Wien

Das Äußere des Stephansdomes

Abgesehen von den Türmen ist das Dach am auffälligsten, es erhebt sich 37,5 m über dem Langhaus und 25,3 m über dem Chor mit einer Länge von 110 m. Es ist mit ca. 230.000 Dachziegel bedeckt, die in einem Zickzackmuster arrangiert sind. Über dem Chor ist auf der Südseite das Wappen Kaiser Kaiser Franz I., auf der Nordseite die Wappen der Stadt Wien und der Republik Österreich.

Der Hauptturm ist 137m hoch und machte den Stephansdom zeitweilig zum höchsten Gebäude der Welt. Er hat einen quadratischen Grundriss, der durch ein raffiniertes Arrangenment von Giebeln allmählich in ein Achteck übergeführt wird. Unterhalb der Spitze ragen zwölf Fialentürmchen empor.

Foto 1: Westtürme des Stephansdoms; Foto 2: Dach des Domes - Südseite; Foto 3: Reliefs an der Außenmauer des Stephansdoms; Fotos: © Wien-konkret



Foto 1: Westtürme des Stephansdoms
Foto 2: Dach des Domes - Südseite
Foto 3: Reliefs an der Außenmauer des Stephansdoms
Fotos: © Wien-konkret

Das Hauptportal auf der Westseite, das Riesentor ist noch romanisch. es ist in einem trichterförmigen Portal, das nachträglich zum Platz hin erweitert wurde. In ihm sind Relieffiguren eingelassen, unter anderem der Dornauszieher, eine sitzende Figur in eigenartiger Haltung, die in Wirklichkeit einen Richter darstellt. Das Portal selbst wird auf jeder Seite mit sieben trichterförmigen Säulen begrenzt, die mit gewundenen Pflanzenmustern geschmückt sind. Auf den Kapitellen sind Figuren, teils Aposteln und Heilige, teils schwer deutbare Szenen. Über den Kapitellen erheben sich andere Säulen, die das Tympanonfeld begrenzen. Auf ihm ist eine Darstellung eines Christus Pantokrator (Christus als Weltenherrscher) zu sehen, bei der ein Knie frei ist - diese Symbolik ist unklar und wird mit Aufnahmezermonien in Bauhütten in Verbindung gebracht.

Seitlich sind das Singer- und das Bischofstor, zwei gotische Meisterwerke: sie sind in einem Spitzbogen arrangiert und im Gewände stehen Apostelfiguren. In der Mitte sind Statuen von Herzog Rudolf IV. und seiner Frau Katherina von Böhmen. Im Tympanonfeld sind im Singertor die Lebensgeschichte des Heiligen Paulus, im Bischofstor die Lebensgeschichte der Heiligen Maria.

Auch bei den Türmen gibt es Seiteneingänge, im Norden das Adlertor, im Süden das Primglöckleintor. Gleich daneben liegt auch das Grabmal des Minnesängers Neidhart von Reuenthal, in dem auch die Gebeine des späteren Sängers Neidhart Fuchs gelandet sind - warum ist unklar. Der Name Primglöckchentor kommt jedenfalls von Reuenthal, von dem eine Beschreibung der Sitte erhalten ist, dass der Finder des ersten Primglöckchens im Frühling ein Jahr lang eine ehrenvolle Position am Hof inne hatte.

 

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