Wien

Hochhaus Naschmarkt: "Bürgerinitiative Rechte Wienzeile" dagegen

Bürgerinitiative Rechte Wienzeile gegen das geplante Hochhaus am Naschmarkt;



Bilder: Bürgerinitiative Rechte Wienzeile gegen das geplante Hochhaus am Naschmarkt; © Wien-konkret

* 8. April 2010:
In einem Telefoninterview gab Bezirksvorsteher Ing. Wimmer gegenüber dem Stadtmagazin Wien-konkret zur Klarstellung bekannt:
* Die derzeitige Widmung des Grundstücks ist "Öffentliches Gut"
* Der "Antrag auf Baugebiet" aus dem Jahre 2009 wurde nicht behandelt
* Es wird hier kein Gebäude errichtet werden.
* nächste Schritte betreffend der Neugestaltung werden noch bekannt gegeben


* 18.3.2010:  JUBEL !!!
Kein Hochhaus am Naschmarkt - Projekt gestoppt - Bürgerinitiative erfolgreich !!!



Rückblick: Das wollte der Bauwerber mit der alleine regierenden SPÖ-Magareten ursprünglich realisieren:


* Ein Hochhaus mit 30 Meter Höhe ist entlang der U4-Station Kettenbrückengasse in Planung!
Dazu soll ein Parkplatz in Bauland umgewidmet werden und mit einem modernen Haus der Bauklasse VI bebaut werden.
* Mit diesem modernen Bau würde der kulturhistorische Charakter dieses Platzes zerstört werden, der in einmaliger Weise durch seine architektonischen Schätze die Geschichte Wiens der letzten 200 Jahre widerspiegelt. Besser wäre es, eine kleine Grünoase zu schaffen, die die Lebensqualität der AnrainerInnen deutlich heben würde. Der 5. Wiener Gemeindebezirkes istz auch jetzt schon extrem dicht verbaut.
* Die "Bürgerinitiative Rechte Wienzeile" wehrt sich dagegen und hat schon ca 2000 Unterschriften gesammelt. Motto: Grünfläche statt Betonwüste"
* Bezirksvorsteher Ing. Kurt Wimmer (SPÖ) hat der Bürgerinitiative bereits eine Befragung der Bevölkerung in Aussicht gestellt.
 

Kontakt zur Bürgerinitiative:

E-mail: bi.rechtewienzeile@gmx.at

Web: => BI Rechte Wienzeile auf Facebook  => auf der Website der Aktion 21
 
Infobox am Haustor Rechte Wienzeile 45



Video: Bürgerinitiative Rechte Wienzeile

Video: BI Rechte Wienzeile Unterschriften sammeln bei der Ketten- brückengasse, Wien 5. Bezirk

Video 40 MB;
© Wien-konkret


Video- Start/Stop durch
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Ein Anrainer:
* Das geplante Hochhaus soll viel höher werden, als alle umgehenden Häuser. Das ist vermutlich nur der Anfang von mehreren Hochhäusern, die da geplant werden.
* Dieser Platz würde sich eignen, eine Grünfläche anzulegen. Das hätte die Gegend dringend notwendig. Der 5. Bezirk von Wien hat fast keine Grünflächen. Früher hat es da schon einmal einen Park gegeben.
* Das mit der Bauhöhe ist nicht so einfach. Es gibt in Wien genug Beispiele, dass dann immer wieder aufgestockt wird und ein paar Stockwerke draufgesetzt werden. Das ist nur der Anfang, um die Gegend endgültig zu verschandeln.

Frau Christa Seewann (Sprecherin der Bürgerinitiative):
* Hofft, dass nicht gebaut wird. Im Moment ist erst die Flächenwidmung im Gespräch. In der Politik und im Magistrat sind immer weniger dafür und die Bevölkerung ist sowieso dagegen. Die Leute sind entsetzt, wenn man ihnen erklärt, was da her kommen soll.
* Der Plan für den Hochhausbau ist seit 2 Jahren ausgearbeitet, aber noch nicht genehmigt. Die derzeitige Freifläche soll in Baufläche – so der Plan - umgewidmet werden. Genau das versucht die Bürgerinitiative Rechte Wienzeile zu verhindern.
* Die Bürgerinitiative wünscht sich eine Grünfläche mit Alleebäumen.
* Probleme dieses Projekts: Die Bundesstraße rechte Wienzeile ist sehr schmal, mehr Abgase & Lärm werden befürchtet. Ein so großer Turm wäre ein Schandmal für ganz Wien. Er würde den ganzen Biedermeier-Bezirk Margareten verschandeln.

Frau Herta Wessely (Obfrau Aktion 21):
* Die Bürgerinitiative Kettenbrückengasse ist auch Mitglied bei der „Aktion 21“. Das ist eine Plattform für Bürgerinitiativen und es kommen jeden Tag Bürgerinitiativen dazu. Immer wenn Projekte geplant werden, wo Bürger gar nicht einbezogen waren, dann gibt es ein Problem.
* Wichtig für die Bürgerinitiativen ist Information. Das macht die Politik ja nicht, was sie aber tun sollte. Durch den Infostand werden alle Anrainer informiert. Viele wissen nichts davon. Dann werden Unterschriften gesammelt. Und man kann schon jetzt sehen, dass es einen ganz großen Widerstand gegen dieses Projekt gibt.
* Neben einer Otto Wagner U-Bahn Station ein Hochhaus hinbauen, vis-a-vis von Jugendstilhäusern und einer Biedermeier-Hauszeile.
 


Stellungnahmen zum Hochhaus Naschmarkt,

* 23.3.2010 Die Bürgerinitiative ist hoch erfreut über das Ergebnis:

Bürgerinitiative Rechte Wienzeile gegen neues Hochhaus am Naschmarkt

Die Bürgerinitiative "Rechte Wienzeile" ist hoch erfreut über die neue Grünfläche; © ZVG

GRÜNFLÄCHE statt  HOCHHAUS
   Die Bürgerinitiative Rechte Wienzeile- U4 Kettenbrückengasse ist hoch erfreut über die letzte Entwicklung der Dinge. Endlich hat einmal in Wien die Vernunft gesiegt! Bei vielen der Bauvorhaben der letzten und kommenden Jahre war (und ist) meist Planlosigkeit vorherrschend, wurde hauptsächlich lokal und bezogen auf das Einzelprojekt gedacht, und die Bedenken der Anrainer waren der Stadt einfach lästig.
   In Margareten hat nun der Bezirksvorsteher (SPÖ) nach vielen Verhandlungs-terminen mit der BI beschlossen, das kleine Grundstück entlang der U4-Sation Kettenbrückengasse nun doch von Verkehrsfläche in Grünfläche umzuwidmen und dort noch VOR den Wahlen eine Grünanlage zu errichten.
   Wir, die Vertreter der BI hoffen, dass diese Umwidmung nun rasch erfolgt und dass wir noch vor dem Sommer erste Gestaltungsmaßnahmen erkennen werden. Wir hoffen weiters, dass die gute Absicht nicht an der ‚Finanzkrise’ scheitert, und haben daher angeboten, Bäume über Spenden zu sponsern. 

Jedenfalls bleiben wir wachsam.

Wir danken allen, die uns auf vielfältigste Weise unterstützt haben. Uns ist sehr bewusst, dass man nur gemeinsam und im Gespräch Dinge erreichen kann.

Bürgerinitiative-Rechte Wienzeile – U4 Kettenbrückengasse
Wien, 22.3.2010



* 18.3.2010 Kein Hochhaus am Naschmarkt - ÖVP Margareten gratuliert Bürgerinitiative

ÖVP: Kein Hochhaus am Naschmarkt

"Wir freuen uns mit der Bürgerinitiative, dass es nun doch kein Glas-Hochhaus beim Naschmarkt geben wird. Gerade noch rechtzeitig kam die Einsicht des Bauwerbers, dieses Hochhaus-Projekt doch nicht zu realisieren", so Marie-Luise Mojzis, Klubobfrau der ÖVP Margareten.

Die ÖVP war von Beginn an skeptisch und hat nach Vorliegen konkreter Projektpläne unverzüglich die Bürgerinitiative gegen dieses Bauprojekt unterstützt. "Für die Margaretnerinnen und Margaretner bleibt zu hoffen, dass es trotz der oft rasch wechselnden Entscheidungen des Bezirksvorstehers bei der nun erfolgten Grünflächenwidmung bleibt", schließt Mojzis.

Rückfragehinweis:
   Marie-Luise Mojzis, Klubobfrau der ÖVP-Margareten
   Telefon: +43 (0)699 18202010      E-Mail: Marie-Luise.Mojzis@oevp-wien.at
   1040 Wien, Wiedner Hauptstraße 23-25
OTS0296    2010-03-18/15:34



Margareten - Rechte Wienzeile: Grünfläche statt Hochhaus

SPÖ zum Hochhaus am Naschmarkt

Grundstück in Margareten wird nicht verbaut
 
Bezirksvorsteher Ing. Kurt Wimmer erweitert nach dem Rückzug des Bauwerbers das Grünraumangebot im 5. Bezirk. Statt eines geplanten 30 Meter hohen Bürogebäudes wird jetzt auf dem Grundstück des derzeitigen ÖAMTC - Parkplatzes auf der Rechten Wienzeile eine Grünfläche errichtet. Bereits in den nächsten Wochen soll ein Konzept für die Gestaltung erarbeitet werden. Voraussichtlicher Fertigstellungstermin der neuen Margaretner Grünfläche: Ende August 2010.
 
   Vor einigen Monaten hat die Veröffentlichung einer Bebauungsstudie mit dem Bild eines über 30 Meter hohen Büroturms unweit des Naschmarkts für Diskussionen gesorgt. Der Bauwerber BAI plante die Errichtung eines Bürogebäudes auf dem derzeit noch als ÖAMTC -Parkplatz genutzten Grundstücks auf der Rechten Wienzeile in Margareten.

   In der Margaretner Bezirksvertretung gab es zu diesem Neubau seitens der ÖVP und der FPÖ grundsätzlich positive Stellungnahmen. Die SPÖ und die Grünen hingegen standen dem Projekt eher kritisch gegenüber und forderten gewisse Einschränkungen wie die Reduktion der Bauhöhe auf maximal sieben oder acht Stockwerke. Auch die Bevölkerung lehnte ein solches Monumentalbauwerk bei einer im Vorjahr abgehaltenen Bürgerinformationsveranstaltung ab.

   Bezirksvorsteher Ing. Kurt Wimmer hat die Bevölkerung von Anfang an in die Planung und Diskussionen zu einer eventuellen Bebauung des Areals eingebunden und ersuchte die  Gebietsbetreuung Margareten, nach der ersten Bürgerinformationsveranstaltung weitere AnrainerInnengespräche abzuhalten. Dabei stellte der Bauträger BAI den BürgerInnen mögliche Nutzungsmöglichkeiten der Liegenschaft vor, die jedoch abermals auf keine breite Zustimmung unter den MargaretnerInnen stießen.

   Da eine Annäherung der unterschiedlichen Standpunkte nicht erreichbar war und die Firma BAI keine Möglichkeit zur wirtschaftlich vertretbaren Weiterverfolgung ihres Bauprojektes sieht, hat der Bauwerber nun mitgeteilt, sich von der geplanten Errichtung des Bürogebäudes zurück zu ziehen.

   Nach dem Rückzug des Bauwerbers hat Bezirksvorsteher Kurt Wimmer nun verfügt, dass auf dem Areal eine Grünfläche errichtet wird. "Ich habe versprochen, mich für eine Lösung im Sinne der Anrainerinnen und Anrainer einzusetzen. In vielen Gesprächen mit Margaretnerinnen und Margaretnern wurde immer wieder der Wunsch nach einer Grünfläche geäußert," so Bezirksvorsteher Kurt Wimmer.

Die zuständigen Magistratsabteilungen wurden bereits ersucht, eine Ideenfindung durch unabhängige ExpertInnen zu veranlassen. Anfang Mai sollen die ersten Entwürfe des neuen Margaretner Grünfläche der Bevölkerung vorgestellt werden. Mit der Errichtung der Grünfläche soll noch vor dem Sommer begonnen werden, die Fertigstellung ist für Ende August 2010 geplant. (Schluss)

 
Rückfragehinweis: SPÖ -Klub Rathaus, Presse Tel.: 01/4000 81 922
OTS0077    2010-03-18/10:06



* 12.11.2009 Grüne Margareten: Kein Beschluss für Hochhaus am Naschmarkt

Grüne zum Hochhaus Naschmarkt,

"Die Bedenken der Grünen Margareten gegen ein Hochhausprojekt eines privaten Investors bei der U4-Station Kettenbrückengasse wurden zumindest teilweise erhört", freut sich Bezirksvorsteher Stellvertreter Peter Dvorsky. Nachdem es von Seiten zahlreicher AnrainerInnnen Stellungnahmen gegen das geplante Bauprojekt gab, wurde eine Beschlussfassung zur Änderung des Flächenwidmungsplanes in der Sitzung des Bauausschusses der Margaretner Bezirksvertretung nach intensiver Diskussion vertagt.

Ein besonderer Kritikpunkt der Grünen bezieht sich darauf, dass sich ein wesentlicher Teil des besagten Grundstückes an der Rechten Wienzeile im Besitz der Stadt Wien befindet. "Es kann nicht sein, dass sich die Stadt Wien aus ihrer stadtplanerischen Verantwortung entzieht und einem privaten Bauträger ein Grundstück mit maximaler Widmung übergibt, damit dieser Kapital daraus schlagen kann", so Dvorsky.

Die Vertagung eines Beschlusses erhöht die Chance, dass die SPÖ die Bedenken der AnrainerInnen ernst nimmt und dass das Projekt in dieser Form fallen lässt. Ein Umdenken der SPÖ, die dieses Projekt bisher in allen Gremien unterstützt hat, würde die Möglichkeit einer Gestaltung des Bereiches unter Einbeziehung der Interessen der AnrainerInnen erhöhen. Diese haben sich mittlerweile in einer "Bürgerinitiative Rechte Wienzeile" formiert und pochen auf BürgerInnenbeteiligung im Planungsprozess.

Dvorsky verlangt eine BürgerInnenversammlung, in der auch die Wünsche der Bevölkerung über die verkehrstechnische, freizeit- und kulturbezogene Ausgestaltung des sogenannten "Pilgramblocks" abgefragt werden sollen. "Wichtiger als ein Einzelprojekt wäre ein Gesamtkonzept für den Bereich von der Kettenbrücke bis zur Ende der Einwölbung des Wienflusses beim Rüdigerhof, um der stadtgestalterischen Bedeutung dieses Raumes gerecht zu werden", so Dvorsky abschließend.

Rückfragehinweis:    Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, presse.wien@gruene.at
OTS0101    2009-11-12/10:20





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Geplantes Hochhaus am Naschmarkt

Ich bin entsetzt über diese Pläne !!!!!
Dieses Ambiente ist ein so Kostbares und Besonderes. Jede andere Stadt würde ein solches Stadtviertel besonders pflegen und subtil - mit Baumbepflanung und kleinen Grünflächen - seine Bedeutung unterstreichen. Und in Wien wieder die Bedrohung durch Zerstörung.
- Warum ergreift die Stadt nicht die Chance, mit herausstechenden Neubauten an der in weiten Teilen sehr öden Peripherie Landmarks und strukturbildende Akzente zu setzen? Es geht ja hier nicht nur um die - sowieso entsetzliche und unverantwortliche - ästhetische Zerstörung eines Ambientes. Noch dichtere und intensivere Verbauung erzeugt wieder stärkere Verkehrsströme und senkt die Lebensqualität der BewohnerINnen.

GIBT ES KEINEN STADTENTWICKLUNGSPLAN ???????????

Helga K.          E-mail 22.11.2009