Wien

Liebesbrief von Ani an Michi

Liebesbrief Ani

Liebesbrief von Ani

ADRESSAT: Michi

** an DiiCh**

Dass mein Leben etwas anders verlief als das was man unter „normal“ bezeichnet, habe ich schon immer gewusst. Da ich eher ein kalter Mensch bin, habe ich bis jetzt nicht viel drüber nachgedacht. Manchmal hatte ich gar das Gefühl ein Fisch zu sein: eben gefühllos und gleichgültig, weder ein gutes noch ein schlechtes Gewissen...
So war es auch mit der Männerwelt, die mich auch nie besonders interessierte. Ich hatte auch noch nie eine fixe, ernste Beziehung... Die meisten waren für mich nur Marionetten, ein netter Zeitvertreib und zum Schluss unnötige Mücken....

Wie ich schon erwähnt habe, verlief mein Leben alles andere, als ich es mir vorstellte. Im letzten Schuljahr war es aber besonders chaotisch ..^^Als ich nach Wien geflüchtet bin um mein Leben auf Neue zu organisieren, haben sich gravierende Dinge herausgestellt, die mein Leben um 90 Grad drehten... Ich bin damals alle Risiken eingegangen und mich in das Wiener Nachtleben gestürzt. Je mehr ich mich hinein steigerte, desto weniger und weniger interessierte mich die Männerwelt mit dem ganzen Zubehör^^

Eines abends kamst DU...
Zu erst habe ich Dich wie gewöhnlich verachtet. Eine Weile später traf ich Dich wieder. Damals habe ich Dich total falsch eingeschätzt und dachte Du wärst pervers gg

Als ich Dich das 3 mal sah, war ich zwar schon ordentlich neugierig, wollte Dich aber nicht unter diesen^^ Umständen kennen lernen....Doch dann habe ich mich doch auf Dich eingelassen. Ich war zwar überrascht weil DU meine Erwartungen damals übertroffen hast. Danach hatten wir uns ganze Weile nicht gesehen... Das Thema wäre für mich abgeschlossen gewesen aber komischerweise gingst Du mir hin und wieder durch den Kopf... Irgendwann, zum ersten Mal in meinen Leben schickte ich selber eine SMS, in der Hoffnung dass da nichts zurück kommt.... Aber DU hast wieder mal meine Erwartungen übertroffen und mir geantwortet, ich weiß nicht mehr worauf ich mich zu den Zeitpunkt mehr gefreut habe: auf Deine Antwort oder dass ich früher von der Arbeit nach Hause konnte.
Wir trafen uns wieder....Das war ein unbeschreibliches Gefühl^^
An dem Abend hatte ich sogar so was wie Kribbeln im Bauch (obwohl mein Blinddarm schon länger entfernt wurde)
Ich erkannte mich selbst nicht mehr... Du hättest doch einfach das nächste Spielzeug sein sollen... nichts mehr als ein Zeitvertrieb!
So trafen wir uns wieder und wieder. Ich habe die schönsten Zeiten mit Dir verbracht. Ich habe auch alle Gefühle, von denen ich nicht mal wusste^^durchgemacht: angefangen von HAPPY bis zu Eifersucht, das Gefühl über das ich mich eigentlich immer lustig machte.
Es ist fast ein halbes Jahr um, seit wir uns das erste mal begegnet sind.... Und anstatt dich schon längst abgeschrieben zu haben werde ich immer Depperter...
Inzwischen weiß ich, was Du machst und wie Du bist^^...Selbst das schreckt mich von Dir nicht ab. Ich hoffe nur, dass du möglichst bald deine Maske abnimmst und mich furchtbar enttäuschst, damit ich gefühlsmäßig wieder auf gleich komme^^

Irgendwie bereue und freue mich zugleich Dich kennen gelernt zu haben...

THANK YOU
Ani,                   Liebespost 15.9.2009



Anmerkung Wien-konkret.at vom 13. Februar 2010:

Der Liebesbrief von "Ani" an ihren "Michi" vom 15. September 2009 war die längste Zeit nur den Liebesbrieflesern von Wien-konkret bekannt. Das änderte sich schlagartig am 10. Febraur 2010.

An diesem Tag veröffentlichte die Tageszeitung "Österreich" eine Stellungnahme von Anastasia Sokol, in der sie auf ihren gegenständlichen Online-Liebesbrief auf Wien-konkret.at aufmerksam machte. Die Tageszeitung Österreich und viele anderen Medien wäre das vermutlich normalerweise egal. Aber seit Anastasia Sokol die neue Freundin von Richard Lugner ist (Kosename "Katzi"), hat dieser Liebesbrief einen ganz hohen medialen Stellenwert in Österreich bekommen. Bisher wurde der Liebesbrief nur unter "Ani" geführt. Wien-konkret hat nun aufgrund der allgemeinen Bekanntheit beschlossen ihren ganzen Namen hier zu erwähnen. 

Der Wirbel um den Liebesbrief "Katzi":
Es begann mit Dominic Heinzl. Dieser veröffentlichte im ORF (Sendung "Chili" 8.2.2010 (?) ) Erotik-Fotos von Anastasia Sokol. Ein bisserl Aufdeckerjournalismus tut den ORF gut. Besser wäre es natürlich, wenn sich der ORF um das Aufdecken von Korruption und Kriminalität in Österreichs High-Society kümmern würde. Aber vielleicht folgte der ORF nur seinem Bildungsauftrag. Wer weiß? Sei´s drum.

Baumeister Richard Lugner hält zu seiner neuen Lebensgefährtin - die medial wegen ihres vorigen Liebeslebens und ihrer erotischen Fotoshootings schwer unter Druck kam - und nahm die 20-jährige Anastasia am nächsten Tag mit am Opernball 2010. Die Zuneigung und die noch junge Liebe zur feschen Anastasia war offensichtlich stärker ...
 
PS: Einige Medien haben den Liebesbrief von Ani mehr oder weniger raubkopiert ohne dabei eine Zustimmung von Wien-konkret zu haben. Das ist zwar echtswidrig und unseriös, hat den Liebesbrief auf Wien-konkret.at aber umso mehr mehr bekannt gemacht.
  



Hallo,
Ich gebe zu, ich bin nur von deinen Foto angelockt worden diesen Liebesbrief zu lesen. Zu erst dachte ich, naja was kann das schon sein, entweder eine Anhimmelung von Michi oder ein Jammern von Ani
Doch mit jeder Zeile die ich weiter gelesen habe wurde ich aufmerkasamer und sozusagen stiller, am Schluss dieses Gedichtes war ich mir nicht sicher, ob ich ein paar Tranen des Mitgefühls aus meinen Augen wischen soll oder einfach deine Worte auf mich einwirken lassen. Je länger und ofter ich deine berührende Worte gelesen habe, umso mehr bewunderte ich Dich und die Art in der du dieses moderne und doch zugleich ergreifende Brief geschrieben hast. Ich kann mich nicht erinneren, je ein so ergreifendes und tolles Gedicht gelesen zu haben!
 
Teddy 1411,     E-mail 29. Oktober 2009