Wien

Die Türkenbelagerung von Wien 1529 und 1683


1. Türkenbelagerung von Wien: 27. September bis zum 14. Oktober 1529
2. Türkenbelagerung von Wien: 15. Juli bis 12. September 1683
 

Die Türkenkriege



Jan Sobieski
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1529 wurde Wien das erste Mal von den Türken erfolglos belagert. Die durch mittelalterliche Mauern geschützte Stadt konnte den Angriffen nur mit Mühe standhalten, bis schließlich ausgebrochene Seuchen und ein befürchteter früher Wintereinbruch die Türken zum Rückzug zwangen.

Durch die Belagerung war die Notwendigkeit zeitgemäßer Befestigungsanlagen deutlich geworden. Nach Plänen von Hermes Schallauzer wurde Wien seit 1548 zu einer Festung ausgebaut. Die Stadt wurde mit 11 Bastionen aus Mauerwerk versehen und von einem Graben umgeben. Um Wien entstand ein Glacis, ein breiter, unverbauter Bereich, der den Verteidigern ein freies Schussfeld ermöglichte.

Diese Befestigungsbauten, die bis ins 17. Jahrhundert hinein den Hauptteil der Bautätigkeit ausmachten, sollten sich 1683 bei der Zweiten Türkenbelagerung auszahlen, denn sie schützten die Stadt zwei Monate lang, bis die türkische Armee wegen des Eintreffens des vom Polenkönig Jan Sobieski angeführten Entsatzheeres ihre Kampfrichtung änderte und somit die Belagerung auch diesmal erfolglos endete.

Dies war der Beginn des endgültigen Zurückdrängens des Osmanischen Reiches.

Literatur
    * Gerda Hagenau: Jan Sobieski. Der Retter Wiens.
       Frankfurt/M u. Berlin 1991.
    * Zbigniew Wójcik: Jan Sobieski. 1629 - 1696. Warszawa 1994.
    * Sachslehner, Wien anno 1683, ISBN 3854313446

    
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