Wien

Text der Tiroler Landeshymne:

1. Strophe
Zu Mantua in Banden Der treue Hofer war,
In Mantua zum Tode Führt ihn der Feinde Schar.
Es blutete der Brüder Herz, Ganz Deutschland, ach,
In Schmach und Schmerz, Mit ihm das Land Tirol,
Mit ihm das Land Tirol, Mit ihm das Land Tirol,
Mit ihm das Land Tirol.

2. Strophe
Die Hände auf dem Rücken Der Sandwirth Hofer ging
Mit ruhig festen Schritten, Ihm schien der Tod so gering,
Der Tod, den er so manchesmal Vom Iselberg geschickt ins Tal
Im heil´gen Land Tirol.

3. Strophe
Doch als aus Kerkergittern Im festen Mantua
Die treuen Waffenbrüder Die Händ´ er strecken sah,
Da rief er laut: Gott sei mit euch, Mit dem verratnen Deutschen Reich, Und mit dem Land Tirol.

4. Strophe
Dem Tambour will der Wirbel Nicht unterm Schlägel vor,
Als nun der Sandwirth Hofer Schritt durch das finstre Tor.
Der Sandwirth noch in Banden frei Dort stand er fest auf der Bastei
Der Mann vom Land Tirol.

5. Strophe
Dort soll er niederknien, Er sprach: das tu´ ich nit!
Will sterben, wie ich stehe, Will sterben, wie ich stritt,
So wie ich steh´ auf dieser Schanz, Es leb mein guter Kaiser Franz,
Mit ihm das Land Tirol!

6. Strophe
Und von der Hand die Binde Nimmt ihm der Korporal,
Und Sandwirth Hofer betet Alhier zum letzten Mal.
Dann ruft er: nun so trefft mich recht. Gebt Feuer! - Ach, wie schießt ihr schlecht! Ade, mein Land Tirol!

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Text: Julius Mosen
Melodie: Leopold Knebelsberger