Wien

Wiener Moschee:

Moschee Wien

Moschee & Das islamische Zentrum Wien
Adresse: Am Bruckhaufen 3, A-1210 Wien, Floridsdorf
Telefon: +43-(0)1 - 263 09 22

Öffis: Autobus 20B Neue Donau - U-Bahn U6 Neue Donau

Moscheeführungen:
Führungen: Mo–Do 10–14 nach Voranmeldung.
Dauer: ca. 1 Stunde.



Geschichte:

Auftraggeber: war der saudi-arabischen Königs Faisal ibn Abd al-Aziz.

Gebaut wurde die Moschee von Baumeister Richard Lugner, der auch den Stadttempel der jüdischen Kultusgemeinde in Wien renovierte.

Die Eröffnung der ersten Moschee in Österreich war am 20. November 1979. Sie umfaßt das Gotteshaus für Muslime, ein 32 Meter hohes Minarett und Gesellschafträume.

Die Moschee in Wien wurde von Bundespräsident Rudolf Kirchschläger, Bundeskanzler Bruno Kreisky (SPÖ), Bürgermeister Leopold Gratz (SPÖ) und des Saudi-Arabischen Unterrichtsminister Afiz Al-Kuweiter eröffnet.


 



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@ Leserbrief des Pastors: der Herr Pastor irrt

Die dem Islam angehörenden Türken sind zum weitaus überwiegenden Teil Sunniten. Trotzdem ist Istanbul voll von Minaretten. Es ist also nicht richtig, dass nur Schiiten Minarette hätten. Die sunnitische Türkei war der erste laizistische Nationalstaat auf islamischen Boden.
   Es ist auch nicht richtig die Schiiten per se dem radikalen Islam zuzuordnen. Dem radikalen Islam sind alle jene Gruppierungen zuzuordnen, welche eine Auseinandersetzung mit dem Koran, von dem die Muslime glauben, dass er das Wort Gottes ist, als religionsfeindlich und gotteslästerlich ansehen. Bereits die Auffassung, die Umwelt der koranischen Offenbarung im Mekka des 7. Jahrhunderts sei zum besseren Verständnis des Korans zu berücksichtigen, gilt ihnen als Häresie. Der Koran ist vielmehr Wort für Wort in seinem originalen Wortlaut, in der "ursprünglichen Form" die "reine Lehre".
   Auf dieser Grundlage gibt es auch keine Freiheit der Religion. Daher kann man auch den saudischen Großmufti verstehen, die Zerstörung aller Kirchen in und um Saudi-Arabien verlangt. Die saudischen Muslime sind aber Sunniten, in der besonderen Ausprägung des Wahabitentums. Durch saudische Fördergelder "gesponsert" werden die Ideen der Wahabiten nicht nur in den Moscheen Saudi Arabiens, sondern überall in der islamischen Welt (auch in Wien) verbreitet. Die Bekenner wahabitischer Ideen haben bei 9/11 und in Afghanistan bewiesen was sie vermögen.
   Auch die Trennung von Staat und Religion kann von den radikalen Muslimen nicht akzeptiert werden, weil es eine solche unter der Herrschaft des Propheten Mohammed auch nicht gegeben hat. Ebenso ist der Krieg gegen die Ungläubigen nicht nur zulässig, sondern geradezu ein gutes Werk, weil auch der Prophet Mohammed gegen die Ungläubigen in die Schlacht gezogen ist, um dem wahren Glauben zum Durchbruch zu verhelfen.
   Man sieht also, die Ideale der Aufklärung, als deren direkter Ausfluss die Charta der Menschenrechte angesehen werden kann, hat sich noch nicht überall auf der Welt durchgesetzt.

Hans Christian S.        3. April 2012



Wiener Moschee wurde für die Schiiten gebaut

Grundsätzlich stehe ich einer jeden Religion tolerant gegenüber, die den eigenen Glauben Ernst nimmt.
Nun ist es aber so, dass der Koran in Sure 5.75 wie folgt schreibt: Der Messias, der Sohn der Maria, ist nur ein Gesandter.
was zwar bedeutet, dass Mohammed das Konzil von Nizzae (325 n.Chr.) und das Konzil von Konstantinopel (375 n.Chr.) negiert, aber Jesus für ihn nach wie vor der Messias (Kreuzigung und Auferstehung) ist, wie dies heute zu Tage auch noch beim bulgarischen Islam, den Aleviten und den Suniten erhalten ist.
Verwunderlich für mich ist, dass man in Wien ausgerechnet eine Moschee für die Schiiten (radikaler Islam) gebaut hat (nur diese haben Minorette) und die SPÖ auch nur mit dem ÖGGiÖ spricht (also mit der Vertretung der Schiiten)...

Pastor Hans-G. P.,   9. Oktober 2010



Stellungnahmen zu "Moscheen in Wien",

* 21.9.2010 ÖVP-Aigner: Nein zur Parallelgesellschaft, ja zu Moscheen

ÖVP: Ja zu Moscheen in Wien

"Aus Sicht der ÖVP Wien spricht nichts gegen den Bau von Moscheen - muss es uns doch ein Anliegen sein, die Gebetsräume aus den Hinterhöfen zu holen. Nicht als notwendig erachten wir jedoch den Bau von Minaretten. Hier sehen wir die Lage ähnlich dem Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde, der solche in Zeiten von "sms" als nicht notwendig erachtet - zumal sie nicht einmal zwingender Bestandteil einer Moschee sind. Generell müssen wir aber darauf achten, in Zukunft verstärkt die Anrainer in die Entscheidungen zum Bau von Moscheen einzubinden. Vorstellbar wäre etwa eine verpflichtende Befragung der Anrainer. Zudem fordern wir ein neues Widmungsverfahren. Moscheen und sonstige Bauten zu Kultuszwecken sollten sich ins Ortsbild fügen und nur zulässig sein, wenn der geplante Ort für publikumsintensive Veranstaltungen geeignet scheint", betont der ÖVP Abgeordnete und Bezirksparteiobmann der ÖVP Brigittenau Wolfgang Aigner in der heutigen Sondersitzung des Wiener Landtages.

"Ein klares Nein gibt es jedoch zur Entstehung von Parallelgesellschaften durch den Bau von sogenannten Kulturzentren, die scheinbar außerhalb der österreichischen Rechtsordnung zu existieren scheinen (Anm.: Öffnungszeiten der integrierten Geschäfte etc...). Hier muss man gegensteuern. Zu lange schon war man auf Seiten der SPÖ untätig - unter dieser Ignoranz der Probleme haben wir daher heute zu leben. Zudem wäre es der SPÖ anzuraten, sich nicht nur für eine Religionsgemeinschaft einzusetzen, sondern auch für die anderen anerkannten Religionsgemeinschaften. So werden wir es das Vorgehen der SPÖ gegen die katholische Kirche (Anm.: Papstkreuz etc.) nicht länger dulden. Mit der Hetze der FPÖ jedoch ist ebenso wenig geholfen. Die Grünen leben in Sachen Integration auf einem eigenen Stern", so Aigner abschließend.
Rückfragehinweis:   ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
OTS0108    2010-09-21/11:06