Wien

Fragestellung der kommenden Volksbefragung:


   Die Frage der Politik an die Bevölkerung
im Zuge der Volksbefragung über die Wehrpflicht :  
"Sind Sie für die Einführung eines Berufsheeres und eines bezahlten freiwilligen Sozialjahres? oder Sind Sie für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht und des Zivildienstes?"  JA / NEIN.
  
Die Fragen der Bevölkerung?
* Kommt die Frauenwehrpflicht? (im Zuge der Gleichstellung)
* Kommt die Wehrpflicht unter dem Kommando der EU? (Österreich ist Teil der EU-Militärunion)



Wehrpflicht in Österreich:

In Österreich gilt die allgemeine Wehrpflicht für alle männlichen Staatsbürger vom 17. bis zum 50. Lebensjahr, für Offiziere und Unteroffiziere bis zum 65. Lebensjahr (Art 9a Abs 3 B-VG; § 1 Abs 2 und § 10 WG). Bis zum 35. Lebensjahr können Wehrpflichtige zum Grundwehrdienst eingezogen werden. Die Dauer des Grundwehrdienstes beträgt sechs Monate. (Qu wikipedia)

Musterung, Taugliche, Wehrdiener & Zivildiener:
2011 wurden 46.145 männliche Österreicher „gemustert“.
36.000 (79%) davon waren „tauglich“. Davon waren 2/3 Wehrdiener und 1/3 Zivildiener.
Die Wehrpflicht gilt in Österreich nur für Männer, aber nicht für alle Männer. Ein Teil der Männer ist untauglich, ein anderer Teil macht lieber den zwangsweisen Zivildienst. Dennoch schafft es der Oberbefehlshaber Bundespräsident Heinz Fischer (SPÖ) und Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) die meisten Männer zum Dienst an der Waffe zwangsweise einzuziehen.
   Das amüsante daran ist, dass der Verteidigungsminister Norbert Darabos den Dienst an der Waffe aus Gewissengründen verweigert hat und nie beim Bundesheer wer. Weiters ist amüsant, dass der Oberbefehlshaber des Bundesheeres Heinz Fischer Darabos für die bestgeeignete Person für die Funktion des Verteidigungsministers hält. Logisch, dass dabei kaum etwas Gescheites herauskommt.

Geschichtliches:
* Im Dezember 1868 wurde mit dem Reichsgesetzblatt Nummer 151 ein neues Wehrsystem auf der Grundlage der allgemeinen Wehrpflicht eingeführt. Darin hieß es: "Die Wehrpflicht ist eine allgemeine und muss von jedem wehrfähigen Staatsbürger persönlich erfüllt werden."
=> Die Presse vom 17.1.2011
* In der ersten Republik Österreichs gab es keine Wehrpflicht.
* Die Wehrpflicht ist ein durch Hitler wiedereingeführtes Relikt. => macuser.de Willkür statt Wehrpflicht.
* Im Jahr 2006 wurde der Wehrdienst von 9 auf 6 Monate und der Zivildienst von 12 auf 9 Monate und verkürzt.
 

Die militärische Landesverteidigung Österreichs:

Die Grundsatzfragen müßte lauten:
* Was ist am Besten für die militärische Landesverteidigung Österreichs, ohne dabei Männer gegenüber den Frauen zu diskriminieren, ohne Menschen als Sklaven auf Zeit zwangsweise einzuziehen?
* Ist ein Berufsheer besser oder ein Freiwilligenheer? (Ein Zwangsheer / Sklavenheeer scheidet aus verschiedenen Grünen aus.) 
* Dürfen ausländische Soldaten weiterhin in Österreich Truppenübungen abhalten? (Dies passiert derzeit mit Genehmigung der SPÖ-ÖVP Bundesregierung.)
* Welches angemessene Gehalt sollen Wehrpflichtige erhalten, solange bis die Wehrpflicht abgeschafft ist? (dzt 301,38 Euro pro Monat; Das ist die Grundvergütung + Monatsgeld; Qu Heeresgebührengesetz)
 

8.1.2013 Bundeskanzler & Vizekanzler über die Wehrpflicht




Video: Videogröße 28 MB; Dauer: 8 min
Mehr Infos => Bundeskanzler zur Wehrpflichtvolksbefragung



Wehrpflicht (für Männer):

Contra Wehrpflicht:
 

* Verstoß gegen ein Menschenrecht: Wehrpflicht & Zivildienstpflicht verstoßen gegen die Menschenrechte ("Recht auf Freiheit)" und sind eine Staats-Sklaverei auf Zeit. Deshalb ist eine Wehrpflicht grundlegend abzulehnen. Über Menschenrechte kann man auch nicht rechtswirksam abstimmen, da die Menschenrechte ein international verankertes Grundrecht sind.

* Weiters verstößt die Männerwehrpflicht gegen den Gleichheitsgrundsatz für Mann & Frau.

* Zur Verteidigung von Österreich & Neutralität brauchen wir keine Wehrpflicht, sondern einen kompetenten Verteidigungsminister und kompetente Gereräle, Offiziere, Unteroffiziere.

* Bei einem Berufsheer sind die Soldaten besser ausgebildet und williger, als die zwnagsweise eigezogenen "Grundwehrmuggeln".

* Hoher volkswirtschaftlicher Schaden: Die Wehrpflichtigen könnten statt mehr oder weniger sinnlos beim Bundesheer herumzusitzen besser Arbeiten und Steuern zahlen, in ihre Bildung mit einem Studium investieren oder eine Familie gründen und mehr Zeit für ihre Kinder haben. 

* Für Katastrophenschutz sind Feuerwehren wesentlich besser geeignet und auch zahlenmäßig wesentlich stärker.

* Auch ein Milizheer würde auf die eigene Bevölkerung schießen, insbesondere wenn ein falscher Führer die Einsätze leitet. Wenn es einen hohen Migrantenanteil bei den Wehrpflichtigen gibt - so wie das in Wien der Fall ist - dann stellt sich auch die Frage wer die "eigenen" und wer die "fremden" sind und zwar sowohl auf der Heeresseite, als auch der der Bevölkerungsseite.


Pro Wehrpflicht:

* Ein Milizheer ist stabilder und missbrauchsresisdenter. Eine Berufsarmee kann wesentlich leichter für umstrittene Auslandseinsätze und zur Unterdrückung von inneren Demonstrationen eingesetzt werden.

* Wenn man in die Wehrpflicht auch die Frauen einbezieht, dann steigt die Menge der zur Verfügung stehenden Soldaten & Soldatinnen um das Doppelte und wäre ein Vielfaches eines Berufsheeres.

* Wehrpflicht ist wie Schulpflicht (laut ÖVP-Vizekanzler Spindelegger 9.1.2013; Anm: Die Schulpflicht gilt allerdings für Buben und Mädchen. Kommt also die Frauenwehrpflicht?)
 



Frauenwehrpflicht?


Infos zum Thema => Frauenwehrpflicht
 



Promis als "Drückeberger":

Alle Männer sind gleich, doch manche sind gleicher. HIer ein paar Prominenten, die weder Grundwehrdienst noch Zivildienst abgeleistet haben:

* Bartenstein Martin (ehem. Wirtschaftsminister ÖVP, Marathonläufer)
* Busek Erhard ? (Ex-ÖVP Obmann und Vizekanzler)
* Fasslabend Werner (Ex-ÖVP-Verteidigungsminister 1990-2000 war untauglich)
* Grasser Karl-Heinz (FPÖ-Minister und dann Finanzminister, untauglich) 
* Hahn Johannes (EU-Kommissar, Ex-ÖVP-Wissenschaftsminister mit großteils abgekupferter Dissertation),  
* Juraczka Manfred (ÖVP Obmann in Wien)
* Khol Andreas (Ex-ÖVP-Nationalratspäsident)
* Kreisky Bruno (SPÖ-Bundeskanzler)
* Lauda Niki (Formel 1 Rennfahrer, Pilot), 
* Lichal Robert (ÖVP-Verteidigungsminister 1987 - 1990)
* Molterer Wilhelm (ehemaliger ÖVP-Vizekanzler, Ex-ÖVP-Parteiobmann)
* Pühringer Josef (ÖVP-Landeshauptmann von Oberösterreich)
* Rauch Hannes (amtierender ÖVP Generalsekretär und Wehrpflicht-Befürworter) => Kurier vom 8.1.2013
* Schüssel Wolfgang (Ex-ÖVP-Bundeskanzler; keine Einberufung wegen angeblich öffentlicher Interessen als Mitarbeiter des ÖVP-Klubs),

Wehrdienstverweigerer, aber dafür Zivildienst abgeleistet:
* Faymann Werner (amtierender SPÖ-Bundeskanzler): Angeblich hat Faymann seinen Zivildienst in einem sozialistischem Jugendheim abgeleistet. Von wann bis wann ist leider nicht bekannt.
 





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Wehrpflicht Ade! Zur Demontage der Wehrpflicht in Deutschland

Guten Tag,
Anbei ein Link zu einem sehr interessanten und illustrativen Artikel von Dirk Steiner über die Wehrpflicht-Diskussion in Deutschland. Vielleicht könnten Sie diesen der Kommentarsparte zur Information beifügen.
=>  Wehrpflicht Ade! Zur Demontage der Wehrpflicht 
Freundliche Grüße,
Richard H.    18.1.2017



Wer sind die Verantwortlichen für die Beibehaltung der Zwangsdienste?

Allein ein logischer Verstand sagt: "Kaum ein Mensch wird jemals gegen sich selbst eine Stimme abgeben, wenn ihm dadurch Freiheitsentzug, Benachteiligungen, Diskriminierungen, Ausbeutung usw. entstehen und andere die Nutznießer wären".
Viele Medien versuchen jetzt Männer für die Beibehaltung der Zwangsdienste verantwortlich zu machen. Wenn man sich jetzt strikt an dieser Volksbefragung hält, darf kein Mann mehr einen Beruf ausüben und sämtliche Flugzeuge, Panzer usw. nur noch von Wehrpflichtige Männer bedient werden dürfen.
M.          22. Jänner 2013

Antwort Wien-konkret: Wenn man sich strikt an das Ergebnis der Volksbefragung halten würde, dann müßte man jetzt das Berufsheer auflösen und die Wehrpflichtigen hätten keine Ausbilder mehr. Die Verantwortlichen für die Zwangsdienste sind SPÖ-ÖVP, da diese beiden Parteien mit Verfassungsmehrheit das so gesetzlich beschlossen haben und haben leider auch den Fragetext derart mehrdeutig und verwirrend gestellt. Weiters haben diese beiden Parteien bisher nicht dafür gesorgt, dass der Katastrophenschutz und Zivildienst nicht ohne Bundesheer funktionieren. Das hat aus einem mittelgroßen Problem ein ganz großes Problem gemacht. Lösung: Ein großes Problem in kleine Probleme zerteilen und dann Stück für Stück lösen.



Aufruf zu einer neuen Wehrgerechtigkeit ohne Wehrpflicht in Österreich

Liebe Österreicherinnen und Österreicher,
am Sonntag haben Sie die Möglichkeit über eine Pflicht abzustimmen, die keine Pflicht sein sollte. Sie bekommen eine Frage gestellt auf die es (zumindest in Zeiten des Friedens) keine zwei Antworten geben kann und darf.
Jeder, der einen Funken von Humanität in sich trägt wird nicht lange überlegen und gegen eine “allgemeine Wehrpflicht” für junge Männer stimmen.
Die Wirtschaftlichkeit (ein Profiheer ist, das haben zahlreiche Studien gezeigt, billiger als ein Heer welches aus Präsenzdienern besteht), die militärische Notwendigkeit (moderne Waffen brauchen Spezialisten die sie bedienen können, das lernt man nicht innerhalb von sechs Monaten Grundwehrdienst), die ökonomische Klugheit (kostenlos arbeitende Präsenzdiener nehmen ausgebildeten Fachkräften Arbeitsplätze weg), das Dilemma mit der Gleichheit der Geschlechter (Männer werden durch die Präsenzpflicht gegenüber Frauen offen diskriminiert), das Problem mit der Würde des Menschen (erzwungene Nacktheit bei der Stellung und Schikane im Heer wird man als Wettbewerber neben anderen Arbeitgebern (hoffentlich) keinem Menschen mehr zumuten) die Unvereinbarkeit des Verbots von Zwangsarbeit mit dem Präsenzdienst (jungen Männern wird mit ihrer Volljährigkeit das Recht genommen über ihren eigenen Körper frei zu verfügen, das stellt einen schweren Eingriff in die Selbstbestimmung dar), die erzwungene "Solidarität" (der Zwang dem eigenen Land etwas zurück geben zu müssen führt zu Politikverdrossenheit und verhindert echte Solidarität mit Land und Mitmenschen)  – all das sind Aspekte einer Wehrpflicht gegenüber einer Armee von Freiwilligen.
Wer für die Beibehaltung der Wehrpflicht stimmt, stimmt gegen ein friedliches und fortschrittliches Österreich!
Zeigen Sie sich solidarisch mit Ihren Söhnen, egal ob geboren oder ungeboren (denn sie haben nicht wie Sie die Wahl sondern nur den Zwang), befreien Sie Österreich von seiner Rückständigkeit und machen sie Ihr Land gerechter!
Stimmen sie gegen den Zwangsdienst und für die Freiwilligkeit!
Ihr Lars G. P.               17. Jänner 2013



Dichter Friedrich von Schiller

Vor 200 Jahren hat der großartige Dichter Friedrich von Schiller die Worte gesagt, die auch für unsere Zeit zutreffen:
"Woher soll die Lösung kommen, wenn die Regierungen korrupt und die Massen degeneriert und erschlafft sind?
Die Antwort ist einfach:
Nur wenn genug Menschen den Mut haben, sich entschlossen für das Gemeinwohl einzusetzen, kann verhindert werden, dass die Zivilisation gegen die Wand fährt. Dies erfordert jedoch eine Zivilcourage, die nur aus einem erhabenen Menschenbild kommen kann. Es ist schön und ermutigend, dass es diese Menschen gibt, die für eine bessere, gerechtere und gesündere Welt bereit sind, auch Unannehmlichkeiten und Widerstände in Kauf zu nehmen. Danke all den guten Geistern".

Dazu ist allerdings zu sagen, dass der Einsatz für das Gemeinwohl ein freiwilliger - als keine Zwangsarbeit - sein sollte. Ansonsten finde ich den 200 Jahre alten Hinweis von Friedrich von Schiller exzellent.
R.M.          14.1.2013 



Neusprech: Wehrpflicht = "Gratisheer"?

Für die SP ist es anscheinend kein Widerspruch, wenn sie gerade den Zwangskindergarten eingeführt hat , nun vom "Zwangs"-Bundesheer redet und den Zwangskindergarten "Gratiskindergarten" nennt.
Warum sagt die SPÖ zur Wehrpflicht nicht auch gleich "Gratisheer"?

Gast         9. Jänner 2013



@ Spindelegger-Vorschlag "Wehrpflicht ist wie Schulpflicht"

SCHULPFLICHT ABSCHAFFEN, WEHRPFLICHT BEIBEHALTEN.
Dann wär das Bundesheer quasi die Gesamtschule für Parteisoldaten...

Gast   9. Jänner 2013



Frauenwehrpflicht und EU-Vertrag von Lissabon

Wir haben 2008 den international gültigen Lissabon-Vertrag unterschrieben und "pacta sunt servanda" ... Weiters sind einfache Gesetze verfassungskonform auszulegen...
   Im Fall sich widersprechender Verfassungsgesetze ist höherwertiges Rechtsgut zu bevorzugen ... Somit ist der in den Menschenrechten und Lissabonvertrag festgeschriebene Gleichheitsgrundsatz oberste Maxime. Dem entspricht auch die laufende Judikatur in Strassburg (Sporer, Zaunegger etc)
   Also ist dieses Thema "Frauen-Wehrpflicht"  eigentlich das einzige hoch politische Thema um das sich jedoch alle Parteien versuchen zu drücken da höchst Wahlstimmen-gefährlich: wer will schon zu einem bei dzt ohne Krieg "nutzlosem" Herr gehen und 8 Monate Karriere verlieren?

"Polit-Eiertanz"
LG Arnold              8. Jänner 2013



Ganz Klar für Wehrpflicht

Bundesheer ist ..... ! Keiner will es machen und verlorenes Jahr !
Stimmt grundsätzlich aber JEDER hat aus dieser Zeit lustige und gute Erfahrungen!! Es ist eine Lebenserfahrung.
Leider ist auch das Militär in Österreich unnütz. Österreich und Krieg wird nicht passieren ! Das Österreichische Bundesheer gehört Reformiert auf die Arbeitsbereiche die gebraucht werden.
Das Argument Feuerwehr ist besser geeignet lass ich nicht gelten. Jeder Österreicher kann eine Schaufel bedienen. Jeder Österreicher kann Sandsäcke schleppen. Geschulte Bundesheerpioniere können mit Bagger und Laster umgehen. (Welche Feuerwehr hat schweres Gerät). Die Kasernen sind Wirtschaftlich für die Regionen ein klares Plus und Einkünfte.

Peter R.        7. Jänner 2013



Ich bin für Berufsheer, wie zB. in Polen.

Man raubt jungen Männer die Freiheit, ob sie wollen oder nicht.
Wenn jemand Soldat sein möchte, ist nichts dagegen einzuwenden.
Mag. Trojan        6. Jänner 2013



1934

Liebes Wien-konkret Team,
darf ich Sie auf einen inhaltlichen Fehler aufmerksam machen:
Im Bürgerkrieg 1934 gab es zwar ein Heer, das auf die eigene Bevölkerung schoss, aber es war eben ein Heer, das aus Freiwilligen bestand. Erst zwei Jahre später wurde die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt.
Oder anders ausgedrückt: Es war eben gerade ein Berufsheer, das gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt wurde, und zwar in einer Diktatur!!
Wenn Sie in Ihrer Argumentation ernst genommen werden wollen, würde ich Ihnen raten, genau zu recherchieren und nicht falsche Dinge zu behaupten. Das tut ihrer Sache nicht gut.
MfG,Lucia M.     5. Jänner 2013

Antwort Wien-konkret: Waren es nun "Freiwillige" oder "Berufsoldaten"? 
Der angebliche "Bürgerkrieg" war tatsächlich ein Aufstand mit Kämpfen in ein paar Städten (zB Linz, Wels, Wien, St. Pölten, Kapfenberg, Bruck an der Mur, Wörgl, ...) die drei Tage dauerten, nämlich vom 12. - 15. Febraur 1934. Es gab mehrere Hundert Tote. Auslöser waren übrigens sozialistische Schutzbündler in Linz, die sich nicht entwaffnen lassen wollten und das Feuer eröffneten. Hätten damals Berufspolizisten zurückgeschossen, dann gäbe es heute vermutlich trotzdem eine Berufspolizei.

Replik  Lucia:
Sehr geehrter Herr Mag. Marschall,
sind Sie von Beruf Historiker? Ich bin jedenfalls Historikerin, und deshalb weiß ich, dass man Dinge nie verkürzt, sondern immer im Kontext und differenziert sehen muss.
Und deshalb werde ich Sie nun auch ein bisschen belehren, so wie Sie versuchen, mich zu belehren:
SIE argumentieren ja mit dem Jahr 1934 und behaupten fälschlicherweise, dass damals eine allgemeine Wehrpflicht bestanden hätte, und verwenden das als Argument pro Berufsheer! Die allgemeine Wehrpflicht wurde aber nun mal zwei Jahre später eingeführt. Sie können zu den Angehörigen des damaligen Bundesheeres heute "Freiwillige" oder "Berufssoldaten" sagen, das ändert nichts an der Tatsache, dass es keine Wehrpflichtigen waren und Sie deshalb falsch argumentierten.
  
Und ab wie vielen Teilnehmern ist es für Sie Bürgerkrieg? Ab Dreiundfünfzig? Hundertneunzig? Zweitausend? Zweihunderttausend? In drei oder fünfzehn Städten? Drei oder dreißig Tage? Lesen Sie nach, dann wissen Sie, dass es einen weit verbreiteten Riss in der damaligen Gesellschaft zwischen Sozialdemokraten und Christlichsozialen gegeben hat;  Dass der sog. Bürgerkrieg ein schlecht organisierter - und deshalb gescheiterter - Versuch war, in Österreich wieder zur Demokratie zurückzukehren. Und weil Sie so schön die Sozialdemokraten fett gedruckt als Auslöser hervorheben, rufe ich Ihnen in Erinnerung, dass Ursache für die bewaffneten Auseinandersetzungen die sog. austrofaschistische Diktatur unter dem Christlichsozialen Engelbert Dollfuß war, der dem "Bundesheer" (noch keine Wehrpflicht!!!) Schießbefehl auf Wiener Gemeindebauten gab.
Schade, dass Sie so unsachlich argumentieren.
MfG,
Mag. Lucia M. 

Antwort Wien-konkret:  Ja, Sie haben in dem einen Punkt Recht.
Ist aber auch zum Teil so auf Wien-konkret gestanden:
Schon länger steht dort
* In der ersten Republik Österreichs gab es keine Wehrpflicht.
* Die Wehrpflicht ist ein durch Hitler wiedereingeführtes Relikt. => macuser.de Willkür statt Wehpflicht.

Vor ca. einer Woche habe ich es geändert auf
* Auch ein Milizheer würde auf die eigene Bevölkerung schießen, insbesondere wenn ein falscher Führer die Einsätze leitet. Wenn es einen hohen Migrantenanteil bei den Wehrpflichtigen gibt - so wie das in Wien der Fall ist - dann stellt sich auch die Frage wer die "eigenen" und wer die "fremden" sind und zwar sowohl auf der Heeresseite, als auch der der Bevölkerungsseite.
   
Bürgerkrieg: Ja, das ist die Frage: Man kann natürlich auch sagen "Einer gegen einen ist auch ein "Bürgerkrieg" zweier Bürger."
Ist jeder Aufstand ein Bürgerkrieg? Von mir aus ist es ein Mini-Bürgerkrieg.
Komisch dass in Israel niemand von Bürgerkrieg spricht, obwohl es dort viel mehr Tote gibt und das ein jahrzehntelanger Konflikt ist.
  
Jedenfalls ist es geschichtlich verkürzt, wenn man nur sagt, dass Bundesheer hat auf eigene Leute geschossen. Ja stimmt. Aber warum? Die Polizei schießt auch auf eigene Leute. Soll man die Polizei deshalb abschaffen?



In der ersten Republik gab es keine Wehrpflicht

Wenn ein Volk sich nur auf ein Söldnerheer verlässt, wie die Römer am Limes bezahlter Germanenhäuptlinge; gegen eigene Stämme Ihres gleichen, wie all jene Landstrichvölker in Europa, die sich nicht wehren konnten weil eben nur Militär, dadurch sie in die Söldnereliten Napoleons gezwungen wurden.
   Wie unser Kaiserheer das zwar Präsenzler hatte, aber in Russland gebunden, somit das letzte Aufgebot der Reserve ehemaliger zum Glück ausgebildeter alter Soldaten und Jugendliche als Standschützen im I. WK. Söldner sind Soldaten die zum Angriffskrieg beordert sind. Wir Präsenzdiener sind nur zur Landesverteidigung.
   An der Südfront mussten unsere jungen Standschützen einene in einer Form ´Söldner´ Österr. K. u. K. Ruthenen die scharenweise zum Italianskygenossen übergelaufen sind, bei Transporten bewachen. Österreich hatte in der ersten Republik nur ein kleines Berufsheer. Nicht aber so, die Schweiz. Wer glaubt man könne sich als mündiger Staatsbürger aus der Verantwortung heraus stehlen, wird eines Tages anderwertig aufwachen!!! Entweder durch den Feind in sinnlosem Angriffskrieg verheizt oder die eigene Staatsmacht der rotgrünen Genossen gegen sich und damit Diktatur und Freiheit ade!!!!!

Standschützen
Siegfried E.             4. Jänner 2013



Wehrpflicht ja oder nein?

Am 20. Jänner dieses Jahres wird das Volk befragt – wieder einmal ohne INFORMIERT zu werden, sondern lediglich aufgefordert, ein parteipolitisches Statement abzugeben: Wer rot ist, stimmt für das eine, wer schwarz ist, für das andere … typisch Österreich: Das Stimmvieh wird zur Urne gebeten, uninformiert, dafür mit im Parteibuch festgeschriebener „Geistes“haltung.
Wer frei von parteipolitischen Scheuklappen nachdenkt, wird unter anderem auf folgende Fragen stoßen:

WAS KOSTET EIN BERUFSHEER?
Die Organisation und die Ausrüstung – was muss für den effizient ausgerüsteten und ausgebildeten Profi, wie er beworben wird, ausgegeben werden. Wer wird aller laut zu schreien beginnen, sobald der Staat Österreich irgendwo eine neue Waffe kauft? Darüber hinaus stellt sich auch die Frage, was jemand verdienen soll, der im Ernstfall den Kopf für uns alle hinhält?

WIE GROSS MUSS EIN BERUFSHEER SEIN?
Wie viel Mann muss der Steuerzahler also ständig mit entsprechendem Gehalt für den Fall des Falles bezahlen? Bisher stand im Katastrophenfall oder bei Assistenzeinsätzen an der Grenze eine große Anzahl an relativ billigen Einsatzkräften – Grundwehrdiener mit einem besseren Taschengeld als Monatssold – zur Verfügung. Wie groß muss das effizientere Berufssoldatenheer im Vergleich dazu sein und was kommt uns unterm Strich dann teurer?

WER KONTROLLIERT DAS BERUFSHEER?
Es müssen ganz sicher unabhängige Institutionen geschaffen werden, die so weit Einblick, Kontrolle und Handlungskompetenz haben, dass wir unsere Staatsgewalt nicht an eine Truppe von radikalen Counterstrike-Heroes und Möchtegern-Rambos abgeben.

VIELE FRAGEN, KEINE VERNÜNFTIGEN ANTWORTEN
– wie soll man also abstimmen? Dass das Wehrpflichtigen-Heer in der derzeitigen Form – wir lernen Grüßen und Putzen - kaum Sinn macht, steht außer Frage, aber ob eine grundlegende Reform des bestehenden Systems oder eine Aufgabe dessen zugunsten eines Berufsheeres die bessere Wahl ist, wer kann uns das sagen?
Letztendlich entscheidet immer auch die Frage nach den Kosten – aber niemand von denen, die es wissen müssten, nimmt einen Rechenstift zur Hand und rechnet uns EHRLICH vor, was uns welche Lösung kosten wird …

Reither        3. Jänner 2013

Anmerkung Wien-konkret: Gegenüber einem Sklavenheer ist ein Berufsheer logischer Weise immer teurer. Man sollte sich die Frage stellen, ob ein männliches Sklavenheer heutzutage noch tragbar ist. Soll man mit Sklaven die Freiheit Österreichs verteidigen? Macht ein Bundesheer bei einem unfähigen und inkompetenten Verteidigungsminister überhaupt einen Sinn?



meine Erinnerungen an meine Wehrpflicht

Ich bin einmal generell für ein Berufsheer, meine Erinnerungen an meine Wehrpflicht machen es mir unmöglich für eine allgemeine Wehrpflicht zu stimmen.
   
Allerdings würde ich einen verpflichteten Zivildienst einführen und natürlich auch für Mädchen im Sinne der Gleichberechtigung. Diese Alternative ist meines Erachtens nirgends vorgesehen. Leider !
LG E. Griehser    31. Dezember 2012



enormer Nutzen für die Gesundheit

Lieber Herr Mag. Marschall,
Wir sind gerade dran Anforderungsprofile für verschiedene Waffengattungen eines Berufsheeres zu kreieren. Komme es wie es wolle, es gibt dann Kriterien was ein Soldat leisten können muss und wie er das erreicht.
   Allein schon dadurch, dass die Sportausbildung beim Bundesheer nur mehr durch staatlich geprüftes Personal durchgeführt werden darf (Instruktoren/ Trainer staatlichgeprüft an den Bundessportakademien) könnte für viele ein Vorteil sein einmal ihre Bewegungsgewohnheiten und den chronischen Bewegungsmangel zu eliminieren.
  Aber das Bundesheer verkauft sich leider sehr schlecht in diesen Belangen. Man könnte hergehen und dem schalen Nachgeschmack einer WehrPFLICHT mit einen enormen Nutzen für die Gesundheit versehen, wir haben evaluiert:
1980 und 2011
Gegenübergestellt wurde der Gesundheitszustand der Eingerückten damals und heute.
Thema war die Veränderung der Sportausbildung des Kaders die momentan ja sehr teuer ist weil die Kurse an den Sportakademien stattfinden aber das Ganze hat sich insofern rentiert, weil die Sportausbildung jetzt auch hochprofessionell ist und Bewegung nicht mehr hirnlos durchgeführt wird. 
Die Abrüster rüsten jetzt weitaus gesünder ab als damals.
Es rücken aber auch eine Vielzahl mehr an Übergewichtigen ein als damals, da sich ja die Ernährungsgewohnheiten und die Bewegungsgewohnheiten drastisch veränderten.
Lg
Alex K.          19. Dez 2012



Ich beziehe mich auf ein paar Punkte aus dem Bereich CONTRA:

Sehr geehrter Herr Mag. Marschall,

Menschenrechte:
Staatsbürger haben nicht nur Rechte sondern auch Pflichten, beispielsweise gibt es die Meldepflicht, die Steuerpflicht aber auch die Unterhaltspflicht. Es besteht bei der Wehpflicht kein kausaler Zusammenhang zu der Verletzung von Menschenrechten weil es kein Freiheitsentzug ist. Vergleichbar ist die Wehpflicht mit einer Beschäftigung um seinen Unterhaltspflichten nach zu kommen bzw. seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, das verstößt ja auch nicht gegen die Menschenrechte, wenn ich beispielsweise arbeiten gehe um Geld zu verdienen... Ich kann daher nicht hergehen und mich über den Verstoß gegen die Menschenrechte beklagen nur weil ich arbeiten gehen muss damit ich meinen Lebensunterhalt damit sichern kann.

Männerwehrpflicht gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz:
Auch diese Ansicht ist eine etwas an den Haaren herbeigezogene Formulierung die so nicht stimmt. Auf Grund der psychophysischen Entwicklung und der Charakteristik von Krisen-, Katastrophen-, Kriegs-, Ausnahmefällen oder - zuständen sowie bürgerkriegsartigen Unruhen, käme für Frauen sowohl in der Ausbildung als auch im Einsatzfall eine Belastung zu die für sie körperlich nicht ausreichend weder muskulär noch kardiovaskulär aber auch nicht metabolisch respiratorisch abgesichert sind wenn sie nicht über einen dementsprechenden muskulär gut ausgebildeten aktiven sehr gut konditionierten Bewegungsapparat verfügen. Bei der Überlegung zum Thema Wehrpflicht ist man dabei so vorgegangen, dass man daher als "Beschützer der Nation" Männer heranzog, weil diese auch ohne Hochleistungstraining das Anforderungsprofil (Leistungsstruktur) dieser Belastungen im Einsatzraum erfüllen könnten. ...

Politisch korrekt im Sinne des Volkes zu handeln bedeutet unparteiisch und unabhängig alle Fakten für Leser und das Volk zu sammeln. Das würde ich einem Medium wie Wien konkret empfehlen.
Beste Grüße und frohe Feiertage,
Alex K.               19. Dez. 2012

Anmerkung Wien-konkret:
@ Pflichten und Zwänge:
Wenn Sie nicht arbeiten gehen, dann landen Sie nicht im Gefängnis. Wenn Sie aber der Wehrpflicht nicht nachkommen dann schon. Die Wehrpflicht mit der Steuerpflicht oder der Meldepflicht zu vergleichen ist wenig sinnvoll. Die "Wehrpflicht" ist in Wirklichkeit ein "Wehrdienstzwang".
@ Männerwehrpflicht wegen hoher Belastung:
Wenn die Einsätze bei Krisen-, Katastrophen-, Kriegs-, Ausnahmefällen oder - zuständen sowie bürgerkriegsartigen Unruhen nur von Männern erledigt werden können, dann können es ja auch berufstätige Männer sein und müssen nicht 18-jährige Zwangsdiener sein. Das ist also kein Argument für den Wehrdienstzwang, sondern es spricht dafür, dass man in der Regel Männer für diese Aufgaben engagiert.
@ Argumente sammeln: Eigentlich sollte die Bundesregierung alle Pro- und Contra Argumente sammeln und dem Wahlvolk vor der Volksbefragung zur Information vorlegen, so wie es in der Schweiz mustergültig gehandhabt wird.



bin für ein Berufsheer + Zivildienst für Männer & Frauen

Hab gerade die Diskussion im ZENTRUM angesehen. Die ganze Diskussion ist ein Kasperltheater. Klar ist, wir benötigen ein wirklich gut ausgebildetes Berufsheer und nicht ein paar grünohrigen Jungs, die ein paar Monate Krieg spielen. Aber klar ist auch, dass unsere Gesellschaft ohne Zivildienst nicht funktioniert.

Mein Vorschlag:
auf der einen Seite ein Berufsheer, auf der anderen Seite einen verpflichtenden Zivildienst, aber für Männer UND Frauen! Es gibt genug Organisationen und verschiedene Betätigungsgebiete, so dass für alle was passendes dabei ist. Mit dieser Lösung hätte der Staat genügend Zivildiener, es gäbe eine Gleichbehandlung und es würden beide Geschlechter ihre Pflicht am Staat und der Gesellschaft leisten.

Lydia    9. Dezember 2012



die Befürchtungs/Angst Maschinerie ist für mich keine Option

für mich ist das österr. Bundesheer eine Kindergartenveranstaltung - wir sollten menschheitsfortschrittlich neue Wege beschreiten - ich bin 68 ger - make love not war - und die  kleinkarierte Kleingeisterei und Befürchtungs/Angst Maschinerie ist für mich keine Option. Ich komme auch ohne Polizei aus und bin für eine sofortige Entwaffnung dieser zumeist ja leider doch hauptsächlich Untermenschen mit schlechten Manieren und Geist..

Lieber ROBERT ich bin nicht sozialversichert und sehe dies als menschenwürdig und entsprechend an - ich pfeife auf vieles, wofür Du vielleicht eintreten würdest und es als unerläßlich empfindest - ich pfeife auf die meisten "bürgerlichen" Werte, die für mich Quelle von Frust und Dekadenz sind.

Ich hoffe, Du hast nichts gegen meine Offenheit
mit lieben + sonnigen Grüßen 
daniel            30. Sept 2012

P.S.:
Ich pfeife auf eine "Volksbefragung" zur Wehrpflicht - ich bin für die sofortige , ersatzlose Streichung und Auflösung des Bundesheeres. Für Katastopheneinsätze gibt es sicherlich menschenwürdige und sinnvolle Lösungen (in Anlehnung an die FFW, etc)
Ich bin stolz darauf weder beim Bundesheer noch beim Zivildienst gewesen zu sein.



Wehrpflicht vs Berufsheer - versteckte Gefahren!!!!!

Demnächst soll eine Volksbefragung zur Wehrpflicht bzw zur Einführung eines Berufsheeres stattfinden... doch auf die konkrete Gefahr dieser mit "Bequemlichkeit fürs wehrdienstmüde Volk" getarnte Vorstoss birgt in sich die Gefahr, dass ein Berufsheer, auch als Söldnerheer (eine militärische Gruppierung, welche im Namen des Soldes Befehle ausführt) bekannt eine ideale Stütze für eine ungerechte Obrigkeit darstellt, welche derzeit Österreich ausverkauft, verrät und in den Ruin (ESM und Co) führt und nicht im Geringsten am Wohl des österreichischen Volkes interessiert ist, sondern nur am Wohl ihrer eigenen durch Gaunereien überfüllten Konten!
   Der Koruptionsausschuß ist ohne die geringsten Konsequenzen dabei im Nichts zu verlaufen, um die fetten Bonzen zu befriedigen, der Ausverkauf und das Spekulieren auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung geht in immer geschmacklosere Dimensionen, nun wird auch über die Wasserrechte innerhalb der EU spekuliert ...da ist ein Berufsheer definitiv eine Gefahr für ein Volk, welches eines _Tages sein Recht auf Wasser einfordern wird, wenn dies schon längst habgierigen und gewissenlosen Spekulanten in den Rachen geworfen worden ist ..im Namen der Huldigung der Habgier und der Maßlosigkeit unserer Volksverführer (auch Politiker genannt).
...EU scheint wohl für Evil Unbridied zu stehen, ich hoffe, dass das österreichische Volk sich nicht im Namen der Bequemlichkeit in eine prekäre Zukunft verführen läßt und wünsche den Spekulanten und Volksverführern viele viele schlaflose Nächte, in welchen sie die Vorstellung eines erwachten Volkes als Vision vor Augen haben, die ein Krebsgeschwür namens Habgier nicht mehr länger duldet!!!

Werner V. Wien      12. September 2012





12.1.2013 Wehrpflicht-Volksbefragung verschieben


Die EU-Austrittspartei ist für eine Verschiebung der Volksbefragung solange bis einmal die wichtigsten Fragen geklärt sind:
* Was ist überhaupt das derzeitige Bedrohungsszenario Österreichs?
* Welche Funktionen braucht man, um sich gegen das Risiko bestmöglich zu wehren?
* Kommt die Frauenwehrpflicht & Frauenzivildienstpflicht?
* Wie könnte es überhaupt ohne Berufsheer bei der österreichischen Landesverteidigung weitergehen?
* Wieso kann man nicht für das derzeitige Mischsystem aus Wehrpflicht - Berufssoldaten - Miliz?
* Wenn Berufsheer, dürfen da auch EU-Söldner und Ausländer beim österreichischen Bundesheer eingesetzt werden?
* Sollen Wehrpflichtige auch in der EU eingesetzt werden dürfen?

Rückfragehinweis:    EUaus-Obmann Mag. Robert Marschall, Tel 0676-4039090,



17.12.2012 Männerpartei: Frauen-Wehrpflicht kann kein Tabu bleiben


Bei der Volksbefragung im Jänner werden drei Themen behandelt: Die Anforderungen an ein modernes Heer, die Rolle der Zivildiener im Sozialsystem und die Geschlechtergerechtigkeit. Derzeit gilt die Wehrpflicht nur für Männer. Aber die Frage nach Gleichberechtigung wird im Jänner gar nicht gestellt. Alle drei Themen werden in eine Frage verpackt. Was wird nach dem 20. Jänner wirklich passieren?
   Derzeit werfen insbesondere die Regierungsparteien beim Thema Gerechtigkeit eifrig Nebelkerzen. Die SPÖ behauptet, der Frauenanteil im Heer würde nur ohne Wehrpflicht steigen und die ÖVP versucht, männliche Zwangsarbeit mit der angeblichen Lohnschere und der Mehrfachbelastung der Frauen zu rechtfertigen. Hinter diesen Ablenkungsmanövern steckt ein 100 Jahre altes Tabu. Eigentlich haben Männer das allgemeine Wahlrecht deswegen bekommen, weil sie auch die allgemeine Wehrpflicht hatten. Die Frauenorganisationen haben dann erklärt, dass Frauen ohnehin schon genug Opfer durch die Geburt der Kinder auf sich nehmen müssten und auf diese Weise das Wahlrecht ohne eine entsprechende Pflicht bekommen.



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   Aber die Welt hat sich in 100 Jahren geändert. Keine Frau muss heute mehr ein Kind bekommen. Eigentlich musste das auch vor 100 Jahren keine Frau. Es gab und gibt keine Gebärpflicht. Bald bekommt ohnehin nur mehr jede zweite Frau Kinder. Statt einer Gebärpflicht haben wir heute die gesetzliche Pflicht zur Gleichstellung der Geschlechter. Und hier offenbart sich die Doppelmoral aller Parlamentsparteien. Der Frauenanteil in technischen Berufen kann nur durch Zwangsquoten gesteigert werden, aber Frauen werden freiwillig in Scharen zum Bundesheer gehen? Die vollständige Gleichstellung der Geschlechter kann erreicht werden, ohne einseitige Männerpflichten abzuschaffen?
   Was ist mit einem Mann, der selbst wenig verdient oder der selbst eine Mehrfachbestaltung als Familienvater und Arbeitnehmer hat? Wird so ein Mann dann von der Wehrpflicht befreit? Nein. Die Wehrpflicht gilt eben derzeit nicht für Männer, die stark sind, gut verdienen und keine Kinder versorgen, sondern für alle Männer. Was ist mit einer Frau, die keine Kinder hat, keine alten Menschen pflegt und ein Spitzeneinkommen hat? Muss so eine Frau dann ersatzweise zum Heer? Sollte nach dieser Logik Gabriele Heinisch-Hosek nicht den Wehrdienst absolvieren? Gabriele Burgstaller hat uns ja erklärt, dass der Präsenzdienst "gut tut".
   Das würde wohl alles anders klingen, wenn das Soldatenleben ein Spitzenjob in der Wirtschaft wäre oder ein Platz auf der Nationalratsliste. So, wie die Gleichstellung derzeit läuft, gibt es für keinen Mann Anreize, die traditionelle Rolle abzulegen. Weil er in der Familie keine Rechtssicherheit hat, für seine Mehrfachbelastung keine Anerkennung bekommt, beim Rückkehr in den Beruf auf Frauenquoten stößt, trotzdem später in Pension geht und weil ihm die reinen Männerpflichten ohnehin immer bleiben. Angesichts dieser Tatsachen werden die Männer wohl "Nein, Danke" zu dieser Art von "Gleichstellung" sagen. Ohne die Männer werden wir wohl kaum jemals "vollständige Gleichstellung" erreichen. Es ist eben nicht zweitrangig, ob die einzige Pflicht, die jeder Staatsbürger hat, nur für Männer gilt.
   Keine Seite wird die Versprechnungen einlösen können, die jetzt nur als Ablenkung aus dem Hut gezaubert werden. Wer vor allem männliche Zwangsarbeit erhalten will, wird kaum die Bezahlung der Zivildiener auf ein erträgliches Niveau anheben. Wer die schlechte Behandlung der Soldaten nicht wahrhaben will, wird kaum mehr Frauen freiwillig zum Heer locken können. Wer wirklich mehr Frauen zum Heer bringen will, wird automatisch die Arbeitsbedingungen im Heer verbessern müssen. Das hilft dann Frauen und Männern. Wer mehr Frauen in den Zivildienst bringt, kommt um eine Bezahlung über dem Existenzminimum nicht herum. All das gilt für Berufsheer und freiwilligen Sozialdienst gleichermassen. Wenn wir ein reines Berufsheer bekommen, wird es eine realistische Zielvorgabe für einen höheren Frauenanteil geben müssen. Wenn Österreich als einer der wenigen Staaten in Europa bei der Wehrpflicht bleiben, dann kommen wir früher oder später um eine Pflicht für Frauen nicht herum.
   Es ist zu befürchten, dass diese wichtigen Überlegungen vor der Befragung untergehen. Weil bei dem neben der Obsorge wichtigsten Gleichstellungsthema um den heissen Brei der Gerechtigkeit herumgeredet wird. Damit würden die Österreicher eine Entscheidung aufgrund von Falschinformationen treffen und eine Mehrheit für oder gegen die Wehrpflicht wäre wertlos. Das wäre schade. Österreich braucht mehr direkte Demokratie. Aber dann muss man es richtig machen. Die Frauen-Wehrpflicht kann kein Tabuthema bleiben. Man muss vor der Befragung klarstellen, dass wir unabhängig vom gewählten Modell der Landesverteidigung Frauen endlich auch im Gesetz als das behandlen wollen, was sie selbst sein wollen: Als erwachsene Mitbürger. Mit gleichen Rechten und Pflichten.

Oliver Peter Hoffmann
http://maennerpartei.at/content/wehrpflicht



2.10.2012 "Freiwillige" Polizisten & Soldaten in Österreich


Der Begriff "freiwillige Soldaten" wird häufig verwendet, ist aber für viele Menschen irreführend. Man sollte entweder von zwangsverpflichteten Grundwehrdienern oder bezahlten Berufssoldaten reden.

Die "Freiwilligen" sind bei der ländlichen Feuerwehr tätig und arbeiten dort kostenlos. Das ist offensichtlich bei den "freiwilligen" Soldaten nicht gemeint. Was würde man unter dem Begriff "freiwilliger Polizist" verstehen? Die bezahlte, nicht- zwangsverpflichtete Polizei (=Berufspolizei) funktioniert jedenfalls.

Die EU-Austrittspartei ist übrigens gegen eine Freiheitsberaubung nicht verurteilter Menschen und weiters für eine Gleichstellung von Mann & Frau (also auch gegen Männerdiskriminierung).
Mehr dazu auf:
=> http://www.euaustrittspartei.at/parteiprogramm/bundesheer/
=> http://www.euaus.at/parteiprogramm/wehrpflicht-abschaffen/



15.9.2012 "profil": Berufsheer "um ein Mehrfaches teurer"

In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kündigt Generalstabschef Edmund Entacher an, dass er nicht wie kolportiert im Oktober in Pension gehen werde. "Wir haben die Volksbefragung am 20. Jänner, ein Schicksalsdatum für das Bundesheer und Österreich. Und daher bleibe ich zumindest solange auf dem Gefechtsstand. Ich bin optimistisch, dass die Wehrpflicht auch nach der Volksbefragung erhalten bleibt." Weiters erklärt Entacher, er glaube, "dass nur eine verschwindende Minderheit der Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten für ein Berufsheer ist". Entacher spricht sich neuerlich gegen die Abschaffung der Wehrpflicht aus. "Wenn ich nur die derzeitigen Budgetkosten für unsere Rekruten mit den zukünftigen Lohnkosten von 9000 Längerdienenden vergleiche, dann kommen die Berufssoldaten um ein Mehrfaches teurer." Zusammen mit den Kosten für die Prämien für die Profi-Miliz müsste das Heeresbudget "um vier bis fünf Prozent ansteigen", so Entacher. "Das ist leider undenkbar."
   Der Armeechef warnt, dass bei einem Umstieg auf ein Berufsheer die Zahl der derzeit im Auslandseinsatz befindlichen Soldaten (zwischen 1300 und 1500 Mann) durch den Wegfall der Miliz "in kurzer Zeit auf die Hälfte sinken könnte. Das bedeutet eine Einschränkung unserer außenpolitischen Möglichkeiten." Entacher räumt ein, dass der Grundwehrdienst dringende Reformen benötigt. "Im Jahr 2010 gab es erfolgreiche Truppenversuche, wie man den Wehrdienst optimieren kann. Durch den Schwenk des Ministers wurden diese Versuche praktisch beendet."
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

Anmerkung Wien-konkret: Klar ist ein Berufsheer teurer als ein Sklavenheer (mit zwangseingezogenen Grundwehrdienern). Würden die Grundwehrdiener ein angemessenes Gehalt bekommen, dann wäre das Berufsheer gleich teuer.



28.8.2012 JuLis fordern Ende der Wehrpflicht


Mit dem Berufsheer endlich im 21. Jahrhundert ankommen.
Die Jungen Liberalen fordern die Bundesregierung dazu auf, die Wehrpflicht und den verpflichtenden Zivildienst endlich abzuschaffen und ein funktionierendes Berufsheer aufzubauen.
   „Vollkommen egal, welche Begründungen für die Wehrpflicht angeführt werden: Keine von ihnen ist stichhaltig. Umgekehrt gibt es aber immer einen unumstößlichen Grund gegen die Wehrpflicht, nämlich den Zwang“, sagt Nikolaus Scherak, Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen.
   „Es sehe kein einziges Argument, welches es rechtfertigen würde, junge Männer sechs Monate und länger zu einem Dienst zu zwingen. Auch wenn es einigen gefallen mag bzw. zumindest nicht schaden würde, wie immer wieder ins Treffen geführt wird, ist dies noch lange kein Grund, einem Menschen seine Lebenszeit einfach wegzunehmen“, so Scherak weiter.
   „Österreich muss sich endlich von Wehrpflicht und Zivildienst verabschieden und im 21. Jahrhundert ankommen. Es kann doch nicht sein, dass wir in Österreich immer die letzten sind, wenn es darum geht, einen Schritt in die Zukunft zu machen“, so Scherak abschließend.

Mag. Nikolaus Scherak
Bundesvorsitzender
Junge Liberale Österreich
Tel: +43 (0) 650 4433862
n.scherak@julis.at



28. August 2012 Volksabstimmung JA, aber mit sinnvoller Fragestellung


Die Männerpartei unterstützt die Forderung nach einer Volksabstimmung über die Wehrpflicht. Allerdings wird die einfache Frage "Wehrpflicht Ja oder Nein" dem Thema keinesfalls gerecht und würde auch nicht den Willen der Bevölkerung objektiv erfassen. Das haben auch jüngste Wortmeldungen aus der ÖVP wie die gestrige Wortmeldung von Josef Pühringer mit seinen Verweisen auf das Budget, das Rote Kreuz und den Katastrophenschutz gezeigt. Damit wurde unterstellt, dass es ein ausgeglichenes Budget oder einen funktionierenden Katastrophenschutz nur bei andauernder Männerdiskriminierung gibt. Das ist falsch und irreführend.
   Zivilschutz, Altenpflege und auch militärische Landesverteidigung können durchaus mit einem ausgeglichenen Mix aus Pflichten und Rechten für Männer und Frauen aufrechterhalten werden. Marktkonforme Bezahlung von Wehrpflichten und Zivildienern und der Mut zu Frauenpflichten sind sehr wohl eine sinnvolle Alternative zur völligen Aufgabe von Bundesheer und Zivilschutz. Daher muss auch die Frage nach der Gleichstellung von Frauen und Männern Teil einer Volksabstimmung sein. Die Männerpartei wird sich jedenfalls mit oder ohne Volksabstimmung konsequent für die Gleichstellung bei der Wehrpflicht einsetzen. 

Kontakt: Oliver Peter Hoffmann Bundesvorsitzender
oliver.peter.hoffmann@maennerpartei.at
Tel.: +43/676/4067794