Wien

Schönheit

Die Schönheit hängt vom Auge des Betrachters ab. Dabei lässt sich der Betrachter auch von den geraden aktuellen Schönheitsidealen leiten. Schönheit bleibt aber immer ein subjektives Empfinden. Schönheit war bis vor wenigen Jahren überwiegend ein Frauenthema. Seit einen Jahren holen die Männer auf. Dies zeigt sich auch an den neuerdings stattfindenden „Mister-Wahlen“ und „Männer-Models“. Die Schönheitsideale haben sich im Laufe der Zeit stark verändert. Doch was macht die Schönheit nun wirklich aus?

Schönheitsideale



Generell kann gesagt werden, dass folgende Eigenschaften mit "Schönheit" eines Menschen verbunden werden: Jugend, positive Ausstrahlung, Regelmäßigkeit des Körpers und der Haut, Gepflegtheit, Größe über dem Durchschnitt, Gesundheit, Fröhlichkeit, Humor.

Nicht zu vergessen ist der Spruch: „Erst die Liebe macht eine Frau wirklich schön“.
 

Schönheitsidole

Frauen: Venus von Willendorf, Kleopatra (Königin aus Ägypten), Die schöne Helena (Tochter des Zeus), Aphrodite von Milo, Kaiserin Elisabeth „Sissi“, Marilyn Monroe, Fürstin Gracia Patricia (Grace Kelly), Sophia Loren, Romy Schneider ("Sisi"), Olivia Newton-John ("Grease" 1978), Prinzessin Diana (Lady Di), Kim Basinger, Laetitia Casta, Cindy Crawford, Julia Roberts ("Pretty Woman" 1990, "Die Braut, die sich nicht traut" 1999), Claudia Schiffer, Eva Herzigova, Kate Moss, Brooke Shield, Angelina Jolie ("Original sin" 2001), Pamela Anderson ("Baywatch"), Naomi Campbell,...

Männer: Gott Amor (aus dem antiken Rom), Giacomo Casanova (Verführer von Venedig), John F. Kennedy (US Präsident), Aristotle Onassis (griechischer Reeder), Sean Connery, John Travolta ("Grease" 1978), Robert Redford („Der Pferdeflüsterer“ 1998), Michael Douglas, Leonard diCaprio („Titanic“ 1997), Richard Gere ("Pretty Woman" 1990), Tom Cruise, Robbie Wiliams, David Backham, Werner Schreyer, Hansi Hinterseer, Mark Vanderloo, ...
 

Die Schönheitsideale der Vergangenheit

Antike: Das Alte Griechenland und die "allumfassende" Schönheit
Die Antike war heidnisch, oft sinnenfroh, lebenslustig und im christlichen Sinne "sündhaft", "unmoralisch". Im alten Griechenland strebten die Menschen nach körperlichem und geistigem Einklang. Menschen mit ästhetischen und vollkommenen Körperformen galten damals als „schön“. Heute würde das Schönheitsideal aus dem Alten Griechenland allerdings aber eher als "stämmig" und nicht unbedingt als „schön“ bezeichnet werden.

Mittelalter
Der christliche Glaube prägt das Weltbild des Mittelalters. Demgemäß war jegliches Augenmerk auf Körperlichkeit und Äußeres verpönt. Die edle, schöne, reine Frau, wie Walther von der Vogelweide das Frauenideal im 13. Jahrhundert in seinen Minneliedern umschrieb, sollte vor allem ansehnlich, aber schmucklos sein.

Renaissance und Barock:
Die Renaissance beginnt um das Jahr 1400. Sie versteht sich als Wiedergeburt der Antike. Der Mensch strebt nach Freiheit des Denkens, der Meinungsäußerung und des Glaubens. Der Barock (1600 – 1720) war durch die drei Kräfte Absolutismus, Kirche und Antike bestimmt. Der Barock hatte viel mit Macht und der Darstellung der Macht zu tun. Barockbauten gelten heute noch als „reich dekoriert“, wenn nicht sogar als „protzig“.

In der Renaissance und im Barock wurden üppige Formen bevorzugt - und dies bei Frauen und Männern gleichermaßen. Ins Bild gesetzt hat das auf besonders einprägsame Weise der Maler Peter Paul Rubens (1577-1640). Er malte bevorzugt Frauen mit „Rundungen“. Aus heutiger Sicht würde man sie zumindest all mollig bezeichnen. Die Frauen hatten „Kurven“ und man zeigte sich auch (übrigens auch bei der Modemesse in Mailand im Oktober 2005). Frauen kleiden sich nicht mit wallenden, übergroßen Gewändern, sondern mit figurnah geschnittenen Röcken und den Busen betonende Tops mit Dekolleté.

19. Jahrhundert:
Zu dieser Zeit schnürten Frauen mit dem Korsett ihren Bauch zu einer Wespentaille. An den Hüften jedoch, waren weibliche Rundungen durchaus erwünscht.

20. Jahrhundert:
Im 20. Jahrhundert vollzieht sich der Wandel von Schönheitsidealen immer schneller. Das Korsett / Mieder wird zum lästigen Relikt vergangener Zeiten. Das bedeutete aber auch: Was früher das Korsett / Mieder an überflüssigen Kilos versteckte, musste nun am Körper selbst abgespeckt werden. Zwar galt noch um 1910 ein üppiger Brustumfang als begehrenswert und schön, doch bereits zu Beginn der 20er Jahre änderte sich das äußere Erscheinungsbild – auch als Folge des Weltkrieges - grundlegend. Die Haare wurden nicht mehr hochgesteckt, sondern möglichst in weichen Wellen auf Kinnlänge getragen bzw. hatten viele Frauen den - für die damalige Zeit typischen - Kurzhaarschnitt. Ein kleiner Kopf, möglichst große Augen und ein voller, geschminkter Mund fungieren nun als Sinnbild weiblicher Schönheit.

2. Weltkrieg: Veränderungen durch Krieg und Armut
Im Zweiten Weltkrieg wurde im Deutschen Reich unter dem Hitler-Regime die "neue Weiblichkeit" propagiert, die die Frau vor allem als biologische Mutter hervor strich. Um diesen Vorgaben des Regimes zu entsprechen, betonten viele Frauen daher ganz besonders ihre weiblichen Formen. Blond, blauäugig und möglichst athletisch gestählt, lautete die Definition des Schönheitsbegriffs im Dritten Reich.

Speziell in der Nachkriegszeit, einer Phase des Hungers und der Entbehrung, galten körperliche Rundungen als erstrebenswert. Wohlgenährte Menschen repräsentierten damals Reichtum.

Die Schönheitsideale änderten sich rasch. In den 50-er und 60-er dominierte Marily Monroe das Schönheitsbild. Ihre Konfektionsgröße 42 lag im Durchschnitt der Frauen. Sie wirkte hauptsächlich über ihr natürliches und unschuldiges Wesen. Ihre Stimme ist unvergesslich.

Dann trat das britische Model Twiggy in die Weltöffentlichkeit. Die Schönheits-Devise hieß nun hager, knochig und flachbusig. Es begann das Zeitalter der „magersüchtigen Models“. Die Lippen wurden mattiert, die Form der Augen wurde jetzt großzügig mit flüssigem Eyeliner hervorgehoben.

Auch in den 70er Jahren galten möglichst ausdrucksstark geschminkte Augen nicht nur als modern, sondern auch als besonders begehrenswert. Zudem lagen eine schmale Taille und eine voluminöse Haarpracht voll im Trend.

In den 1980-er Jahren begann der Einzug der dekorativen Kosmetik.

Und welchen Schönheitsidealen jagen wir in der Gegenwart nach? Da hat wohl jeder seine eigene Meinung dazu…
 



Giambologna - "Supermodels" des 16. Jahrhunderts



Foto: Plakat Supermodels des 16. Jahrhunderts; © ZVG Kunsthistorisches Museum Wien

Thema? Giambologna - Triumph des Körpers
Zentrum der Ausstellung stehen das ideale Menschenbild Giambolognas und seine Suche nach der vollendeten Pose. Anhand seiner Figuren von Göttern und Göttinnen, die anmutig dem Bade entsteigen, sich schwerelos in die Lüfte heben oder, wild ineinander verschlungen, sich mühelos zu immer kühneren zwei- oder dreifigurigen Kompositionen fügen, wird der Entwicklung seines unvergleichlich eleganten Figurenideals nachgespürt.
Wann? 27. Juni - 17. September 2006,
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 bis 18 Uhr Donnerstag 10 bis 21 Uhr (Münzkabinett schließt um 18 Uhr) Einlass ist jeweils bis eine halbe Stunde vor Schließzeit!
Wo? Kunsthistorisches Museum: 1010 Wien, Maria Theresien-Platz.
Telefonische Rückfragen: (+43 1) 525 24-0,
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24.2.2012 Nur 1% der österreichischen Frauen bezeichnet sich selbst als schön

Die aktuelle Dove Studie zum Thema Schönheit und Selbstwertgefühl zeigt das Dilemma, in dem Frauen sich befinden: Nur ein Prozent der österreichischen Frauen bezeichnet sich selbst als schön. Weit über die Hälfte der Befragten sehen sich selbst sogar als ihren größten Schönheitskritiker. Allerdings finden 74 Prozent, dass jede Frau etwas Schönes an sich hat und fast jede zweite ist der Meinung, dass die meisten Frauen nicht wissen, wie schön sie sind - ein Widerspruch in sich.
   Sophie Karmasin, die mit Karmasin Motivforschung die Schönheits-Studie in Österreich durchgeführt hat, analysiert das Ergebnis: "Die Dove Studie zeigt deutlich, dass es uns leicht fällt, Schönheit in Frauen zu erkennen. Sich selbst als schön zu beschreiben, fällt den Österreicherinnen hingegen schwer. Österreich reiht sich da ganz klar in die weltweiten Ergebnisse ein, auch wenn wir grundsätzlich etwas unzufriedener sind, als die Frauen anderer Länder."

   Schönheitsdruck durch Medien - Österreich als Spitzenreiter
Entgegen dem internationalen Trend, dass der größte Schönheitsdruck von den Frauen selbst ausgeht, spielen in Österreich auch äußere Einflussfaktoren eine große Rolle, besagt die Dove Studie. Zwei von drei österreichischen Frauen fühlen sich von Medien unter Druck gesetzt. Im globalen Vergleich ist Österreich mit diesem Ergebnis klarer Spitzenreiter - global gesehen verspüren nur sechs Prozent der Frauen diesen Druck.

   Die Glücksformel - Schönheit und Zufriedenheit gehören zusammen
Schönheit und Zufriedenheit stehen in einer engen Verbindung zueinander. Viele Frauen sehen einen direkten Zusammenhang zwischen der Zufriedenheit mit dem eigenen Aussehen und der generellen Lebenszufriedenheit. Denn wann fühlen sich Frauen schön? Ganz einfach: Wenn sie glücklich sind und ein erfülltes Leben haben. Für 81 Prozent der Österreicherinnen zählt zum täglichen Glücklichsein vor allem die Zeit mit Familie und Freunden.

Das (un)entdeckte Schönheitspotenzial
Knapp die Hälfte aller österreichischen Frauen (49 Prozent) ist der Meinung: "Schönheit ist, was man daraus macht." Zu ihren Zuckerseiten zählen die Frauen vor allem ihre Augen, den Mund bzw. das Lächeln und ihre Haare. Als ihre "Schwachstellen" beschreiben sie die "Klassiker" Bauch und Beine sowie die Nase, gefolgt von den Brüsten und dem Po. Gleichzeitig wissen aber auch 83 Prozent der österreichischen Frauen, dass Schönheit mehr ist als das äußere Erscheinungsbild. Es ist Zeit, die Schönheit in sich selbst zu entdecken Mit der neuen Aktion "Ich sehe was, was du nicht siehst - und das ist schön" möchte Dove Frauen dazu bewegen, positiver und selbstbewusster mit dem eigenen Äußeren umzugehen. Denn es ist Zeit, die Schönheit nicht mehr nur in anderen, sondern auch in sich selbst zu entdecken. ....
Rückfragehinweis: Dove Pressedienst c/o currycom communications GmbH, Mariahilfer Straße 99, 1060 Wien, Tel.: 01/59950 Ansprechpartner: Mag. Cornelia Harlacher, Eva Heinz, B.A., Mag. Alexandra Felix