Wien

Wieviele trauen sich vor den Altar?

Die Anzahl der kirchlichen Trauungen in Österreich hat stark abgenommen. Haben im Jahr 1994 noch 21.000 Paare das Sakrament der Ehe und den priesterlichen Segen empfangen, so waren es im Jahr 2004 nur mehr 12.000 Paare. Bei den Protestanten reduzierten sich die Eheschließungen von 1.448 im Jahre 1994, auf 900 im Jahre 2004.
 

Gründe für den Rückgang?

Als Hauptgründe für den Rückgang der kirchlichen Eheschließungen sind hier anzuführen:

* geringere Geburtenraten führen zu weniger Eheschließungen

* Die Scheidungsquote liegt bei derzeit 46%. Während man sich standesamtlich wieder verehelichen kann, ist das kirchlich derzeit nicht möglich.

* Vertrauensverlust in die Institution Kirche. Aufgrund der diversen Unzulänglichkeiten in der katholischen Kirche in Österreich (Causa Kardinal Groer, Bischof Krenn, Priesterseminar, ...) hat auch das Ansehen bei den Gläubigen gelitten. Dies dokumentiert sich auch in der Anzahl der Kirchenaustritte.

* Laut Bischof Kapellari scheuen sich immer mehr Menschen der gegenwärtigen "Spaßgesellschaft", ein Versprechen für das ganze Leben abzugeben. Die Unauflöslichkeit der Ehe sei für viele eine hohe Schwelle. Nur eine Abkehr von der Spaßgesellschaft würde hier eine Abkehr bewirken.
 

Das Ehesakrament

Was ist nun das Ehesakrament, dass sich immer weniger Menschen geben wollen.

"Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens."

Die katholische Kirche versteht die Ehe zwischen Mann und Frau als ein Sakrament - als ein heiliges Zeichen. Es ist ein Zeichen, indem Gott den Eheleuten seine Hilfe und seine Liebe zusagt. Das Ehesakrament wird  wechselseitig durch die zwei Eheleute durch das "JA" Wort vor dem Priester, den Trauzeugen und der kirchlichen Gemeinschaft gegeben. Die Ehe ist eine unauflösliche Gemeinschaft, bis das der Tod sie scheidet. Christen vertrauen darauf, dass eine lebenslange Treue und ewige Liebe mit Gottes Hilfe möglich ist. Die Ehe ist ein persönlicher Liebesbund, der sich zur Familie ausweiten soll.


Text: R. M.




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