Wien

Das frühe Mittelalter

Das römische Vindobona lag weit im Osten des Reiches und fiel daher den Wirren der Völkerwanderung rasch zum Opfer. Es gibt Hinweise auf ein katastrophales Feuer ungefähr am Beginn des 5. Jahrhunderts. Die Überreste des Lagers wurden aber nicht verlassen, sondern es blieb eine kleine Restsiedlung zurück. Die Straßen und Häuser des frühmittelalterlichen Wien folgten dem Verlauf der römischen Lagermauern, was darauf schließen lässt, dass ein Teil der Befestigungen noch stand und von den Siedlern verwendet wurde. Die Ersterwähnung im Mittelalter erfolgt 881, wo apud Weniam eine Schlacht gegen die Magyaren stattfindet, wobei unklar ist, ob es sich um die Stadt oder um den Wienfluss handelt. Das Zentrum des frühen Wiens war der Berghof.

Im Bereich der heutigen Inneren Stadt wurden mehrmals byzantinische Kupfermünzen aus dem 6. Jahrhundert gefunden, was auf regen Handel schließen lässt. Bei Grabungen im Bereich der Salvatorgasse (eine Nebenstraße zur Marc-Aurel-Straße, neben dem Berghof) wurden Gräber aus dem 6. Jahrhundert gefunden. Damals herrschten die Langobarden im Wiener Raum. Später folgen Slawen und Awaren. In den Salzburger Annalen wird für das Jahr 881 eine Schlacht gegen die Magyaren bei einem Ort namens Wenia erwähnt, wobei es sich um das frühe Wien handeln dürfte. Kaiser Otto I. besiegt die Magyaren im Jahr 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld. Damit konnte das frühe Wien den Weg ins Mittelalter antreten.

Weblinks
    * Völkerwanderungszeit