Wien

Die Zukunft des Areals Hotel Intercontinental, Wiener Eislaufverein, Wiener Konzerthaus





ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR DENKMAL- UND ORTSBILDPFLEGE
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Betrifft:   Die Zukunft des Areals Hotel Intercontinental,  Wiener Eislaufverein,  Wiener Konzerthaus



24.1.2017 Hochhausprojekt Eislaufverein: Wiener Stadtregierung vor Rechtsbruch!

Initiative Denkmalschutz: Gemeinde- / Bezirksräte vor Amtsmissbrauch?
Rechtsanwalt Dr. Wolfgang List bestätigt: Welterbekonvention ist Bundesgesetz und muss von Stadt Wien eingehalten werden!
Das jetzt vorliegende Rechtsgutachten der List Rechtsanwalts GmbH (im Auftrag des Vereins Initiative Denkmalschutz) kommt eindeutig zum Schluss, dass Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Vizebürgermeisterin Mag. Maria Vassilakou einen massiven Rechtsbruch begehen, wenn sie das aktuell überarbeitete Hochhausprojekt so wie geplant umsetzen wollen. Gemäß Artikel 4 der Welterbekonvention hat sich Österreich zur Erhaltung des Welterbes verpflichtet (BGBl. 60/1993). Somit ist die Vorgabe der UNESCO einzuhalten, im Bereich des Heumarkts keine Projekte zuzulassen, deren Höhe die Bestandshöhe des Hotels InterContinental (ca. 40 m) überschreitet. Diese mehrfach bekräftigte UNESCO-Vorgabe ist spätestens seit 2012 bekannt! Da die Welterbekonvention ein internationaler Vertrag und zugleich in Österreich ein Gesetz ist, ist es überhaupt nicht möglich, über die Erhaltungspflicht des Weltkulturerbes mit der UNESCO "zu verhandeln".
 
Kompetenzüberschreitung! Gemeinde- u. Bezirksräte vor Amtsmissbrauch?
   Die Republik Österreich allein könnte sich von dieser Pflicht ausschließlich durch Kündigung der Welterbekonvention sowie Außerkraftsetzung des Bundesgesetzes lösen. Der Stadt Wien kommt eine derartige Befugnis nicht zu! Das heißt die Gemeinde- und Bezirksräte dürfen keine Hoheitsakte setzen bzw. dazu anstiften (z.B. Stimmabgabe bzw. Beschluss Änderung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes), die im Widerspruch zur Welterbekonvention stehen, weil dies rechtswidrig wäre und das Risiko von Amtshaftungsansprüchen nach sich ziehen bzw. - im Falle der Wissentlichkeit und Erfüllung von weiteren Voraussetzungen des § 302 StGB - strafrechtlich relevant sein könnte (Amtsmissbrauch)! - Rechtsgutachten im vollen Wortlaut: www.ralist.at
Rückfragen & Kontakt: Markus Landerer und Claus Süss, Initiative Denkmalschutz, mobil: 0699/ 1024 4216, 0676/ 740 43 27, www.initiative-denkmalschutz.at



14.12.2016: Initiative Denkmalschutz: Hochhausprojekt Eislaufverein - Stadt Wien zielsicher auf dem Weg zur Aberkennung des UNESCO-Welterbetitels!

Wie lange glaubt die Stadt Wien die Öffentlichkeit täuschen zu können? Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) muss jetzt aktiv werden und auf Einhaltung Republik-Vertrag mit UNESCO pochen!
   "Selbstverständlich ist es mir wichtig, alles zu unternehmen, damit der Weltkulturerbestatus nicht gefährdet wird", behauptet Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou noch am 24. Mai im Gemeinderat und täuschte damit nicht nur die Öffentlichkeit, sondern sogar ihre eigene grüne Parteibasis. Die gestrige Pressekonferenz gemeinsam mit Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) zeigte eines deutlich: Bauspekulation wird der Vorzug vor öffentliches Interesse gegeben.
   Das jetzt überarbeitete Projekt überschreitet um etwa 23 Meter die Bestandshöhe, doch alle Beschlüsse der UNESCO zeigen, dass eine solche Höherwidmung zielsicher zum Welterbeverlust führen wird. Wie nun auch noch angenommen werden kann, dass dem neuen Projekt der Fachbeirat für Stadtplanung und Stadtgestaltung seine Zustimmung geben wird, scheint ebenso rätselhaft. Denn auch der "Großteil" der Mitglieder hat in seiner Stellungnahme vom 11. Mai ganz klar die "Notwendigkeit" der "Verträglichkeit mit dem Weltkulturerbestatus" gefordert, denn dies "könnte wesentliche Auswirkungen und zum Teil Nachteile für die Stadtentwicklung (kulturelle Positionierung, Tourismus, ...) haben." Bundesminister Drozda muss jetzt handeln!
Rückfragen & Kontakt:  Markus Landerer und Claus Süss, Initiative Denkmalschutz,
mobil: 0699 / 1024 4216 oder 0676 / 740 43 27, www.idms.at

Quelle Gemeinderatssitzungsprotokoll 24. Mai, S. 8, 2. Spalte, Aussage Vassilakou: https://www.wien.gv.at/mdb/gr/2016/gr-009-w-2016-05-24.pdf
Quelle Stellungnahme Fachbeirat, 11. Mai, siehe Seite 6, Pkt. F: https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/intercont-wev/pdf/stellungnahme-fachbeirat.pdf

schonungslose Analyse/Stellungnahme von der UNESCO-Kommission Österreich dazu (Nov. 2016)



26.11.2016: Presseaussendung der List Rechtsanwaltschafts GmbH


 
Sehr geehrte Damen und Herren,
unser Verein Initiative Denkmalschutz wird in Bezug auf das umstrittene Hochhausprojekt Eislaufverein in der Kernzone des Weltkulturerbes und der drohenden Aberkennung des UNESCO-Weltkulturerbes für Wien von der List Rechtsanwaltschafts GmbH vertreten. Anbei die vor wenigen Stunden ausgeschickte Presseaussendung im Namen unseres Vereins.
mit freundlichen Grüßen
Markus Landerer






An einer für das Stadtbild völlig ungeeigneten Stelle wurde seinerzeit das Hotel Intercontinental errichtet, das anlässlich seiner Fertigstellung vom bekannten Wiener Architekturexperten Friedrich Achleitner als ein zu seiner Umgebung völlig beziehungsloser Koloss und Fremdkörper bezeichnet wurde. Als ob das Hotel Intercontinental das Wiener Stadtzentrum nicht schon genug beeinträchtigen würde, soll jetzt nach dem Plan der Errichtungsgesellschaft ein Turm daneben gestellt werden, dessen Höhe von geplanten 73 m die des Hotels um fast 30 m überschreiten soll. Dazu ein massiver Baublock am Heumarkt, der bis zur Höhe der Traufe des Konzerthauses reichen soll und damit die tiefer liegende Bebauung auf der anderen Straßenseite noch tiefer in eine Grube gerutscht wirken lässt.
   Geschickt wurden bei einer Pressekonferenz (28. 2. 2013) und einer anschließenden Ausstellung die angeblichen Vorzüge und Qualitäten des Projektes präsentiert. Es wurde behauptet, dass für die Erhaltung des Freilufteislaufplatzes, für „freiere Sicht und Öffnung nach außen“, für „zeitgemäße Eleganz in Architektur und Nutzungsangebot“ etc. eine beträchtliche Vergrößerung des Bauvolumens notwendig wäre, ohne die sich das Projekt für die Betreibergesellschaft nicht rechnete. Die allgemeine Aufmerksamkeit wird geflissentlich davon abgelenkt, dass die vorgebliche Durchlässigkeit und freiere Sicht durch wesentliche Erhöhung der Gebäude auf der Heumarktseite und durch den neben dem Hotel Intercontinental zu errichtenden Turm für die Anrainer erheblich eingeschränkt wird und den Effekt einer zusätzlichen Barriere hat.
   Der Turm soll in den oberen Etagen Luxuswohnungen beinhalten, deren Bewohner dann wohl die einzigen wären, die von dem angeblich freieren Blick profitieren würden.
Für das hervorragende Marketing des Projektes hat sich ein „Expertenteam“ gefunden, das dem geplanten Baukörper Leitfunktion und Signalwirkung attestiert, wobei man unsachlich auf den weit entfernten Ringturm als Referenzobjekt hinweist. Auf Probleme mit den Richtlinien und Kriterien für das Weltkulturerbe wird nicht hingewiesen, obgleich sich das Bauvorhaben in der Kernzone befindet, in der Hochhäuser dieses Ausmaßes nicht errichtet werden dürfen.  Das Gerichtshochhaus in Wien Mitte ist niedriger und liegt nur in der Pufferzone des Weltkulturerbes.
   Gerade in diesem Zusammenhang hätte der Hochhausturm nicht nur auf die freie Sicht in der unmittelbaren Umgebung negative Folgen, sondern auch in der Fernwirkung.
   Seitens der Projektbetreiber wurden, vermutlich aus gutem Grund, keine Projektansichten aus der näheren Umgebung präsentiert. Aus diesem Grund haben wir den Versuch unternommen, mittels Fotomontagen der Öffentlichkeit ein realistisches Bild der Wirkung des neuen Baukörpers sowohl auf die nähere Umgebung als auch vom Belvedere aus gesehen zu vermitteln. 
   Die Fotomontagen wurden mit Hilfe des publizierten Computermodells hergestellt, welches die Erhaltung des gegenwärtigen Hotelbaues vorsieht und vom  Expertenteam für eine allfällige Umsetzung empfohlen wurde. Durch Projektion der Grundrisse auf die Stadtkarte war es möglich, die geplante Position auf diese einzuzeichnen. Die Gebäudehöhen wurden aus den Modellfotos ermittelt.



Petition „Stoppt den Bau des Luxuswohnturms und des Spielcasinos am Areal Wiener Heumarkt“

SANDSTURM IN THE CITY
Petition gegen die geplante Neugestaltung des Wiener Heumarkts:
NEIN ZU Luxuswohnturm und Spielcasino

Wien, 11. Juli 2013. Am Areal Wiener Heumarkt (Hotel Intercontinental, Wiener Eislaufverein, „SandInTheCity“, Konzerthaus) soll nach den Plänen der Errichtungsgesellschaft Wertinvest ein 73 Meter hoher Luxuswohnturm errichtet werden, der das Hotel Intercontinental um fast 30 Meter überragen soll. Zusätzlich soll am Standort Wiener Heumarkt auch ein neues Spielcasino  eröffnet werden. Das hätte nicht nur auf die freie Sicht in der unmittelbaren Umgebung, auf die Fernsicht und für den Erhalt des Weltkulturerbes Wiens negative Folgen. Auch der mehrfach ausgezeichnete und institutionalisierte Wiener Beachclub „SandInTheCity“ mit über 450.000 Saisongästen und 120 Mitarbeitern soll dieser Neugestaltung weichen. Gründe genug für Andrea und Peter Jöbstl, nun in Form einer Petition aktiv zu werden, die den Bau des Luxuswohnturms und die Eröffnung eines neuen Spielcasinos am Standort Wiener Heumarkt stoppen soll.
   Peter Jöbstl, Gastronom und Gründer von „SandInTheCity“: „Wir und bereits 523 Unterstützer sprechen uns mit dieser Petition klar gegen die geplante Flächenumwidmung für das Bauprojekt ‚Neugestaltung Areal Heumarkt‘ zugunsten von Investorenplänen für Wohnraum  und ein Spielcasino auf Kosten einer seit jeher etablierten und für jedermann öffentlich zugänglichen Veranstaltungsfläche  aus -  und damit gegen den Bau eines 73 Meter hohen Turms und die Eröffnung eines neuen Spielcasinos am Standort Wiener Heumarkt.“

Weltkulturerbe Wiens in Gefahr
Der riesige Turm soll in den oberen Etagen Luxuswohnungen beherbergen. Darüber hinaus befindet sich das Bauvorhaben in der Kernzone des Weltkulturerbes Wien, in der Hochhäuser dieses Ausmaßes eigentlich nicht errichtet werden dürfen. Namhafte Vertreter der heimischen Architektenszene fürchten bereits um das Stadtbild und fordern einen Planungsstopp bei der Neugestaltung des Heumarkt-Areals. Hinzu kommt, dass am Standort Wiener Heumarkt auch ein neues Spielcasino  eröffnet werden soll.
  Bisher wurde Andrea und Peter Jöbstl noch kein Angebot zum Erhalt des zweitgrößten Sommerevents Wiens  (nach dem Filmfestival am Rathausplatz) gemacht. Und das, obwohl sogar eine Umfrage der Errichtungsgesellschaft Wertinvest ergab,  dass sich die Bevölkerung gegen einen weiteren Verbau des Areals und für den Verbleib von „SandInTheCity“ auch nach einer Umgestaltung ausgesprochen hat.  
   „Wir fordern eine intelligente und innovative Lösung für dieses Areal,  um einen belebten und beliebten Bereich  der Stadt Wien mit  Erholungs-, Freizeit- und Kulturangeboten für alle Wiener und Wienerinnen  sowie die Tourismusgäste Wiens weiter zu erhalten. Wir fordern Lebensraum - offen für alle und unabhängig von sozialer Stellung.  Wir sind der Meinung, es ist notwendig, über Alternativen zu Hochhäusern und Spielcasinos an ungeeigneten Standorten nachzudenken“, so Peter Jöbstl über die Inhalte der Petition. „Denn wie Vergangenheit zeigt, haben sich Wohnraum und Veranstaltungsfläche noch nie wirklich gut vertragen.“

Nähere Informationen zur Unterstützung der Petition „Stoppt den Bau des Luxuswohnturms und des Spielcasinos am Areal Wiener Heumarkt“ unter www.sandinthecity.at.
Peter Jöbstl





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"Heuballen" statt "fantasielose Schuhschachtl"

Sehr geehrte Damen und Herren,
 Bezüglich des Neubau beim Einslaufverein am Heumarkt in Wien: So eine schirche, viereckige, nichtssagende, gewöhnliche, aufgstöde, ideenlose, fantasielose Schuhschachtl wäre typisch für Wien.
   Etwas einzigartiges, welches sich in das architektonische Stadtbild eingliedert, wäre etwas einzigartiges und eher akzeptiert als so ein 0815 "Klotz".  Das Haas-Haus wurde auch eingegliedert. Weiteres gibt es so viele moderne Bauten auch in alten Städten, zb. London.
   Am besten wäre eine technologische Sensation mit geringem Energieverbrauch bzw. sogar vll. auch Energieerzeugung. Ein Glaspalast, daß das Konzerthaus spiegelt. Und ein Form die für wien mal untypisch ist. ZB. einen Heuballen wegen Heumarkt oder auch einfach rund, oval, oder einfach eine andere Form als das blöde viereck!
   Lassen Sie mal moderne, junge Architekten mal rann!!!
Vielen Dank für Ihre Zeit, hoffe Sie können was draus machen.
Mit freundlichen Grüßen
Markus K.   26.5.2016



Passantenbefragung - Hochhausplanung Wiener Eislaufverein

Sehr geehrte Damen und Herren!
Über Ersuchen der Initiative Stadtbildschutz gebe ich bekannt, dass am 18.6.2014 zwischen 15.00 und 17.30 vor dem Haupteingang zum Oberen Belvedere eine Passantenbefragung zum Thema Hochhausplanung auf dem Grund des Wiener Eislaufvereines Heumarkt/Hotel Intercontinental mit folgender sinngemäßer Fragestellung stattfand:

Sind Sie für das Projekt?
Sind Sie gegen das Projekt?
Sind Sie unentschieden?


Es wurden insgesamt 293 Antworten abgegeben, davon waren
 4 für das Projekt
278 gegen das Projekt
11 unentschieden.

Der Vorgang wurde über Ersuchen der Initiative Stadbildschutz von mir zu Geschäftszahl  1145 protokolliert.
Mit vorzüglicher Hochachtung,
Dr. Renate Weihs-Raabl MBL              19. Juni 2014



20.3.2013 Initiative Denkmalschutz deckt auf: Stadt Wien verstößt gegen ihre eigene Welterberichtlinie!

Noch 2008 hat sich der damalige Stadtrat für Stadtentwicklung Rudi Schicker im Gemeinderat zu einer Umwidmung des Eislaufvereins kritisch geäußert: Das Areal liege "unmittelbar am Rande des Weltkulturerbes, es stehen viele anrainende Liegenschaften in einer Schutzzone, also es wäre undenkbar, an dieser Stelle Hochhäuser zu errichten" (29.2.). Jetzt, nachdem Eislaufverein und das benachbarte Hotel Intercontinental verkauft wurden (und die "Richtigen" daran verdient haben?), sollen plötzlich Hochhauswidmungen kein Problem mehr darstellen? Die Rahmenbedingungen, nämlich die Lage in der sensiblen historischen UNESCO-Welterbe-Kernzone, sind dieselben wie 2008! 
    Alle Welterbeareale der Stadt sind Hochhausausschlusszonen!
Die Publikation "Wien, Weltkulturerbe - Der Stand der Dinge" (MA 19), die 2006 erschien und seitens der Stadt Wien als "integrierender Bestandteil" des Managementplanes "gemäß den Richtlinien der UNESCO" bezeichnet wird (OTS 6.12.2006), kommt daher ganz richtig zum Schluss: "Alle Welterbeareale in Wien" seien Ausschlusszonen für neue Hochhäuser (S.95)! Bezug genommen wird dabei auf die Hochhausrichtlinie der Stadt aus 2002 (MA 18), in der sensible Sichtachsen und Blickbeziehungen untersucht werden (S.11f., Kriterium A und B). Der nun geplante Turm würde den berühmten Canaletto-Blick vom Belvedere als zentrales Störelement zerschneiden und ist gemäß der genannten MA 19-Welterberichtlinie daher nicht genehmigungsfähig. 
Rückfragehinweis: Markus Landerer und Claus Süss, Verein Initiative Denkmalschutz
www.idms.at, tel. 0699 1024 4216, eMail: office@idms.at



28.2.2013 Hochhausprojekt Wiener Eislaufverein - ein Anschlag auf das Stadtbild !

Erstmal wird inmitten der Kernzone des UNESCO-Weltkulturerbes "Historisches Zentrum von Wien" ein Hochhaus geplant.
Während sich das zuletzt lange und heftig umstrittene Hochhausprojekt Wien-Mitte noch außerhalb der Welterbe-Kernzone, in der "Pufferzone" befand, plant die Stadt Wien jetzt erstmals innerhalb der Kernzone ein Hochhausprojekt. Die Initiative Denkmalschutz zeigt sich ob der gestrigen Projektpräsentation schockiert. Das neue Hochhaus neben dem Hotel Intercontinental soll etwa 30 Meter(!) höher werden als das bestehende Hotel und die Höhenmaße sollen an den weit entfernt gelegenen, 1953-55 erbauten Ringturm (wieso eigentlich?) Bezug nehmen (ca. 73 m). Das Hotel Intercontinental war dabei schon vor seiner Erbauung 1960-64 ob der geplanten Höhe in dieser städtebaulich sensiblen Lage sehr umstritten und wurde in der Folge auf etwa 44 Meter reduziert (als Gegenleistung wurde damals eine Sondergenehmigung für niedrigere Raumhöhen gewährt, um keine Quadratmeter an Fläche zu verlieren).

Initiative Denkmalschutz: Welterbe-Kernzone muss Ausschlusszone für Hochhausplanungen sein!
2002 hat die Stadt Wien ihr "Hochhauskonzept", die "Städtebaulichen Leitlinien - Richtlinien für die Planung und Beurteilung von Hochhausprojekten" publiziert (siehe: http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/studien/b007383.html). Darin werden Ausschlusszonen von Hochhäusern definiert, ein Kriterium wären z.B. "wesentliche denkmalpflegerische Zonen". Während in diesem Zusammenhang das "Weltkulturerbe Schloss Schönbrunn" und sogar "sein Umfeld"(!) als Ausschlusszone definiert wird (Seite 11f.), scheint die Stadt Wien mit Hochhausprojekten in der Kernzone des Welterbes Wiener Innenstadt nur bedingt Probleme zu haben. Unser Verein fordert daher ein klares Bekenntnis der Stadt Wien die Kernzone als Ausschlusszone für Hochhäuser zu deklarieren und das aktuell präsentierte Verbauungsprojekt "Hotel Intercontinental – Wiener EislaufvereinKonzerthaus" an der Ecke Lothringerstraße / Johannesgasse entsprechend stark zu redimensionieren.

Rückfragehinweis:
Markus Landerer und Claus Süss
im Namen des Vorstandes
Verein Initiative Denkmalschutz
Mobil: 0699 1024 4216