Wien

Sisi-Museum Wien



Adresse:
Hofburg, Michaelerkuppel, 1010 Wien
Telefon: 01 5337570
öffentliche Verkehrsmittel: U-Bahn U3 Station Herrengasse, Straßenbahn: Linie 1, 2, D und J, Station Burgring.
Beschreibung: Museum über Leben & Mythos der Kaiserin Elisabeth von Österreich: geboren am 24. Dezember 1837 in München; Ermordung am  10. September 1898 in Genf.

Website: http://www.hofburg-wien.at/wissenswertes/sisi-museum.html



Veranstaltungen:

* Standard-Führungen durch die Kaiserappartements und das Sisi Museum

Bei dieser Führung wird Ihnen zuerst das Sisi Museum gezeigt und im Anschluss werden Sie durch die originalen Wohnappartements von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth geführt.

Deutsch: täglich um 10.00, 11.30 und 15.30 Uhr
Englisch: täglich um 14 Uhr
Italienisch: Vom 4. und 5. Jänner bieten wir zusätzlich, um 11:45 und 15:45 Uhr Führungen auf Italienisch an. Dauer ca. 55 Minuten

* Privatführungen

Buchen Sie für Ihre Kunden eine Privatführung - als besonderes Highlight einer Wien-Reise, als Geschenk zu einem speziellen Anlass oder für exklusive Businesskunden. Möglich ab 1 Person und gegen Voranmeldung während der Öffnungszeiten.

* Am Abend - nach den regulären Öffnungszeiten - erleben Sie die Wohnräume Kaiser Franz Josephs und Kaiserin Elisabeths in besonders exklusiver und intimer Atmosphäre. Ein Guide in der gewünschten Sprache im im Preis inkludiert.

* Themenführungen:
Für Besucher mit Liebe zum Detail. Hier tauchen Sie ein in die Welt der kaiserlichen Winterresidenz. Wir bieten Spezialführungen zu folgenden Themen an:

    * Kaiserliche Alltagsgeschichten
    * Staatsbankette einst und jetzt
    * Sisi und ihre Familie
    * Sisi, die sportliche Kaiserin

Eine interessante Alternative oder Ergänzung zu den Standardführungen. Buchbarfür Gruppen und Schulklassen gegen Terminvereinbarung.

 

Öffnungszeiten:

Die Kaiserappartements, das Sisi Museum und die Silberkammer sind täglich für Sie geöffnet - auch an Feiertagen!
September bis Juni: 9.00 bis 17.30 Uhr
Juli und August:   9.00 bis 18.00 Uhr
Kassaschluss / Einlass immer eine Stunde vor Schließung!

 





* linkes Bild: Laserkopie einer Kinderdarstellung der elfjährigen Elisabeth mit ihrem Bruder Carl Theodor. Im Hintergrund der Starnberger See. © Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. / Sascha Rieger
* mittleres Bild: "Polterabendkleid" (li) und ungarisches Krönungskleid (re) © Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. / Lois Lammerhuber
* rechtes Bild: Eingangsbereich ins Sisi Museum © Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. / Lois Lammerhuber

* Rund 650.000 Besucher kommen jährlich in die historischen Wohnappartements von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph.

* Über 1.250 Ausstattungsgegenstände – darunter Schmuck, Kleidungsstücke und persönliche Gegenstände der Kaiserin Elisabeth ebenso wie Tafelsilber, Spiegel, Möbel, Gemälde oder vergoldete Wanddekorationen werden gezeigt.
 

Eintritts- und Führungspreise:

* Erwachsene € 12,50
* Studenten & Behinderte & Wien Card € 11,50
* Kinder 6-18 Jahre: € 7,50

Standard-Führungen

*Erwachsene € 15,90 
*Kinder (6-18 Jahre) € 7,70
*Ermäßigt (Studenten, Wien-Karte) € 14,90
*Schülergruppen (6-18 Jahre) € 7,50

Privatführungen
*
Bis 15 Personen: Pauschale von € 238,50
* Ab 15 Personen € 15,90 pro Person

Am Abend - nach den regulären Öffnungszeiten
*Bis 25 Personen: Pauschale von € 600
*Ab 25 Personen: € 24 pro Person

Spezialführungen
siehe Preise Standard-Führungen

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Haarpracht von Kaiserin Elisabeth im Wiener Sisi Museum



Drei Perücken mit Frisuren der Kaiserin Elisabeth; © Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.

Kaiserin Elisabeth galt als eine der schönsten Frauen ihrer Zeit. Insbesondere ihr bodenlanges Haar trug zum Kult um ihre Schönheit bei. Auf den meisten Abbildungen sind die Frisuren, mit denen Sisi die damalige Haarmode neu prägte, aber nur von vorne zu sehen. Das Sisi Museum in der Wiener Hofburg präsentiert deshalb ab Ostern drei Perücken aus Echthaar, die einen genaueren Blick auf die unterschiedlichen Frisuren der Kaiserin gewähren. Mit historischem Friseurbedarf wird die aufwändige Haarpflege der Modeikone Elisabeth veranschaulicht.

Sisi Frisuren im Sisi MuseumKaiserin Elisabeth war bekannt für ihre Schönheit, Männer und Frauen ihrer Zeit schwärmten für ihr beeindruckendes Äußeres. Seit dem Wiener Kongress hatte Wien eine Führungsrolle in der Mode eingenommen, die Kaiserin von Österreich galt als Modeikone. Die Schönheitspflege nahm einen Großteil des Tagesablaufs der Monarchin ein. Besonders bedacht war Elisabeth auf ihre Haare. Sie hatte dichtes, bodenlanges Haar, das täglich zwei bis drei Stunden frisiert wurde. „Bereits in jungen Jahren – zur Zeit ihrer Heirat und Ankunft am Wiener Hof Mitte der 1850er Jahre – fand Sisi einen eigenen Stil“, weiß Olivia Lichtscheidl, Kuratorin im Sisi Museum zu berichten. Sie lehnte sich zwar an die herrschende Mode an, gab dieser aber eine persönliche Note. So war es in den 1850er Jahren üblich, das in der Mitte gescheitelte Haar in einem die Ohren bedeckenden Bogen oder einer Rolle nach hinten zu frisieren und zu einem tief sitzenden Nackenknoten zusammenzufassen. Elisabeth verzichtete auf den Nackenknoten und trug ihre damals schon sehr langen und dicken Zöpfe zu einem Kranz aufgesteckt am Hinterkopf.

Um 1860 änderte sich die Haarmode. Man kämmte das Haar streng und glatt nach hinten, ließ die Ohren frei und formte hinten einen Knoten aus einzelnen Haarteilen. Schon allein aufgrund ihrer Haarlänge und der Naturlocken widersetzte sich Sisi diesem Modediktat. Sie war vielmehr fasziniert von den fantasievollen Frisuren der Schauspielerinnen am Wiener Burgtheater. So beschloss sie, die dort angestellte Friseuse Franziska Angerer später verehelichte Feifalik an den Hof zu holen. Ab 1863 war Fanny Feifalik für die Haarpflege der Kaiserin verantwortlich und zauberte täglich kunstvolle Frisuren. Sie gilt auch als die Schöpferin der vielfach – und fast immer vergeblich – kopierten „Steckbrieffrisur“. Nach dem stundenlangen Flechten, Frisieren und Hochstecken mussten die dabei ausgefallenen Haare der Monarchin in einer silbernen Schüssel vorgezeigt werden, jedes verlorene Haar hatte einen vorwurfsvollen Blick der Kaiserin zur Folge.

Eine der letzten Frisuren Sisis – damals waren schmale Haarknoten am Oberkopf im Trend und das Stirnhaar wurde in senkrechte Rolllocken gelegt – glich einer Krone. Die Frisierstunden nutzte die Kaiserin, um Sprachen zu lernen. Ihr Griechischlehrer Constantin Christomanos, der der Frisierprozedur oft beiwohnte, bemerkte: „Majestät tragen das Haar wie eine Krone.“ Worauf Elisabeth entgegnete: „Nur dass man sich jener anderen leichter entledigen kann.“ „Das Gewicht der Haarkrone aus dem damals bodenlangen Haar muss beträchtlich gewesen sein und Sisi hatte an ihrer Haarpracht sicher schwer zu tragen“, so Lichtscheidl weiter.

Mit der Anfertigung der drei Echthaarperücken, die jeweils eine Frisur der Kaiserin aus den 1850er, 1860er und 1890er Jahren zeigen, wurde die Friseurin und Maskenbildnerin Hannelore Uhrmacher beauftragt. Sie hat bereits bei zahlreichen Kino-, TV- und Theaterproduktionen – von der Fernsehserie Kaisermühlenblues bis zu Zirkusproduktion Magnifico von André Heller – mitgearbeitet und nun mehrere Tage Arbeit in die Haarpracht der Kaiserin investiert. Über 200 Stunden dauerte es, bis die Frisuren saßen. Die Perücken sind ab Ostern im Sisi Museum in der Wiener Hofburg zu bestaunen. Gleichzeitig werden mehrere Onduliereisen, Lockenscheren und anderer historischer Friseurbedarf ausgestellt.
 



Frühjahrsputz für Sisis Schmuck und Kleider

Rund 650.000 jährliche Besucher in den historischen Wohnappartements von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph sind eine Herausforderung – insbesondere auch für Pflege und Instandhaltung des Kulturerbes. Über 1.250 Ausstattungsgegenstände werden derzeit von Staub und schädlichen Ablagerungen befreit. Gleichzeitig wird das ständige Reinigungspersonal geschult und für die besonderen Bedürfnisse historischer Materialien sensibilisiert.

Die Schloß Schönbrunn Kultur- und BetriebsgesmbH (SKB) kommt mit der aufwändigen, kustodischen Großreinigung vorbildlich ihrem Auftrag zur Schonung der historischen Substanz bei gleichzeitiger touristischer Nutzung der anvertrauten Denkmäler nach. „Im Rahmen der Reinigung wird der Erhaltungszustand aller Räume und Ausstattungsstücke geprüft, darauf aufbauend werden alle notwendigen Restaurierungsmaßnahmen geplant“, erläutert Franz Sattlecker, Geschäftsführer der SKB  einen weiteren Aspekt der pflegerischen Maßnahmen. Die Großreinigung trägt mit der gleichzeitigen Bestandsaufnahme aller Ausstattungsstücke und Exponate letztlich auch zu effizienteren Abläufen in der Erhaltung der historischen Räumlichkeiten bei.

Originale Kleidungsstücke wie etwa ein schwarzer Mantel der Kaiserin werden mit einem Luftpinsel angetupft und der Staub mit Distanz zum Original abgesaugt. Bei originalgetreuen Rekonstruktionen wie etwa Sisis ungarischem Krönungskleid kommt ein spezieller Staubsaugeraufsatz mit einem vorgespannten Gazevlies zum Einsatz. Die Oberfläche von Gemälden wird mit besonders weichen Pinseln und einem speziellen, sehr weichen Reinigungsleder vorsichtig entstaubt. Wenn Mängel festgestellt werden, werden diese von den Restauratoren möglichst sofort behoben. „So werden an Vergoldungen von Mobiliar, Wandverkleidungen oder Gemälderahmen jedes Jahr zahlreiche Notfestigungen vorgenommen“, erläutert Eva Hottenroth, Leiterin des Restauratorenteams aus dem Atelier Kunstgenuss.

Im Zuge der Großreinigung wird das Sisi Museum auch wieder mit neuen Exponaten bestückt. „Taufkleid, Frisiermantel und Hermelincape der Kaiserin müssen aus konservatorischen Gründen wieder für ein paar Monate ins Depot, stattdessen zeigen wir Kinderschuhe, einen Malkasten, einen Spielkoffer sowie den Morgenmantel, Pantoffel und Strümpfe der Kaiserin“, so die Kuratorin im Sisi Museum Olivia Lichtscheidl. Die neuen Objekte sind ab 29. März 2011 zu sehen.





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