Wien

Bügerinitiative zur Erhaltung des Eisring Süd

Bürgerinitiative zur Erhaltung des Eisring Süd,

Bild: letzter Rest vom "Eisring Süd"; © ZVG


Anlaßfall:
Die SPÖ will das Areal "Eisring Süd" mit einer Wohnhausanlage verbauen. Damit würde der Eislaufplatz "Eisring Süd" der Geschichte angehören.

Probleme: Dieses Gebiet ist ohnedies bereits sehr dicht verbaut. Die Lebensqualität der Anrainer würde bei einer Verbauung weiter sinken. Kinder und Erwachsene brauchen Freiräume und Möglichkeiten der sportlichen Betätigung. Dieses Gebiet ist als Grünland & Erholungsgebiet gewidmet und nicht als Wohngebiet.

Geschichte: Die Eisschnellläuferin Emese Huyady trainierte hier und wurde 1994 österreichische Olympiasiegerin in Lillehammer.

Bürgerinitiative Eisring Süd,

Eckdaten der Bürgerinitiative:
Name:
Bürgerinitiative SOS Eisring Süd
Kontakt: Dr. Andrea Konrad, Hardtmuthgasse 139, 1100 Wien
E-mail: office@sos-eisring-sued.at
Website: http://www.sos-eisring-sued.at/
 



Eisring Süd - Hoffen auf ein Weihnachtswunder

Der Wiener Gemeinderat befasst sich eine Woche vor Weihnachten mit der geplanten Flächenumwidmung der bisherigen Sportstätte Eisring Süd in Baulandwohngebiet. Eine hitzige Debatte kann erwartet werden, denn die Umwidmung wird in der vorliegenden Form von den Oppositionsparteien DIE GRÜNEN, FPÖ und ÖVP abgelehnt.
   Dazu die Mitorganisatorin der BI gegen die Verbauung des Areals Eisring Süd Dr. Andrea Konrad: "Anstatt, wie von Grete Laska der Vorgängerin von Stadtrat Oxonitsch vorgesehen, mit dem geplanten Wohnbau die Gegenfinanzierung zu einer Mehrzweckhalle durchzuführen, wäre es besser, mit öffentlichen Mitteln die Sportanlage zeitgemäß zu sanieren."
   Hier in eine sportliche, gesunde Freizeitgestaltung zu investieren, erscheint ihr sinnvoller, als Steuergelder für vermeidbare körperliche und soziale Rehabilitation aufzuwenden.
   Die Worte des Herrn Bundeskanzler Faymann: " Alle sieben Minuten kommt in Österreich ein Kind zur Welt. Wir alle sind dafür verantwortlich, wie die Kinder groß werden", wecken Zuversicht bei Dr. Andrea Konrad: "Das bedeutet auch, Kindern und Jugendlichen genügend Möglichkeiten zu bieten, um Altersentsprechenden (sportlichen-)Aktivitäten nachgehen zu können." Sie sehe dies als präventive Maßnahme gegen ein etwaiges Abgleiten in ein aggressives, vielleicht auch kriminelles Milieu. 
   Rund um den Eisring Süd herrscht jetzt eine rege Wohnbautätigkeit. Direkt gegenüber dem geplanten Einkaufszentrum entsteht ein im Herbst 2011 bezugsfertiger Neubau mit rund 350 Wohnungen und zahlreichenGeschäftslokalen. Weitere 5.000 Wohnungen werden in Favoriten durch
die Neugestaltung des Südbahnhofs verfügbar.
   In Anbetracht dessen, können die auf dem Areal Eisring Süd geplanten Wohnungen für die Stadtentwicklung nicht wirklich relevant sein, meint die Bürgerinitiative. Sie verweist darauf, dass wohnbauliche Erweiterung alleine nicht ausreicht. Um soziale Verträglichkeit zu sichern, sei es notwendig, der Bevölkerung zwischen den Ballungszentren öffentlich zugänglichen Raum zu belassen.
   Dr. Konrad: "Eine gärtnerische Ausgestaltung zwischen den geplanten Wohnbauten und Parkanlagen würden keine Sportanlagen ersetzen. Genauso wenig wie das nahegelegene Erholungsgebiet am
Wienerberg das tun würde. Im immer dichter besiedelt werdenden Umkreis sind öffentlich zugängliche Sportplätze dringend nötig."
   Wie der Sportplatz  nach einer unbedingt erforderlichen, zeitgemäßen, Revitalisierung aussehen könnte, zeigt die Bürgerinitiative auf ihrer Homepage www.sos-eisring-sued.at

   Die Bürgerinitiative, die jedem Wiener Gemeinderatsmitglied geschrieben hat, hofft auf ein Weihnachtswunder. Dr. Konrad: " Über 1.900 Bürgerstimmen, die sich gegen eine Verbauung ausgesprochen haben, können doch in einer Demokratie nicht gänzlich unberücksichtigt bleiben?!"

Rückfragehinweis:    Dr. Andrea Konrad   
OTS0099    2009-12-09/11:30
 



SPÖ Favoriten: "Kommerz" statt "Kinder"

Anfang September 2009 wurde in der Favoritner Bezirksvertretungssitzung der Flächenumwidmungsplan für das Areal Eisring Süd mit den Stimmen des SPÖ beschlossen. Dabei wurde das Grün- und Freizeitareal in Bauland umgewidmet. Alle Oppositionsparteien stimmten dagegen, sind aber leider in der Minderheit.

"Kommerz" statt "Kinder" wird bei der Wiener Landtagswahl 2010 der Slogan der SPÖ-Favoriten lauten, so die Vermutung der Initatoren der Bürgerinitiative SOS Eisring Süd. Anders ist für sie die Vorgangsweise der Bezirksvertreterin Hermine Mospointner (SPÖ) nicht erklärbar.
 
16. September 2009





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