Wien

Kleine Brüste sind keine  Krankheit

Das Hessische Landessozialgericht hat entschieden: "Kleine Brüste sind keine Kankheit" bzw kein regelwidriger Körperzustand. Dadurch gibt es auch keinen Anspruch auf eine Kostenrückerstattung der Behandlungskosten.

Vorgeschichte:
Die 32-jährige Klägerin hat innerhalb kurzer Zeit viel Gewicht abgenommen und zwar von 85 kg auf 58 kg. Dadurch haben sich ihre Brüste stark verkleinert. Die Dame fühlte sich in Folge psychisch belastet und in ihrem Selbstwertgefühl beeinträchtigt. Das Gericht entschied, dass die psychischen Störungen psychotherapeutisch zu behandeln seien, jedenfalls keine Kostenübernahme für eine Brustvergrößerung ermöglichen. Eine gesunde aber kleine weibliche Brust könne nicht auf Kosten der Versicherungsgemeinschaft vergrößert werden.

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Analoger Rechtsfall bei Männern:

Glatze bei Männern - Kostenersatz für Toupet?

Ähnlich wurde bei Mänenrn mit Haarausfall entschieden, auch wenn dieser bereits mit 20 Jahren beginnt. Sie wollten von der Krankenkasse ihre Toupets bezahlt haben. Ähnlich wie beim geschilderten "Busenfall" kamen auch hier das Gericht zu der Erkenntnis, dass eine Glatze bei Männern "keine wesentliche Beeinträchtigung ihrer äußeren Erscheinung" darstellt.