Wien

Vindobona

Im ersten Jahrhundert legten die Römer an der Stelle des heutigen Wiener Stadtzentrums ein Militärlager an. Wie der vorlateinische, offensichtlich keltische Name der zivilen Siedlung Vindobona zeigt, muss der Platz aber schon in vorrömischer Zeit bewohnt gewesen sein. Die Siedlung wurde im Jahr 212 zum Municipium erhoben. Noch heute kann man an den Straßenzügen des 1. Bezirks (Innere Stadt), den Mauerverlauf des Lagers nachvollziehen. Die Römer blieben bis ins 5. Jahrhundert.Vindobona ist eine ursprünglich keltische Siedlung, später römisches Legionslager im heutigen Wien. Um 15 v. Chr. wird das Königreich Noricum dem römischen Reich eingegliedert. Die Donau wird zur Grenze des Imperiums, und die Römer legen am Donauufer Befestigungen und Siedlungen an.

Vindobona ist eine ursprünglich keltische Siedlung, später römisches Legionslager im heutigen Wien. Um 15 v. Chr. wird das Königreich Noricum dem römischen Reich eingegliedert. Die Donau wird zur Grenze des Imperiums, und die Römer legen am Donauufer Befestigungen und Siedlungen an.

Der Geschichtsschreiber Ptolemäus erwähnt Vindobona in seiner Explicatio geographica. Aurelius Victor, ebenfalls Geschichtsschreiber, berichtet, dass Kaiser Marc Aurel, der hier während der Markomannenkriege eines seiner Hauptquartiere hatte, am 17. März 180 in Vindobona starb. Vindobona gehörte zu der römischen Provinz Pannonia. Das regionale Verwaltungszentrum ist Carnuntum.

Vindobona ist ein Militärlager mit angeschlossener Zivilstadt (Canabae). Auf dem anderen Donauufer ist ab dem 2. Jahrhundert eine germanische Siedlung mit einem großen Handelsplatz nachweisbar.

Der Umriss des Militärlagers zeichnet sich heute noch im Straßenverlauf ab: Graben, Naglergasse, Tiefer Graben, Salzgries, Rabensteig, Rotenturm-strasse. Der Name "Graben" soll auf den Befestigungsgraben des Lagers zurückgehen. Man vermutet, dass zumindest Teile der Mauern noch im Mittelalter standen, als diese Straßen angelegt wurden, und damit den Lauf der Straßenzüge vorgaben. In einer der Ecken des Lagers entstand später der Berghof.

Vindobona wurde von römischen Gutshöfen (Villae rusticae) in der Umgebung mit Nahrung versorgt.

Römische Funde in Wien
An vielen Stellen der Wiener Innenstadt wurden Überreste aus der Römerzeit gefunden: Auf der Freyung (neben dem Ausgang der Fussgängerpassage durch das Palais Ferstel) ist ein schmaler Streifen einer Römerstraße freigelegt worden. Auf dem Michaelerplatz wurde ein rechteckiger Ausschnitt quer durch mehrere historische Schichten ausgegraben, darunter auch Teile aus der römischen Vorstadt. Unter der Feuerwehrzentrale am Hof befindet sich ein Teil der römischen Kanalisation. Am Hohen Markt (auf der Höhe des Vermählungsbrunnens) ist der Eingang zu einem Keller mit römischen Fundamenten, vermutlich Teilen der Offiziersquartiere.

Weblinks   
    * WIEN MUSEUM   
    * Römische Ruinen in Wien   
    * Seite über das Legionslager   
    * Teile aus der römischen Vorstadt   
    * Teil der römischen Kanalisation unter der Feuerwehrzentrale am Hof   
    * Keller mit römischen Fundamenten