Wien

Liedtext: Hier sind wir versammelt

1. Hier sind wir versammelt zu löblichem Tun,
d’rum Brüderchen, ergo bibamus!
Die Gläser, sie klingen, Gespräche, sie ruh’n;
beherziget: ergo bibamus!
Das heißt noch ein altes, ein tüchtiges Wort,
es passet zum ersten und passet so fort,
und schallet ein Echo vom festlichen Ort,
[: ein herrliches ergo bibamus! :]

2. Ich hatte mein freundliches Liebchen geseh’n,
da dacht’ ich mir: ergo bibamus;
und nahte mich traulich, da ließ sie mich steh’n;
ich half mir und dachte: bibamus!
Und wenn sie versöhnet euch herzet und küsst,
und wenn ihr das Herzen und Küssen vermisst,
so bleibet nur bis ihr was Besseres wisst,
[: beim tröstlichen ergo bibamus! :]

3. Mich ruft das Geschick von den Freunden hinweg:
ihr Redlichen! Ergo bibamus!
Ich scheide von hinnen mit leichtem Gepäck,
d’rum doppeltes: ergo bibamus!
Und was auch der Filz von dem Leibe sich schmorgt,
so bleibt für den Heiter’n doch immer gesorgt,
weil immer dem Frohen der Fröhliche borgt:
[: drum, Brüderchen: ergo bibamus! :]

4. Was sollen wir sagen zum heutigen Tag?
Ich dächte nur: ergo bibamus!
Er ist nun einmal von besonderem Schlag,
d’rum immer aufs Neue: bibamus!
Er führet die Freunde durchs offene Tor,
es glänzen die Wolken, es teilt sich der Flor,
da leuchtet ein Bildchen, ein göttliches vor,
[: wir klingen und singen: bibamus! :]

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