Wien

25. September 2014 Demo: “Kulturerbe Wien - Für die Erhaltung - Stoppt die Zerstörung!”



© Erich J. Schimek

Ort: Eislaufverein-Ringstraße-Parlament-Rathaus
Adresse: Lothringer Straße 22, 1030 Wien
Zeit: 18 - 20 Uhr

33 Initiativen haben sich zusammengeschlossen, um gegen die fortschreitende Stadtzerstörung in einer Kundgebung aufzutreten. Der rasant fortlaufenden Zerstörung historischer Bauten in Wien und den Ortskernen der Bezirke sowie der Zerstörung von Kulturlandschaften, sowohl in den Weinbergen als auch in historischen (Garten-)Anlagen muss Einhalt geboten werden, so das Anliegen der besorgten Bürger. Beklagt wird von den Bürgerinitiativen insbesondere die Zerstörung von historischen Stadt-Ensembles in der Wiener Innenstadt bzw. in Grinzing durch "moderne" - jedenfalls unpassende - Betonhochhäuser. Weiters get es gegen die Verbauung von Parkanlagen wie z.B. dem denkmalgeschützten Augarten. Architektur, Kultur und Lebensqualität werde immer der Profitgier von Geschäftsleuten der Immobilienbranche geopfert, so der Protest der Wiener Bürgerinitiativen.
   Unterstützt wird die Demo von immer mehr Prominenten aus Kunst und Kultur, so zuletzt Dr. Wilfried Seipel (ehem. Direktor des Kunsthistorischen Museum Wien) oder dem Schriftsteller Gerhard Roth.
    Waren es beim Startplatz beim Künstlerhaus erst ca 500 Leute, so schlossen sich immer mehr Menschen dem Marsch zum Rathaus - dem Sitz der beklagten rot-grünen Stadtregierung - an. Am Ring waren es sch ca 2000 Teilnehmer die einen langen Demonstrationszug bildeten, um den Forderungen der Bürgerinitiativen Nachdruck zu verleihen. Während Leute bei den Straßenbahnstationen zugejubelt wurde kamen von den verärgerten Autofahrern Hupsignale.
    Nach einen Zwischenstopp vor dem Parlament gab es die Hauptansprachen vor dem Rathaus. Aufgrund der zu geringen Lautstärke der Lautsprecher waren die Ansprachen leider nur für die vorderen Reihen gut verständlich.
    Eigentlich verwunderlich, daß die Wiener Tourismuswirtschaft sich nicht für den Erhalt der historischen Gebäude und Stadtteile in Wien einsetzt. Immerhin kommen die jährlich rund 10 Millionen Touristen nicht wegen der Betonhochhäuser nach Wien, sondern wegen den Überbleibseln aus der Kaiserzeit, somit wegen der Hofburg mit ihrer Schatzkammer, wegen dem Schloß Schönbrunn, den Museen wie z.B. dem Sisi-Museum und wegen der schönen Ringstraße.
Mag. Borbert Marschall, Herausgeber.

Mehr Infos => www.kulturerbewien.at

 


























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