Wien

ab 30.9.2014 Kinofilm "Auf den Barockaden"


Liebe Freundinnen und Freunde, Beobachter der unerhörten Vorgänge am Augartenspitzerl, Neugierige und Cineasten. Das von vielen lange herbeigesehnte Ereignis ist da: Der Film "Auf den Barockaden" kommt endlich ins Kino! Viele von Euch waren in irgendeiner Weise beteiligt, betroffen, haben einige der Szenen selbst mit erlebt, mitgefeiert, mitgelitten... Aber auch für alle weniger direkt Involvierten wird es ein garantiert spannendes Filmerlebnis!

Kinostart:
Premiere:
Dienstag, 30. Sept. 2014 um 20:30, in Anwesenheit von Doris Kittler und Mitwirkenden
Ort: Stadtkino im Künstlerhaus.
Premierentickets ("Pay-as-you-wish") unter kontakt@auf-den-barockaden.at oder via Mailformular auf der Film-Webseite reservieren und eine Stunde vor Vorstellungsbeginn an der Abendkassa des Stadtkinos im Künstlerhaus abholen. Restkarten an der Abendkassa!

Freitag 3. Oktober 2014 um 19:00, mit anschließendem Podiumsgespräch, ab dann täglich im regulären Programm.
Ort: Filmhaus Spittelberg



9.12.2012 ProFest: Eine Träne für den Augarten anläßlich der Eröffnung der Konzerthalle








Eröffnungskonzert im neuen Sängerknaben-Konzertsaal; Die Außenmauer wurde noch gestrichen, während die Gäste bereits dem Konzert im und vorm neuen Konzertsaal lauschten ...

ProFest am Sonntag 9.12. ab 10.00 am Augartenspitz,
Ort: Obere Augartenstraße 1e, bei U2 Taborstraße.
Protest gegen den Bau, der am Augartenspitz mit solidem Fundament, aber brüchiger Rechtslage errichtet wurde! Mit einer Träne im Auge sieht die Bürgerinitiative der Eröffnung der Konzert- und Eventhalle am Augartenspitz entgegen, aber lädt trotzdem zum ProFest! Eine Träne für den Augarten – ProFestliche Kundgebung zur Eröffnung der Konzert- und Eventhalle am Augartenspitz! ...mit Speis und Trank; musikalischer Widerstand mit den großartigen Wiener SängerRaben!






Das "Sängerraben"-Konzert - fand ohne Proben und Vorwarnung - auf der falschen Seite der Straße bei Sonnenschein und 0 Grad im Freien statt. Es gab keine Verletzen und keine Festnahmen.
Die "Sängerknaben" gaben ihr Konzert im neuen Konzertsaal namens "Muth", was nicht für Tapferkeit steht, sondern für "Musiktheater".

Außerdem singen und spielen ab ca. 10.00 bis zum frühen Abend :* Christoph&Lollo, Foto: Ingo Pertramer.“Wir haben uns lieb bis eine heult” (Verena Dürr, Ulla Rauter),* Christoph und Lollo,* Blues mit Daniel Klemmer und Peter Kern,* Trent Arkleysmith, Roman Britschgi und Freunden,* … und eventuell als Gast Alex Miksch mit Band.Anschließend laden wir zum gemütlichen Ausklang ins Widerstandszelt.
   Davor gibt es noch heute Donnerstag ab 16.00 die wöchentliche Mahnwache, schon seit einiger Zeit mit den Wiener SängerRaben, zum Zuhören und vor allem auch zum Mitsingen ein Spaß für alle! 
   Und am Samstag 8.12. um 19.00 gibt es Das Letzte Klassische Gratis-Konzert am Augartenspitz, von und mit Manfred Loydolt, bevor am Samstag dem Kommerz die nächste Tür in den Augarten geöffnet wird...



Bürgerinitiativen zur Rettung des Augartenspitzes)

Bürgerinitiative "Rettet den Augartenspitz", Wien 2. Bezirk



Trotz heftiger Bürgerproteste hat Sängerknabenpräsident Walter Nettig (ÖVP) die Rodung der Bäume am Augartenspitz durchgedrückt. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hat bisher das Vorgehen der Bauwerber wohlwollend akzeptiert.

Problem: Für die Wiener Sängerknaben soll im barocken, denkmalgeschützten Augarten in Wien, 2. Bezirk, ein neuer Konzertsaal errichtet werden. Seit dem Jahr 2007 gibt es dagegen heftigen Widerstand der Anrainer. Im März 2010 wurden die campierenden Demonstranten und Baumbesetzer entfernt und die Bäume umgesägt. Der Bau soll nun beginnen. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) unterstützt als Mitglied des Ehrenpräsidiums des Vereins der "Freunde der Wiener Sängerknaben" den Bau. Die seit November 2010 amtierende grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou hat - obwohl für Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung zuständig - bis jetzt März 2011 den wahrscheinlich rechtswidrigen Bau auch noch nicht gestoppt.

Bürgerinitiative "Rettet den Augarten"
Verein der Freunde des Augartens
Das Josefinische Erlustigungskomitee rufet das Volk!
Augartenspitz, Obere Augartenstraße 1e, Ecke Castellezgasse. 1020 Wien

Website: www.baustopp.at
Website:
www.erlustigung.org     
 
Kontakt: Raja Schwahn-Reichmann, 1020 Wien, Taborstraße 24A
Telefonnummer: 0676 4953133
E-mailaugarten@gmx.net



30.1.2012 ab 9.30 Uhr: Kundgebung anläßlich des Besuchs des Bundespräsidenten



Anlässlich des morgigen Termines bei den Wiener Sängerknaben haben wir dem Herrn Bundespräsidenten geschrieben. Brief und Beilagen finden Sie anbei.

Morgen 30.1.2012 ab 9.30 Uhr findet an der Adresse Obere Augartenstraße 1 c eine polizeilich angemeldete Kundgebung des Vereines Freunde des Augartens und des Josefinischen Erlustigungskomitees statt.

Mit freundlichem Gruss
Monika Roesler



21.11.2011 Infoabend mit "Freunde des Augartes" & o. Prof. Arch. DI Maria AUBÖCK

Thema: "DER AUGARTEN, EIN BEDEUTENDER ÖFFENTLICHER PARK IN WIEN"
Wer? o. Prof. Arch. DI Maria AUBÖCK, Wien
Wann? am Montag, 21. Nov. 2011, 19 Uhr
Wo? im Pfarrsaal "Muttergottes am Augarten", 1020 Wien, Gaußplatz 14.
Erreichbar: U4 Schottenring, Straßenbahn 31; U1 Nestroyplatz, Bus 5A
Veranstalter: "Freunde des Augartens"
Gäste sind willkommen.
Um Anmeldung wird gebeten: info@baustopp.at



8.3.2011 Trauerpromenade zum Jahrestag der Augartenspitz-Rodung und Räumung!

Trauerpromenade zufällig zum Frauentag und Faschingsdienstag! Mit Weib und Seele, Wut im Herzen, Schalk im Sinn protestieren wir gegen den Konzerthallenbau im Augarten. Getrauert wird um die Bäume, die genau vor einem Jahr im Augarten umgesägt wurden und um den Verlust der Demokratie (Volksvertreter, die das Volk nicht vertreten).
Zeit: Dienstag 8. März 2011; Treffpunkt 15:30
Ort: am Widerstandszelt beim Augartenspitz Promenieren von 16:00-17:30

Mit listig-lustigen Grüßen,
das Josefinische Erlustigungskomitee



7.3.2011: Pressekonferenz zum "Unrunden Tisch"





Pressekonferenz 1 Jahr danach: Baugrube statt Bäume am Augartenspitz


Mag.a Raja Schwahn-Reichmann (Josefinisches Erlustigungskomitee)
* Der „Runde Tisch“ mit den offiziellen Stellen ist ein „Unrunder Tisch“ und wird daher von den Bürgerinitiativen abgelehnt.
* Morgen ist ein trauriger Tag: 1 Jahr ohne Bäume und Räumung. Das war eine Enteignung von uns allen.
* Morgen ist Tag der Frauen, Faschingsdienstag und Jahrstag der Baumrodung am Augartenspitz. Wir machen eine pompöse Trauerpromenade. Treffpunkt morgen um 15:30 Uhr beim Widerstandszelt Augartenspitz
* An dem Ort, wo jetzt die Baugrube ist, war einst eines der bestgehenden Gasthäuser im 2. Bezirk, das bezeichnender Weise „Zur Grub´n“ geheißen hat. Ein Hoffnungsszenario wäre, die Baugrube anders zu verwenden und das ursprüngliche Gasthaus dort wieder zu errichten mit dem wunderbaren Gastgarten.

Dr. Monika Roesler-Schmidt (Verein Freunde des Augartens)
* Der Verein der Freunde des Augartens haben sich bereist 1997 / 1998 zusammengefunden bei den damaligen Verbauungsmaßnahmen
* Der „Runde Tisch“ wurde den Freunden des Augartens mit Besitzstörungsklagen „schmackhaft“ gemacht. Diese würden eventuell zurückgezogen wenn sich die Freunde des Augartens auch ohne Forderung nach Baustopp für die Dauer der Gespräche an den „Runden Tisch“ setzen. Roesler-Schmidt: „Wir fühlen uns letzten Endes von einer solchen Forderung quasi erpresst. Die Augarten-Initiativen werden jedenfalls auf dieses Angebot so nicht eingehen“.
* Es gibt einen Denkmalschutzbescheid vom März 2009. dieser Denkmalschutzbescheid war die Basis für alle Bewilligungen, die nachher gekommen sind. Er ist gegenüber dem Landeshauptmann von Wien niemals rechtskräftig geworden. Der Landeshauptmann ist der oberste Schützer des Denkmalschutzes seines Bundeslandes. Er hat ein volles Jahr noch Zeit, diesen Denkmalamtsbescheid vom März 2009 sich zustellen zu lassen, um ihn dann zu beeinspruchen. So einfach ist das.
* Was kann man jetzt noch tun? Auf die Missstände unermüdlich hinweisen. Alles Erhoffen, nichts erwarten.. Wir zeigen allen Verantwortlichen Möglichkeiten auf, wie sie sich ohne Gesichtsverlust aus diesem Schwarzbau zurückziehen können.
* Im Nationalrat hat vor kurzem der Petitionsausschuß getagt, wo eine FPÖ- und BZÖ- Abgeordnete gefordert haben, dass Licht in die Sache Augarten gebracht wird.
 



Video: Pressekonferenz zum "Unrunden Tisch" am 7. März 2011
Videogröße 141 MB; Dauer: 38 min

Markus Landerer (Initiative Denkmalschutz)
* Die Initiative Denkmalschutz unterstützt die Augarten-Initiative. Die erste Pressekonferenz des Vereins hat auch den Augarten zum Thema gehabt.
* Schon damals haben wir gesagt: Unhaltbare Gesetzesauslegung beim Gartendenkmal Augarten, bei der Verbauung des Augartenspitzes. Das wurde mittlerweile von der Volksanwaltschaft bestätigt, dass der Bescheid des Bundesdenkmalamtes äußerst mangelhaft war. Das haben die Grünen vor der Wien-Wahl auch noch so gesehen. Vassilakou verweist jetzt als Landeshauptmann-Stellvertreter auf die Juristen.
*  Bis März 2012 steht es dem Landeshauptmann und dessen Stellvertreterinnen offen, diesen Bescheid zu beeinspruchen. Wie die Rechtsauffassung wirklich ist kann nur vom Verfassungsgerichtshof entschieden werden.
* Zur Baugrube: Es wäre nicht der erste Bau, der sich vielleicht als Schwarzbau herausstellt und dann abgerissen wird.
* Wenn der Bürgermeister und Landeshauptmann und der Grundeigentümer alle den Bau befürworten, dann kann das Bundesdenkmalamt alles in den Bescheid hineinschreiben was es will, weil es sonst niemand beeinspruchen kann. In der Schweiz wäre so etwas nicht möglich.
* Die Volksanwaltschaft ist aufgefordert den mangelhaften Bescheid in einer kollegialen Missstandsfeststellung festzustellen. Dass sich die Volksanwältin Stoisits weigert, eine „kollegiale“ auszusprechen, ist äußerst befremdlich. In Oberösterreich gab es so einen Fall. Warum wird mit zweierlei Maß gemessen. Die Volksanwälte sollten die Interessen der Bürger vertreten. Wir werden diese kollegiale Missstandsfeststellung durch die Volksanwaltschaft weiterhin vehement einfordern.
* Es ist ein weltweiter Trend, dass sich die Bürger immer mehr die Politik selber machen müssen. Die Parteipolitik versagt leider.

Georg Becker (Unterstützer und „Verteidiger des öffentlichen Raums“)
*  Es ist keine Frage einer Partei. Es ist eine Frage des Zusammenlebens und des Rechtsstaates. Die Bezirksvertretungen des 2. und 20. Bezirkes haben sich 1998 einstimmig gegen eine weitere Verbauung des Augartens ausgesprochen.
* Wenn jetzt eine Stadträtin „Bürgerbeteiligung“ seit Kurzem im Namen führt, kann Sie sich nicht auf Rathaus-Juristen ausreden.
* Das Bundesdenkmalamt könnte den Bescheid den Landeshauptmann zustellen. Das steht der Präsidentin des Bundesdenkmals zu. Die MA19 hat das Denkmalschutzverfahren, so es das Land betrifft. Diese MA 19 ist als Bescheidadressat anzuschreiben.
* Die Landeshauptfrau-Stellvertreterin Vassilakou sagt sie kann nichts machen, dann ist das eine verständliche Schutzbehauptung, aber nicht eine zu billigende. Sie ist für die MA 19 zuständig.
* Gibt es Unterstützung von irgendeiner Partei oder Abgeordneten? Die Politik müssen wir leider selber machen, weil die Organe und Gremien leider schon einwenig abgehoben sind. Der Bezirksvorsteher hat 27 Anträge im Jahre 2007 nicht einmal abstimmen lassen.

Herta Wessely (aktion 21)
* Die Bedingungen zum „Runden Tisch“ müssen von allen gestellt werden können und nicht einseitig und die Gespräche müssen auf Augenhöhe stattfinden.
* Bei einem „Runden Tisch“ müssen alle Fakten auf den Tisch kommen. Daran war überhaupt nicht gedacht. Man sollte wie bei einer Mediation solange am „Runden Tisch“ sitzen bleiben, bis man ein Ergebnis gefunden hat. Das ist unter Ergebnisoffenheit zu verstehen.
* Das was die andere Seite angeboten hat war eine Alibi-Aktion. Das wollen wir nicht haben, sondern eine echte Bürgerbeteiligung.
* Die vom Denkmalamt bestellten Gutachter stehen in einer Geschäftsbeziehung zum Bauwerber. Was soll dabei herauskommen?
 



2.3.2011 Augartenspitz: Über den (Runden) Tisch ziehen lassen?

Später Versuch einer Bürgerbeteiligung beginnt als Farce

Nach vielen Monaten soll es am Montag, dem 7.3.2011, einen Runden Tisch geben. Die Bürgerinitiativen Freunde des Augartens und Josefinisches Erlustigungskomitee begrüßen das, allerdings nur bei der für echte Bürgerbeteiligung notwendigen Ergebnisoffenheit und Baustopp. Davon ist aber nun keine Rede. Dafür wurden so viele Beamte, Politiker und Baubetreiber geladen, dass man für ein paar Bürgervertreter nur ein Restplatzerl übrig hätte. Über das Bauprojekt soll nicht diskutiert werden, höchstens über die Oberflächengestaltung.

Unrechtsstaat oder Rechtsstaat?
   Der Bau gründet auf einem gesetzwidrigen Bescheid des Denkmalamts, der Rechtsmangel wurde von der Volksanwaltschaft bestätigt. Landeshauptmann Dr. Häupl wurde - ebenfalls gesetzwidrig - im Verfahren "übergangen". Es läge in seiner Hand, seine Parteienstellung zu reklamieren und den eklatant gesetzwidrigen Bescheid, der dem Schutz des in seinem Bundesland liegenden Denkmals Augarten widerspricht, anzufechten. Mit der beharrlichen Weigerung dies zu tun sanktioniert er den Gesetzesbruch des Denkmalamts und stellt damit seine Präferenz über die Pflicht, den Rechtsstaat vor Willkür und Machtpolitik zu bewahren.

Zu allem bereit
   Die Bürgerinitiativen, unterstützt auch von Aktion21 und Initiative Denkmalschutz sind nach wie vor gesprächsbereit, aber nicht ohne Zusage von Ergebnisoffenheit und Baustopp. Über 15.000 Bürgerinnen und Bürger werden sich nicht über einen einseitig inszenierten sogenannten "Runden Tisch" ziehen lassen und ihren Kampf für Rechtsstaat und Transparenz im Interesse der Zivilgesellschaft unbeirrt fortsetzen.

Rückfragehinweis: Dr. Monika Roesler-Schmidt, Tel.: 0664 5055872
Herta Wessely, Tel.: 0676 3039799

OTS0176    2011-03-02/12:52



12.11.2010: Lokalaugenschein am Augartenspitz

keine Baugrube am Augartenspitz 12. November 2011



SPÖ & Grüne präsentierten am 12. Nov 2010 bei einer Pressekonferenz Ihr Koalitionsabkommen. Dabei Maria Vassilakou zum Augartenspitz:

"Dort wird schon gebaut.
Das finde ich sehr bedauerlich, allerdings wesentliche Entscheidungen sind zu einem Zeitpunkt getroffen worden, wo ich nicht teil der Landesregierung war. Es wird nicht möglich sein, jetzt die Baugrube zuzuschütten, das Fundament – das teilweise schon steht – auszureißen und die gefällten Bäume wieder hinzupflanzen, zumal es völlig außerhalb unseres Handlungsspielraumes ist. … Für den Augarten ist es jetzt zu spät für ein Mediationsverfahren."

Anmerkung Wien-konkret: Wie der heutige Lokalaugenschein am Augartenspitz zeigte, gibt es noch gar keine Baugrube. Auch ist nicht ersichtlich, warum man dort nicht wieder Bäume pflanzen könnte, wenn man nur wollte. Vielmehr dürften die Grünen den Augartenspitz geopfert haben, um die Koalition mit der SPö durchzubringen.

Mehr Infos => Pressekonferenz zum SPÖ & Grüne Koalitionsabkommen



6.10.2010: Augarten und Stuttgart 21. Wenn der Rechtsstaat versagt.

Bürger und Bürgerinnen fordern partizipative Demokratie.
Ob der Eingang am Spitz der wichtigste ist oder nicht, ist unerheblich. Erheblich ist, dass er durch die U2-Bahn-Station "Taborstrasse" (50 m) eine zusätzliche Aufwertung erfahren hat. Erheblich ist nicht, wieviele Promille an Augarten-Fläche verbaut werden, sondern welchen Einfluss diese 3 Promille auf das Erscheinungsbild des Augarten haben. Was soll man von einem Politiker halten, der solche Unterschiede nicht wahrnimmt? (ÖVP-Hefelle, ots 0102 05.10.2010)
   Pühringer, Sponsor der Wiener Sängerknaben (WSK), besteht auf diesem Bereich des Augartens. In Dresden und in Weggis am Vierwaldstättersee wurden ähnliche Vorhaben des aus dem ehemaligen Ostdeutschland stammenden Investors und Bautycoons durchschaut und seine Pläne durchkreuzt. Anders als in Wien, gab es für Pühringer keine (Dresden) bzw. keine wunschgemäßen (Weggis) Bewilligungen.
   Die 2000 erfolgte Unterschutzstellung des Augartens lag im öffentlichen Interesse. Dieses öffentliche Interesse ist 2010 durch mehr als 15.000 Unterschriften und zahlreiche Prominenz bestätigt. Nach so viel Widerstand muss es eine Bürgerbefragung geben. Wir fordern einen BAUSTOPP und keine  weitere Privatisierung des Augartens !
   Der für ein rechtmäßiges Zustandekommen des Denkmalamtsbescheides notwendige Nachweis "nur an diesem Ort möglich" konnte nicht erbracht werden. Der Bescheid des Denkmalamtes entbehrt der materiellen Rechtsgrundlage. Die als Argument immer wieder vorgebrachte Baulandwidmung betrifft nur für die Gartennutzung notwendige Zweckbauten, jedoch keine nutzungsfremden Protzbauten. Wie kam es zur Baubewilligung ? Nicht mit rechtsstaatlichen Mittel, nicht mit demokratieverträglichen Mitteln. Amtsmissbrauch und Korruption sollen von der Justiz geprüft werden.

Für die Augarteninitiativen:
Verein Freunde des Augartens www.baustopp.at
Josefinisches Erlustigungskomittee www.erlustigung.org
Verein Aktion21 - Pro Bürgerbeteiligung www.aktion21.at

Rückfragehinweis:  Monika Roesler, Freunde des Augartens, Mobil: 0664 / 5055872
OTS0230    2010-10-06/12:58



24.9.2010: Kundgebung "Pomböser Empörungsmarsch"

Wann:  Fr 24. September 16:00 Uhr  
Wo: Augartenspitz, Obere Augartenstraße 1e, 1020 Wien

 



28. Juli, 9:00 Uhr: Pressekonferenz "Es spitzt sich zu"

Das Josefinische Erlustigungskomitee macht Gute Miene zum Bösen Spiel

Das Josefinische Erlustigungskomitee macht Gute Miene zum Bösen Spiel

Nach der letztwöchigen Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch Spitzt sich die Situation neuerlich zu: Die Wiener Sängerknaben drohen für morgen erneut eine Räumung an! Das Josefinische Erlustigungskomitee macht Gute Minne zum Bösen Spiel und veranstaltet ein Frühstück am Augartenspitz!

Seit vielen Monaten zieht sich am Augartenspitz der Baubeginn dahin. Bis heute ausständig ist das Engagement des Landeshauptmanns Michael Häupl, der im Genehmigungsverfahren für den Konzertkristall der Wiener Sängerknaben übergangene Partei ist, wie die Bürgerinitiativen schon mehrfach aufgezeigt haben (http://wp.me/pf0KX-Ke).

Inzwischen wurde eine Sachverhaltsdarstellung mit dem Verdacht auf Amtsmissbrauch bei der Staatsanwaltschaft eingebracht.

Mit einem öffentlichen Frühstück wurde heute ganz im Geiste des Josefinischen Erlustigungskomitees auf lustig-listige Weise auf dieses Bubenstück der Wiener Sängerknaben aufmerksam gemacht - ein Sommer(bau)loch am Augartenspitz! Zudem konnte Raja Schwahn-Reichmann ein alternatives Projekt präsentieren - eine von ihr geplante Casa Cultural, die sich derzeit bereits in Bau befindet und zu deren Mitnutzung die Wiener Sängerknaben herzlich eingeladen sind! Die Wiener Sängerknaben setzen unterdessen weiterhin auf Gewalt(androhungen) und nicht auf Dialog. Erneut wurde für heute mit einer Räumung am Augartenspitz gedroht, nachdem das Baugelände entgegen bisheriger Vereinbarungen noch weiter vergrößert und befestigt werden soll. Übersehen wurde dabei allerdings, dass sich die Besetzer gar nicht auf dem als Baufläche vorgesehenen Bereich befinden....

Rückfragehinweis:  Josefinisches Erlustigungskomitee,  Mag.a Raja Schwahn-Reichmann, 0676 4953133



20.7.2010: Augarten - Ein Fall für den Staatsanwalt?

Staatsanwaltschaft Augartenspitz

Schreiben an die Staatsanwaltschaft

Recht muss Recht beiben!
Das Bundesdenkmalamt hat durch eine beispiellose Gesetzesbeugung den Weg geebnet für die Erlassung eines Baubescheides zur Errichtung einer Mehrzweckhalle für die WKS auf dem Gelände des sogenannten Augartenspitzes. Das BDA hat in dem Genehmigungsverfahren , das grobe Mängel aufweist, sogar den Wiener Bürgermeister, der auch Wiener Landeshauptmann ist , als Partei "vergessen"("übergangene Partei").  Als Landeshauptmann wäre es aber seine Aufgabe, die Interessen "seines" Landes wahrzunehmen und das Verfahren wieder aufzurollen, um die Gesetzesverstöße zu beeinspruchen und die Einhaltung des Gesetzes durchzusetzen. Doch er sieht zu, wie die Baufahrzeuge vollendete Tatsachen schaffen, rührt keinen Finger und schützt Inkompetenz vor.
   Am 19. Juli 2010 wurde der Staatsanwaltschaft eine Sachverhaltsdarstellung übergeben mit dem Ersuchen die Möglichkeit eines Amtsmissbrauchs zu prüfen. Der Landeshauptmann ist aufgefordert, sein Schweigen zu brechen, seiner Amtspflicht nachzukommen und die Aufhebung des rechtswidrigen Bescheids zu erwirken, bevor gebaut wird.

Rückfragehinweis: Freunde des Augarten
   Dr. Monika Roesler        Mobil : 06645055872
   Aktion21 - Pro Bürgerbeteiligung:   Herta Wessely,  Tel: 238 55 45
OTS0033    2010-07-20/09:26



* 1. Mai 2010: "Rettet den Augartenspitz" auf der 1. Mai Feier der Wiener SPÖ

Video:
Die Bürger- initiative "Rettet den Augarten" hatte sich listig, lustig in den SPÖ Jubelzug am Rathaus- platz gemischt und winkten Bürgermeister Häupl und Vize-Bgm Renate Brauner zu. Diese winkten nicht zurück. Es gab nur Augen-Kommunikation, mehr nicht.

Video 20 MB;
Dauer: 6 min
© Wien-konkret


Mehr Infos => 1. Mai Feier 2010 der Wiener SPÖ



12.4.2010 Brisante Wende in der Causa Augartenspitz!

Denkmalamts-Bescheid für Konzerthalle ist nicht rechtskräftig

Der Augartenspitz kommt nicht zur Ruhe. Nun registrieren auch hochrangige Rechtsexperten mehrere gewaltige Mängel im Bescheid des Bundesdenkmalamtes. Sämtliche Bauvorbereitungen für die Sängerknaben-Konzerthalle sind rechtswidrig.
   Die renommierten Verfassungsrechtsexperten o.Univ.-Prof.Dr. Heinz Mayer und em. o.Univ.-Prof.Dr. Theo Öhlinger sehen schwere Rechtsmängel im Bescheid des Bundesdenkmalamtes, mit welchem die Teilzerstörung der historischen Parkanlage Augarten genehmigt wurde. Der BDA-Bescheid sei mit schweren Mängeln behaftet, indem die öffentlichen Interessen am Erhalt des Augartens nicht ausreichend und nachvollziehbar dargelegt wurden. Dies verstoße gegen die vom Verwaltungsgerichtshof geforderte, besondere Sorgfalt bei der Abwägung der Interessen. 
   Weiters war der Wiener Landeshauptmann Dr. Michael Häupl nie in das BDA-Bescheid-Verfahren involviert; noch wurde der Bescheid an diesen zugestellt. Somit ist der Landshauptmann "übergangene Partei". Daraus ergibt sich jedoch die Konsequenz, dass sämtliche Bau(vorbereitungs)handlungen rechtswidrig waren. Diese sind mit sofortiger Wirkung durch die Baupolizei zu untersagen.
   Aus der von Projektbefürwortern stets beschworenen "Rechtssicherheit" wird immer offensichtlicher klares Unrecht. Deshalb richten die Bürgerinitiativen einen offenen Brief an Dr. Häupl. In diesem wird er ersucht, seine politische Verantwortung wahrzunehmen und sämtliche Parteien doch noch an einen
Verhandlungstisch zu bringen und eine ergebnisoffene Meditation zu ermöglichen.

Rückfragehinweis:   Dr. Monika Roesler, Tel.: 0664/505 5872
OTS0167    2010-04-12/14:05



26.3.2010 Richtigstellung Äußerungen des Bürgermeistes Häupl

Richtigstellung der Augarten-Initiativen zu den gestrigen Äußerungen des Bürgermeistes im Gemeinderat betreffend Sängerknabenkonzerthalle

Von seiten der Bürgerinitiativen gab es mehrere Ersuchen an den Herrn Bürgermeister um einen Gesprächstermin.
- Ab 14.07.2009 wurde der Bürgermeister insgesamt fünfmal schriftlich gebeten, sich und seine
  Lösungskompentenz einzubringen.
- Am 10.11.2009 nannte der Bürgermeister Vertretern der Bürgerinitiativen den Leiter der MA 18 solche Gespräche vorzubereiten.
- Am 27.11.2009 gab es den konkreten Termin mit dem Leiter der MA 18. Dieser sollte alle an einen gemeinsamen Tisch zu bringen.

All dies geschah auf Drängen der Bürgerinitiativen. Obwohl die Bürgerinitiativen mehrere Versuche zu gemeinsamen Gesprächen  gemacht hatten, war die Leitung der Wiener Sängerknaben dazu nicht bereit. Es ist befremdlich, daß der Bürgermeister nun in der Gemeinderatssitzung sagt, von beiden Seiten seien die Gespräche nicht zustande gekommen.

Die Augarten-Initiativen

Rückfragehinweis: Dr. Monika Roesler-Schmidt für die Augarten-Initiativen, 
Mobil-Telefon: 0664 505 5872          OTS0234    2010-03-26/14:07
 



25.3.2010 Anfrage der Grünen an Bürgermeister Häupl betreffend des Baus eines Konzertsaals im Augartenpark:

Eingebrachte Anfrage der Frau Gemeinderätin Dipl.-Ing. Sabine Gretner (Grüner Klub im Rathaus) an den Herrn Bürgermeister Dr. Michael Häupl (SPÖ):
"Sie haben im August 2008 Gespräche mit den GegnerInnen des Sängerknaben-Konzertsaales am Augartenspitz angekündigt. Auch in der Beantwortung der mündlichen Anfrage in der Sitzung des Wiener Gemeinderates am 24. September 2009 sagten Sie, dass "Sie gerne alles dazu beitragen, dass es zu einer friedlichen Auflösung dieses Konfliktes kommt." In der Folge gab es mehrmals Versuche der Initiativen vor Ort einen Gesprächstermin mit Ihnen, Herr Bürgermeister, zu vereinbaren. Warum haben Sie bis heute keines der Gesprächsangebote der friedlichen BesetzerInnen angenommen?"
 

Video: Fragestunde im Wiener Gemeinderat 25.3.2010

Video:
Anfragen an Bürgermeister Dr. Michael Häupl wegen des geplanten Baus eines Konzertsaals im Augarten

Video 37 MB;
Dauer: 10 min
© Wien-konkret


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Antwort Michael Häupl (SPÖ):
"Sehr geehrter Frau Gemeinderätin!
Ich fürchte sehr, viel Substanzielles habe ich seit unserem kurzen Gespräch für eine halbe Stunde am 24. September des vergangenen Jahres nicht zu berichten. … … Ich habe … gesagt, das ist mein Standpunkt. Wenn ich etwas beitragen kann, dass zur Auflösung, zu einer friedlichen Lösung dieses Problems bedeutet, dann stehe ich gerne zur Verfügung. Nachdem aber auf beiden Seiten hier unverrückbare Standpunkte sind, war meine Funktion, meine Rolle und meine Lösungskompetenz in dieser Frage ganz offensichtlich nicht gefragt. Ich habe mich trotzdem bemüht auch zu Gespächen zu vermitteln zwischen dem Präsidenten der Sängerknaben und Vertretern der Initiative – die aus Gründen die ich nur aus zweiter Hand sozusagen weitergeben kann – gescheitert sind, mit wechselseitigen Vorwürfen, was auch nicht Sinn der Sache war. Also, offensichtlich kann ich hier nicht viel beitragen dazu. Ich will versuchen in Zukunft meine Rolle darauf zu beschränken, dass es zu keinen gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt …"

 
Dipl.-Ing. Sabine Gretner (Grüne):
"Sehr geehrter Bürgermeister!
Das ist naütrlich betrüblich, wenn der Bürgermeister sagt, dass er in einem solchen Konflikt nichts Substanzielles beitragen kann und Information nur aus zweiter Hand hat. Sie hätten ja Information aus ersten Hand haben können und das Gespräch vor Ort dort führen können. … Ich muss nochmals nachfragen. Wie kommen Sie darauf, dass Sie als Wiener Bürgermeister – doch mit einigen Kompetenzen ausgestattet – nichts Substanzielles an der Konfliktlösung beitragen hätte können?"

Michael Häupl SPÖ):
" Frau Gemeinderätin!
Das wissen Sie genauso gut wie ich. Die Stadt Wien ist nicht der Grundstückseigentümer, noch gibt es irgendeine unklare Rechtssituation, was die Flächenwidmung betrifft, als auch was die Bewilligungen betrifft. ..."


Dr. Franz Ferdinand Wolf (ÖVP)
"Herr Bürgermeister!
Sie haben eine klare Position zum vorliegenden Fall. Die Rechtssituation ist geklärt. Warum versuchen Sie nicht … dazu beizutragen, dass die Rechtssituation durchgesetzt wird?"
(Anmerkung Wien-konkret: Die ÖVP will, dass der Konzertsaal endlich gebaut wird)

Michael Häupl SPÖ):
"Sie wissen so gut wie ich, die rechtliche Position durchzusetzen heißt, wenn ein Grundstückseigentümer oder ein Projektmanager die Polizei ruft und das räumen zu lassen. Genau so leicht ließe sich diese Frage beantworten, wenn ich nicht den Standpunkt hätte durch Gespräche eine solche Konfliktsituation aufzulösen. Ich gestehe zu, dass durchaus das Bemühen war, den Konflikt durch Gespräche aufzulösen und es nicht auf den Polizeieinsatz hin zuzuspitzen. Aber das ist offensichtlich auch gescheitert. Und mein Beitrag war von beiden Seiten dazu nicht gefragt. Das muss man auch zur Kenntnis nehmen. Und am Ende des Tages natürlich dem Rechtsstaat, der Rechtssituation zum Durchbruch zu verhelfen ist. Aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass man das in einer friedlichen und kultivierten Formen lösen kann und nicht mit Polizeieinsatz."

Anton Mahdalik (FPÖ)
"Sehr geehrter Bürgermeister!
Wir sind der Meinung, dass der Polizeieinsatz schon deshalb richtig und wichtig war, um die Gesundheit der Besetzer zu schützen, weil an dem Tag
(Anm. Gelächter bei manchen Gemeinderäten über diese vermeintliche "Pointe"; viele Menschen werden diese Stellungnahme eher als blanken Zynismus verstehen)   hat es null Grad ungefähr gehabt und früher oder später wären sie heruntergefallen von den Bäumen. Und da war die Hilfe der Polizei durchaus angebracht. Aber sonst kommt es selten bis nie vor, dass die Freiheitlichen den Ausführungen des Bürgermeisters nichts hinzuzufügen hätten. In dem Fall ist es also doch so. Darum erübrigt sich unsere Zusatzfrage."

 
Dipl.-Ing. Sabine Gretner (Grüne):
"Eine zugegeben nicht sehr angenehme Frage: Sie hatten ja einen Verhandler ausgeschickt, der in ihrem Mandat sozusagen Gespräche zu führen hatte, was sicherlich sehr positiv zu bewerten war. Ein durchaus integerer, intelligenter Beamter des Hauses, der noch Tage vor der polizeilichen Räumung zugesichert hat, dass man es nicht so weit kommen läßt, das nicht nur mir sondern auch den Initiativen vor Ort signalisiert hat, dass es ihr Bestreben ist, dass es nicht zu einem Polizeieinsatz kommt, das man versucht über den Sommer zu kommen über das Mediationsverfahren. Was ich mich jetzt frage ist auch für zukünftige mögliche Verhandlungen.
Ich gehe jetzt davon aus, dass dieser Mitarbeiter mir nicht absichtlich falsche, unwahre Dinge gesagt hat, sondern dass er davon nicht in Kenntnis war, was sich dort Tage später abspielen wird vor Ort, muss man davon ausgehen, dass Dinge, die Sie wissen und vielleicht vereinbart haben nicht an diese Verhandler weitergegeben worden sind." 

 
Michael Häupl SPÖ):
 (sehr schlecht verständlich Antwort.) Schlußsatz Häupl:
"Das ändert nichts daran, dass die Stadt Wien in diese Entscheidungen nicht involviert ist."

Anmerkung Wien-konkret:
Bemerkenswerte ist aber auch, dass Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl im Ehrenpräsidium des Vereins "Freunde der Wiener Sängerknaben" sitzt. Ob er als solcher auch nichts bewirken kann, wo es doch um den Konzertsaal für die Sängerknaben geht? Die Bäume sind jedenfalls inwischen umgeschnitten und jetzt geht es darum, ob dort ein Konzerthaus errichtet wird oder nicht.
 
 



Video: Trauerprozession anlässlich des Baummordes im Augarten

Video:
Trauer- feierlichkeiten am 20.3.2010 anlässlich des Baummordes im Augarten am 8. März 2010

Video 168 MB;
Dauer: 45 min
© Wien-konkret


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Trauerprozession Augartenspitz: 1. Trauerrede am Kamelitermarkt, Wien 2. Bezirk

Traueransprache am Kamelitermarkt

1. Rede der Sprecherin des Josefinischen Erlustigungskomitees

* Warum wird unser Grund um 60 Cent pro Quadratmeter „verschenkt“ im Monat und das auf 67 Jahre? Dafür zahlen wir eigentlich Steuern, dass dieser Grund erhalten, gepflegt, verwaltet wird.
* Dort wird ohne Ausschreibung mit einem Archtitekt, der der Schwiegersohn des Generalsponsors ist, unser Eigentum vernichtet, verbaut, zerstört.
* Das wahre Recht ist bei uns, auch das natürliche Rechtsempfinden, dass in einem dicht verbauten Gebiet ein kostbarer alter Park – der einen Weltkulturerbestatus hat in seiner Musikdenkmalwürdigkeit – dass der zerstört wird.
* Was im Moment bleibt ist die Botschaft der besorgten Bürger: Schauen Sie sich das Baugelände an, so traurig es ist. …
* Das Filmarchiv ist gerade geknebelt worden. … Das Filmarchiv hat gerade Fenstergitter gekriegt, eine Institution, die immer für Offenheit, für kulturelle Vielfalt gesorgt hat, die wird natürlich jetzt dafür bestraft, dass sie zugelassen hat, dass auf dem Gebiet – das ja öffentlich ist – soviel Bürgerbeteiligung stattgefunden hat … Zur Strafe werden die Fenster vergittert, aber nicht mit schönen Barockgittern …
* Ich hoffe, Sie schauen sich das an, besuchen den Augartenspitz und folgen auch unseren Zug zur Wurzel des Bösen …
 

Trauerprozession Augartenspitz: 2. Trauerrede vor dem Wirtschaftsministerium in Wien 1. Bezirk

Traueransprache vor dem Wirtschaftsministerium


2. Rede der Sprecherin des Josefinischen Erlustigungskomitees

Liebe Trauernde!

* wollen wir kurz innehalten vor dem Palast deren, die unser Eigentum verwalten (Anm. dem Wirtschaftsministerium Österreichs). Das Wirtschaftsministerium ist Eigentümervertreter, also der Vertreter unseres Eigentums. Hat unser Eigentum in Form der vielen Bäumen hingemordet. Also wir als Besitzer, als Eigentümer haben schon Grund uns zu beschweren in welchen Sinne diese Verwaltung betreibt: In Verwaltung der Bürger, der dieser Grund gehört oder im Interesse privater Bauwerber, die zu einer unanständig niedrigen Miete unser Eigentum vermietet haben. …
* Die sehr anständige Polizei, die eigentlich das Gewaltmonopol hat, darf offenbar nur noch zuschauen, ist degradiert zum Zuschauen, beschützt uns natürlich, aber offenbar auch die Schlägertrupps…
*  Der Schlaf der Demokratie ist die größere Diktatur, als die erkennbare. … Als so vieln Jahrtausenden Geschichte weiß man, immer wenn es ein paar Jahrhunderte Demokratierversuche gab, wie haben sie geendet? Schleichend, schlafend und man merkt nichts, weil jeder sagt: Man kann eh nichts mehr machen. Die sind eh stärker. …
* Also in dem Sinne gehen wir weiter zur Achse des Bösen. Das ist unser lieber Privatsponsor“, dem wir in Wirklichkeit auch nur in aller Höflichkeit aufmerksam machen wollen, dass er auch in die Irre geführt worden ist von defizitären Politikern, die nicht fähig sind jemanden, der halt sehr viel Geld und wenig Bildung hat, ein bisserl behilflich zu sein. … Aber auch er ist allein gelassen worden. Was wir wissen, ärgert er auch sich sehr. …
* Vielleicht gehen wir ihm auch ein bisserl Trösten jetzt. …
 

Trauerprozession Augartenspitz: 3. Trauerrede vor dem Palais Coburg in Wien 1. Bezirk

Traueransprache vor dem Palais Coburg


3. Rede
der Sprecherin des Josefinischen Erlustigungskomitees

* Beim Palais Coburg: Eigentlich ein sakrosanktes Teil der Wiener Stadtgeschichte, aber der Eigentümer – unser Problemkind Privatstiftung Püringer – ist auch da schon mit dem Denkmalamt Schlitten gefahren, denn dieser Glaskobel – der brutal eingesprengte – dürfte natürlich bei einem so sankrsankten Teil wie der Wiener Stadtmauer nicht mehr passieren sein. Aber das war der Probelauf. Da das möglich war, konnte sich der Bauwerber ziemlich sicher sein, dass man auch ein wichtiges Beispiel Josefinischer Architektur, ein Parkdenkmal, mit einer weit über die Situation hinausreichenden Wichtigkeit – den Wien hat seinen Statuis als Weltkulturerbe dank der Baudenkmäler, die mit Musikgeschichte zu tun haben – und wenn der Augarten mit musikgeschichtlicher Architektur nichts zu tun hat, dann weiß ich nicht was. Denn jeder weiß die legendären Vormittagskonzerte, die Mozart gegeben hat, die Strauß-Orgien, die sich abgespielt haben …
* (spricht dann über das Problem „Denkmalamt“
* Die Sprecherin zitiert Wiens Bürgermeister Michael Häupl aus dem Standard, der sagt, dass ihm Investoren lieber sind, als ein paar Anrainer und beleuchtet wie falsch dieser Ausspruch ist.
*  Wir wollen sehr auf die Verantwortung der Privatstiftung Pühringer hinweisen, der versucht uns auf diese Weise ein „Geschenk“ zu machen. … Er kann sich das gut leisten, aufgrund seiner steuergeschützten Stiftung. Da muss man auch immer wieder darauf hinweisen …
* Wir wollen ihm auch ein bisserl trösten, habne wir gesagt. Wir wissen, dass sein Unglück die unverläßlichen Politiker sind, die ihm informell unter der Decke zugesichert haben: „Das machen wir schon. Das geht schon.“ Quasi, das fällt eh niemanden auf, dass er sich darauf verlassen konnte, dass niemand die Gemütsruhe der Bürger nachhaltig stört, außer halt vife Medien und aufmerksame, interessierte Bürger. Aber damit haben die halt nicht so gerechnet und deshalb ist er ein bissserl sauer auf die Politiker. Wir wissen intern, dass er sehr enttäuscht war, dass das nicht ganz ohne behördliche Genehmigungen abläuft. …
* Die Sängerknaben haben wahrscheinlich gar nicht die Möglichkeit, diesen Raum zu bespielen. Es sind zuwenige. Sie haben Nachwuchsprobleme.
* Unser Mitleid mit Herrn Pühringer: Es ist schade, dass er an die falschen Politiker gekommen ist. Hätte er sich gleich an uns gewendet, wir hätten ihm wunderbar dabei helfen können sein Geld richtig einzusetzen und er hätte alle Kulturtreibenden – die uns jetzt unterstützen – wahrscheinlich auf seiner Seite und er hätte sich einen nachhaltigen Lorbeerkranz verdient und aht jetzt nix wie Zorres und er wird es weiter haben. Wir werden auch den baumlosen Augartenspitz verteidigen. Jetzt erst recht. Jetzt sieht man erst die Ausmaße. …
* Also lassen wir uns nicht entmutigen durch die Opfer, die wir hier jetzt möglichst würdig beklagen und zu Grabe tragen. Es ist nur ein Zeichen, dass es umso erfrischter weitergeht. Es kommt das Frühjahr und wir werden um diesen Platz herum keine Möglichkeit auslassen lustig, listig, lästig zu sein.
* In diesem Sinne lade ich jetzt zu einem Schlückchen Erfrischung ein im Sinne der Elfriede Gerstl die seit einem Jahr Tod ist und das schöne Wort: „Habt Achtl“ geprägt hat, im Sinn eines lustigen Widerstandes.  (Bravo Rufe und Applaus des Publikums)

Es folgten "Buh Pühringer" Rufe. Gemeint ist Peter Pühringer von der Privatstiftung.



20.3.2010 Ankündigung zum Trauermarsch wegen Baummordes im Augarten

Trauerparte für die ermordeten Bäume im Augarten

Trauerparte und Bekanntmachung des Trauermarsches

Wir beklagen den Baummord von letzter Woche am Augartenspitz und verteidigen den bedrohten barocken denkmal-geschützten Augarten weiter gegen Verbauung!

Zu diesem Zweck veranstalten wir eine ProFest-Kundgebung in gewohnt barocker Manier, mit Kutsche und Lebendmusik!

Treffpunkt Sa 20.3.2010 10:00 am bedrohten Augartenspitz

Besonders wollen wir diesmal das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (das am Augartenspitz gegen Familien und Jugend und für die Wirtschaft entschieden hat) und wieder das Palais Coburg, Sitz des “Instituts für strategische Kapitalmarktforschung” des bauwütigen Sponsors Peter Pühringer mit unserem Besuch beehren.

10:00 Uhr Abmarsch Augartenspitz
11:00 Besuch am Karmelitermarkt, weiter zum Ministerium für Wirtschaft, zum Palais Coburg und retour zum Augartenspitz
15:00 Uhr Ende der Trauerkundgebung


Inhalt:
* Statement zur aktuellen Lage: Umgang des Vereins der Wiener Sängerknaben mit Recht und Gewalt. Augartenschützer und Verteidiger des Rechtsstaates klagen an.
* Brief einer Anrainerin und besorgten Bürgerin an die künstlerische Leitung der Wiener Sängerknaben 
* Prominente Unterstützung für den Augartenspitz 
* Unrecht bleibt Unrecht, Kurzfassung der Analyse des Bescheids des Bundesdenkmalamts



8. März 2010: Die Bäume am Augartenspitz wurden gefällt

Fotos von den Bäumefällen am Augartenspitz am 8. März 2010



Fotos von den Bäumefällen am 8. März 2010; © Matthias Heckmann

Gastkommentar:
Heute früh war es also so weit. Die Rodungsspezialisten der Firma „Grünwert“ (kein Scherz) haben unter massiven Polizeischutz (15 Mannschaftswagen) mit der Rodung der Bäume begonnen. Es gelang einigen AugartenschützerInnen allerdings auf Bäume zu klettern und diese unter Einsatz ihrer Gesundheit zu schützen. Derzeit sind insg. 6 AktivistInnen auf 4 Bäumen. Doch das war den Rambos im Auftrag der Sängerknaben egal. ...

by wolfgangkamptner

Mehr Fotos => Bäume umsägen im barocken Augarten 8.3.2010



* 23.01.2010: ORF-Bürgeranwalt

Am Samstag den 23.1.2010 gab es einen ca 22-minütigen ORF-Fernsehbeitrag in der Reihe Bürgeranwalt.

Entscheidendes Argument der Volksanwältin: Gibt es ein überwiegendes öffentliches Interesse für die Verbauung des Augartenspitzes, das schwerer wiegt als der bestehende Denkmalschutz? Welche Alternativen wurden geprüft?
Dazu gab es vom Bauwerber und vom Bundesdenkmalanwalt keine Antworten.
Der Verein der Freunde des Augartens kündigt eine Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof an.



* 7. November 2009 Aktionstag am Augartenspitz: SOS Augarten! SOS Bürgerrechte!

Aktionstag am Augartenspitz, SOS Augarten,

Aktionstag am Augartenspitz: SOS Augarten!

DATUM: 7. November 2009
BEGINN: 14:00  DAUER: 20:00
ORT: Augartenspitz, Obere Augartenstr. 1e, 1020 Wien
ÖFFIS: U2 Taborstraße
EINTRITT: Spenden erwünscht! 
ERWARTETE GäSTE: Sehr viele!

Aktionstag am Augartenspitz
Blumenmeer | Musik | Menschenkette |bring Deine Blume!

Programm am Aktionstag mit:
Wiener Tschuschenkapelle, Otto Lechner & Anne Bennent, Ljubinka Jokic & Friends, Die Mondscheinbrüder, Ute Bock u.v.a.

Seit Jahren engagieren sich BürgerInnen für den Wiener Augarten und wehren sich gegen einen „Konzertkristall“ am Augartenspitz. Anstatt einen demokratischen Prozess zu ermöglichen, wird friedlicher Widerstand (weit über 10.000 UnterstützerInnen!) gegen Verschacherung von Eigentum der Republik und Vernichtung von städtischem Grünraum mit Gewalt unterdrückt!

Ein solches Vorgehen kann von der Zivilgesellschaft nicht länger toleriert werden. Dieser Konflikt ist zudem beispielhaft: Wem gehört der öffentliche Raum? Anstatt kulturelle Schätze zu bewahren, werden wichtige Plätze Wiens Investoren-Interessen geopfert. Wir wollen mitbestimmen, nicht niederregiert werden! Zeigen wir der Stadtregierung und den Bauspekulanten, dass wir uns solche undemokratischen und rechtlich bedenklichen Vorgehensweisen nicht gefallen lassen!

Josefinisches Erlustigungskomitee

Solidaritäts-Spendenkonto für Anwalts- und Widerstandskosten
Inhaber: Freunde des Augartens
easybank 14.200 | KNr. 200 105 844 66



* 7.10.2009: Security Firma schreitet um 4 Uhr früh zur Tat

Räumung Augartenspitz



Fotos nach der gewaltsamen Räumung am 7.10.2009: Mitarbeiter einer Security-Firma bewachen den aufgestellten Bauzaun von innen; © Wien-konkret

Heute früh um 4.00 Uhr wurde der von Anrainern und vielen Sympathisanten friedlich bewachte Augartenspitz zum zweiten Mal gewaltsam geräumt – diesmal von einer privaten Security-Firma, geduldet durch die Wiener Polizei! Bürgermeister Häupl hatte bisher einen Polizeieinsatz ausgeschlossen. Die Polizei verschaffte einer bereits für ihre Provokationen bekannten Security-Firma Zutritt zum Augartenspitz. Private sind gesetzlich nicht zu körperlicher Gewalt befugt! Trotzdem weigerte sich die Polizei, einzugreifen und die Bürger und ihre Rechte zu schützen, sondern sah gewaltsamen Übergriffen tatenlos zu. Die Annahme von Anzeigen gegen die Security-Leute verweigerten die Polizisten. Die Bürgerinitiativen dokumentierten die Vorgänge und leiten rechtliche Schritte ein.

Die Wiener Sängerknaben können zwar seit gestern eine Baugenehmigung vorweisen, der Naturschutz-rechtliche Bescheid fehlt derzeit aber noch immer!



* 24.9.2009 Lokalaugenschein - Blühendes Leben am Augartenspitz

Seit 3 Jahren bewohnen die Anrainer der Augartens den Augartenspitz. Bei einem Lokalaugenschein von Wien-konkret nachmittags am 24.9.2009 trafen wir viele nette Menschen - meist Mütter mit ihren Kindern - am Augartenspitz an. Es gab Kaffee und Kuchen. Die Kinder spielten in der Wiese. Damit will die Stadtobrigkeit aber bald Schluß machen. Man will den Augartenspitz endlich mit Konzerten der Sämgerkanben kommerzialisieren. Dann ist es natürlich Schluß mit dem Barockgarten in Wiens Betonwüste.


Leben am Augartenspitz












Bilder vom Leben am Augartenspitz 24. September 2009; © Wien-konkret


22.9.2009: Initiative Denkmalschutz fordert Prüfung des BDA-Bescheides

Augarten: Projekt Konzerthalle der Wiener Sängerknaben rechtswidrig?

Am 5. März 2009 hat das Bundesdenkmalamt (BDA) einen Bescheid erlassen, der die Verbauung des Augartenspitzes ermöglicht. Die Gesetzmäßigkeit des Bescheides ist jedoch stark zu bezweifeln: Neben einer in jeder Hinsicht unzulänglichen Interessensabwägung kann wohl auch die von den Wiener Sängerknaben aufgestellte Behauptung, dass der Konzertsaal genau nur an dem angegebenen Ort möglich ist, kaum als erwiesen gelten. Im Bescheid wird diese Behauptung einfach ungeprüft übernommen.

Trotz möglicher Rechtswidrigkeit keine Einspruchsmöglichkeit!

Leider können nur der Landeshauptmann und Bürgermeister (in Wien ident) sowie der Eigentümer respektive Projektwerber den Bescheid anfechten. Doch diese haben klar Position für die Konzerthalle bezogen. Der Öffentlichkeit, deren Interesse das BDA unzulänglich wahrgenommen hat, steht kein Rechtsmittel zu. Im Klartext heißt das: Ein inhaltlich klar rechtswidriger Bescheid wird trotzdem rechtskräftig. Kann wieder, wie unlängst beim Seebahnhof Gmunden in Oberösterreich, nur die Volksanwaltschaft - und das nur im Nachhinein ohne Rechtsfolgen - die inhaltliche Rechtswidrigkeit feststellen? Die Initiative Denkmalschutz fordert daher für facheinschlägige Organisationen in Denkmalschutzverfahren - so wie in der Schweiz - Parteistellung. Nur so kann der Verwaltungsgerichtshof zur Überprüfung der Rechtmäßigkeit eines BDA-Bescheides angerufen werden.

Rückfragehinweis:
Verein Initiative Denkmalschutz (ZVR-Nr.: 049832110)
Markus Landerer und Claus Süss
0699 1024 4216 oder 0676 740 43 27
Website: www.initiative-denkmalschutz.at   email: office@idms.at



12.9.2009: Bittprozession vom Augarten zum Bundesdenkmalamt

Bittprozession vom Augartenspitz zum Bundesdenkmalamt

Foto: Bittprozession vom Augartenspitz zum Bundesdenkmalamt am 12.9.2009

Liebe Freundinnen und Freunde des Augartenspitzes,

Am Sa. 12. September 2009 ab 13:00 Uhr wurde mit einer lustig-listigen Bittprozession auf die geplante, private Verbauung und den Teilabbruch eines öffentlichen barocken Architektur- und Gartenensembles im Herzen von Wien hingewiesen. Der proFest-Marsch führte über das Palais Coburg (14:00), wo Sponsor Peter Pühringer mit seiner Privatstiftung angesiedelt ist, zum Bundesdenkmalamt (ca. 16:00), das diesen Bau eigentlich verhindern müsste.

Die lustig-listige Bittprozession, die Dank der überwältigenden Zustimmung der über Ansinnen, Anblick und die musikalischen Darbietungen erfreuten Passanten und Touristen zu einem Triumphzug des Rechtes auf öffentliches barockes Gartengrün wurde. Das fast schon berühmte „Transparentkleid“, gefolgt von der „Wandelnden Natur“ schritten dem geschmückten Triumphwagen voran, der beladen mit Labungen – Früchten der Natur und dem Widerstandströpferl, um jedem reinen Wein einzuschenken – sowie Musikantinnen auf dem Fuße folgte. Die wilden Tiere des Augartens – Dachs, Fuchs, Hase, Igel schoben und zogen fleißig den Wagen, die Schnecke hielt tapfer Schritt.

das Josefinische Erlustigungskomitee
www.erlustigung.org                                   



8.9.2009: Bauwerber kommt zum Augarten-Frühstück

Liebe Freundinnen und Freunde des Augartenspitzes,

Heute morgen gab es wieder einen Versuch der Bauwerber, in aller Frühe den Augartenspitz zu versperren, was aber durch ein anwesendes Frühstück verhindert werden konnte.

das Josefinische Erlustigungskomitee
www.erlustigung.org                                    E-mail 8.9.2009



24.8.2009: Augartenspitz - Fortsetzung der lustvollen Fest-Setzung!

Seit den illegalen Probebohrungen am 15. Juli 2009 befindet sich der Grünraum Augartenspitz hinter Gittern. Versperrt durch einen Bauzaun, der mangels Baustelle und Bauverhandlung gar nicht sein dürfte! 
   Frei nach Clint Eastwood, der gestern im KINO WIE NOCH NIE "Get off my lawn!" (Runter von meinem Rasen!) knurrte, wurde im Anschluss an den Film der öffentliche Raum im Augartenspitz nicht in einer Besetzung, sondern in einer FESTsetzung mit Unterstützung anwesender Kino-Besucher dem Volk zurückgegeben und darauf friedlich-fröhlich gefeiert.
   Damit der Augartenspitz Lebensraum für Bäume, Tiere und Menschen bleibt und nicht von einer Bebauung zerstört wird, laden die Bürgerinitiativen Josefinisches Erlustigungskomitee (www.erlustigung.org), Freunde des Augarten (www.baustopp.at) u.a. alle BürgerInnen ein, vor Ort mitzufeiern oder auch am morgendlichen Frühstück vor Ort (einem Permanent Breakfast) teilzunehmen. Ganz besonders herzlich eingeladen ist Bürgermeister Dr. Häupl, der den Bürgern ein Gespräch angeboten hat. In geselliger Runde in der grünen Idylle inmitten der Stadt wird auch er zur Überzeugung gelangen, dass auch dieser Teil des Augartens geschützt werden muss.

Rückfragehinweis:
   Verein Freunde des Augartens
   Mag.a Eva Hottenroth, Tel.: 0699 19453841
OTS0010    2009-08-24/08:26



23.8.2009: Rückeroberung des Augartenspitzes durch die Bürger

Rückeroberung Augartenspitz



Bilder von der Rückeroberung des Augartenspitzes durch Kinobesucher und durch die Bürger der Leopoldstadt; © Martin Juen

Frei nach Clint Eastwood, der gestern im KINO WIE NOCH NIE "Get off my lawn!" (Runter von meinem Rasen!) knurrte, wurde im Anschluss an den Film der öffentliche Raum im Augartenspitz nicht in einer Besetzung, sondern in einer FESTsetzung mit Unterstützung anwesender Kino-Besucher dem Volk zurückgegeben und darauf friedlich-fröhlich gefeiert.



* 20.8.2009: Offener Brief an den Bürgermeister der Stadt Wien Michael Häupl

Brief an Bürgermeister Häupl (SPÖ)

Bild: Offener Brief der BI Augartenspitz an Bürgermeister Häupl (SPÖ); © Josefinisches Erlustigungskomitee

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Häupl,
im zweiten Wiener Gemeindebezirk, der Leopoldstadt, sollen Teile des historischen Parks Augarten, trotz gültiger Bezirksparlaments-Beschlüsse dagegen, verbaut werden. Der Augarten ist neben Schönbrunn und dem Belvederegarten die wichtigste barocke Gartenanlage Österreichs. Er steht seit dem Jahr 2000 unter Denkmalschutz im Verfassungsrang. Hier gaben Mozart, Beethoven und Schubert (ohne eigenen Saal!) Konzerte, hier konnte das Wiener Bürgertum ebenso wie später die Arbeiterschaft flanieren, denn schon im Jahr 1775 stellte der aufgeklärte Kaiser Josef II. das riesige Parkareal der Bevölkerung zur Verfügung. Josefs Widmung „Allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort von ihrem Schätzer“ ist heute noch über dem prachtvollen Eingangstor zu lesen.
Doch jetzt ist dieses Gesamtkunstwerk bedroht. Ausgerechnet durch einen Verein, der sich den Erhalt österreichischer Kultur und Tradition auf die Fahnen geschrieben hat: die Wiener Sängerknaben.

Denn just an der wichtigsten Ecke des Parks, die durch die neue U2 Station Taborstraße logischer Zugangsbereich zum Augarten wäre, wollen die Sängerknaben einen riesigen Klotz – eine Konzerthalle – in den wunderbaren Garten mit seiner Ulme, den Hollerbüschen und den vielen Wildtieren, hineinbauen
Der Augartenspitz ist überall! Durch unsaubere Vorgehensweisen von Politikern und Behörden gewinnt der Augartenspitz exemplarischen Charakter. Nicht nur prominente Baumpaten wie Barbara Albert, Robert Menasse, Erhard Busek oder Barbara van Melle (u.a.) und Unterschriften von mehr als 10.000 Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch große mediale Aufmerksamkeit und Baugegner aus aller Welt (vor allem Touristinnen und Touristen!) belegen, dass hier kein lokales Phänomen, sondern ein allgemeingültiges Problem vorliegt. Es geht darum, einen Beispielfall für den Vorrang von Partikularinteressen vor Gesetzen und BürgerInneninteressen zu verhindern. „Der größte Feind des Rechts ist das Vorrecht.“ (Marie v. Ebner-Eschenbach)
Was wir uns von Ihnen erhoffen: Im Zuge des unverhältnismäßigen WEGA-Polizei-Einsatzes meinten Sie, dass man so einen Konflikt ausreden müsse. Das meinen wir auch! Da wir über Ihr Büro bisher keinen Termin mit Ihnen erhalten haben, bitten die Augarteninitiativen auf diesem Weg um einen Gesprächstermin für einen „Runden Tisch“, gemeinsam mit den Wiener Sängerknaben. Am besten vor Ort am Augartenspitz. Um mit Ihnen bei einem Lokalaugenschein die Perspektive der Kritiker des Projekts erörtern, Ihnen die Schönheit dieses „Alt-Wiener Ortes“ vermitteln zu können und um Ihre Argumente kennen zu lernen. Im Jahr 1999 waren es schließlich auch Sie, der den Konflikt um die Planung der Hakoah- Sportanlagen im Augarten durch die weise Entscheidung, einen Alternativstandort anzubieten, zur Zufriedenheit aller Beteiligten lösen konnte. Wir hoffen darauf, dass Sie auch diesmal einen Ausweg aus der Sackgasse weisen werden!

Mit freundlichen Grüssen, die Augarteninitiativen Josefinisches Erlustigungskomitee und Verein Freunde des Augarten
PS: Eine Magistratsabteilung wirbt mit einem Wettbewerb für die schönsten Grünoasen Wiens – wir hoffen, uns in den nächsten Jahren dafür bewerben zu können: mit dem Augartenspitz!
Rückfragehinweis:
   Verein Freunde des Augartens
   Mag.a Eva Hottenroth, 0699 19453841              E-mail 20.8.2009



19.8.2009: Ex-Vizebürgermeister von Wien Erhard Busek wird Baumparte am Augartenspitz

Baumparte am Augartenspitz Erhard Busek

Foto: Nun Baumparte am Augartenspitz Erhard Busek © Martin Juen

Heute, am 19. August 2009, erhält das Rettungskomitee des Augartenspitzes eine weitere prominente Unterstützung. Der Ex-Vizebürgermeister von Wien und Ex-Wissenschaftsminister Erhard Busek (ÖVP) wird Baumparte am Augartenspitz.

Das dürfte dem Ex-Wirtschaftskammer- präsidenten von Wien und jetzigen Sängerknaben-Präsident Walter Nettig (ÖVP) - der ja den Augartenspitz mit einem Konzertsaal für die Wiener Sängerknaben verbauen will - gar nicht gefallen. Ebenso dem jetzigen ÖVP-Landesparteiobmann und derzeitigen Wissenschaftsminister Dr Johannes Hahn ÖVP. (Tipp: Erinnern Sie sich noch an die Geschichte um seine teilweise abgekupferte Doktorarbeit?)



* 14.7.2009 Eskalation am Augartenspitz!

Illegales Vorgehen von WSK und Burghauptmannschaft

Wie sich mit gestrigem Tag herausgestellt hat, entbehrt sowohl die gewaltsame Räumung des Augartenspitzes am vergangenen Mittwoch, den 8. Juli 2009 durch die Spezial-Einheit WEGA, sowie die am Montag, den 13. Juli 2009 begonnenen Probebohrungen für die Errichtung der Sängerknaben-Konzerthalle, der dafür notwendigen rechtlichen Grundlagen.
   Eine diesbezügliche Anfrage bei der zuständigen Magistratsabteilung MA 58 der Stadt Wien ergab, dass wesentliche rechtliche Genehmigungen für die Bauvorbereitung, so etwa die notwendigen Sicherheits- und Notfallspläne (SIGE), vor allem aber der unbedingt erforderliche Wasserrechtsbescheid, bisher nicht vorliegen.
   Die Wiener Sängerknaben und die Burghauptmannschaft Österreich versuchen damit offensichtlich, vollendete Tatsachen zu schaffen. Wem letztlich die konkrete Verantwortung für dieses skandalöse Vorgehen am Augartenspitz zukommt, ist insofern unklar, als beide Institutionen bisher nicht bereit sind, diese Verantwortung zu übernehmen. 
   Die Aussage von Burghauptmann Wolfgang Beer dazu lautet: "Wir haben einen Vertrag mit den Wiener Sängerknaben und ich habe auf Wunsch der Sängerknaben die Räumung beauftragt." (Zitat in: Österreich, 10. Juli 2009)
   Der Präsident der Wiener Sängerknaben Walter Nettig hingegen weist diese Behauptung nachdrücklich zurück: "Wir wissen davon nichts. Von uns hat das keiner angezettelt. Weder der Vorstand noch ich sind an Herrn Wolfgang Beer herangetreten." (Zitat in: Österreich, 10. Juli 2009)
   Tatsache ist, dass sowohl Räumung als auch Bauvorbereitung am Augartenspitz offensichtlich unter Missachtung bestehender gesetzlicher Bestimmungen erfolgt sind. Da es sich hier um konkrete
Fragen des allgemeine Interesses und des öffentlichen Raums handelt, stehen sowohl die Stadt Wien als auch der Bund in unmittelbarer Verantwortung. 
   Anrainer, Bürgerinitiativen, das Josefinische Erlustigungs-komitee sowie die Veranstalter des ebenfalls betroffenen Open-Air-Festivals "Kino wie noch nie" fordern Aufklärung über das bisherige Vorgehen sowie die unverzügliche Einstellung sämtlicher mit der Errichtung der Konzerthalle in Zusammenhang stehenden Vorbereitungsarbeiten! 

Rückfragehinweis:
   Verein Freunde des Augartens
   Mag.a Eva Hottenroth, Tel: 0699 19453841                  
OTS0108    2009-07-14/12:25



* 8.7.2009: Pressekonferenz am Augartenspitz, 11:00 Uhr

Augartenspitz & Polizei



Bilder: Räumung des Augartenspitzes durch die Polizei; © Martin Juen

Polizei räumt friedlichen Protest am Augartenspitz
Häupl/Mitterlehner gegen BürgerInnen und AnwohnerInnen

Thema: Heute morgen ab 6 Uhr hat die Polizei die friedlichen BürgerInnen, die für den Erhalt der Grünoase Augartenspitz kämpfen, weggetragen und zum Teil mit Trennschneidern vom Eingangstor geschnitten. Aus diesem Grund laden die Bürgerinitiativen und die Grünen zu einer Pressekonferenz.

Ort: Am Augartenspitz, Vor dem Tor zum Filmarchiv, 1020 (Ecke Castellezgasse/ Obere Augartenstraße)
Zeit: 11 Uhr
Datum: HEUTE, 8.7.2009

Mit
Raja Schwahn-Reichmann, Josefinisches Erlustigungskomitee
VertreterInnen der Bürgerinitiativen, AnwohnerInnen
Sabine Gretner, Planungssprecherin der Grünen Wien
Wolfgang Zinggl, Nationalrat und Kultursprecher der Grünen
Adi Hasch, Bezirksvorsteherstellvertreter
u.a.

Wir laden die VertreterInnen der Medien herzlich ein.

Rückfragehinweis:
   Pressereferat, 0664 831 74 49
   http://wien.gruene.at   www.erlustigung.org



12.2.2009: Augarten: Bürger fühlen sich von Politikern betrogen

Eineinhalb Jahre nach der Bürgerversammlung vom 7. Mai 2007 fühlen sich die Bürger der Leopoldstadt und Kritiker einer weiteren Verbauung des Augartens von der Politik - insbesondere von der Bezirksvertretung (SPÖ Leopoldstadt) - überfahren. Hier der Vorwurf:

Bürgerbeteiligung am Leitbild verkommt zur Fußnote
Auf Initiative der Stadt Wien haben seit 2007 Initiativen und interessierte Bürger in arbeitsintensiven Sitzungen an der Erstellung eines Leitbilds zur künftigen Entwicklung des Augartens mitgewirkt. Am 10. Februar 2009 wurde das Leitbild "Augarten und Umfeld" durch die MA 21A präsentiert. Die bereits im Juni letzten Jahres geäußerten Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Die beteiligten Bürger blieben von jeglicher Redaktion ausgeschlossen. Die durften zwar Ideen einbringen, wichtig wäre aber die Einbindung aller in die Erstellung des Leitbilds gewesen. Nicht verwunderlich, dass die Ergebnisse widersprüchlich sind. Für die Ausarbeitung der Grundsätze des Leitbilds zeichnen daher ausschließlich Magistrat und Projektleitung verantwortlich. Sogar der ausdrückliche Wunsch vieler Initiativen, die Formulierung "Alle noch nicht ausgenützten Baulandwidmungen sollen in Grünland umgewidmet werden" den Grundsätzen anzufügen, wurde - ohne Diskussionsmöglichkeit - einfach ignoriert. Den Bürgern verblieb nur die Rubrik "Fußnoten". Vom Leitbildprozess bleibt wenig Konkretes. Selbst die Umsetzung bleibt fraglich. Eigentlich selbstverständliche Verwaltungsaufgaben werden nun als erfolgreiche Bürgerbeteiligung verkauft.

Gegen dieses Vorgehen protestieren auf das Schärfste: Verein Freunde des Augartens (www.baustopp.at), Josefinisches Erlustigungskomitee
(www.erlustigung.org), Plattform Augarten, Mütter und Väter für den Augarten, Arge Umfeld Augarten.

Rückfragehinweis:
   Verein Freunde des Augartens, Mag.a Eva Hottenroth,
   Tel.: 0699 1945 3841,

OTS0040    2009-02-12/09:33
 



Allgemeine Informationen zur Bürgerversammlung Augartenspitz:

Wer: Bezirksvorsteher des 2. Bezirks Gerhard Kubik und Anrainer. Es kamen ca 450 Anrainer und Bewohner des 2. Bezirks 
Was: BürgerInnenversammlung gemäß Paragraf 104 der Wiener Stadtverfassung zum Thema der Verbauung des Augartens. Beim Treffen werden in Anwesenheit von Bezirksvorsteher Kubik Planer und Experten zu diesem Projekt Auskunft geben bzw. mit den Bewohnern und Geschäftsleuten diskutieren. Nach neuesten Informationen wird nicht nur das geplante Projekt "Konzerthalle/Konzertkristall" der Wiener Sängerknaben, sondern auch das Projekt "Augartenkino/Filmkulturzentrum" von Filmarchiv Austria & Viennale präsentiert und diskutiert.


Wann: Montag, den 7. Mai 2007, ab 18.00 Uhr
Wo: 1020 Wien, Haus der Begegnung 
Eintritt ist frei
 

Fotos von der Bürgerversammlung: Intensiv diskutiert wird das Verbauungsprojekt der Sängerknaben - Bezirksvorsteher Kubik und die zwei Projektwerber - 450 interessierte Bewohner des 2. Bezirks; © Wien-konkret



Fotos von der Bürgerversammlung: Intensiv diskutiert wird das Verbauungsprojekt der Sängerknaben - Bezirksvorsteher Kubik und die zwei Projektwerber - 450 interessierte Bewohner des 2. Bezirks; © Wien-konkret

An alle Wiener und Wienerinnen im Bezirk Leopoldstadt:

Sind Sie für eine teilweise Verbauung durch
* Projekt 1 (450 Besucher) oder
* Projekt 2 (250 Besucher) oder
* überhaupt gegen jede weitere Verbaung des wunderschönen Barockgartens?
* für die Umsetzung beider Projekte mit einem gemeinamen Kulturzentrum?

Diskutieren Sie mit am 7. Mai 2007 im Rahmen der Bürgerversammlung. Spielregeln unter §104 Wiener Stadtverfassung
 

Das Volk spricht: Zusammenfassung der besten Wortmeldungen von der Bürgerversammlung am 7. Mai 2007:

* Wir wollen nicht, dass mehr verbaut wird, sondern dass mehr Park für die Bevölkerung geöffnet wird
* Gesindehaus soll erhalten bleiben. Das historische Ensemble soll erhalten bleiben. Falls das Bundesdenkmalamt dem Abriss zustimmt, dann führt sie sich selbst ad absurdum
* Das Gesindehaus wurden vor einigen Jahren um teures Steuergeld renoviert. Jetzt will man es wegreißen. Geht man so mit Steuergeld um?
* Die Gesamthöhe des Projekts wird angezweifelt
* Vielleicht gibt es außer den beiden vorliegenden Projekten noch andere und bessere Möglichkeiten.
* Als Bewohnerin der Leopoldstadt verstehe ich nicht, warum nicht beide Projekte gemacht werden.
* Ich fordere die Öffnung des Augarten für die Bürger
* Wieso werden auf beide Projekte nicht die gleichen Kriterien angewandt?
* Wieso kann man kein großes Kulturzentrum bauen, wo sowohl die Wiener Sängerknaben, als auch das Filmarchiv tätig werden kann?
* Wie die Sängerknaben noch nicht da waren, war der Augarten verwahrlost aber offen
* Einen Konzertsaal sehe ich nicht als Aufwertung des Augarten
* Welche Rechtsstruktur haben die Sängerknaben und das Filmarchiv?
    => Sängerknaben sind ein Verein und kein Kirchenchor
    => Das Filmarchiv ist ein gemeinnütziger Verein
*  Es gibt eine dritte Gruppe in der Bevölkerung, die weder das eine noch das andere Projekt wollen. Der Augarten ist ein Erholungsgebiet. Gibt es noch die Chance, dass gar nichts gebaut wird.
* Welches Engagement haben die Wiener Sängerknaben in Bezug auf unseren Bezirk?
* Wenn die Sängerknaben bis Japan reisen können, warum können sie dann nicht auch an einem anderen Standort fahren?
* Bezirksvorsteher Kubik: Es wird keine Änderung des Flächenwidmungsplanes geben
* Burghauptmann DI Beer: Vorerst wird kein Vertrag unterzeichnet
* Warum wartet man nicht, bis das Leitbild für den Augarten fertig ist?
* Wir Anrainer fürchten uns vor den Touristenbussen, die dann zu den neuen Konzertsälen fahren werden
* Warum kann man nicht in aufgelassenen Kinos Filme zeigen? Wieso muss das Filmarchiv einen neuen Bau bauen?
* Wie kann die Qualität für die Anrainer erhöht werden?
* Wozu dient die heutige Veranstaltung? Sind wir hier nur Staffage?
* Wer trifft hier eigentlich am Schluß die Entscheidung?
* einige Anrainer haben keine Einladung zu der heutigen Veranstaltung bekommen
* Wird es eine Volksbefragung geben?
* Wie lange dauern die ganzen Prüfungen?
* Zwei Häuser weiter wird die jüdische Schule frei. Wieso kann die Schule der Sängerknaben nicht dorthin übersiedeln?
* Wieso gibt es keine verbindliche Volksabstimmung mit der Auswahl: A) Projekt Sängerknaben B) Projekt Filmarchiv C) beide Projekte D) gar kein Projekt?
 
Resümee: Vermutlich wird nun vorerst gar nichts gebaut. Aufgrund der verzwickten Situation ist eine Nachdenkpause angesagt.
 



Fotos vom Augarten-Spitz 7. Mai 2007:

Fotos: Der Augartenspitz mit dem renovierten "Gesindehaus" - Reste eines Tanklagers ? - Eingang zum Österreichischen Filmarchiv; © Wien-konkret



Fotos: Der Augartenspitz mit dem renovierten "Gesindehaus" - Reste eines Tanklagers ? - Eingang zum Österreichischen Filmarchiv; © Wien-konkret

Ausgangslage für die Verbauung des Augartenspitz:

Der Wiener Augarten im 2. Bezirk gehört zu den bedeutendsten Parkanlagen Österreichs. Der Augarten ist der älteste erhaltene Barockgarten Wiens und blickt auf eine große Geschichte und Kultur zurück. Heute verbindet er barocke Gartenkunst, Freizeitaktiväten und Naherholung mit einer einzigartigen kulturellen Tradition. Leider steht auch ein hässlicher Flak-Turm aus dem 2. Weltkrieg in diesem wunderschönen Park. Der Park soll nun am sogenannten "Augartenspitz" verbaut werden.

Filmarchiv Austria und Wiener Sängerknaben konkurrieren um ein Kulturprojekt am Augartenspitz. Es gibt also zwei geplante Projekte - nur ein Projekt kann aufgrund der Flächenwidmung dort gebaut werden.

Projekt 1:
Die Wiener Sängerknaben planen eine Konzerthalle für 450 Besucher, die den Augartenspitz baulich schließt und den Abbruch des historischen Portiergebäudes vorsieht. Das Projekt der Wiener Sängerknaben soll durch die POK Privatstiftung Pühringer finanziert und realisiert werden.

Projekt 2:
Filmarchiv Austria und Viennale planen ein Augartenkino / Filmkulturzentrum, ausgelegt auf ca. 250 Besucher, das den Augartenspitz für die Bevölkerung öffen soll. Anliegen und Forderungen der AnrainerInnen/ParknutzerInnen sind in das Kinokonzept (entwickelt vom Architektenteam Delugan Meissl) bereits im Vorfeld eingeflossen. Das Projekt Augartenkino/Filmkulturzentrum hat nun ebenfalls einen privaten Kultursponsor (Ingrid & Christian Reder / Privatstiftung Orion), der das Projekt zu 100% finanzieren würde.

Damit liegen 2 Projekte am Tisch, die einer seriösen, fachlichen und öffentlichen Bewertung zu unterziehen sind!




Stellungnahmen zur Verbauung vom Südteil des Augartens in Wien

* 28.6.2010 Anfrage an die Rathaus-SPÖ Wien

Wiener SPÖ Rathausklub zur Verbauung des Augartenspitzes

Sehr geehrter Herr Mag. Marschall!

Wie Sie wahrscheinlich wissen, ist die Stadt Wien nicht Eigentümerin des betreffenden Grundstücks am Augartenspitz. Das Grundstück gehört dem Bund, es wird von der Burghauptmannschaft verwaltet, die wiederum dem Wirtschaftsministerium untersteht. Grundstückseigentümer am Augartenspitz ist wie gesagt der Bund. Das Grundstück war schon seit der Schenkung des Kaisers als Bauland gewidmet. Der Bund als Grundstückseigentümer hat sich hier für die Errichtung des Konzertsaals durch die Sängerknaben entschieden. Dazu ist er berechtigt.

Möglicherweise hätte es in einer Diskussion um die Gestaltung des Augartenspitzes einen für alle Beteiligten tragbaren Kompromiss gegeben, wären von Anfang an alle zu Zugeständnissen bereit gewesen. Dieser Weg des Dialogs, den die Stadt Wien in Angelegenheiten, die in ihrem Einfluss stehen, sehr erfolgreich anwendet, wäre die bevorzugte Variante der SPÖ Wien gewesen. Der Zeitpunkt dafür wurde von den Beteiligten offenbar leider verpasst.

BürgerInnen zweiter Klasse gibt es für die SPÖ nicht und wir weisen diese Formulierung aufs Schärfste zurück.

Mit freundlichen Grüßen
Mag. (FH) Evelyn Bäck
SPÖ-Klub Rathaus, Presse   Telefon: +43 (0) 1 4000 81 922
E-mail 28. Juni 2010


Anfrage von Wien-konkret an den SPÖ-Klub im Rathaus vom 24.6.2010:

S.g. Frau Bäck,
Ist die SPÖ-Wien auch für eine Bürgerbefragung zum Thema "Stopp der weiteren Verbauung des Augartens". Wenn NEIN, warum nicht? Sind die Anrainer beim Augarten gegenüber den Anrainern des
Marillenalmparks in Meidling Bürger zweiter Klasse? (Anmerkung: Vor der geplanten Verbauung der Marillenalm in Wien-Meidling wurde eine Bürgerbefragung durchgeführt mit dem Ergebnis, dass 87% dagegen sind.)
Wien-konkret, 24.6.2010


Antwort Mag. (FH) Evelyn Bäck vom 28.6.2010

Sehr geehrter Herr Mag. Marschall!
Wie Sie wahrscheinlich wissen, ist die Stadt Wien nicht Eigentümerin des betreffenden Grundstücks am Augartenspitz. Das Grundstück gehört dem Bund, es wird von der Burghauptmannschaft verwaltet, die wiederum dem Wirtschaftsministerium untersteht.
Grundstückseigentümer am Augartenspitz ist wie gesagt der Bund. Das Grundstück war schon seit der Schenkung des Kaisers als Bauland gewidmet. Der Bund als Grundstückseigentümer hat sich hier für die Errichtung des Konzertsaals durch die Sängerknaben entschieden. Dazu ist er berechtigt.
Möglicherweise hätte es in einer Diskussion um die Gestaltung des Augartenspitzes einen für alle Beteiligten tragbaren Kompromiss gegeben, wären von Anfang an alle zu Zugeständnissen bereit gewesen. Dieser Weg des Dialogs, den die Stadt Wien in Angelegenheiten, die in ihrem Einfluss stehen, sehr erfolgreich anwendet, wäre die bevorzugte Variante der SPÖ Wien gewesen. Der Zeitpunkt dafür wurde von den Beteiligten offenbar leider verpasst.
BürgerInnen zweiter Klasse gibt es für die SPÖ nicht und wir weisen diese Formulierung aufs Schärfste zurück.

Mit freundlichen Grüßen
Mag. (FH) Evelyn Bäck
SPÖ-Klub Rathaus, Presse


Anfrage von Wien-konkret an den SPÖ-Klub im Rathaus vom 14. Juli 2010:
Betr.: Ihre Antwort vom 28.06.10 auf meine Anfrage vom gleichen Tag
zunächst danke ich, dass Sie sich der Mühe unterzogen haben, auf meine Frage bezüglich des Augartenspitzes zu antworten.Da Ihre Ausführungen mit meinen Informationen in wesentlichen Punkten nicht übereinstimmte, habe ich ausführlich recherchiert, weshalb ich erst heute Stellung nehmen kann.
   1. Für Ihre Behauptung, „das Grundstück war schon seit der Schenkung des Kaisers als Bauland gewidmet“, habe ich keinen Nachweis gefunden.
Könnten Sie mir bitte die Unterlagen benennen, aus denen diese im Jahr.... bestandene Widmung (für das gesamte Grundstück) zweifelsfrei hervorgeht?
   2. Sie schreiben, der Bund habe sich als Grundstückseigentümer für die Errichtung des Konzertsaals entschieden, dazu sei er berechtigt. Diese Aussage enthält allerdings keinen Hinweis darauf, dass auch der Bund (richtig die Republik Österreich)  als Träger(in) von Privatrechten dabei den notwendigen behördlichen Genehmigungen unterworfen ist und dem Landeshauptmann Dr. Michael Häupl im Verfahren um Veränderung des Denkmals Augarten nach § 26 Abs. 4 Denkmalschutzgesetz im Zusammenhalt mit § 8 AVG und § 5 DMSG Parteienstellung zwecks Wahrung des öffentlichen Interesses zukäme. Nach den mir zugekommenen Informationen ist er in das Verfahren weder einbezogen worden noch hat er bisher diese Einbeziehung gefordert. Dies wäre auch heute noch möglich, der stattgebende Bescheid damit nichtig. Es liegt also nicht nur an der Republik Österreich. Meine Frage ist insofern berechtigt, als es dem Wiener Landeshauptmann unbenommen geblieben wäre und immer noch unbenommen ist, im Wege einer Befragung der Bevölkerung festzustellen, ob diese mehrheitlich gegen eine Verbauung des Augartenspitzes votiert und er damit im öffentlichen Interesse und unter Wahrnehmung seiner Parteienstellung im Denkmalschutzverfahren die vom Bundesdenkmalamt getroffene Entscheidung anficht oder nicht.
   3. Stimmt es, dass Bürgermeister Häupl selbst das Konzertsaal-Projekt am Augartenspitz sogar befürwortet? (Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Konzertsaalprojekt gegen den Willen des Bürgermeister Häupl gebaut wird. Einerseits könnte der Bürgermeister Häupl von seiner Parteistellung nach dem Denkmalschutzgesetz geltend machen, andererseits ist Michael Häupl im Ehrenpräsidium des Vereins der "Freunde der Wiener Sängerknaben".) Wenn nun Häupl tatsächlich für den Konzertsaal am Augartenspitz ist, warum sagt Bürgermeister Häupl dann nicht klipp und klar
"Ich bin für den Konzertsaal und was die Bevölkerung will, interessiert mich nicht". Das würde Klarheit schaffen und jeder kennt sich aus. Wenn Häupl dagegen ist, warum unternimmt der dann nichts dagegen?
   4. Wenn es für die SPÖ keine BürgerInnen zweiter Klasse gibt und Sie diese Formulierung aufs Schärfste zurückweisen, dann würde ich dies gerne akzeptieren, wenn Sie mir für das Verhalten des Herrn Landeshauptmann und für Ihre ausschließlich auf die Republik Österreich verweisende Darstellung der Augartenspitz-Frage eine annehmbare Begründung gegeben würde. Immerhin kann gegen die Hausbesorger-Befragung mit mehr Berechtigung eingewendet werden, dass die Bevölkerung vom Land Wien in einer Bundesangelegenheit „befragt“ wurde. Wenn dies sachlich gerechtfertigt gewesen sein sollte, aus welchem sachlichen Grund ist dann die Befragung über den Augartenspitz unterblieben?

Wien-konkret, 14. Juli 2010

 



* 12.4.2010 Keine brisante Wende in der Causa Augartenspitz

FPÖ zur Verbauung des Augartenspitzes

Denkmalamts-Bescheid für Konzerthalle ist rechtskräftig

Auch wenn die Berufsdemonstranten am Augartenspitz die Causa Konzerthalle im Auftrag der Grünen bis zu Wiener Wahl am Köcheln halten wollen, ändert das nichts daran, dass alle Bewilligungen für die neue Heimstatt der Sängerknaben vorliegen, hält FPÖ-Gemeinderat Toni Mahdalik fest. Die Anführung nicht näher präzisierter "Rechtsmeinungen", die angeblich "neue Brisanz" in die Diskussion bringen sollen, wirkt eher lustlos denn bemüht. Das haben die Grünen vor vielen Jahren schon besser gekonnt, meint Mahdalik.      

Rückfragehinweis:   FPÖ-Wien     01-4000-81747
OTS0180    2010-04-12/14:26



11.1.2010 FPÖ-Mahdalik,Seidl: Von Augarten-Chaoten Schadenersatz fordern


Wenn die Spittelberger Berufsdemonstranten weiter die Bautätigkeiten für den Sängerknabenkonzertsaal im Augarten behindern und affengleich Lastkraftwagen erklettern, sollte ihnen der Bauherr durch Schadenersatzklagen die Lust an der Körperertüchtigung mit hohem Empörungs- und Selbstgerechtigkeitsfaktor nehmen, meinen FPÖ-Gemeinderat Toni Mahdalik und FPÖ-Bezirksparteiobmann Wolfgang Seidl.
Rückfragehinweis: FPÖ-Wien



* 8.11.2009: beeindruckende Demonstration

Aktion 21 Bürgerbeteiligung zur Verbauung des Augartenspitzes in Wien

Liebe Bürgerinitiativen,
gestern, das war eine beeindruckende Demonstration!
Viele Bürgerinitiativen sind dem Aufruf gefolgt und sind in den Augarten gekommen. Haben den Protest der Augartner unterstützt , aber sich auch untereinander ausgetauscht und kennengelernt. ( Bi Kettenbrückegasse, BI Tivolipark , Kometgründe -auch eine große Gruppe der BI Bacherpark .....)
Der Augarten wird mehr und mehr zu einem magischen Ort mit einer großen Anziehungskraft. Wenn es noch jemanden gibt, der ihn nicht kennt, der sollte sich das unbedingt einmal ansehen.
Gelegenheit dazu gibt es genug, denn der Protest wird weitergehen.
"Raus aus der Sackgasse"  - unser Buch wurde erstmals im Augarten vorgestellt und alle Exemplare auch verkauft - "Raus aus der Sackgasse"  ist auch die Aufforderung an die Politik das Augartenproblem zu lösen ! 
 
LG Herta Wessely, Aktion21  E-mail 8.11.2009



* 8. Juli 2009: ÖVP Norbert Walter: "Rechtsstaat gilt auch im Augarten"

ÖVP Augartenspitz

"Der Rechtsstaat muss auch im Augarten gelten. Und wenn sich Österreicherinnen und Österreicher nicht an den Rechtsstaat halten, müssen diese auch mit entsprechenden Konsequenzen rechnen. Wie die Polizei ausdrücklich festhält, wurde mit den Besetzern des Augartenspitzes verhandelt und erst als diese Verhandlungen gescheitert sind, wurden die Besetzer vom Grundstück entfernt. Statt den Bund für die Durchsetzung des Rechtsstaates zu kritisieren, sollte Bezirksvorsteher Kubik dafür Sorge tragen, dass rechtsstaatliche Prinzipien auch in seinem Bezirk gelten. Und dass es im Augarten einen gültigen Flächenwidmungsplan gibt, sollte dem Bezirksvorsteher eigentlich bekannt sein." So die Stellungnahme des Obmanns der ÖVP Leopoldstadt, Stadtrat Norbert Walter, zu den heutigen durchaus bedauerlichen Ereignissen am Augartenspitz. "Die ÖVP Wien ist immer dafür eingetreten, rechtlich einwandfrei zu Stande gekommene  Entscheidungen auch anzuerkennen. Jetzt eine künstliche Standort-Diskussion vom Zaun zu brechen, oder mit rechtlich unerlaubten Mitteln einen Baustopp zu erzwingen, trägt ganz sicher nicht zu einer Beruhigung der Lage rund um den Augarten bei", so Walter abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP Wien - Pressestelle    TEL (01) 515 43 - 940    mailto: presse@oevp-wien.at
OTS0104    2009-07-08/11:19



* 8. Juli 2009: Augartenspitz - SPÖ-Kubik: "Vorgangsweise des Bundes ist bedenklich!"

SPÖ Augartenspitz

"Die jüngsten Ereignisse in Sachen Augartenspitz sind äußerst bedauerlich", sagt Gerhard Kubik, Bezirksvorsteher der Leopoldstadt. Hätte sich der Bund, Eigentümer des Areals, auf dem eine Konzerthalle für die Sängerknaben entstehen soll, an die vereinbarte Vorgangsweise gehalten, wäre es laut Kubik nicht so weit gekommen.

Geplant war ursprünglich, einen Leitbildprozess durchzuführen und erst danach zu entscheiden, was im Augarten passieren soll. "Dieser Plan ist im Jahr 2007 leider vom damaligen Wirtschaftsministerium torpediert worden", bedauert Kubik. Das Wirtschaftsministerium hat damals im Alleingang entschieden, dass der Sängerknaben-Konzertsaal gebaut werden soll. Es haben sich Protestgruppen gegen das Projekt formiert, die in der vergangenen Nacht sogar den Augartenspitz besetzt haben, um geplante Bohrarbeiten zu verhindern. Auf Verlangen der zuständigen Burghauptmannschaft hat die Polizei die Besetzer heute Früh vom Augartenspitz entfernt.

   "Solche Vorgangsweisen sind in Wien nicht üblich", sagt Kubik, "bei uns in der Stadt setzen wir auf Gespräche, wenn es ein Problem gibt und nicht auf den Konfrontationskurs, wie ihn der Bund und die Burghauptmannschaft als Vertreterin des Bundes hier fahren", stellt der Bezirksvorsteher klar. 

   "Dass es jetzt so weit gekommen ist, dass die Polizei am Augartenspitz eingegriffen hat, hat ganz klar der Bund zu verantworten. Der Bund hätte eben wie eigentlich ausgemacht war, das Mediationsverfahren abwarten sollen, anstatt auf Biegen und Brechen seine Pläne durchzusetzen", sagt Kubik. "Grundsätzlich sind natürlich auch Besetzungen öffentlichen Raums nicht zu begrüßen", stellt der Bezirksvorsteher klar. In Wien bemühe man sich aber stets um Konsenslösungen. Durch den Dialog mit allen Beteiligten komme es daher normalerweise gar nicht zu solchen Zwischenfällen. Es sei äußerst bedauerlich, wenn der Bund die gute Stimmung in der Stadt durch sein rücksichtsloses Vorgehen gefährde. 

Rückfragehinweis:

~
   SPÖ-Klub Rathaus, Presse
   Mag. (FH) Evelyn Bäck 
      Tel.: (01) 4000-81 922    Mobil: 0676 8118 81 922      mailto:evelyn.baeck@spw.at

OTS0074    2009-07-08/10:35





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Augarten Proteste

Augarten - Protest mit unverständlich Aktionen
Freude des Augartens sind das nicht ?!
Proteste: Der Aufstand der Wiener Bürger - 25.06.2012
******http://www.baustopp.at/download/diepress...
Widerstandscamp Augarten. Derzeit werden im Innenraum die Estriche gelegt, parallel dazu läuft der Einbau der Bühnentechnik. Die Decke ist bereits eingezogen, Mitte Dezember 2012 soll eröffnet werden. Dann ist auch der neue Vorplatz fertig. Die Sängerknaben freuen sich schon auf ihre neue Konzerthalle am Augartenspitz. Wenige Meter von der Baustelle entfernt steht hingegen ein Widerstandscamp. Raja Schwahn-Reichmann von der Bürgerinitiative gegen die Konzerthalle, die mit dem Widerstandscamp sympathisiert, kündigt an:
Der Widerstand wird nicht aufgegeben – trotz der kommenden Eröffnung:
„Wir werden nicht vergessen darauf hinzuweisen, auf dieses Monument des Versagens der Planung und Verwaltung.“
So sind bereits Verteilaktionen mit Broschüren geplant, wenn ab Mitte Dezember Besucher die Konzerthalle betreten werden. Denn diese Konzerthalle, die im grünen Augarten errichtet wird,
sei eine unverschämte Privatisierung von öffentlichem Grund – auf Kosten der Allgemeinheit, so Schwahn-Reichmann:
„Daran ändert sich nichts, auch wenn wir vor vollendete Tatsachen gestellt werden.“ Auch Protestfeste und Demonstrationen werden weiter veranstaltet. in Grund, warum die Protestbewegung weitermacht: Es gebe weitere Begehrlichkeiten, die dem Augarten schaden würden, so Schwahn-Reichmann.
Für ein Restaurant seien 100 Parkplätze genehmigt worden, trotz Einfahrtverbots komme eine Busrampe für die Sängerknaben, und schließlich gebe es immer wieder Pläne, ein Datencenter in einem Augarten-Flakturm zu errichten.
Dagegen wird der Protest weitergehen, kündigt Schwahn-Reichmann an: „Wir sehen uns als Occupy- Bewegung.“ Einen (kleinen) Erfolg hat die streitbare Kämpferin für den Augarten immerhin erreicht: Das historische Pförtnerhäuschen beim Augartenspitz durfte nicht abgerissen
werden, sondern bleibt erhalten.
*************************
Sie Schaden Wien und Österreich in der Welt
Wien, am 10.7.2012
Mit solchen Aktionen schadet man dem 2. Bezirk / Wien / Österreich und man ändert heute nichts mehr. Der Konzersaal wird in der Zukunft eine neue Kulturstätte werden und das sogar im geographischen Mittelpunkt von Wien.
Es gibt heute so viele andere Problem für die es sich lohnt zu protestieren. Einen Demokratieprotest im Augarten gegen ein Kulturaktion zu führen oder auszuprobieren ist nicht gerade beispielhaft, noch dazu wo man Geld sammelt und Protestfilme staatlich gefördert werden gefördert werden. Jede humane Institution würde mit Dank einen solche Geldbetrag annehmen. Aber hier ist offenbar der Hass so groß, dass jede Vernunft versagt. Es gibt gute positive Beispiele für solche Kulturbauten, wie zum Beispiel der Wolkenturm in Grafenegg. So ist auch die Belebung des Augartenspitzes in der Zukunft zu sehen.
R... – Wien           2. August 2012



Wiener Bürger vom unterschiedlichen Wert?

Denkmalgeschütztes Areal innerhalb der Augartenmauern 

Sind die Wiener Bürger vom unterschiedlichen Wert?
Die Anrainer der Marillenalm / Springerpark wurden befragt.
Die betroffenen Bürger der Leopoldstadt absolut nicht, obwohl tausende gegen eine weitere Bautätigkeit im Augarten unterschrieben haben; obwohl sich die gewählten Bezirksvertretungen der angrenzenden Bezirke Wien 2 und Wien 20 einstimmig und einhellig schon vor Jahren gegen die Verbauung des Augartens ausgesprochen haben. Wenn diese (aufgrund der Wünsche des Vereins Hakoah) getätigten Beschlüsse aller Parteien jetzt zu Gunsten des Privatsponsors der Wiener Sängerknaben mißachtet werden, kann ich mir (und mit mir viele ausländische Beobachter) das nur mit dem hiesigen (latenten?) Antisemitismus erklären.

Dora S.,   E-mail 25.6.2010 



Wie schlimm es um den Rechtsstaat bestellt ist

Wie schlimm ist es um den Rechtsstaat bestellt, wenn
* ein Gemeinderat trotz eines konsensualen Baustopps eine gesetzwidrige Ausnahme (Wohnbauten im Parkschutzgebiet) beschließt,
* wenn die Baubehörde aufgrund dieser Ausnahme einen Konzerthallenbau zulässt, statt den Flächenwidmungsplan einer Überprüfung auf Gesetzmäßigkeit unterziehen zu lassen,
* wenn das Bundesdenkmalamt einen eklatant rechtswidrigen Bescheid als Grundlage für die Baugenehmigung erlässt und meint, selbst wenn die Volksanwaltschaft darin einen groben Missstand sehen sollte, sei an diesem Bescheid (und damit am Bau) nicht zu rütteln,
und
* wenn der Landeshauptmann und Bürgermeister der Stadt Wien in Kenntnis all dieser bedenklichen Vorgangsweisen immer noch erklärt, "er sei für den Bau"?
Auch das zuständige Ministerium schweigt zu diesen seltsamen Vorgängen, einst schwarz, jetzt rot. Blau spendet Beifall. Der Investor hält sich unauffällig im Hintergrund. Er kennt seine Trümpfe.
 
Helmut Hofmann          24. Jänner 2010