Wien

"Bürgerinitiative Lebensraum Landstraßer Gürtel" (BI-LLG)



Andrea Willson
Sprecherin BI-LLG
Lebensraum Landstraßer Gürtel

E-mail: andrea.willson@gmail.com 
Website: http://www.aktion21.at/themen/index.html?menu=142
Telefon:



Forderungen der Bürgerinitiative:

Autoverkehr am Wiedner & Landstrasser Gürtel



Zu viel Autoverkehr am Wiedner & Landstrasser Gürtel;
Bild rechts: Die Bäume nicht wie geplant fällen und die Straße (Rampe zur A 23) nicht weiter verbreitern

Die Bürgerinitiative BI-LLG Lebensraum Landstraßer Gürtel fordert:

* Mehr Lärmschutz an der Rampe A23 / Landstr. Gürtel
* Änderung der Verkehrspolitik mit
* BürgerInnenbeteiligung
* Mobilität nicht auf Kosten unserer Gesundheit
* Verständnis und ein Miteinander ALLER!
 

Lärm, die Geißel unserer Zeit! - 100 Tote allein in Österreich?!

Neben Abgasen und Feinstaub, ist der Lärm eine immer größer werdende Belastung. Die Gesundheit der Bevölkerung ist in Gefahr. Wien ist anders – da werden neue Straßenprojekte durchgewunken, die zwar den Autofluss verbessern, aber das Umfeld erfährt nur bedingt Verbesserung. Forschungsergebnisse belegen, dass Lärm Bluthochdruck und Herzinfarkt verursacht. Auch im Schlaf wird ständiger Lärm lt WHO mit gesundheitlichen Schäden in Verbindung gebracht. Konkret geht es um die Rampe A23 Auffahrt Landstraßer Gürtel. Hier wird ein € 100 Millionen teures Projekt durchgedrückt, mit dem Ergebnis, dass neben Grünraumvernichtung, die Lärmwerte danach nicht der Bundeslärmschutzverordnung entsprechen.
Der Gürtel ist eine Bundesstraße, hier gilt die Bundes – Umgebungslärmschutzverordnung – Bundes-LärmV 2006: „§8. (2) Grundsätzlich gelten folgende Schwellenwerte: 1. Für durch Verkehr auf Hauptverkehrstraßen verursachten Lärm ein Lden (tagsüber) von 60dB und ein Lnight (nachts) von 50 dB.“ Quelle: Internet BGBI I 2006/144, Kodex Umweltrecht 1.3.2009. Die WHO nahm 2009 schon Lnight 40dB als neuen Grenzwert an. Zur Zeit ist in der Hofmannsthalgasse im Durchschnitt eine Belastung von 58 dB – 65 dB bei Tag.
Nach der Fertigstellung des Ausbaues werden besonders für die oberen Stockwerke Spitzenwerte von Lden 69,1 dB tagsüber und Lnight 61,3 dB nachts, ausgerechnet! Selbst ein Laie sieht, dass hier keine Verbesserung stattfindet! Weiters sei auch die Gemeinde Wien in die Pflicht genommen - hier ein Auszug aus dem Wiener Umgebungslärmschutzgesetz 2006:
„ §1. (1) Ziel dieses Landesgesetzes ist die Vorbeugung, Verhinderung und Minderung von Umgebungslärm und seiner gesundheitlichen Auswirkungen.“

Der Ausbau Rampe A23, Südgürtel und Hauptbahnhof, der von ASFINAG und Stadt als eine unglaubliche Verbesserung dargestellt wird, betrifft aber nicht nur die direkten AnwohnerInnen sondern in weiterer Folge die BewohnerInnen des Gürtels bis weit in den Westen, sowie die umliegenden Gretzel gleichermaßen. Ein Beispiel dazu sind die Pläne im Gebiet des neuen Hauptbahnhofes, mit Straßendurchstichen in alle Richtungen! Der Bezirk unterstützt zwar die Anliegen der Bevölkerung, besonders die Ghegastraße nicht in den 10. Bezirk zu eröffnen, bei dem Durchstich der Franz Grillgasse vom 10. Bezirk her durchs Arsenal zur Rampe A23 Gürtel wird sie im Stich gelassen! Das bedeutet bis zu 20 000 Fahrzeuge pro Tag, wo im Moment gar nichts fährt! ASFINAG hat ihr Budget in Kosten - Nutzen angelegt und weigert sich, die Lärmwand an der Rampe A23 um weitere 3m aufzustocken, denn der Nutzen wäre für sie nicht mehr
rentabel! Den Anrainern würde dies noch eine Verbesserung von 1,5 dB bringen! Traurig aber wahr, der Mensch wird letztendlich als wirtschaftlicher Kosten/Nutzenfaktor berechnet!
Unsere GESUNDHEIT muss aber das HÖCHSTE GUT bleiben! Wird bei Bauprojekten zu Lasten der Gesundheit gespart, wird das dem Staat durch die Hintertür über das Gesundheitssystem, das bereits vor dem Abgrund steht, als Rechnung wieder präsentiert!

Als Sprecherin von BI-LLG, meine ich:
„Die Gesundheitsgefährdung durch Lärm, Abgase und Feinstaub, betrifft ja nicht nur uns, sondern viele Gebiete und deshalb wollen wir den Bogen auch überregional spannen. Unsere Forderung ist letztendlich einfach - Verantwortung übernehmen und jeder kann etwas tun. Wir wollen alle ins Boot holen, die Betroffenen und das sind auch die Autofahrer, sowie die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung, denn schließlich geht es um unser Aller Gesundheit und Zukunft!“

Im Gedenken an die rund 100 Toten, die durch Lärm in Österreich (Quelle: VCÖ ) bereits sterben und solchen, denen ein früherer Tod beschieden ist, wollen wir wachrütteln, um den Lärm, in weiterer Folge auch Abgase und Feinstaub, die Geißeln unserer Zeit, gemeinsam zu besiegen!
Wir fordern alle auf, die unter Lärm und anderer Belastung durch motorisierte Vehikel und Flugmotoren zu leiden haben bzw. denen die Gesundheit der Bevölkerung und vernünftige Verkehrspolitik am Herzen liegt, an dem Schweigemarsch am Donnerstag 26. Mai 2011 ab 16:00 am Südgürtel beginnend X Argentintierstraße, teilzunehmen.

Andrea Willson
Sprecherin BI-LLG
Lebensraum Landstraßer Gürtel



26.5.2011: SCHWEIGEMARSCH gegen Autolärm

Demonstration gegen Autolärm am Landtsraßer Gürtel am 26. Mai 2011



Lärm – die Geisel unserer Zeit – besiegen wir gemeinsam dieses Monster.

Machen Sie mit bei unserem SCHWEIGEMARSCH !

als stummen Aufschrei gegen die Verkehrsbelastung durch motorisierten Verkehr und zum Gedenken der rund 100 Toten / Jahr / Österreich weit, durch Lärm!

Dauer: Donnerstag 26. Mai 2011 ab 16:00 – ca 18:30
am Landstraßer Gürtel ab Argentinierstraße – Rampe A23

Treffpunkt:
Ecke Gürtel / Argentinierstraße vor „Bömerwald“ 15:45 Uhr
 
 

Demo: Sammeln am Ausgangsort








Sammeln zum Schweigemarsch am Treffpunkt Gürtel Ecke Argentinierstraße

Der Schweigemarsch

















Strecke der Kundgebung:
Argentinierstraße => Wiedner Gürtel => Arsenalstraße (vorbei am "Südbahnhof OST" und am unvollendeten "Museum der Revolution") => Ghegastraße => Kelsenstraße => Landstraßer Gürtel Rampe A23.
 
Für die ca 35 Teilnehmer der Kundgebung gab es ca 20 Polizisten als Begleitschutz. 
Politisch wurde die Bürgeriniative von einer Hand voll Mitglieder der Grünen Partei unterstützt. 
Allerdings kam kein einziger Grüner Gemeinderat(in) und auch nicht die Grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (zuständig für Energie und Verkehr). Die Abwesenheit ist verständlich, weil die Grün-Funktionäre haben dem neuen Straßenausbau bei der Kreuzung Landstraßer Gürtel / Rampe A23 zugestimmt, wo jetzt 80-100 Millionen Euro verbaut werden
Vermutlich haben sich die meisten GRÜN-Wähler die gürne Stadtpolitik in Wien anders vorgestellt.
 

Bei der Autobahnauffahrt Rampe A23 - Landstraßer Gürtel

Ende der Kundgebung bei der Auffahrt zur Autobahn A23 - Landstrasser Gürtel






Bei der Auffahrt zur A23 gab es eine kurze Ansprache von Andrea Willson von der Bürgerinitiative Lebensraum Landstraßer Gürtel.

PS: Frage für Kenner der Straßenverkehrsordnung:
Wie schnell darf man hier eigentlich fahren (siehe Bild links unten)?
   Es endet das Ortsgebiet (danach beginnt somit das Freiland), es endet die 50 km/h Beschränkung nach dem Luftschutzimmissionsgesetz, 10 Meter später beginnt die Autobahn, allerdings mit einer 50 km/h Beschränkung.
  



Video von der Kundgebung am 26.5.2011



Video: Schweigemarsch der Bürgerinitiative Lebensraum Landstraße am 26. Mai 2011
Videogröße 53 MB; Dauer: 14 min




BI Lebensraum Landstraßer Gürtel

Aktion 21 mit Infostand:



Aktion21: Frau Wessely am Infostand bei der Straßenarbeit

Liebe BI-Sprecherinnen und -Sprecher,
"ich finde es einfach toll, was diese Frau leistet, seit  Jahren, ohne aufzugeben", meinte eine Teilnehmerin und meinte damit Andrea Willson, die Sprecherin der BI Landstraßer Landstraßer Gürtel und Organisatorin der Demo.   
   Eine solche Demo vorzubereiten, bedeutet viel Arbeit für Wochen (wem sage ich das?)  Flyers,  Transparente, Ankündigungen in den Medien , Verhandlung mit der Polizei, Aussendungen...........  ,
2 Tage lang wurden Infosackerln für die Autofahrer vorbereit , die ihnen bei Rotphasen übergeben wurden.
   Dennoch sind nur wenig mehr als etwa 30 Leute gekommen, (das Polizeiaufgebot war fast ebenso groß, (d.h. man hatte mit einer gößeren "Empörung" gerechnet),  6 oder 7 Teilnehmer kamen von anderen BI - und das war schön - weil sie sich solidarisch erklärten , mit jenen, die von einem ähnlichen Problem betroffen sind , wie sie selbst.
   Aktion21 war mit dem Infostand dabei - auch ein neues, gutes Megaphon mit extra Mirkrophon haben wir angeschafft , das gute Dienste geleistet hat.
   Zwischen einem Möbelhaus und dem Gürtel gibt es einen schmalen Grünstreifen und dort war der Endpukt der Demo und dort befanden sich auch die Infotische. Zwei Stunden bin ich dort gestanden, betäubt von dem Gestank  und dem Lärm und fassungslos - in welcher Welt leben wir?
   Das wird Anrainern dort zugemutet, Tag und nacht ohne Pause und das wird mit den geplanten Projekten noch schlimmer werden.
   ORF hat in "Wien heute" berichtet. (das kann man auch im Interent ansehen). Auch Herr Marschall von www.wien-konkret.at  war da und hat gefilmt und natürlich... Herr Pelda.
   Jede Form von Widerstand - selbst wenn er nicht sogleich zum Erfolg führt, ist ein Schritt zum Ziel !
Aber der Widerstand sollte noch größer werden und allen sollte entschieden entgegengetreten werden, die meinen, das hätte keinen Sinn. Das stimmt nicht! 
 
LG Herta Wessely    26. Mai 2011

Mehr Infos => aktion 21



25.5.2011 ARBÖ: Demo gegen Lärm , Abgase und Feinstaub sorgt für Staus im Wiener Abendverkehr

Am morgigen Donnerstag, den  26.05.2011, findet in Wien eine Demonstration zum Thema "Gesundheit und die Gefährdung durch Abgase, Lärm und Feinstaub" statt. Ebendiese Demonstration wird im Zuge des Abendverkehrs zu Staus und vermehrt zu Abgasen und Lärm führen, sind die Verkehrsexperten des ARBÖ überzeugt. Im Zuge der Demo kommt es vor allem im Bereich des  3. und 4. Bezirkes zu temporären Verkehrssperren. 
   Gegen 15:30 Uhr werden sich die ca. 300 erwartenden Demonstranten im Bereich der Argentinierstrasse 71 im 4. Bezirk sammeln. Ab ca. 16 Uhr werden die Teilnehmer über die Argentinierstraße und den Äußeren Wiedner Gürtel zur Arsenalstraße und Ghegastraße ziehen. Von dort geht es über die Kelsenstrasse auf den Landstraßer Gürtel bis zur Abfahrt der Südosttangente (A23) im Bereich des Wildgansplatzes.  Ein Ende der Demonstration ist um 17 Uhr geplant. Im  Rahmen der Protestveranstaltung wird es nach Angaben der Polizei zu zeitweiligen Verkehrssperren und lokalen Umleitungen kommen.
   "Obwohl die erwartete Teilnehmerzahl vorraussichtlich überschaubar bleiben wird und die Polizei die Sperren nur so kurz wie unbedingt notwendig hält, werden Staus nicht ausbleiben. Im Zuge des Abendverkehrs kommt es vor allem am Gürtel und der Ab- bzw. Auffahrt Gürtel auf der Südosttangente (A23)  zu erheblichen Verzögerungen. Aber auch auf der Tangente selbst wird einiges an Geduld gefragt sein", weiß ARBÖ-Verkehrsexperte Thomas Haider aus Erfahrung.

Rückfragehinweis:    ARBÖ-Informationsdienst/Thomas Haider
   Tel.: (++43-1) 89 12 17
OTS0181    2011-05-25/12:17

Anmerkung Wien-konkret: Es hat am Gürtel keinen zusätzlichen Verkehrsstau gegeben, da der Gürtel von den Teilnehmern der Kundgebung nur einmal bei einer Grünampelphase gequert wurde. Im übrigen erkennt man, dass den "Experten" des ARBÖ zur Reduktion von Abgasen und Lärm durch den Autoverkehr nichts anderes eingefallen ist, als den Schweigemarsch zu kritisieren.





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Demo gegen den Lärm

Traurig ist bei allen nur die fehlende Bereitschaft der Bürger für ihre Anliegen persönlich einzutreten. Fr. Willson hat 3000 unterstützende Unterschriften und nur eine Handvoll wagt sich persönlich zur Demo. Es hätten zumindest 500 sein müssen. Trotzdem ein großes Kompliment für Fr. Willson.

Franz P.     29. Mai 2011



@ Schweigemarsch

Ein sehr guter Bericht mit den wesentlichen Aussagen!
Danke
Leute geht auf die Barrikaden, lasst Euch nicht alles gefallen - besonders wenn unsere Gesundheit auf dem Spiel steht!

Andrea W.            27. Mai 2011



Schweigemarsch gegen Autolärm

Gratulation Andrea Willson!
Mutige Sprecherin Lebensraum Landstraßer Gürtel!

Durch den Schweigemarsch auf dem Wiedner & Landstraßer Gürtel hat Willson mit einer Schar von Demonstarnten die Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht, in welchem Inferno hier Menschen leben und welches Ausmaß an Torturen die BewohnerInnen von Tag zu Tag erleiden und erdulden.

Lisa F.     27. Mai 2011