Wien

Religion und Kirche:

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Kirchenaustritte in Österreich: 40.595 im Jahr 2008

Im Jahr 2008 sind 40.595 Personen bei der katholischen Kirche ausgetreten. In Jahr 2007 waren es 36.858. Somit hat sich die Austrittswelle beschleunigt.

Im Jahr 2008 gab es 5,58 Millionen Mitglieder bei der Katholischen Kirche in Österreich

PS: Vielleicht sollte die katholische Kirche doch nicht so viele Mobilfunksender in die Kirchtürme einbauen lassen. Die Erleuchtung von oben stellen sich die Gläubigen nämlich anders vor. Geld kann nicht so wichtig sein, dass man auf Kirchgänger verzichtet - oder doch?
 

Sanierungsfall Kirche:

"Die zurückgehende Zahl an Gläubigen macht christliche Kirchen mehr und mehr zum konkursbedrohten Sanierungsfall. Stagnierende Einnahmen und leerstehende Häuser zwingen in den Niederlanden die Kirchenväter zum Verkauf ihrer sakralen Immobilien.

Ausgediente Gotteshäuser werden zum Mehrfamilienhaus, Supermarkt oder Discoclub umfunktioniert. Bei den liberalen Holländern kennt die Zweckentfremdung ausgedienter Gotteshäuser keine Grenzen. ..."
Quelle ORF.at vom 13.2.2008   

Das kann in Österreich nicht so leicht passieren, denn
1) gibt es in Österreich die Kirchensteuer für alle Katholiken
2) machen die jeweiligen Pfarren ein schönes Geschäft mit der Vermietung der Kirchtürme als Standort für Mikrowellensender für Mobilfunk (Handymasten). Beispiele: Kirche in Purkersdorf, Baden, St. Pölten, St. Andrä-Wördern, usw.
=> siehe auch Handymast und Kirche
 
... das ist auch eine Art Zweckentfremdung eines heiligen Ortes. Der Zweck heiligt hier aber offenbar die Geldmittel...
 




Stellungnahmen zu Kirche & Kirchenaustritte,

2009 um 30 Prozent mehr Kirchenaustritte als im Jahr 2008

Kirchenkreise: Exodus wegen Wirtschaftskrise und Weihbischof Wagner.

Wie die Rundschau am Sonntag berichtet, laufen der katholischen Kirche die Schäfchen in Scharen davon. Gegenüber 2008 seien die Kirchenaustritte österreichweit im Schnitt um rund 30 Prozent gestiegen, in Oberösterreich sogar noch stärker, heißt es aus Kirchenkreisen.
Die Diözese Linz hält sich bedeckt, genaue Zahlen werden erst im Jänner 2010 bekannt gegeben. Einen Anstieg der Kirchenaustritte bestreitet Pressesprecherin Gabriele Eder-Cakl gegenüber der Rundschau am Sonntag aber nicht.
Die Gründe für den Exodus liegen zumindest in Oberösterreich auf der Hand: Die von Bischof Ludwig Schwarz angeordnete, umstrittene Ablöse des als liberal geltenden Pressesprechers und Cakl-Vorgängers Ferdinand Kaineder. Die Kontroverse um den erzkonservativen Weihbischofs-Kandidaten Gerhard Maria Wagner. Und nicht zuletzt die Wirtschaftskrise, die mit Kurzarbeit und steigender Arbeitslosigkeit dafür sorgt, dass sich immer mehr Christen den ungeliebten Kirchenbeitrag sparen wollen.

Rückfragehinweis:
Rundschau am Sonntag, Chefredakteur Mag. Thomas Winkler
Tel.: +43(0)664/80 7616 1214   mailto:thomas.winkler@rundschau.co.at    
Website: www.rundschau.co.at
 
OTS0056    2009-10-24/19:49





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15.8.2012 Bezirksblätter: 35 Missbrauchs-Priester in Österreich in Amt und Würden

Eine geheime Liste der Sex-Täter im Talar wurde den Bezirksblättern Niederösterreich zugespielt. Die Vorwürfe reichen von sexueller Nötigung im Beichtstuhl über Kindesmissbrauch im Knabenseminar bis zu Übergriffen an Ministranten. Die Kirche findet eine Amtsenthebung trotz schwerster Vorwürfe "nicht zielführend".
   35 Missbrauchspriester sollen in Österreich noch Dienst versehen. Dies behauptet zumindest ein Mitglied der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt gegenüber den Bezirksblättern Niederösterreich. Der Experte legte auch eine namentliche Liste der Verdächtigen vor. Darunter ein ehemaliger Rektor eines Knabenseminars, ein Pfarrer, der bereits wegen Kindesmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilt wurde und ein Ordensmann, der allerdings vorübergehend verschwunden ist. Es gibt Priester, die sich durch sexuelle Gewalt im Rahmen der Ministrantenbetreuung schuldig gemacht haben sollen. Ein Mitglied des Opus Dei soll behinderte Frauen im Beichtstuhl bedrängt, ein anderer Geistlicher einem Ratsuchenden Alkohol eingeflößt haben, um ihn anschließend sexuell zu nötigen. Auch ein Prälat soll unter den einschlägig tätig Gewordenen sein. Die Namen der Verdächtigen liegen der Redaktion vor. Es gilt die Unschuldsvermutung.
   "Während etwa Institutionen wie die Rechtsanwaltskammer verurteilten Mitgliedern Berufsverbot auferlegen, dürfen verurteilte Priester einfach weiter in sensiblen Bereichen arbeiten. Warum versetzt man sie nicht in den Laienstand?", fragt der Insider. "Das wäre ein starkes Zeichen. Wenn eine andere Institution als die Kirche so handeln würde, wäre Feuer am Dach!" Seitens des bischöflichen Ordinariats in St. Pölten sieht man die Sache differenziert. Einer der Beschuldigten, erklärt Rechtsreferent Stefan Stöger im Auftrag von Bischof Küng, würde in seinem Dienst konkrete, strenge Auflagen einzuhalten haben und ständig von Bezugspersonen vor Ort begleitet.
Rückfragehinweis:    Werner Pelz    Bezirksblätter Niederösterreich



Arigona-Pfarrer & Verhältnis zu einer Witwe - seit 25 Jahren !

Heut hab ich mich wieder mal über die Österreichische Kirche geärgert. Der Arigona-Pfarrer hat ein seit 25 Jahren bestehendes Verhältnis zu einer Witwe gestanden. Und dieser Kerl maßt sich an, die Beichte abzunehmen ???
 
Zusperren fällt mir da nur mehr ein. Braucht man die Katholische Kirche? Oder wären nicht Arbeitsplätze viel wichtiger. Dort ist Zusperren die häufigste Sanierungsmaßnahme, also warum nicht auch bei der Kirche anzuwenden?

Herbert, 15.3.2009