Wien

Video Rede Mag. Susanne Haas

von DNA-Labor "DNA-Confidence" in Wien über Vaterschaftstests am 13. Juni 2009 anlässlich des Vater-Kind Fests in St. Pölten

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Rede Rede Mag. Susanne Haas von DNA Confidence: Kernaussagen

Frau Mag. Susanne Haas über die Bedeutung und Durchführung von Vaterschaftstests

* Sie leitet ein DNA-Labor in Wien. Sie erstellt Vaterschaftsanalysen und Gutachten für Privatpersonen, für Gerichte, für Jugendämter, für Behörden.
* Frauen können sich nicht vorstellen wie es ist ein Kind aufzuziehen und nicht zu wissen, ob es ihres ist.
* Es gibt in Österreich über 80.000 Geburten im Jahr. Es werden 4000 – 5000 Vaterschaftstests durchgeführt, wobei jeder vierte Mann als „Nicht-Vater“ festgestellt wird. D.h. 1000 Frauen im Jahr irren sich über die Vaterschaft oder sagen bewußt die Unwahrheit. (Auf die gesamte Anzahl der Neugeboreren wären 1,2% aber die Dunkelziffer liegt wesentlich höher, so ca bei 8% Kuckuckskinder.) Es werden immer 10% genannt, aber es sind zumindest 8%, wo der Vater nicht der ist, der in der Geburtsurkunde steht. Jedes zwölfte Kind hat einen anderen biologischen Vater.

* Worum geht es bei der Fortpflanzung? => Die Gene in die nächste Generation zu transportieren und möglichst erfolgreich die Gene zu streuen. Männer und Frauen haben verschiedene Fortpflungzungsstrategien. Es geht um die Versorgung der Nachkommen, um die Ressourcen, um das Investment, die der Mann in die Familie steckt. Da ist es natürlich entscheidend, eine Klarheit bezüglich der Vaterschaft zu haben.
* Folgen eines Betruges durch die Mutter: schwere Probleme für den Mann und das vermeintliche Kind.
* Die echte Vaterschaft soll nicht als Familiengeheimnis ins Grab getragen werden. Finanzielle Auswirkung: Ausbildung, Unterhalt, Erbschaft

* Rechtliches: Jeder Vater darf, wenn er Zweifel hat, einen Test durchführen. Zweifel können entstehen, wenn die Frau im Streit sagt „Du bist nicht der Vater“, oder wenn das Kind dem Chef der Mutter ähnlich schaut oder wenn die Mutter sagt: „Das Kind schaut dir nicht ähnlich“, wie auch immer. Der Vater kann bei begründeten Zweifeln jederzeit einen Privattest machen lassen. Die Mutter muss er nur fragen, wenn sie die alleine Obsorge hat. Sonst braucht er die Zustimung der Mutter nicht. Der Vater hat für Anfechtung der Vaterschaft 2 Jahre ab dem Zeitpunkt des Zweifels Zeit. Anfechtung vom Vater aus sind bis spätestens einem Alter von 30 Jahren des Kindes möglich. Dannach ist es zu spät. Über 30 Jahren kann nur mehr das Kind anfechten.
Vater ist der Ehemann oder bei Tod bis 300 Tage nach seinem Tod. Weiters 300 Tage nach Auflösung der Ehe mit seiner Anerkennung. Bei unehelichen Kindern ist der der Vater, der anerkennt - die Jugendämter pochen gerne auf die Unterschrift des Vaters – oder der, der gerichtlich festgestellt wurde.

Gerichtsverwertbares Gutachten:
* Prüfung der Identität mit Foto und Fingerabdruck, wer die Testpersonen sind.
* Stempel vom Sachverständigen auf das Gutachten (bei Gerichtsgutachten)

Durchführung des Vaterschaftstests:
* Mundhöhlenabstrich mit Wattestäbchen. Es geht aber auch mit Haaren, Blut, Nägel, Zähnen.
* Dauer 2 Tage
* Die Mutterprobe wird nicht für eine Vaterschaftsfeststellung benötigt.
* Dann wird die Vaterschaftswahrscheinlichkeit ausgerechnet
* DNA Confidence verwendet 16 Marker, mindestens 12 sind vorgeschrieben. Je mehr Marker, dest sicherer ist der Test. Wenn 3 Marker nicht übereinstimmen, dann ist der Vater zu 100% auszuschließen
* Es ist ein klarer, sicherer Test
* Ein Vaterschaftstest ist aber kein Gentest. Es werden keine Eigenschaften oder Krankheitsmerkmale gesehen. Beim Vaterschaftstest werden Stellen zwischen den Genen untersucht

Sollten Sie Unklarheiten in Ihrer Familiensituation haben, dann schaffen Sie sich Gewissheit mit dem Test. Er kostet 420 Euro. Dann kann man seine Zukunft sicher planen. Für alle Beteiligten des Familienfest gibt (gab) es 10% Rabatt.
 
  


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