforum.at
Postfach 8, 1224 Wien
Wiener Forum - WiF - Forum für Demokratie und Umwelt    www.wienerforum.at