Wien

Foto: Das Kunsthistorische Museum aufgenommen in der Herbstsonne Okt 2007; © Wien-konkret



Foto: Das Kunsthistorische Museum aufgenommen in der Herbstsonne Okt 2007; © Wien-konkret

* 26.1. - 25.4.2010: Vermeer-Ausstellung: "Die Malkunst" Spurensicherung an einem Meisterwerk

Das Kunsthistorische Museum widmet Vermeers "Malkunst" eine Ausstellung

Diese Ausstellung widmet sich ganz der "Malkunst", dem Hauptwerk Johannes Vermeers, eines der berühmtesten holländischen Maler des Barock. Das Meisterwerk diente als Schaustück für potenzielle Käufer und gilt als Vermeers in Malerei gefasstes künstlerisches Manifest. Es lässt sich nicht auf einen Auftraggeber zurückführen und hat zu Lebzeiten des Malers wohl niemals dessen Atelier verlassen. Selbst nach Vermeers Tod war seine Witwe trotz finanzieller Schwierigkeiten bestrebt, das Bild nicht zu verkaufen. Anhand von Requisiten, die denjenigen im Gemälde entsprechen, wird in der Ausstellung die komplexe Ikonographie des Bildes erläutert - so befinden sich unter den präsentierten Gegenständen etwa das Original der im Gemälde wiedergegebenen Landkarte der 17 Provinzen der Niederlande von Claes Jansz. Visscher, die dazugehörigen 20 Stadtansichten, ein Kronleuchter mit Doppeladler, eine prachtvolle Tapisserie sowie die exakte Rekonstruktion eines Schlitzwamses aus schwarzer Seide.
   Das Gemälde hat Anlass zu umfassenden technologischen und konservatorischen Studien geboten. Einer Spurensuche gleich wird Fragen nach der Verwendung bestimmter Farbpigmente, Bindemittel und ganz allgemein zu Vermeers Arbeitsweise nachgegangen. In diesem Kontext wird auch die Debatte aufgegriffen, inwieweit Vermeer Hilfsmittel wie perspektivische Konstruktionszeichnungen
und/oder optische Geräte (z. B. eine Camera obscura) verwendet haben könnte. Im Zentrum stehen aber auch Analysen zum Zustand des Gemäldes sowie zu den Veränderungen und chemischen Prozessen, die in den historischen Malschichten vor sich gehen. 
   Zudem zeigt das Kunsthistorische Museum Gemälde, Skulpturen und Filmausschnitte zeitgenössischer Künstler (George Deem, Maria Lassnig, Peter Greenaway u. a.), die von Vermeers "Malkunst" inspiriert wurden.
   Zahlreiche Leihgaben aus europäischen sowie amerikanischen Museen und Privatsammlungen zeichnen ebenso wie historische Dokumente aus Archiven in den Niederlanden ein spannendes Bild von Vermeers Meisterwerk und veranschaulichen die Sonderstellung dieses Gemäldes im OEuvre des Malers.

Rückfragehinweis:    Kunsthistorisches Museum mit Museum für Völkerkunde und Österreichischem Theatermuseum
   Öffentlichkeitsarbeit | Marketing,  Ruth Strondl
   Tel.: 01/ 525 24-4024    mailto:ruth.strondl@khm.at
OTS0210    2010-01-22/15:34



Das Kunsthistorische Museum Wien

1891 wurde das nach Entwürfen G. Sempers und C. von Hasenauers neu erbaute Haus am Ring, das im Sinne des Historismus gestaltet wurde, eröffnet. Entstanden ist das Museum aus den Sammlungen der Habsburger, vor allem aus der Portrait- und Harnischsammlung Ferdinands von Tirol, der Sammlung Kaiser Rudolfs II. (deren größter Teil jedoch verstreut ist) und der Gemäldesammlung von Erzherzog Leopold Wilhelm.

Insgesamt acht verschiedene Sammlungen befinden sich im Haupthaus sowie an verschiedenen Standorten wie der Neuen Burg und dem Schloß Schönbrunn – das Spektrum reicht von Objekten aus dem alten Ägypten, der Antike, dem Mittelalter und der Neuzeit bis etwa 1800.
Ein großer Schwerpunkt liegt in der Gemäldesammlung, die sich durch ausgesuchte Werke der Renaissance und des Barock auszeichnet.

Zu den bedeutendsten Exponaten der Gemäldegalerie zählen unter anderem Werke von Jan van Eyck,  Albrecht Dürer, Giuseppe Arcimboldo, Michelangelo Merisi da Caravaggio,  Peter Paul Rubens, Johannes Vermeer, Pieter Bruegel der Ältere

Zum Haus gehören ebenfalls: das Lipizzaner-Museum in der Stallburg sowie Schloß Ambras in Innsbruck, außerdem ist dem Haus seit Januar 2001 auch das Völkerkundemuseum und das Österreichische Theatermuseum angegliedert.
 

Saliera:

Das vergoldete Salzfass "Saliera" ist seit dem Diebstahl am 11.5.2005 nach Ende der offizielle "Langen Nacht der Museen" das berühmteste Ausstellungsstück des Kunsthistorischen Museums. Die Saliera ist nach der Fassung des Kunstdiebes R. Mang aus Wien seit 31.1.2006 wieder in der Kunstkammer des Mueseums zu besichtigen. Sie ist weitgehend ungeschädigt.
 



Informationen:

Kunsthistorisches Museum,
Maria-Theresien-Platz, Wien 1. Bezirk (Dr.-Karl-Renner-Ring)
Info: Tel. +43 1 525 24- 4031 · Email: tourist@khm.at

Verkehrsanbindung:
U-Bahn: U2 Station Museumsquartier, U3: Station Volkstheater 
Straßenbahn: Linie D, 1, 2, 46, 49, Bus 2A, 57A:
 
 

Öffnungszeiten & Preise:

Kunsthistorisches Museum
(Gemäldegalerie, Ägyptisch-Orientalische Sammlung, Antikensammlung, Münzkabinett):
Täglich ausser Mo 10–18,  Do 10–21 (nur Gemäldegalerie)
Kinder (bis 6) frei, Kinder ab 6: 7,50 Euro, Erwachsene: 10 Euro, Familienkarte: 20 Euro (2 Erwachsene, 3 Kinder)

Neue Burg / Heldenplatz:
Ephesos-Musem, Hofjagd- und Rüstkammer, Sammlung alter Musikinstrumente:
Mo, Mi-So 10–18
Kinder (bis 6) frei, Kinder ab 6: 6 Euro, Erwachsene: 8 Euro, Familienkarte: 16 Euro (2 Erwachsene, 3 Kinder)

Schatzkammer / Hofburg:
18. Mai - 01. November 2009 von MO-SO, 10:00-18:00
Kinder (bis 6) frei, Kinder ab 6: 6 Euro, Erwachsene: 8 Euro, Familienkarte: 16 Euro (2 Erwachsene, 3 Kinder)

Wagenburg / Schloss Schönbrunn:
Nov.–März: Täglich, außer Mo, 10–16
April–Okt.: Täglich 9–18
Kinder (bis 6) frei; Kinder ab 6: 3 Euro, Erwachsene: 4,50 Euro, Familienkarte 6 Euro (2 Erwachsene, 3 Kinder) 
 
Bei den Kinderführungen ist der Eintritt und die Führung für Kinder gratis, Erwachsene bezahlen nur den ermäßigten Eintritt.
 





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