Wien

Liebesgeschichte von Anja

WIDMUNG: Für meinen Schatz! 

Wenn jemand diese ( nennen wir sie eine Geschichte) lesen tut, der wird denken, dass es nichts weiter als eine Geschichte ist. Aber dieses ist keine Geschichte, sondern tiefe Träume und das Schönste auf der Welt die Ein-zigste große und wahre Liebe, die über 10 Jahre angehalten hat.

Alles fing vor fast 10 Jahren an. Ich war noch sehr jung und brauchte mir über nichts Sorgen zu machen, denn ich hatte nach langen Jahren mein Dad gefunden. Meine Freundin Karolin und ich waren oft unterwegs. Egal wo wir waren, ich sah immer wieder den gleichen Jungen. Als ich diesen Jungen das erste Mal sah wußte ich, dass er der ein-zigste und der Richtige war für mich. Zuerst war es so, dass er mich nicht sah. Ich konnte machen was ich wollte, aber er bemerkte mich nicht oder er wollte mich nicht bemerken. Ich war sehr traurig darüber, denn jeder Versuch ihn nahe zu sein ging schief.

Es vergingen Monate und viele Tränen. 1997 wurden meine Freundin Karolin und ich zu einer Party eingeladen. Ich hatte zuerst keine Lust, aber Karolin nervte mich solange, bis ich nach gegeben habe. Als wir dort ankamen, sah ich überall Matratzen. Ich sagte zu Karoline: " Was mag das wohl für eine Party sein? Ich wollte sofort wieder gehen. Ich schaute mich um und wem sah ich dort? Genau ich habe den Jungen gesehen, genau der Junge den ich seit Monaten liebte und vermißte. Es ist schon verrückt einen Jungen zu vermissen bzw zu lieben, den man nicht kennt, aber es gibt so etwas. Mein Herz fing wie verrückt an zu schlagen, im Bauch fingen die Schmetterlinge an verrückt zu spielen, mir wurde ganz schlecht und fing an zu zittern. Es war verrückt aber ich liebte einen Jungen, den ich nur vom Sehen kannte. Kein Wort nur über Blick Kontakte.. Karolin und ich stand da nur so rum als ein Junge auf mich zu kam und mich anbaggerte. Ich aber hatte nur Augen für einen Jungen. Na toll, es stellte sich raus, dass genau dieser Junge, der mich angebaggert hat, der Freund von meinem Schwarm war. Aber wenigstens habe ich dann herausgefunden, dass mein Schwarm Sascha hieß. Hmmm, hört sich toll an. Meinen Sascha!? Menno Anja, träume weiter der mag dich nicht mal anschauen.

Nach einiger Zeit kam dann meine Freundin und erzählte mir, dass dieser Freund von Sascha sie an gebaggert hat und das er Chris heißt. Ich sagte zu meiner Freundin Karolin, dass sie diesen Typen vergessen kann, denn dieser Junge taugt nichts, weil er kurz vorher mich an gebaggert hatte. Karolin war aber sofort eingeschnappt und sagte, dass ich nur eifersüchtig bin. So ein Quatsch, denn mein Herz, meine Augen gehörten nur einen Jungen und das war Sascha. Sascha, was für ein toller Name!

Meine Freundin Karolin war mit diesen Chris auf einmal verschwunden. Ich stand wie angewurzelt da und beobachtete diesen einen Jungen, ja den Sascha. Mir wurde das alles zu dumm und wollte gerade die Party verlassen, aber da kam Sascha auf mich zu. Mir wurde schlecht und ich mußte aufpassen, dass ich nicht umkippte. Sascha kam immer dichter und dichter. Oh Mann, war der betrunken. Mensch, das Eis war gebrochen. Ich fragte mich, ob ich mich darauf einlassen soll, denn morgen hat er bestimmt alles vergessen, denn dann war er nüchtern und nicht wie jetzt total betrunken. Okay, reden ist ja nichts Schlimmes. Gegenseitig sagten wir dann wie unsere Namen waren. Wir unterhielten uns, dann fragte Sascha ob wir uns hinsetzen wollen. Ich bejahte das und wir gingen im Flur,  denn dort lag wie überall eine Matratze. Nee Nee, es war nicht so eine Party. Wir setzten uns da hin und unterhielten uns über alles und jedem. Ich war so glücklich, endlich war das passiert worauf ich schon solange gewartet habe. Er war nun da, ja bei mir. Es war dann so, dass wir uns immer näher kamen. Ich lag mit meinem Kopf auf seiner Brust und hörte ihm einfach nur zu. Okay, ich träumte von der Liebe meines Lebens.

Irgend wann kam der Besitzer des Hauses und fragte ob wir das Haus sehen möchten. Natürlich sagten wir ja und gingen mit. Sascha nahm mich an die Hand und zog mich mit. Meine Gefühle waren einzigartig. Ich war glücklich Sascha endlich in meiner Nähe zu haben auch wenn es vielleicht nur für diesen einen Abend war.

Als der Rundgang endlich zu Ende war setzten wir uns wieder auf die Matratze und redeten. Bald war es so, dass Sascha und ich uns viel näher kamen. Ich lag an ihm dran mit meinem Kopf an seine Schultern gelehnt. Sascha fing an mich zu streicheln ( der restliche Teil ist unser Geheimnis). Es war sehr schön mit Sascha und meine Verliebtheit wurde zu starker Liebe. Ich habe mir immer geschworen, dass ich erst mit jemanden Sex haben werde, wenn es der Richtige fürs Leben ist. Ich merkte schnell das Sascha und auch ich mehr wollten, als nur zusammen zu kuscheln. Sascha stand auf, nahm meine Hand und zog mich zu sich heran. Wir gingen los und suchten uns ein Platz wo wir alleine sein konnten und dort verbrachte ich die schönsten Stunden meines Lebens (Details bleiben nur in unseren Herzen ). Ich war so verrückt nach Sascha und wir vergaßen, dass wir zuerst einmal über Verhütung nach denken sollten. Nach diesen ganzen Minuten, Stunden wurde mir klar das ich diesen Jungen niemals wieder hergeben möchte, denn er war nicht nur mein erster Freund, sondern meine erste große Liebe. Am Ende der Party machten Sascha und ich ein neues Treffen aus.

Meine Freundin Karolin und ich gingen dann nach Hause. Sie erzählte mir von dem Abend mit ihr und Chris. Ich sagte zu Karolin wieder. Lasse die Finger von Chris denn der meint es nicht ehrlich mit Dir. Sie war ein bißchen böse und sagte ich wäre eifersüchtig das Chris nun mit Ihr zusammen ist. Und so verabschiedeten wir uns und jeder ging nach Hause.

Ich habe mich so glücklich und zu gleich erleichtert gefühlt. Es war endlich passiert. Bin ich nun mit Sascha zusammen? Ich wusste nicht wie naiv ich doch eigentlich war, denn ich hatte eins vergessen: Ich hatte vergessen, dass Sascha anders denken und fühlen könnte wie ich. Aber davon wollte ich nichts wissen, denn der Tag war zu schön und immerhin war Sascha mein erster richtiger Freund der mit mir geschlafen hat.

Ein paar Tage später war es dann so, dass Sascha und ich uns wieder getroffen haben, wie es ja auch abgemacht war. Ich kam zum Treffpunkt und Sascha zog mich an sich und küsste mich und drückte mich gegen einen Baum. Wir standen da, küssten uns immer wieder. Sascha küsste mein Bauch und es war mir nicht einmal unangenehm, dass es in der Öffentlichkeit war. Wie gesagt, wenn Sascha mich ansah und dann noch berührte dann setzte mein Verstand aus. Nach einiger Zeit verabschiedeten wir uns von einander mit Saschas Worten "Ich melde mich bald wieder bei Dir" . Menno, Sascha der Junge, den ich über alles liebte, der Junge der mich zur Frau gemacht hat, ging mit solchen Worten von mir. Ich fühlte mich auf einmal so billig, so alleine, so ausgenutzt von ihm. Ich ging wie versteinert nach Hause. Ich ging in meinem Zimmer und weinte die ganze Nacht.

Am nächsten Morgen sass ich mit meinem Dad und unserer Martha am Frühstückstisch. Ich hatte kein Hunger und sass einfach nur da und dachte an die Stunden mit Sascha. Ich fing wieder an zu weinen. Dad fragte mich ganz lieb, was los ist. Ich stand auf und lief in mein Zimmer. Karolin meldete sich kaum noch, denn sie war mittlerweile mit Chris zusammen. Nach zwei Monaten merkte ich, dass irgend etwas mit mir war. Mir war ständig übel und mir war irgend wie anders. Ich rief Karolin an und erzählte ihr das alles. Karolin sagte, dass Sie in eine Apotheke geht um ein Schwangerschafstest zu holen und das sie damit am nächsten Morgen zu mir kommt. Ich war so froh das Dad in der Firma war und Martha wie immer am Putzen.

Karolin und ich gingen in unseren Wellness-Bereich ins Badezimmer damit uns wirklich niemand stören konnte. Ich machte diesen blöden Test und sagte zu Karolin, dass ich doch nicht schwanger sein kann. Das warten machte mich verrückt. Nach der angegebenen Zeit sagte ich zu Karolin schaue du nach. Karolin nahm diesen Schwangerschaftstest und schaute Sekunden lang drauf. Ich schrie sie an, damit sie mir endlich das Ergebnis sagt. Karolin sagte nur " Anja du bist schwanger" . Ich war total fertig. Wie das? Das kann doch nicht sein. Ich hatte nur einmal in meinem Leben bis dahin Sex und das war Sascha. Ich sagte zu Karolin, na toll und nun? Nachdem ich einen zweiten Schwangerschaftstest gemacht habe, da wußte ich definitiv, daß ich schwanger bin. Schwer zu sagen wie ich mich fühlte.

Obwohl ich einige untypische Veränderungen an mir merkte, hätte ich nie an einer Schwangerschaft geglaubt. Doch es ist wahr.

Zuerst kamen mir die Tränen, sie flossen einfach drauf los. Die Macht der Gefühle. Ehrlich gesagt war für mich ein Baby noch kein Thema. Ich holte mir einen Termin beim FA und bekam ihn eine Woche später. Diese eine Woche machte mich fertig. Meine Gedanken gingen immer wieder um Sascha. Er hatte sich seit fast zwei Monaten nicht gemeldet. Obwohl ich ihn über alles liebte fing ich aber auch an ihn zu hassen.

Der Tag an dem ich zum Frauenarzt mußte, war da. Ich mußte diesen Weg alleine gehen.

Ich wurde von Dr. G. untersucht und es wurden einige Test gemacht. Ich mußte noch im Wartezimmer warten. Nach ungefähr 20 Minuten mußte ich wieder zum Arzt. Dr. G. sagte mir, dass ich schwanger bin. Er sagte mir, ich bin in der 6 SSW. Gleichzeitig aber sagte der FA, dass ich noch bis zur 7 SSW die Möglichkeit habe die Abtreibungspille zu nehmen. Danach wäre bis zu 12 SSW ein ambulanter Eingriff möglich. Der Arzt sagte mir, dass ich nichts überstürzen soll, doch soll ich die Angelegenheit noch einmal gut überdenken. Ehrlich gesagt war ich hin und her gerissen. Nachdem ich nun gesehen habe, daß mein " Baby " ein eigenen Herzschlag hat ist es sehr schwer über ein Leben zu entscheiden, dass sich selbst nicht wehren kann. Ich bin verwirrt und traurig zu gleich gewesen.

Am nächsten Tag, oh man ist mir schlecht gewesen! Einige positiven Seiten hat die Schwangerschaft allerdings auch. Mir widerstehen die Zigaretten und mein Geruchssinn ist extrem ausgeprägt gewesen.

Weitere Tage sind vergangen und es ist immer noch unfassbar. Es ist ein Gefühl, das nicht so leicht zu beschreiben ist. Meine Interessen haben sich geändert. Denn meine Planung für die Zukunft hat begonnen. Das traurige an der Zukunft ist, dass Sascha nicht dabei ist.

Ich erzählte Dad alles und er fragte mich nur was ich denke oder fühle. Denke? Was habe ich gedacht!? Ich habe nichts gedacht, denn ich hatte Angst vor der Zukunft. Mein Dad schaute mich immer noch an und wartete auf eine Antwort von mir. Ich schaute ihn an und sagte, dass ich nicht weiß was ich machen soll. Dad stand von seinem Stuhl auf und nahm mich in seine Arme und sagte das gleiche wie Martha " Wir schaffen das schon" .

Ich wollte nicht mehr mit allem alleine sein, aber wem sollte ich Bitten mir bei zustehen. Sascha hat sich aus dem Staub gemacht. Also wem konnte ich vertrauen. Mir fiel nur einer ein und das war mein Freund Steven. Ich habe ihn angerufen und ihn gefragt, ob er vorbei kommen kann. Wie immer konnte ich mich auf Steven verlassen, denn er sagte sofort zu.

Steven kam am Nachmittag bei uns an. Wir tranken Tee und ich erzählte ihm alles von Anfang an. Steven war so lieb zu mir. Er sagte mir das er und seine Freundin Bärbel mir immer zur Seite stehen.

Dad fragte mich irgend wann, ob ich nicht Sascha Bescheid sagen möchte. Ich sagte zu Ihm, dass ich keine Adresse usw habe. Dad sagte, daran soll es nicht liegen, denn ich habe die Adresse. Bis heute weiß ich nicht wo Dad die Adresse von Sascha her hatte. Zuerst habe ich überlegt und dann sagte ich Dad, dass Sascha einfach gegangen ist und dass ich sicherlich ihn nicht haben will, weil ich sein Kind bekomme. Mein Dad sagte, es ist meine Entscheidung, aber er möchte, dass ich wenigstens einmal mit ihm wohin fahre ohne zu fragen. Okay sagte ich und fuhr mit ihm. Wir fuhren in einer Straße wo ich noch niemals war. Ich fragte Dad, was wir hier wollen. Dad erzählte mir, dass Sascha und seine Familie dort wohnt. Ich flehte Dad an, dass er nach Hause fährt aber er sagte wir bleiben hier stehen bis ich über alles genau nachgedacht habe. Nach einigen Minuten sagte ich dann zu Dad, dass sich an meiner Meinung nichts geändert hat. Also fuhren wir nach Hause.

Die Schwangerschaft war bis auf ein paar Kleinigkeiten wirklich toll. Ich freute mich jeden Tag mehr auf das Kind. Ich war nur so traurig, traurig das alles ohne Sascha zu erleben. Von Karolin erfuhr ich dass Chris und Sascha immer bei ihr sind. Ich fing an eifersüchtig zu werden.. Warum hatte Karolin die Chance ihn zu sehen und ich nicht. So fing ich an mich intensiv nach Sascha umzusehen. Dad und ich saßen im Kaffeehaus und tranken Kaffee. Auf einmal kam Sascha rein und setzte sich einen Tisch weiter. Ich erzählte Dad wer dieser junge Mann war. Dad sagte mir, gehe hin zu ihm aber ich verneinte es sofort. Wenn ich daran denke das der Junge rein kommt ins Kaffeehaus und geht an mir vorbei. Er hat bzw wollte mich nicht sehen. Das tat so weh, in mir stieg eine Leere auf. Ich habe mir geschworen das Sascha niemals von der Schwangerschaft erzählen werde denn eines wollte ich nicht, ich wollte Sascha nicht, weil ich ein Baby von Ihm bekam.

Der Countdown läuft?

Auch wenn meine Schwangerschaft bisher tadellos war und ich mich sehr wohl fühlte habe ich keine Lust mehr schwanger zu sein.

Es entsteht der Wunsch, daß der Bauch wieder dünner werde. Hinzu kommt ein Gemisch aus unterschiedlichsten Gefühlen: Auf der einen Seite ist die Angst vor der Geburt, auf der anderen Seite die brennende Neugierde darüber, wie das Baby aussieht und wie es sein wird.

Das Baby ist jetzt etwa 50 Zentimeter groß und wiegt ca. 3400 Gramm. Sein Kopf Durchmesser beträgt ca. 100 Millimeter.

Mein kleiner Schatz kam am 26. Mai, 1998 auf die Welt . Er wog 2960 Gramm und war 52 cm groß. Ich dachte oh wei wie klein, aber was ich nicht wußte war, dass mein Schatz ganz schön groß wird.

Es war ein unbeschreibliches Erlebnis, den kleinen Schatz endlich in den Armen zu halten.

Noch nie habe ich einen Augenblick sehnlicher erwartet.

Noch nie habe ich einen Augenblick schmerzlicher erlitten.

Noch nie habe ich einen Augenblick tiefer geliebt.

Noch nie habe ich einen Augenblick ehrlicher gedankt.

In diesem Augenblick bist Du geboren

und hast mein Leben reicher gemacht.

Nun war der kleine Schatz da. Er war so lieb, hat nicht ständig geweint. Ich habe immer mit einem Ohr zu Marcel - Sascha gehört. Er machte einen Mucks und schon war ich bei ihm. Er war und ist mein Sonnenschein. Dad war genauso stolz auf ihn und nahm Marcel - Sascha überall mit hin.

Es war eine schöne Zeit und ich war sehr glücklich. Aber trotzdem war da ein dunkler Fleck der nicht weg geht, die Sehnsucht nach Sascha. Ich fragte mich immer wieder warum Sascha gegangen ist? Ich habe immer wieder die Schuld bei mir gesucht. Was war ich in seinen Augen? Fragen über Fragen aber keine Antworten. Ich habe so viele verrückte Sachen gemacht um ja Sascha zu sehen. Ich ging zu seiner Adresse und schaute ob ich ihn dort sah, aber nichts. Einmal war es so, dass ich mit Marcel im Kinderwagen durch die Stadt ging. Wer kam mir da entgegen? Ja, das war Sascha. Mir wurde ganz anders zumute. Ich weiß genau das er mich angesehen hat. Er aber ging an mir vorbei und schaute weg. Ich war so unglücklich. Warum hat er nicht wenigstens mal Hallo gesagt!?

Ich fing bei der Tankstelle an zu arbeiten, weil ich wußte das Sascha da immer zu Tanken hinkommt, alle haben mich für verrückt gehalten aber das war mir egal. Zwei Kolleginnen und ich standen da und Sascha kam rein und wollte bezahlen. Wieder ein Blick und er ging ohne etwas zu sagen. Ich war am Ende denn ich mußte entweder so häßlich sein oder ich habe was anderes an mir, was Sascha nicht mochte.

2001 war es dann so, dass ich von Sascha nichts mehr sah und schon gar nicht etwas hörte. Mein Kummer, meine Sehnsucht nach einen Jungen, den ich gerade mal zweimal gesprochen hatte und der auch noch der Vater meines Kindes war, wurde immer größer. Ich beschloß dann mit Marcel - Sascha nach Blankenese zu ziehen. Um so größer Marcel - Sascha wurde, um so mehr fragte er nach seinem Papa. Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Ich hatte noch ein älteres Foto von Sascha und das rahmte ich ein und stellte es in Marcel - Sascha`s Zimmer. Ich versuchte seine Fragen zu beantworten so gut ich konnte. Niemals kam ein schlechtes Wort über meine Lippen, was seinen Vater betraf.

Marcel - Sascha wurde immer größer und die Ähnlichkeit zu seinem Vater war erschreckend hoch. Ich sah Marcel - Sascha und sah aber auch den Jungen, den ich über alles liebte. Ich wußte das mein Leben sich ändern mußte. Ich mußte endlich versuchen Sascha zu vergessen.

Marcel - Sascha`s Bezugs Person wurde sein jetziger Paten Onkel Steven. Steven vergötterte Marcel - Sascha als ob es sein eigener Sohn wäre. Er nahm den Kleinen überall mit hin. irgendwann war es dann so das Steve mein Marcel - Sascha mit zum Motocross nahm. Es hat Marcel - Sascha so gut gefallen das auch er mit dem Motocross angefangen ist.

Er war noch so klein und ich hatte eine wahnsinnige Angst um ihn.

Angefangen hat Marcel - Sascha auf einer PW 50. Dann wurde er immer größer und größer und mußte immer wieder eine neue Maschine haben. Er hatte eine 65er Kawa, 85 Grossrad Kawa und dann eine 125er.

Ich lernte viele Männer auch durch die Firma kennen aber keiner hatte auch nur eine Chance in meiner Nähe zu kommen, denn immer noch sah ich nur einen Jungen (nein ein Junge war Sascha bestimmt nicht mehr) und das war immer Sascha.

Irgend wann war es dann so, dass ich Roland kennen gelernt habe. Roland war ein gut aussehender und toller Mann. Wir redeten viel über mein und auch sein Leben. Er akzeptierte mich und meine Macken und vor allem mochte er Marcel - Sascha. Nach einiger Zeit war es dann so, dass er mir sagte dass er sich in mich verliebt hat. Ich war davon nicht so begeistert, denn ich liebte ihn nicht und das sagte ich Roland auch, doch Roland meinte, dass sich das ändern würde mit der Zeit. Wir zogen zusammen. Ich fing an mich an diesen Zustand zu gewöhnen. Ja, ich dachte sogar, dass ich mich in Roland verliebt hatte. Seine Eltern und mein Dad fanden, dass wir zusammen passen und somit bestellten wir das Aufgebot. Ich heiraten? Roland? Ich mußte es Marcel - Sascha sagen, er fing an zu weinen und sagte, dass sein Papi bald kommen wird. Ich versuchte Marcel - Sascha zu erklären das es nicht so ist, aber er glaubte mir nicht, denn er hatte fest in seinem kleinen Herzen seinen Papa.

Roland und ich stritten oft und viel in der letzten Zeit. Kurz vor der Hochzeit wollten Roland und ich nach Sylt und uns da aussprechen, denn ich konnte ihn nicht heiraten, denn immer noch gehörte mein Herz nur einen Mann und das war Sascha. Wir fuhren dann Richtung Sylt, während der Autofahrt stritten Roland und ich. Roland fuhr immer schneller. Ich sagte ihm: fahre langsam, aber er tat es nicht.

Wir hatten vergessen, uns an zuschnallen, und das Auto prallte mit Tempo 80 frontal gegen einen dicken Baum. Die Feuerwehr kam und befreite uns aus dem Auto - Wrack. Mir war außer ein paar Platz wunden, Rippen-Prellungen usw nichts passiert. Roland aber starb an der Unfall-stelle. Alles war meine Schuld, warum konnte ich Roland nicht heiraten? Warum liebte ich einen Mann der mich nicht wollte?

Mein Leben war schon schlimm genug, warum nun auch noch das? Irgend etwas muß ich falsch gemacht haben in meinem Leben, dass der Liebe Gott mich so bestrafte.

2005 bin ich dann mit Marcel - Sascha zurück nach Wiener Neustadt. Die vielen Erinnerungen machten mir schwer zu schaffen. Meine Freundin Karolin erzählte mir, dass sie erfahren hat, dass Sascha einige Jahre nicht in Wiener Neustadt war, sondern mit seiner Freundin in Salzburg lebte und nun zurück ist. Ich hörte was Karolin mir erzählte sehr genau, nur war es mir egal geworden. Ich liebte ihn und doch hasste ich ihn. Mir waren mittlerweile viele schlimme Dinge passiert wo Marcel - Sascha und ich ganz schön dran zu knabbern hatten. Zuerst starb Roland, dann Ur-Opa und zum Schluß auch noch Dad. Ich mußte aber stark sein, stark für mein Sonnenschein Marcel - Sascha. Ich habe immer darauf geachtet das er nie etwas mit bekam von all den Schmerzen und Kummer.

Marcel - Sascha war ein ziemlich schlaues Kind. Jeder wußte das er hochbegabt ist. Er lernte als kleiner Junge ziemlich schnell mehrere Sprachen. Er Interessierte sich für Dinge, wo ich nie gedacht hat das ein kleiner Junge sich mit so etwas beschäftigte. Nun gut es war so. Irgend wann war es so dass ich mich damit befassen mußte, dass ich so ein schlauen Sohn hatte. Ich schaute mich um und fand ein sehr gutes Internat in Hamm. Ich hatte zuerst ein schlechtes Gewissen, ich habe immer gedacht das ich eine Raben-Mutter bin, wenn ich ihn ins Internat schicke. Und in diesem Internat ist er heute noch.

Verstehend deine Welt erleben,
mit dir gemeinsam Glück erstreben.
Aus der Fülle deines Seins,
lernen Lebens-Einmaleins.
Deine Stärken, deine Schwächen,
niemals das Vertrauen brechen.
Dir Freundin und Geliebte sein,
im Morgen und im Abendschein.
Freude und auch Leid zu teilen,
schmiegend dir im Arm zu weilen.
Zärtlichkeit und Liebe geben,
möcht bei dir sein für´s ganze Leben.


Zur Zeit war mein Leben nicht gerade vom Glück verfolgt. Immer wieder versuchte ich ein wenig die Nähe von Sascha zu erhaschen, aber ich sah ihn einfach nicht mehr.. Meine Freundin Karolin war nicht mehr mit Chris zusammen. Sie erzählte mir, dass ich froh sein kann, dass ich Sascha schneller wieder los war, als ich wollte. Karolin erzählte mir, dass Sascha nicht anders ist wie Chris. Ich konnte es nicht glauben, was sie da sagte und fragte sie, wie sie darauf kommt. Karolin erzählte mir, dass Sascha nach uns versucht hat mit ihr anzubendeln. Ich wußte nicht, was ich glauben sollte. Aber warum sollte Karolin mir nicht die Wahrheit erzählen? Also glaubte ich ihr.

Karolin und ich waren wieder oft zusammen und so kam ich zu World of Warcraft. Ich hatte von solchen Spielen eigentlich keine Ahnung und fragte Thorsten, ob er mir das bei bringen würde. Natürlich hat er ja gesagt. Wir fingen dann an jeden Tag mal zu spielen. Thorsten seine Figur war Batavia und meine Figur war und ist Mondstein. Unsere Figuren mußten irgend wann mit dem Schiff von einem Kontinent zum anderen. Auf diesen Schiff war auch eine Figur mit dem Pseudo Soad. Mondstein dachte sich diesen Soad zu ärgern und warf ihn einen Handkuß zu. Und der Soad küsste zurück. Dann waren wir dort angekommen wo wir hin mußten. So schnell wie dieser Soad da war, genauso schnell war er wieder weg. Am nächsten Tag kam ich online und es schrieb mich dieser Soad an. Ich wußte nicht wer er war und fragte einfach nach.

Von diesen Tag an schrieben wir uns immer ein wenig. Irgend wann schrieb mir Soad, ob wir nicht mal telefonieren wollen!? Ich sagte ja und so tauschten wir unsere Handynummern aus. Jeden Tag nahm ich das Telefon in die Hand und wollte diesen Soad anrufen, aber ich traute mich nicht. Soad schrieb dann, ob er mich dann anrufen soll !? Oh man mir wurde schlecht. Noch nie habe ich so etwas gemacht Aber irgend etwas war da was sagte: lasse ihn anrufen. Also rief er an. Oh Mann, war ich schüchtern. In meinem Bauch war der Teufel los. Wir erzählten und erzählten uns so viel. Unser erstes Telefonat führten wir sage und schreibe 14 Stunden. Ich erfuhr das er Sascha heißt und aus Österreich kam. Da aber war mir noch nicht so klar was das alles bedeutet. Von diesen Tag an war alles anders. Ich spürte das da irgend etwas war, aber wußte nicht was es war. Ich entdeckte bald, dass wenn ich online kam, immer auf ihn wartete. Es war schon komisch. Wir schrieben uns EMails, wir spielten zusammen in WOW und gleichzeitig telefonierten wir über Stunden.

Mein Leben hat sich von diesen Zeitpunkt verändert. Mein Leben richtete ich so aus, dass ich ja immer da war, wenn dieser Sascha online kam. Ich ging gar nicht mehr raus, denn ich hatte Angst dass ich ihn verpaßte. wenn ich einmal in der Woche ins Krankenhaus mußte bzw muß, dann sage ich Sascha Bescheid, damit er sich keine Gedanken machen mußte.

Jedes mal wenn wir mit einander geredet haben merkten wir, dass wir immer mehr Gefühle für einander hegten.

Nun war es Zeit, dass wir uns von unserem Leben erzählten. Ich erzählte Sascha von meinem Leben. Ok, ich erzählte nur unwichtige Dinge, weil ich Angst hatte die Wahrheit über mich zu erzählen. Was sollte ich Ihn denn erzählen? Das ich Krebs habe? Das ich nicht weiß wie lange ich lebe? Sollte ich ihm von meiner Familie erzählen? Von der Firma? Nein das wollte ich nicht und erzählte ihm nur unwichtige Dinge.

Dann erzählte er von sich. Er erzählte, dass er Sascha heißt und aus Österreich kommt. Ich grinste nur, denn er wußte nicht, dass auch ich aus Österreich komme. Dann fragte ich Sascha woher aus Österreich er kommt. Dann sagte er aus Wiener Neustadt. Da wurde mir ganz anders. Nein, das konnte nicht sein. Im WOW sind weiß ich wieviele Menschen und ich treffe ausgerechnet den Sascha, den ich über Jahre hin liebte? Den Sascha, der der Vater von Marcel - Sascha war?! Nein das gibt es nicht. Nachdem wir uns so einiges erzählt haben, da wußte ich es genau. Er war genau der Sascha den ich 10 Jahre gesucht habe. Dem ich 10 Jahre versucht habe näher zukommen. Ich wußte nicht mehr, was ich denken bzw fühlen sollte. Aber eins wußte ich, ich wollte nicht, dass er erfährt, dass er schon einen 10 Jährigen Sohn hat. Ich wurde ziemlich vorsichtig, denn mir waren es zu viele Zufälle. Ich hatte Angst, dass Karoline mit Sascha unter einer Decke steckten.

Ich wußte durch Papa ziemlich viel von Sascha und seiner Familie. Ich sagte Sascha, dass er mir ein wenig von sich erzählen soll was er dann auch tat. All das was Sascha mir erzählte war gelogen. Warum machte er das? Ich verstand es nicht. Ich habe immer wieder versucht, dass er mir doch die Wahrheit erzählt, aber er tat es nicht. Dann mußte ich es anders versuchen. Ich erzählte Sascha, dass ich auch aus Wiener Neustadt komme. In kleinen Stücken habe ich ihn erzählt, wer ich war und woher ich ihn kannte. Nun dachte ich, dass er wenigstens mir nun die Wahrheit erzählen würde, aber das machte Sascha nicht. Irgendwann spielten wir im WOW und ich wollte so einiges von ihm wissen. Ich fragte ihm was er von Heirat halten würde. Sascha sagte, dass er von Heiraten nichts halten tut und er in der Meinung ist, dass man ohne ein Stück Papier auch zusammen leben kann. Dann fragte ich ihn was er von Kindern halten tut und da sagte er, dass er zwar Kinder mag aber noch sehr lange keine Kinder will. Na toll, das mit dem Heiraten würde ich ja noch verkraften, aber das mit den Kindern nicht. Ich versuchte immer wieder von ihm die Wahrheit zu bekommen aber nix hat er erzählt.

Nach einiger Zeit sagte ich Sascha, dass ich es hassen würde, wenn mich jemand anlügen würde. Ich sagte zu ihm: " Sascha wir lügen uns nie an.. oder? Er sagte nein. Kein einziges wahres Wort kam von Sascha. Mir war es zu viel und so wollte ich alles selber heraus finden. Ich sagte zu Sascha ich komme für ein paar Tage aus Deutschland zu ihm. Ich fragte ihm was er davon halten tut, wenn ich zu Besuch kam. Er sagte nur, daß das nicht geht (den Grund nannte er mir). Ich weiß nicht mehr wann und wie, aber es war nun an der Zeit, dass er mir die Wahrheit erzählte und somit sagte ich ihm dass er mir jetzt alles erzählen sollte und zwar die Wahrheit. Wenn er das nicht macht, dann gehe ich. Sascha fing an mir so einiges zu erzählen. Als er fertig war da, wußte ich zuerst nicht wie ich mit dieser Wahrheit umgehen soll. Ich habe drüber nachgedacht. Am nächsten Tag fragte ich Sascha, ob das nun die ganze Wahrheit ist und er sagte ja. Ich vertraute ihm und sollte bald merken, dass ich das nicht machen sollte.

Sascha fragte mich zum zweiten Mal, ob ich ihn Heiraten will. Ich sagte ja und gleichzeitig fragte ich ihn wann und ob er Kinder haben möchte. Sascha sagte mir das er erst 2 Jahre später Kinder haben will und nicht vorher. Na toll was sollte ich machen. Ich mußte ihm von Marcel - Sascha erzählen. Also überlegte ich wie ich es machen sollte. Heute denke ich, dass der Weg, den ich gehen wollte, nicht der richtige war. Martha und ich überlegten, wie wir das machen können. Ich sagte zu Martha, dass ich Sascha alles am Heilig- Abend erzählen wollte. also fingen Martha und ich an alles zu planen. Ich habe die Ringe, das Kleid besorgt. Martha hatte schon alle Einladungskarten für seine und Onkel Christian geschrieben. Alles war perfekt dachte ich. Mittlerweile hatte auch ich Marcel - Sascha von allem erzählt. Von seinem Vater, von deren Familie usw. Er war zuerst böse mit mir, weil ich ihm das nicht vorher gesagt hatte. Aber als er hörte, was Weihnachten los ist, da war er glücklich. Alles war geregelt. mein Onkel sagte " Anja du bist verrückt " Ja verrückt war ich und zwar nach Sascha. Egal was er mir schon alles angetan hatte, ich verzeihte ihm alles.

Kurz vor Weihnachten sagte man mir, das Sascha ein anderes Kind hat, das dieses Kind noch sehr klein ist. Ich verstand das nicht. Sascha wollte mich doch nicht mehr belügen. Ich hatte ihn gefragt was er von Kindern halten tut und ob er welche hat. Und nun fand ich raus, dass wieder alles Lüge war. Ich fragte Sascha sofort, ob er mir was zu sagen hatte, er sagte nein. Ich bin dann total ausgeflippt. Zuerst habe ich alles, was mit der Feier zu tun hatte vernichtet. Ich habe meinen Onkel gesagt, dass es keine Feier gibt. Das Schlimme war aber das ich Marcel - Sascha sagen mußte, das mit der Feier nichts wird und dass er sein Papa nicht sehen kann.

Ich war fix und fertig. Meine Krankheit war zur Zeit auch nicht so gut und nun das noch. Am selben Abend noch sagte ich zu Sascha, dass er mir sofort alles erzählen soll. Sascha erzählte mir irgend etwas, aber konnte ich ihn glauben? Ich versuchte es. Ich fragte ihn ob diese Lisa schon mal bei ihn zu Hause wa, bei seiner Mutter (denn mir hatte er das untersagt und nicht nur einmal), wieder sagte er nein. Wieder belog er mich.

Ich mußte soviel Lügen ertragen. Warum Sascha hast du mich so belogen? Menno, du bist immer für mich mein Mann, mein Schatz gewesen. Mir ist es egal gewesen und ist es noch was und wer du bist. Ich liebe und habe immer nur den Sascha geliebt, der du warst und niemand anders.

Ich beschloß dir von Marcel - Sascha nichts zu erzählen. ich wollte meinen Jungen schützen. Vor Kummer und Sorgen. Leider fandst du nach kurzer Zeit heraus, dass wir uns von der Party kannten und du fandst heraus, dass ich ein 10 Jährigen Sohn hatte. Du hast über alles nachgedacht und hast heraus gefunden, dass du der Papa von Marcel - Sascha bist.

Nun wurde viel gelogen und versprochen. Ich liebe dich wie vor 10 Jahren, oder nein ich liebe dich noch viel mehr als vor 10 Jahren. Nur mein Vertrauen ist weg. Woher weiß ich, dass du mich liebst? Woher weiß ich, dass du unseren Sohn liebst. Jeden Tag stehe ich mit vielen Fragen auf. Jeden Tag gehe ich mit den selben Fragen ins Bett, aber eine Antwort habe ich noch nicht gefunden. Wir sind uns nah und doch so weit entfernt. Ich liebe dich über alles und das wird immer so bleiben. Ich liebe dich mehr als mein Leben und niemals mehr will ich einen anderen Mann außer dir. Ich hoffe das ich dir schnell vertrauen kann damit wir endlich eine Familie sein können und nicht irgend wann zu spät ist.

Nun ist es schon fast ein Jahr her wo Sascha und ich uns wieder getroffen habe und genauso viel ist passiert.

Es ist schon komisch das Sascha und ich immer noch nicht zusammen wohnen bzw uns überhaupt mal getroffen haben. Es gab sooft die Möglichkeit dafür, aber irgend wie sind Sascha und ich zu dumm.

Mal überlegen: Was haben wir so alles versemmelt!?

Die ersten paar Male hatte ich Sascha direkt gefragt, ob ich zu ihn darf. Leider sagte er dann nein. Nach jedem Korb ging der Mut zu Sascha zu gehen zurück. Immer wieder musste ich daran denken,  was vor ein paar Jahren passiert ist. Ich spürte jedes mal die Ablehnung die Angst wenn sascha mich sieht das er mich doch nicht mag. Also hörte ich einfach auf zu fragen ob wir uns sehen wollen. ( Wieder dachte ich es liegt an mir ) !

Dann war da Weihnachten. Alles war geregelt. Nur noch seine Familie sollte eingeladen werden. Onkel Christian hat sogar einen Fahrer und Limos besorgt. Alles war geplant. Nur einer wollte dann nicht mehr und das war Sascha. Ich musste es dann Marcel - Sascha sagen. Am Ende war es dann so, dass Marcel-Sascha und ich alleine gefeiert haben. Ach ja, eins durften wir beide sehen, als Sascha und seine Familie sich auf den Weg gemacht haben, um bei Saschas Schwester zu feiern.

Und dann war da noch der Tag, an dem Sascha Müll runter gebracht hat. Ich ging an Sascha vorbei und was passierte .. nix. Oh man sind wir doof.

Dann bei Spar. Ich gehe Einkaufen und dann zur Kasse. Wer steht vor mir? Jo, Sascha.! Ausser das ich mich nicht getraut habe ihn anzusprechen ist mir mein Herz in die Hose geruscht.

Dann waren da noch viele kleine Male eines Treffens, wo wir beide es versemmelt haben.

Das schärfste haben wir uns jetzt erst erlaubt... da war zb, Sascha war im Fischapark, so wie ich auch. Sascha sass im Cafe. ich habe ihn entdeckt und bin viermal an ihm vorbei. Was war? Keiner von uns sagte was zu dem anderen. Toll!!!

Dann auf einem Montag. Sascha sagt, ich bin um 10.00 Uhr bei MC Ich schiebe meine Angst bei Seite und gehe hin. Habe bis ca 11.00 Uhr gewartet aber wer kam nicht ... SASCHA, weil er verschlafen hat. Danach der Samstag. Sascha sagt er kommt um 10 uhr in den Fischapark. Er hat bis um 12 uhr gewartet und was passierte: Mutti verpennt dieses Mal und vergisst ihr Handy auch noch, als sie noch schnell Einkaufen fuhr.

Oh Mann, so viele Chancen hatten wir und alles versemmelt. Wenn ich so nach denke, über früher und jetzt. Mensch, was ist los? Bin ich Schuld? Ich denke schon!!

Hier erst einmal genug..

Anja,                      Liebepost vom 28. Mai 2009