Wien

Denkmalschutz: "Verein Initiative Denkmalschutz" in Wien



Name:
Verein Initiative Denkmalschutz
Telefon: 0699 1024 4216
Postadresse: Fuchsthallergasse 11/5, 1090 Wien, Österreich
Website: www.idms.at

Ziele des Vereins:
* Der Verein Initiative Denkmalschutz setzt sich für den Erhalt gefährdeter Kulturgüter in Österreich ein. Er ist gemeinnützig, überparteilich und unabhängig.
* Der Verein Initiative Denkmalschutz wurde am 18. Februar 2008 gegründet und besteht behördlich seit 18. März (ZVR-Nr.: 049832110). Wir unternehmen Exkursionen, informieren Sie über unsere Aktivitäten und laden Sie zu unseren Vereinstreffen ein.
* Ziel des Vereins ist u. a. die Erhaltung gefährdeter Bauwerke, und generell die Stärkung des Denkmalschutzes in Österreich. Unterstützen auch Sie durch Ihre aktive Mitarbeit und / oder Ihren Mitgliedsbeitrag den Erhalt gefährdeter Kulturgüter in Österreich!

Vorstand: Markus Landerer, Claus Süss, Wolfgang Holba



28.2.2013 Hochhausprojekt Wiener Eislaufverein - ein Anschlag auf das Stadtbild !

Erstmal wird inmitten der Kernzone des UNESCO-Weltkulturerbes "Historisches Zentrum von Wien" ein Hochhaus geplant.
Während sich das zuletzt lange und heftig umstrittene Hochhausprojekt Wien-Mitte noch außerhalb der Welterbe-Kernzone, in der "Pufferzone" befand, plant die Stadt Wien jetzt erstmals innerhalb der Kernzone ein Hochhausprojekt. Die Initiative Denkmalschutz zeigt sich ob der gestrigen Projektpräsentation schockiert. Das neue Hochhaus neben dem Hotel Intercontinental soll etwa 30 Meter(!) höher werden als das bestehende Hotel und die Höhenmaße sollen an den weit entfernt gelegenen, 1953-55 erbauten Ringturm (wieso eigentlich?) Bezug nehmen (ca. 73 m). Das Hotel Intercontinental war dabei schon vor seiner Erbauung 1960-64 ob der geplanten Höhe in dieser städtebaulich sensiblen Lage sehr umstritten und wurde in der Folge auf etwa 44 Meter reduziert (als Gegenleistung wurde damals eine Sondergenehmigung für niedrigere Raumhöhen gewährt, um keine Quadratmeter an Fläche zu verlieren).

Initiative Denkmalschutz: Welterbe-Kernzone muss Ausschlusszone für Hochhausplanungen sein!
2002 hat die Stadt Wien ihr "Hochhauskonzept", die "Städtebaulichen Leitlinien - Richtlinien für die Planung und Beurteilung von Hochhausprojekten" publiziert (siehe: http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/studien/b007383.html). Darin werden Ausschlusszonen von Hochhäusern definiert, ein Kriterium wären z.B. "wesentliche denkmalpflegerische Zonen". Während in diesem Zusammenhang das "Weltkulturerbe Schloss Schönbrunn" und sogar "sein Umfeld"(!) als Ausschlusszone definiert wird (Seite 11f.), scheint die Stadt Wien mit Hochhausprojekten in der Kernzone des Welterbes Wiener Innenstadt nur bedingt Probleme zu haben. Unser Verein fordert daher ein klares Bekenntnis der Stadt Wien die Kernzone als Ausschlusszone für Hochhäuser zu deklarieren und das aktuell präsentierte Verbauungsprojekt "Hotel Intercontinental – Wiener EislaufvereinKonzerthaus" an der Ecke Lothringerstraße / Johannesgasse entsprechend stark zu redimensionieren.

Rückfragehinweis:
Markus Landerer und Claus Süss
im Namen des Vorstandes
Verein Initiative Denkmalschutz
Mobil: 0699 1024 4216



19.2.2013: Informationspflicht statt Amtsgeheimnis - Initiative Denkmalschutz legte gestern Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof ein Wien

Politik und Medien sind sich einig: Eine Abkehr von beamteter Geheimniskrämerei ist das Gebot der Stunde. Nichts könnte dies besser demonstrieren als die jüngste Entscheidung des Wiener Berufungssenats. In dieser wurde die Beantwortung der simplen Frage nach der Frist, die der Bezirksvertretung für die Stellungnahme zu einem Flächenwidmungsplanentwurf eingeräumt worden war, abgelehnt.
   Initiative Denkmalschutz unterstützt Transparenzgesetz.at
"Mutwillig" und aus "Freude an der Behelligung der Behörde" sei die Frage gestellt worden, zudem könnten viele solcher Fragen zu einer Überlastung der Behörde führen. Mit diesem Rückfall in Metternich'sche Verhältnisse provozierte der Senat unsere beim Verwaltungsgerichtshof (VwGH) eingebrachte Beschwerde. Eine Antwort auf die aus legislativpolitischen Gründen wichtige Frage wäre schon wegen des geringeren Aufwands vorzuziehen gewesen. Offenbar ist für die Wiener Behörde fast jede Anfrage "mutwillig" und "ohne erkennbares Interesse", die nicht schon aus anderen amtsgeheimen Gründen verweigert werden kann. Das heißt: verweigert wird auf jeden Fall, denn "da könnt' ja jeder kommen." Schluss mit lustig! -
Transparenz vermindert Korruption
Wie immer der VwGH befinden wird, eines steht fest: Es ist höchste Zeit für ein neues Gesetz, das dem Bürger eine transparente Verwaltung garantiert und lächerliche Grotesken verhindert. Gemeinsam mit dem Verein "Aktion 21 - pro Bürgerbeteiligung" setzt sich die Initiative Denkmalschutz seit Jahren dafür ein und wird auch weiterhin im Dienste demokratiepolitischer Hygiene für mehr Bürgerbeteiligung, Transparenz und gegen Korruption eintreten.



6.8.2012: Initiative Denkmalschutz: Parlamentsumbau ohne gesetzlichen Denkmalschutz?

Steht das Parlamentsgebäude nicht unter Denkmalschutz?
Um Transparency International, die nach den neuesten Meldungen die Umbauarbeiten des Parlamentsgebäudes begleiten soll, die Arbeit zu erleichtern, werfen wir eine bisher wenig beachtete Frage auf: Steht das historistisch-griechische Symbol der Demokratie und deren neuzeitliche Heimstätte aktuell unter Denkmalschutz?
   Im veröffentlichten Denkmalverzeichnis des Bundesdenkmalamtes ist das Parlamentsgebäude, Dr.-Karl-Renner-Ring 3, per "Bescheid" als denkmalgeschützt ausgewiesen. Die "Tatsache der Unterschutzstellung unbeweglicher Denkmale" ist im Grundbuch ersichtlich gemacht. Dort findet sich zwar im Gutsbestand, dass "die Erhaltung im öffentlichen Interesse gelegen (Parlamentsgebäude)" ist, doch seit einem "Veränderungsbescheid" aus dem Jahr 1975 keine Grundlage dafür, dass das Parlamentsgebäude von der 2010 erfolgten Aufhebung des generellen Denkmalschutzes für öffentliche Gebäude durch eine Verordnung nach § 2a Denkmalschutzgesetz ausgenommen ist.
  
Eine solche Verordnung ist aber ebenso wenig zu finden wie ein eigener Unterschutzstellungsbescheid des Denkmalamtes.
Heikle Fragen - Transparency International schon jetzt gefordert!
Kann es sein, dass das Parlamentsgebäude - kurz vor Beginn der Generalsanierung - gar nicht unter Denkmalschutz steht? Wenn es so wäre, weiß der Nationalrat davon? Steckt Absicht dahinter oder "bloß" ein Versehen? Wer hat da was versäumt und wer ist dafür verantwortlich? Will man bei der Renovierung auf diese Weise gar den "lästigen" Denkmalschutz ausschalten? Es ist ja bekannt, dass es gegen den "Radikalumbau" des Nationalratssitzungssaales seit längerem Proteste von Denkmalpflegeexperten gibt, denen sich die Initiative Denkmalschutz anschließt. Auf jeden Fall darf es keine Generalsanierung und auch keine Ausschreibung dazu geben, bevor nicht das Parlamentsgebäude rechtskräftig unter Denkmalschutz gestellt ist. Transparency International ist also schon jetzt gefordert!



7.11.2012 Otto-Wagner-Spital Steinhof: Initiative Denkmalschutz steigt aus der Mediation aus Wien

Gestern Abend fand der Abschluss der Pre-Mediationsphase Otto-Wagner-Spital Steinhof statt, und der Vertrag für die Hauptmediation wurde unterzeichnet, nicht jedoch vom Verein Initiative Denkmalschutz.
   Die Initiative Denkmalschutz, seit Beginn im Februar dabei, konnte nämlich den Mediationsvertrag inhaltlich nicht mittragen. Die Bedingung, bis Ende August 2012 eine konsensuale Lösung für das östliche Spitalsareal in der Mediation zu finden, ansonsten wird das GESIBA-Projekt durchgezogen, war für den Verein unannehmbar.
   "Unter dem Damoklesschwert eines solchen Zeitdrucks, noch dazu über die Sommerferien, kann es weder eine Verhandlung auf Augenhöhe noch eine ordentliche, vertrauensvolle und ergebnisoffene Mediation geben", sind sich beide Vertreter des Vereins, Markus Landerer und Claus Süss, einig. Der Generaldirektor der GESIBA, Ing. Ewald Kirschner, hatte dieses "Ultimatum" gesetzt und war zu keiner anderen Formulierung des Zeithorizontes bereit. Die im Bürgerbeteiligungsverfahren vertretenen Politiker der Wiener Stadtregierung, Silvia Rubik (SPÖ) und Dr. Jennifer Kickert (Grüne) haben diese Unverfrorenheit unkommentiert hingenommen. (Aus ähnlichen Gründen ist schon wenige Tage zuvor auch ein Vertreter der Bürgerinitiative Steinhof aus der Mediation ausgestiegen.) Die Initiative Denkmalschutz ist gemeinsam mit den Bürgerinitiativen im Mediationsvertrag inhaltlich der "anderen Seite" sehr weit entgegen gekommen, von dieser war jedoch kaum Bewegung festzustellen. Unter diesen Vorzeichen wird wohl auch in der Hauptmediation kaum Verhandlungsspielraum übrig bleiben. Vor dem Austritt hat die Initiative Denkmalschutz nachdrücklich ihr Interesse an einer gemeinsamen Fortführung der Mediation und an einer konstruktiven Zusammenarbeit bekundet, war auch bereit, während der Sommerferien zeitlich dichtere Sitzungstermine zu akzeptieren, aber nicht unter einem einseitig diktierten und kontraproduktiven Zeitdruck.




IG Donaucity zum Autolärm im 22. Bezirk in Wien


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