Buchvorstellung mit Herbert Prohaska Buchvorstellung mit Herbert Prohaska im Rahmen der Seniorenmesse am 14.3.2006
Moderator: Toni Huemer Co-Autor: Herbert Prohaska
Simmering: Herbert Prohaska kommt aus Wien Simmering. Großeltern, Eltern und Herbert Prohaska wohnten zusammen in einer kleinen Wohnung. Herbert Prohaska hat bis zu seinem 12 Lebensjahr – aus Platzmangel – zwischen seinen Eltern geschlafen. Er hatte eine glückliche Jugend. Sie sind nie auf Urlaub gefahren. Herbert Prohaska spielte den ganzen Tag Fußball.

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|  Foto: Herbert Prohaska bei seiner Buchvorstellung; © R. M.
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Seine Eltern gingen schon um 4 Uhr früh zur Arbeit. Sein Großvater machte ihm das Frühstück und gab ihm immer ein bisschen Geld. Er war ein herzensguter Mensch.Austria Wien:Herbert Prohaska ist mit 17 Jahren zur Austria gekommen. Es war eine sehr erfolgreiche Zeit. Damals waren Spieler noch zehn Jahre beim gleichen Club. Die Mannschaft war zusammengewachsen. Es herrschte ein sehr hoher Teamgeist. Die Spieler sind auch am Wochenende gemeinsam ins Kino gegangen und haben gemeinsam gegessen. Italienzeit 1980 -1983:Herbert Prohaska hatte ein Treffen mit Johannes Paul initiiert. Seine Mitspieler waren nicht so begeistert. Warum? Sie waren schon vier Mal beim Papst. Der einzige, der sich wirklich gefreut hat, war Herbert Prohaska.Adriano Celentano:Herbert Prohaska ging mit seiner Frau aus zum Abendessen. Im gleichen Lokal saß Adriano Celentano. Herbert Prohaska wollte ein Autogramm von ihm. Sein Frau meint, er solle doch abwarten, bis Adirano Celentano mit dem Essen fertig ist. Mittlerweile sagte ihm der Kellner, dass Adriano Celentano – der ihm ebenfalls erkannte – ein Autogramm von ihm haben wolle…
Scheckerln: In der Jugendzeit hatten alle Freunde schulterlange Haare. Bei seinen Freunden sind sie nach untern gewachsen, bei ihm sind sie nach oben gewachsen. Herbert Prohaska hatte sogar einmal versucht, sich seine Haare glätten zu lassen. Der Erfolg waren Verätzungen. Als Trainer hat er später dann büschelweise die Haare verloren…
Schnautzbart: Der Trainer der Nationalmannschaft, Herbert Stassny, wollte keine Spieler, die sich älter machen. Er versprach Herbert Prohaska, dass wenn er sich den Schnautzbart abrasierte, dann dürfe er in der Nationalmannschaft spielen. Das war drei Wochen vor der Hochzeit. Schließlich wollte Herbert Prohaska unbedingt in der Nationalmannschaft spielen, also rasierte er sich den Bart ab und war dann Fiystarter.
Flugangst: Herbert Prohaska fliegt nicht gerne. Er hat aber noch nie einen Flug abgesagt oder verschoben. Er hat aber bei Schlechtwetter große Flugangst. Auslöser für seine Flugangst war ein 40-zig minütiger Rundflug im Grand Canyon. Der Flug hat bei Schönwetter begonnen. Er ist aber während des Rundflugs in ein schweres Gewitter geflogen und zwar mit einem 8-sitzigen Flugzeug. Es war schlimm. Seither will Herbert Prohaska keine Flüge bei Schlechtwetter mehr.
Hans Krankl: Herbert Prohaska wollte einmal Hans Krankl für die Austria gewinnen, ebenso Willi Kreuz. Die Austria hätte über Jahre Erfolge feiern können. Aus dem ist nichts geworden. Die Austria hat sich nicht d´rüber getraut.
Band: Herbert Prohaska wollte in einer Band spielen. Er konnte aber weder ein Busikinstrument spielen, noch Noten lesen. Das hat er dann nach drei Monaten wieder aufgegeben.
Spitznamen: Seine Spitznamen waren Berti oder Bertl. In Simmering wird er heute teilweise noch so gerufen.
Funktionäre: Die Funktionäre kamen damals aus dem Fußball und kannten sich aus. Heute kommen die Funktionäre aus der Wirtschaft. Die haben wenig Verständnis. Joschi Walter hatte den Club über Jahre geführt. Er war sehr kompetent.
Joschi Walter: Abmachung: Wenn Herbert Prohaska Trainer werden soll, dann darf Joschi Walter nicht in die Kabine kommen und eine Standpauke halten, wenn es einmal nicht so läuft. Herberrt Prohaska wollte als Trainer nicht sein Gesicht verlieren. Die Abmachung hielt. Aber einmal, als es nicht so lief, kam Joschi doch in die Kabine. Er wolle „nur“ aufs Klo gehen. Wegen dem ist er den weiten Weg von der Tribüne gekommen? Beide haben das Gesicht gewahrt. Joschi Walter konnte sagen, er war unten und jeder glaubte, er habe die große Standpauke gehalten, Herbert Prohaska konnte die Pause für Anweisungen an die Mannschaft nutzen.
Herbert Prohaska als Trainer: Herbert Prohaska wäre heute noch immer gerne Trainer. Dafür braucht es cirka zwei Jahre. In wenigen Monaten etwas aus einer Mannschaft zu machen wäre eher Glück, als seine Leistung.
Nachwuchs: Junge Leute müssen für den Fußball leben. Da muss man sich von seinem Freundeskreis trennen. Mn kann nicht um die Häuser ziehen, wie früher. Heute geben viele junge Leute diesen Einsatz nicht mehr.  |  | 
|  Foto: Herbert Prohaska beim Autogramme schreiben; © R. M.
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Herbert Prohaska wünscht allen noch einen schönen Tag auf der Messe.Buch: Herbert Prohaska – Mein Leben
Überreuter Verlag.
Es folgte noch Autogramme für die Besucher der Seniorenmesse.


LaufbahnAnfänge bei Vorwärts XI und Ostbahn XI 1972: Start der Karriere als Profifussballer bei der AUstria Wien 1972 - 1980: 4x Österreichischer Meister, 3x Cupsieger 1977: Herbert Prohaska schießt mit seinem Tor die österr. Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft, wo er dann auch 1978 in Argentinien dabei war. 1978: Prohaska ist Teil des Wunder von Cordoba: 3:2 gegen die Deutschen 1980: Wechsel zu Inter Mailand, Italienischen Cup-Sieger 1982: Wechsel zu AS Rom. Italienischer Meister 1983: Herbert Prohaska kehrte wieder zur Austria Wien zurück. 1983-1986: 3x Meistertitel 1986: Cupsieger mit der Austria 1989: Herbert Prohaska beendet seine Karriere als Spieler. 1990-1992: Trainer bei der Austria (2x Meister, 2x Cupsieger) 1993-1999: Trainer der Nationalmannschaft 1999: Nach dem 0:9 gegen Spanien trat er als Trainer der Nationalmannschaft zurück. 1999 Herbert Prohaska erhielt das "Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich".
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